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SKS Schaft

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    SKS Schaft

    Hallo Leute,

    ich habe hier schon Einiges zum Thema Schaftbehandlung gelesen aber die Beiträge sind teils schon ein paar Jährchen her....
    Also: Ich habe meinen russischen SKS ausgeschäftet und abgeschliffen.
    Sehr schnell habe ich gemerkt, dass das Teil vor der Lackierung wohl mehrere Jahre im Ölbad zugebracht hat.
    Also gut, ablaugen. Da ich keine Lust hatte es selbst zu versuchen, war ich beim Antikrestaurator, dermhat den Schaft 2 Tage in die Wanne gelegt.
    Hat was gebracht , reicht aber wohl nicht aus. Immer noch dunkle Strukturen.
    Ich würde ihn jetzt eine Woche trocknen lassen und dann mit Schaftöl behandeln. Eigentlich hat mir ein rötliches Öl mit etwas Transparenz vorgeschwebt, bei dem Die Holzmaserung schön zur Geltung kommt.
    Nun muss es wohl deutlich dunkler werden,damit die Altflecken kaschiert werden.
    Aber ich wollte eigentlich auch keinen nussbraunen Jagdschaft....
    Was meint Ihr?
    Angehängte Dateien

    #2
    Dem Schaft hilft (falls Dein Restaurator nicht sowieso schon damit gearbeitet hat) vielleicht etwas Oxalsäure?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Oxals%C3%A4ure#Verwendung

    Das bewirkt (verdünnt) oft wunder

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      #3
      ...klingt ja gefährlich....
      Keine Ahnung, was der Meister verwendet hat. Ich gehe aber davon aus, dass er sein Fach versteht.
      Eine andere Sache ist, der Schaft soll ja auch nicht ausgetrocknet werden und sich verziehe.
      Wenn die Kanone nachher um die Ecke schießt, ist auch keinem geholfen.
      Hat noch wer Ideen, siehe Fotos?
      LG

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        #4
        ... ist es aber nicht, wenn man Schmuddelklamotten, Schutzbrille und Gummihandschuhe anzieht.

        Die Frage an den Restaurator war ernst gemeint, weil es durchaus sein kann, dass er Wasserstoffperoxyd, ein anderes Bleichmittel oder aber auch Oxalsäure einsetzt.

        Wenn er keine Oxalsäure eingesetzt hat, könnten die Flecken von Eisen/Rost stammen. Da helfen keine normalen Bäder, Oxalsäure wirkt aber genau dort und beseitigt auch tiefliegende Oxidationsflecken.

        Ursache ist oft, dass der Schaft mit Werkzeug aus Eisen (Messer, Feilen, Stahlwolle) bearbeitet wurde und Eisenionen zurückbleiben, die dann im Kontakt mit Wasser oxidieren.

        Oxalsäure wird auch von Imkern genutzt um Milben zu bekämpfen. Im Imkereihandel dürftest Du bei Bedarf auch passende Mengen für die Schaftbeearbeitung bekommen.

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          #5
          die Flecken stammen vom Schaft selbst. Der wurde halt damals im Öl ertränkt. Das fühlt sich alles feucht an.

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            #6
            Ich habe meinen SKS-Schaft damals mit Wasserstoffperoxid gebleicht, die wirklich tiefsitzenden Verunreinigungen durch das alte Depotfett sind trotzdem erhalten geblieben. Das Zeug ist übrigens nicht ganz ohne, von einer Verwendung ohne entsprechende Schutzausrüstung rate ich dringendst ab.

            Gruß

            Michael


            EDIT: Hier sind Bilder zu finden:

            http://www.waffen-welt.de/showpost.p...6&postcount=24

            bzw. der ganze Beitrag dazu:

            http://www.waffen-welt.de/showthread.php?t=441&page=2


            Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass ich leider von der Schaftaufarbeitung selbst keine Bilder gemacht habe und ins Forum gestellt habe.
            Zuletzt geändert von Michael; 31.03.2017, 11:31.
            sigpic

            “The 10mm Auto retains more kinetic energy at 100 yards than the .45 ACP has at the muzzle”

            Kommentar


              #7
              Zitat von Bullshark Beitrag anzeigen
              die Flecken stammen vom Schaft selbst. Der wurde halt damals im Öl ertränkt. Das fühlt sich alles feucht an.
              Den Schaft in einen schwarzen Müllbeutel und draußen in die Sonne hängen. Aber so, dass das Holz keinen Kontakt zur Folie hat. Die Tüte heizt sich in der Sonne auf und somit auch den Schaft. Dieser Vorgang heizt das Öl im Holz auf und es dringt nach außen. Am besten geht das natürlich im Sommer. Zwischendurch das austretende Öl abwischen. Der danach sehr trockene Schaft mit Grundieröl behandeln. Wie du das Holz weiter behandelst hängt von dem Ergebnis ab, dass du haben möchtest.
              "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
              Peter Ustinov

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                #8
                ohne Kontakt zum Müllbeutel....
                sicher eine Herausforderung.
                Worüber ich mir noch Gedanken mache... kann der Schaft so trocken werden, dass er sich verzieht?
                Es wäre schon schön, wenn der SKS dann nicht um die Ecken schießt....

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                  #9
                  Du kannst ja einen runden Rahmen aus z.B. Pflanzendraht machen, in dem der Schaft so gerade reinpasst. Sicher wird sich der Schaft etwas verziehen, wenn er trocknet. Deshalb das Grundieröl. Mit diesem wird das Holz nach der Reinigung (und Abschleifen nach Bedarf) mehrmals von innen und außen leicht eingepinselt. Der Schaft nimmt die Menge an Öl auf, die er braucht. Überschüssiges Öl schwitzt er wieder aus. Der Schaft regeneriert sich also. Nach ein bis zwei Wochen ist die Oberfläche so trocken, das du ihn z.B. beizen kannst. Ich würde den Schaft mit möglichst rotem Schellack behandeln. Dann sollte er so aussehen, als hätte er neuen "Russenlack" bekommen.
                  "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
                  Peter Ustinov

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                    #10
                    sollte er so fleckenfrei werden, habe ich schon mit rötlichem Fabton geliebäugelt. Möglichst so, dass man die Maserung durchsieht.

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                      #11
                      Um ihn fleckenfrei zu bekommen musst du sehr wahrscheinlich die Ratschläge von Michael und Olympia zusätzlich berücksichtigen. Oder einen schönen Ersatzschaft besorgen.
                      "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
                      Peter Ustinov

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                        #12
                        ����

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                          #13
                          Du kannst es aber auch mal mit dem guten alten Backofenspray versuchen. Den Schaft anfeuchten und das Spray dick drauf sprühen. Eine Zeit lang einwirken lassen, aber nicht solange bis das Zeug eingetrocknet ist. Mit einem feuchten Lappen abwischen und bei Bedarf den Vorgang wiederholen. So habe ich den total verölten Schaft meines Garand damals wieder hin bekommen. Aber ob das Backofenspray die Flecken weg bekommt, kann ich auch nicht garantieren.
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                          Peter Ustinov

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                            #14
                            was denkt Ihr, wieviel Grundieröl sollte der Schaft bekommen? Bis zur Sättigung? Nimmt er dann noch das farbige Schaftöl auf?
                            Habe nun 4 Behandlungen mit Backofenspray durchexerziert. Die letzte nur pumktuell.
                            Nun nähern wir uns dem, was erstrebenswert erscheint.
                            Nun kommt erstmal Ostern und die Woche darauf möchte ich den SKS im neuen Finish mit auf den Stand nehmen. Aber es braucht halt alles seine Zeit. Ich hätte nie gedacht, wieviel Öl die Dinger aufnehmen können....

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                              #15
                              Lass das Schaftöl weg, das taugt nichts. Entweder das Holz beizen oder etwas von der Beize mit in den Schellack. Aber darauf achten, dass sich beides miteinander vermischt. Überschüssiges Grundieröl schwitzt der Schaft wieder aus. Das Holz etwas warm lagern und zwischendurch abreiben. Wenn nichts mehr nach kommt, ein bis zwei Wochen trocknen lassen.
                              "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
                              Peter Ustinov

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