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THE .357 COMBAT MAGNUM

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    THE .357 COMBAT MAGNUM

    Diese Bezeichnung sollte dem Smith & Wesson Revolver Modell 19 (Bild 1), der 1955 konstruiert wurde und in Konkurenz mit dem Colt Revolver Phyton trat, den richtigen "Drive" geben. Es war ein „Ideenkind“ vom Chiefconstructor Bill Jorden. Er wollte eine Gebrauchswaffe für die Patrone .357 Magnum mit einem handlichen Rahmen auf den Markt bringen. Ganz entgegen der lokalen Meinung, dass Revolver im Kal. .357 Magnum auch zwingend einen großen Rahmen benötigen.

    Somit versuchte Smith & Wesson mit neuen Metallegierungen eine Waffe zu installieren, die besser in der Lage war die Druckverhältnisse der .357 Magnum Patrone zu kompensieren und auf einem kleineren Rahmen, den K-Rahmen, aufgebaut war.

    Die Modelle der Reihe 19 waren bis auf eine Ausnahme mit einer verstellbaren Visierung ausgestattet, weiterhin erhielten sie einen „Recessed (counterbored chamber) Zylinder“ (Bild 6) dieser war angesenkt, so das die Patronenböden bündig mit dem Trommelrand abschließen. 1982 wurde diese Technik geändert und es wurde wieder die Standardtrommel verwendet.

    Einer der ersten großen offiziellen Abnehmer des Modell 19 war das FBI (Federal Buero of Investigation). Im Laufe der Zeit stellte das FBI fest, dass bei starkem Gebrauch des Revolvers und bei ausschließlicher Verwendung von .357 Magnum Munition, die Läufe leichte Verschleißerscheinungen aufwiesen.

    Sie lösten das Problem mit einem Patronenmix, dem Einsatzzweck entsprechend, aus Patronen des Kalibers .38Spezial, .38Spezial + P (Bild 2) und .357 Magnum, während S&W an einer Verbesserung arbeitete.

    Leistungsdaten .38 Spezial : 285m/s 350 Joule
    Leistungsdaten .38 Spezial + P : 340m/s 590 Joule
    Leistungsdaten .357 Magnum : 460m/s 1079 Joule

    Ein weiterer großer Abnehmer war die „California Highway Patrol“ und für kurze Zeit war das Model auch in Europa über die Firma Walther erhältlich.

    Es folgten weitere Ausstattungen von Polizeidienststellen. In der Regel waren die Waffen mit der Bezeichnung der jeweiligen Dienststelle versehen (z.B. NYPD – New York Police Department), dass öffnete einen ganz neuen Sammlermarkt und die Jagd nach diesen Revolvern begann.

    Die Produktion des Modells 19 wurde 1999 eingestellt, die der 6“ Versionen schon in 1996. Dennoch war die Produktion von 1955 beginnend äußerst erfolgreich.

    Das auf dem K-Rahmen (mittlere Rahmengröße) basierende Model 19 gab es mit den Lauflängen 2,5“ u. 4“ mit rundem Griffrücken (Round Butt). Alle anderen Modelle verfügten über den eckigen Griffrahmen (Square Butt). Natürlich gab es im Laufe der Zeit immer wieder Modelländerungen oder Verbesserungen.

    Als Korn wurde das „Baugham“ schnellzieh Rampenkorn verwendet, dieses wurde aber ab 1963 bei verschiedenen Modellen von einem Stufenkorn abgelöst, dass bei später einen roten Einschluss und in diesem Zusammenhang die Kimme eine rote Umrandung zur Zielhilfe bekam.

    Auch gab es verschiedene Abzugoptionen, die von den Käufern gewählt werden konnten. Es handelte sich um den sogenannten „Service-Trigger“ der hauptsächlich für Dienstwaffen verwendet wurde, sowie dem „Smooth-Combat-Trigger“ der hauptsächlich für die 2,5“ – 3“ Versionen gewählt werden konnte und den „Target-Trigger“ für die 4-6“ Sportmodelle.

    Eine weitere Modelvariation war der Revolver 19-P (Bild 3+4) im Kaliber .357Magn. Dieser wurde mit einer festen Visierung mit den Lauflängen 2,5“ mit round butt und 4“ mit square butt in limitierten Auflagen für den Export nach Süd Amerika (Peru) im Jahr 1987 hergestellt. Die Buchstabenkombination vor der Seriennummer der 4“ Version ist AWF.

    Mit dem Modell 66 Combat Masterpiece (Bild 5) wurde 1970 die „Stainless-Version“ des Modells 19 mit 4 Zoll Lauf gebracht, der 1974 die 2,5“ und 1978 die 6“ Version folgten.

    Auch diese Waffe wurde mit großem Erfolg in die US-Dienststellen, aber auch weltweit geliefert.

    2004 wurde dann die Produktion des Modells „66 Combat Masterpiece“, dass in seiner Versionsbreite dem des Modells 19 gleichzog, ebenfalls eingestellt.

    Gruß
    J.W.
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    Gruß
    J.W.
    Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
    und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
    J.W.

    #2
    Hallo J...W...
    Ich besitze seit 1979 einen S&W Mod 66-1 mit 4"Lauf
    und eckigem Griff, im Gegensatz zu deinem gezeigten
    "Masterpiece" ist er nicht poliert, hat normalen Hahn/Abzug
    und das S&W-Zeichen auf der rechten Seite.

    Wo ist er in etwa einzuordnen ?

    Gruß EL LOBO
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      #3
      Sehr interessanter Beitrag, vielen Dank dafür!

      Gruß

      Michael
      sigpic

      “The 10mm Auto retains more kinetic energy at 100 yards than the .45 ACP has at the muzzle”

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        #4
        Nachtrag

        während einer Recherche über eine neue Pistole für die deutsche Polizei ende der 1970er Jahre, bin ich über folgende Aussage gestolpert: auch wurden von einigen Polizeidienststellen ein Revolver als neue Bewaffnung gefordert. In die Auswahl kam der S&W Revolver Mod. 19 im Kaliber .357 Magnum mit 2 1/2 Zoll Lauf. Er scheiterte schon beim Dauerschusstest mit .357ner Magnum Patronen......

        Das hätte man sich sparen können, hätte man mal beim FBI nachgefragt...
        Gruß
        J.W.
        Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
        und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
        J.W.

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          #5
          Hallo John,

          ja das ist doch wieder mal typisch deutsch, oder ned ?

          Und Dein Bericht ist mal wieder klasse.
          MfG aus der schönen Pfalz

          Eins ist sicher - die Rente ( Norbert Blüm, anno die 90er, )
          Wir schaffen das ( Angela Merkel 2015, Und wen meint sie mit "wir" ?

          "Bevor isch misch uffreg, is mers egal ....." oder auch "Äner vun uns zwä is bleeder wie isch....."

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            #6
            ...Und zur Vervollständigung mal zwei schnelle Ansichten des Mod. 66-2 mit 6-Zoll-Lauf:
            Angehängte Dateien

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              #7
              Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen
              während einer Recherche über eine neue Pistole für die deutsche Polizei ende der 1970er Jahre, bin ich über folgende Aussage gestolpert: auch wurden von einigen Polizeidienststellen ein Revolver als neue Bewaffnung gefordert. In die Auswahl kam der S&W Revolver Mod. 19 im Kaliber .357 Magnum mit 2 1/2 Zoll Lauf. Er scheiterte schon beim Dauerschusstest mit .357ner Magnum Patronen......

              Das hätte man sich sparen können, hätte man mal beim FBI nachgefragt...
              In welcher Hinsicht scheiterte er beim Dauerschusstest? Hatte das was mit der etwas weniger fleischigen Stelle am unteren Teil des Übergangskonus zu tun? Oder war der Lauf für die 357 einfach zu kurz?

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                #8
                Hi ElmerFudd,

                Zitat von ElmerFudd Beitrag anzeigen
                In welcher Hinsicht scheiterte er beim Dauerschusstest? Hatte das was mit der etwas weniger fleischigen Stelle am unteren Teil des Übergangskonus zu tun? Oder war der Lauf für die 357 einfach zu kurz?
                Das wurde in diesem "Nebensatz" nicht erwähnt. Lediglich, dass der Revolver den geforderten 10000 Schuss Dauertest nicht geschafft hat und somit nicht in den weiteren Testprozess gelangte. Was nicht bedeutete, dass einige Behörden den Revolver trotzdem führten.

                Bekannt ist, dass der S&W Mod. 19 relativ schnell an zerstörerischen Reibungswiderständen im Lauf, beim Einsatz im FBI Alltag, gescheitert ist. Die Lösung war dann ein Patronenmix aus .357Magn; .38 Special+ und der Standard .38Special für die Waffe. Parallel wollte S&W dieses Problem aus der Welt schaffen....

                Man kann davon ausgehen, dass das FBI nach wie vor in Besitz einiger 19ner Modelle von S&W ist, denn das Model war dort (vor allem bei den Fieldtrupps), trotz dieses Mangels, unglaublich beliebt. THE .357 COMBAT MAGNUM lässt sich wohl mit einer .38+P Patrone ein Leben lang schießen.
                Gruß
                J.W.
                Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
                und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
                J.W.

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                  #9
                  Zitat von ElmerFudd Beitrag anzeigen
                  Oder war der Lauf für die 357 einfach zu kurz?
                  Das geht garnicht, Läufe sind nur dann zu kurz, wenn das Geschoß vorne 'rausguckt.
                  Hab das 'was auf derringer.de gefunden:
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                  Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

                  Nichts ist gut in Afghanistan! (Margot Käßmann, Heiligabend 2009 )

                  I like the shiny steel and the polished wood ! (Steve Lee: I Like Guns)

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                    #10
                    Herzallerliebster Gunner,

                    guckst Du hier:
                    http://www.waffen-welt.de/showthread...713#post110713

                    Alles andere ist Kinderspielzeug....
                    Gruß
                    J.W.
                    Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
                    und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
                    J.W.

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                      #11
                      Zufällig tut ein Modell 66-2 bei uns als Vereinsrevolver seinen Dienst. Letzten Mittwoch hatte ich endlich mal Zeit und Muße, mit diesem wunderschönen Eisen in Ruhe zu schießen und bin immer noch sehr angetan.

                      An den Abzug musste ich mich erst mal gewöhnen, da das Abzugsgewicht hoch und der Weg für mich ungewohnt fast Null ist aber wenn man das mal raus hat gibt es nichts zu meckern. Auch die Originalvisierung mit rotem Einsatz im Korn und weißem Rahmen um den Kimmenausschnitt ist im Wettkampf sicher nicht optimal aber im stressfreien Training kein Thema. Die Visiereinstellung war schnell gefunden und da das Ding wie auf Schienen geradeaus schießt, traue ich mich, das hier noch fehlende Schussbild nachzuliefern. Munition war Geco 158gr Hohlspitz, die Waffe hat einen 6-Zoll Lauf, ist im Werkszustand und nicht überarbeitet:
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                      "The chinaman is running them cheap shells on me again."

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