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Gekostet hat mich das ganze 1400 Euros.... ....Die Waffenprüfung sollte kein Problem sein, genausowenig die Schießprüfung....
In welchem Bundesland/Stadt ?
Sehen wir weiter, wenn du den Schein hast.
Ich hatte den Sohn des Lehrgangsleiters und Hegeringleiters dabei. Er hatte beim Üben immer den Kipphasen getroffen. Bei der Schiessprüfung hatte er genau das versaut. Er ist hinter den Stand gegangen und hat geheult.... Beim 2. Versuch am selben Tag hatte es dann geklappt, die manchmal grosse Klappe war danach deutlich reduziert.....
Ich bin nun auch seit September dabei und muss jetzt mal meine Eindrücke Schildern. Ich muss sagen dass ich bis jetzt nichts mit der Jagd zu tun hatte, meine Beweggründe den Schein zu machen waren verschieden, ich wollte ein neues Hobby, bin sehr naturverbunden und natürlich schieß ich gern (auf Scheiben, dennoch freu ich mich auch schon aufs jagen, da ist das schießen aber eher Nebensache und nicht das was den Reiz ausmacht)
Gekostet hat mich das ganze 1400 Euros, inklusive Bücher und Munition, der Kurs dauert bei uns von September bis Mai. Anfangs hatte ich ein bisschen Angst das ich der einzige bin der keine Ahnung von nichts hat, dem war aber nicht so. Die anderen Teilnehmer sind eigentlich aus allen Schichten, vom Landwirt bis zum Doktor ist alles dabei, die Altersspanne reicht von 18-60. Also irgendwo passt man schon dazu, die Leute sind mir alle sehr sympathisch, insbesondere der Ausbilder.
Der Stoff ist nicht gerade leicht, aber wenn man gut im lernen ist oder einem die Sache wirklich interresiert dürfte die Theorieprüfung eigentlich kein Problem sein. So meine Einschätzung. Ich bin absolut lernfaul und hab Schule immer gehasst, aber zu den Jagdkursen geh ich wirklich gern hin. Das ganze macht echt spaß, egal ob Theorie oder Praxis. Die Waffenprüfung sollte kein Problem sein, genausowenig die Schießprüfung.
Die Kurse sollte man schon nutzen um Beziehungen aufzubauen, einige erfahrene Leute sind immer dabei, die können dir dann sagen wem welche Jagd gehört oder haben sogar selbst eine zuhause. So kann man schon bevor man den Schein hat mal mitgehen, gestern waren wir z.B. auf dem Hochsitz und haben das Wild beobachtet. Was ich dabei festgestellt hab: Ich brauch ein gutes Fernglas und ein Nachtsichtgerät. Und kurz darauf, nachdem ich im Internet danach geschaut hab: Sehr viel mehr Geld
Das sollte man dabei bedenken, die Jagd ist ein sehr kostspieliges Hobby, mehr noch als der Schießsport. Aber auch ein sehr schönes, kann es jedem nur empfehlen!
Da hab ich ja was richtig günstiges erwischt...
Ich zahl beim BJV 700 € da is alles drin Bücher, Unterricht und 1 x Prüfung was noch dazu kommt is die Munition aufm Schießstand... Naja oder vllt is das auch der Preis für Azubis das kann ich jetzt net sagen... brauche ja 60 Theoriestunden jede Woche 2,5 macht 24 Wochen also ca 1/2 Jahr dann sollte das geritzt sein
Na da gehts ja richtig rund hier.
Zunächst meine Einschätzung zum Thema "Grünes Abitur".
Die Jägerprüfung bekommt man nicht geschenkt, man muß was dafür tun.
Wenn man aber Freude an der Sache hat und sich für die Thematik "Jagd" interessiert und nicht lernfaul ist, dann wird man die Prüfung auch bestehen.
Wer während der Schulzeit oder während des Studiums gelernt hat "zu lernen", also wie man sich neuen Stoff erarbeitet und einprägt, dem wird es auch nicht schwer fallen, sich den durchaus umfangreichen Stoff zu erarbeiten. Außerdem gibt es die Lernhilfen von Heintges, in denen alles Wichtige quasi mundgerecht präsentiert wird und die das Lernen unheimlich erleichtern.
Meine Empfehlung hinsichtlich des Kurses ist diesen bei der örtlichen Kreisjägerschaft zu absolvieren. Bernhard hat hier schon Kursdauer und Kosten genannt. Ich bin der Meinung, daß eine ca. halbjährige Kursdauer ideal ist. Einerseits nicht zu lang, sodaß man noch "bei der Stange" bleibt, andererseits auch nicht zu kurz. Wissen braucht auch Zeit bis es sich setzt und man damit arbeiten und was anfangen kann. Das kann schon mal zwei Monate dauern. Wer jetzt einen dreiwöchigen Schnellkurs in einer Jagdschule im Saarland oder McPom macht, der wird von 8 Uhr morgens bis 18 Uhr abends mit Stoff bombardiert. Für die Prüfung mags reichen, aber wieviel bleibt danach noch hängen?
Eines muß Euch klar sein. Mit dem Zeugnis über die bestandene Jägerprüfung seid ihr noch keine Jäger. Das praktische Handwerkszeug lernt man erst danach bei seinem Jagdherrn im Revier. Unsere Ausbilderin hat mal gesagt:
"Wir können Sie nicht in 6 Monaten zu Jägern machen. Der Kurs hat früher mal 18 Monate gedauert. Alles was wir in den 6 Monaten tun können ist dafür zu sorgen, daß Sie die Jägerprüfung bestehen."
@Sandmann:
Zu den Fehlstunden. Ich würde Die raten mit Deinem Kursleiter darüber zu Beginn der Ausbildung zu reden. Meist läßt sich eine Lösung finden. Das mit den Pflichtstunden wird auch nicht päpstlicher wie der Papst betrachtet. Wenn Du regelmäßig zum Unterricht erscheinst und daheim gut mitlernst wird Dir kein Kursleiter wegen ein paar Pflichtstunden, die Dir evtl. fehlen den Ausbildungsnachweis verwehren. Es ist normal, daß man berufstätig ist und nicht zu jedem Kursabend kommen kann oder mal eine Stunde später kommt, weil man nicht eher aus dem Büro rauskommt. Darauf wird auch Rücksicht genommen.
@Fraustoppwirkung:
Daß die Landratsämter darauf achten, daß jeder Jagdscheininhaber die Jagd auch ausübt ist Blödsinn. Das geht die LRAs überhaupt nichts an.
Richtig ist vielmehr, daß das jagdl. Bedürfnis nur dann besteht, wenn man einen Jagdschein gelöst hat. Läßt man seinen JS nicht mehr verlängern, dann erlischt das Bedürfnis wieder.
Das jagdliche Bedürfnis umfaßt nicht nur die reine Jagdausübung, sondern auch das jagdl. Übungsschießen. Auch die Ausbildung von Jagdhunden dürfte unter das jagdl. Bedürfnis fallen, obwohl es nicht explizit als Bedürfnis erwähnt wird (siehe WaffG § 13 Abs 1. Punkt 1)
@Vincent:
gemäß WaffG §13 Abs 1 Satz 3 darf ein Jäger Langwaffen jeder Art (egal ob Einzellader, Repetierer oder Selbstlader, sofern nicht nach BJagdG verboten) in unbegrenzter Zahl (auch keine zahlenmäßige Begrenzung für Selbstlader) erwerben und besitzen, sowie Langwaffenmunition auch für Kaliber für die er keine Waffe besitzt.
ja, das ist so. Jeder Grundeigentümer hat das Recht zur Jagd auf seinem eigenen Grund und Boden, welches er aber erst ausüben darf, wenn er einen Jagdschein besitzt und sein Grundstück die Mindestgröße für eine Eigenjagd von (in Bayern) zusammenhängend 81,55 ha hat.
also das klingt ja gar nicht gut. So gesehen hatte ich mit meinem Kurs richtig Glück.
Zu den "anschließenden Kosten":
@ flens69: Der Drei-Jahres-Jagdschein kostet hier in Regensburg € 90,--, die sog. "Jagdabgabe" nochmals € 60,-- und eine ausreichende Jagdhaftpflichtversicherung für diesen Zeitraum (für mich) genau € 104,24.
@ Helmut: In keinem Gesetz steht, dass man nach Erlangung des Jagdscheines auch jagen muss.
Man kann z.B. nur an den Wettbewerben des Jagdverbandes teilnehmen.
Ebenso gibt es in Bezug auf den Erwerb von Langwaffen nur die Einschränkung, dass sie lediglich mit einem 2-Schuß-Magazin bei der Jagd auf Wild benutzt werden dürfen (§19 Abs.1 S.2c BJG). Die immer wieder gehörte Behauptung, Selbstlader dürfen von Jägern nur mit einem 2-Schuß-Magazin erworben werden, findet sich hingegen nicht in irgendeinem Gesetz.
@ Vincent: Repetierer und Selbstlader dürfen auch ohne jede Mengenbegrenzung oder Wartezeiten erworben werden, solange die sichere Verwahrung gewährleistet ist. Ein Bedürfnis zum Erwerb ist mit Erteilung des Jagdscheines, nicht mit Ausübung der Jagd, per se gegeben.
Gruß,
Bernhard
Zuletzt geändert von Der Sheriff; 18.06.2011, 16:45.
in NRW kostet der Kurs durchschnittlich 2000,-€ inkl. Prüfungsgebühren bei der Stadt.
Der 3 Jahres-Jagdschein in NRW kostet: Gebühr 65,-€ plus Jagdabgabe 135,-€
Jede Kreisjägerschaft bestimmt selber die Höhe der Gebühren für ihren Kurs.
Die Dozenten arbeiten oft für eine kleine Aufwandentschädigung und der Rest geht in die Kasse der KJS.
Am Anfang waren es zwei Tage in der Woche Unterricht von 18:00 - 21:30 Uhr, dann drei Tage, plus 10 x Samstags schiessen, plus mehrmalig Sonntag ein Reviergang, Schlachthofbesuch, einmalig Pistolen schiessen. Insgesamt 8 Monate
Wir haben Lerngemeinschaften gebildet. Wenn ich nicht von Anfang an die Sache ernst genommen hätte mit dem Lernen, wäre der Stoff bereits nach 8 Wochen nicht mehr aufzuholen gewesen.
Es war wirklich nicht einfach, die auswählbaren Antworten bei der schriftlichen Ankreuzprüfung waren absichtlich verwirrend formuliert (nur wer einen Kurs gemacht hatte und im Unterricht den Ausführungen zwischen den Zeilen gelauscht hatte wusste bei einigen Fragen was gemeint war) Einfaches Auswendig lernen war daher zwecklos, nur wer sich wirklich vertraut macht mit der Dialektik und dem Inhalt konnte bestehen.
Ein Kursteilnehmer ausländischer Geburt, sehr gut gesprochenem Deutsch ist bereits an der Fragestellung der Fragen gescheitert.
Bei der mündlichen Prüfung gab es einen Disput um die Lehrinhalte des Dozenten zum Drilling und der Fragestellung des Prüfers zwischen den beiden. Das war nicht schön als Prüfling.
Der Prüfer an dem Auslöseknopf zum Kipphasen verlangte ein andere Flintenhaltung und Entsicherung der Flinte und wieder wurde zwischen Dozent und Prüfer diskutiert und gegenseitige zukünftige Konsequenzen zugesichert.
Wir waren alle froh als es vorbei war und wir unser Prüfungszeugnis hatten.
Es war nicht einfach, es war anstrengend, es war ermüdend nach Feierabend zu lernen und gleichzeitig eine Familie zu organisieren.
Einen Kurs für 4000,-€ in Schnellform hätte ich mir nicht leisten können und ist auch nicht gut gelitten in Jägerkreisen.
Ein Freund hat mir erzählt, dass die Ordnungs-/Landratsämter inzwischen auch genau darauf achten, dass die Jagd dann auch regelmässig ausgeübt wird bzw. dieser "Jahresschein für Steuer oder Gebühr" gelöst wird.
Sorry, ich habe keine Ahnung, wie das genau heisst, weil ich mich mit der Jagd noch nie beschäftigt habe....also einfach nur Jagdschein machen zwecks "erleichterten" Waffeneinkauf, dann die Jagd nicht ausüben, soll verhindert werden....sprich Bedürfnisprinzip wie beim Sportschützen..
Wieviel kostet so eine Jahresgebühr oder Jagdsteuer?
Eine Frage noch zu den Folgekosten: Wieviel kostet der Spaß den heutzutage in etwa pro Jahr, um den Schein dauerhaft zu behalten (Versicherung, Schein lösen, usw.)?
Hallo Leute
Nur weil wir "Grünröcke" sind, müssen wir uns doch nicht wie "Grüne"
aufführen..
Also ich bin (Sontags-) Jäger seit 1971, habe nur einen "Begehungsschein"
auf Raubwild/zeug und darf den "Schwarzen-Schweinen" in meiner
Heimatgemeinde das Leben schwer machen.
Was mir bei der Waffenprüfung aufgefallen ist, es hat sich noch nichts
geändert. Die Lehrer vermitteln etwas und wollen dieses dann in der
Prüfung 1:1 umgesetzt sehen. Beispiel 1971 beim Prüfungsteil
Reviergang: Beim Überwinden von Hindernissen MUSSTE die Waffe
entladen werden. Mitten im Revier hatte man in ca. 1m Höhe einen Baum
über den Pirschsteg gelegt, 2 Personen sind an dieser Stelle durchgefallen,
weil sie der Meinung waren, es würde ausreichen einen Drilling nur
abzuklappen..
die Prüfungen werden natürlich nicht von den Kursleitern abgenommen, sondern von Aussenstehenden.
Ich hatte den Eindruck, dass man um jeden froh ist, der sich der Ausbildung unterzieht und Jäger werden will. Irgendeine Form des "Mobbings" habe ich nicht feststellen können, auch wenn im Kurs durchaus bekannt war, dass ich schon Waffen besitze.
Warum auch? Je besser die Waffenkenntnisse, desto besser für die Prüfung.
wie gesagt, läuft die ausbildung und Prüfung in den verschiedenen Regionen völlig unterschiedlich. Das ist durchaus vergleichbar mit dem Gymnasium. Als mein Kurzer mit einem 2er-Schnitt die 6. Klasse in Niedersachsen beendete und nach dem Umzug nach Bayern dort die 7. Klasse begann, merkten wir bereits in den ersten Wochen, dass die hier quasi in allen Fächern ein gutes Jahr weiter mit dem Lernstoff waren und deshalb eine freiwillige Rückversetzung die sinnvollste Alternative ist.
Aber zurück zum Thema: die Jägerschaft sind ein eingeschworener Haufen. Deshalb sollte man da nur wirklich interessiert antreten und die Zeit investieren. Wenn die nämlich merken, da kommt so ein Sportschütze, der eigentlich nur an der "Waffenkaufoption" interessiert ist, dann kann man so viel lernen, wie man will - die werden schon einen Grund finden, dass man es nicht packt.....
Abgesehen davon ist das erworbene Wissen um Verwertungsmöglichkeiten unserer Flora und Fauna in einigen Jahren vielleicht mal vom besonderen persönlichen Interesse, wenn die Entwicklung in der EU, mit dem Euro und der deutschen Politik weiter in den eingeschlagenen Bahnen verläuft.....
wie kommst Du darauf, dass hier jemand die Jägerausbildung mit einem "Idioten-Studium" gleichsetzt?
Meine persönliche Ansicht ist lediglich, dass die Ausbildung bei weitem nicht so schwer ist wie manche Leute durch den Begriff "Grünes Abitur" vermitteln wollen. Jeder, der sich für die Jagd interessiert, sollte auch den Jagdschein machen und sich nicht davon abhalten lassen.
Ein "Jäger" im eigentlichen Sinn wird man dann sowieso erst durch die Praxis, wie Thomas richtig bemerkt hat.
Gleiches gilt für die Sachkundeprüfung für Sportschützen. Problemlos zu schaffen.
Wie Du den Anspruch dieser Prüfungen einschätzt ist Dir natürlich unbenommen.
Gruß,
Bernhard
Zuletzt geändert von Der Sheriff; 18.06.2011, 07:44.
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