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M3A1 Grease Gun

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  • M3A1 Grease Gun

    Diese Woche konnte ich meine kleine Ami-Sammlung um ein weiteres Stück erweitern.
    Durch Zufall habe ich eine M3A1 Maschinenpistole im Kaliber .45ACP erhalten. Diese MP wurde noch im zweiten Weltkrieg eingeführt als günstiger Ersatz für die Thompson Maschinenpistolen. Die "Grease Gun" kann man wohl als amerikanisches Pendent zur britischen Sten bezeichnen, da sie ebenfalls äusserst einfach und billig hergestellt werden konnte.
    Wie fast alle MP's aus dieser Zeit ist auch ei M3 ein zuschiessender Rückstosslader Die Version A1 verüfgt nicht einmal mehr über einen aussenliegenden Spannhebel, um die Waffe zu laden muss die Staubschutzklappe geöffnet werden und der Verschluss mit dem Finger zurückgezogen werden. Ist die Waffe gespannt, kann sie durch schliessen dieser Klappe gesichert werden, dabei blockiert ein Dorn auf der innenseite den Verschluss in seiner hinteren Stellung. Wird die Klappe wieder geöffnet, ist der Verschluss wieder frei und die Waffe somit Schussbereit.
    Die M3 ist ausschliesslich Seriefeuertauglich einen Umschalter auf Einzelfeuer wie bei der Sten sucht man hier vergeblich. Dadurch dass die Kadenz der MP aber relativ niedrig ist, lassen sich mit ein wenig Übung aber auch Einzelschüsse damit abgeben.
    Der Kleine Haken hinten an der Schulterstüze dient als Ladehilfe, zudem kann die gesamte Schulterstüze entfernt werden und dann als Zerlegewerkzeug zum herausschrauben des Laufes verwendet werden (@Bernhard, Danke für diesen Tipp).
    Da ich bisher noch keine Grease Gun in echt gesehen habe, weiss ich nicht in welchen Zuständen diese sonst angeboten werden, mein Exemplar scheint aber ziemlich neuwertig zu sein. Die Schulterstütze lässt sich nur mit erheblichem Kraftaufwand ausziehen woraus ich darauf schliesse, dass die Waffe wohl nicht oft benutzt wurde. Zum Herstellungszeitraum kann ich leider keine Angaben machen.
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    Bleiben wir ruhig - stark - einig. Auf diese Art werden wir freie Menschen bleiben

  • #2
    Hallo Michi,

    schön ist sie ja nicht, die "Fettpresse".

    Dennoch Glückwunsch zur ungewöhnlichen Sammlungsergänzung, wird man auch nicht so häufig bei Euch antreffen, oder? Kannst Du was zum Baujahr der Waffe sagen? Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wurden diese Waffen ja bis in die 70iger / 80iger Jahre bei den Amerikanern eingesetzt.

    Darf man fragen, was sie Dich gekostet hat? Und wann kommt der Schießkellerbericht?

    Gruß

    Michael
    sigpic

    “The 10mm Auto retains more kinetic energy at 100 yards than the .45 ACP has at the muzzle”

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    • #3
      Hallo Michi,

      eine schöne und nahezu unbenutzte M3A1 hast Du da wieder bekommen.

      (Natürlich ist sie schön! )

      Die A1-Version wurde erst ab 1944 entwickelt. Es könnte durchaus sein, wie Du schon bei unserem Gespräch vermutet hast, daß sie als Bordwaffe in einem notgelandeten B17-Bomber in die Schweiz kam. Der Mündungsfeuerdämpfer ist original und gehört serienmäßig zur M3A1.

      Ich denke, es wird sich mal wieder eine Gelegenheit geben, Deine Neuerwerbung zu testen. Freu´ mich schon darauf.

      http://www.youtube.com/watch?v=j71_V6DYAAk

      Und wenn´s zu laut ist:

      http://www.youtube.com/watch?v=TAOKh...eature=related

      Gruß,

      Bernhard

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      • #4
        Wie oben geschrieben kann ich zum Herstellungszeitraum keine Angaben machen. Die Waffe befand sich aber seit den 50er Jahren im Besitze eines Bekannten. Der Preis war eigentlich mehr Symbolischer Art da er die Waffe schnellstmöglich an einen Berechtigten "loswerden" wollte oder andernfalls wohl entsorgt hätte.
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        • #5
          Zitat von Der Sheriff Beitrag anzeigen
          Die A1-Version wurde erst ab 1944 entwickelt. Es könnte durchaus sein, wie Du schon bei unserem Gespräch vermutet hast, daß sie als Bordwaffe in einem notgelandeten B17-Bomber in die Schweiz kam. Der Mündungsfeuerdämpfer ist original und gehört serienmäßig zur M3A1.
          Der Geschichte werde ich noch auf den Grund gehen, diesen Schluss zog ich wie ich Dir ja erzählt habe lediglich aus der Schilderung des Vorbesitzers und dieser hatte die MP ja bereits aus einer Erbschaft erhalten.
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          • #6
            Laß mal, die ist so häßlich, da ist sie schon wieder schön....

            Übrigens sichert der Deckel nicht nur im gespannten Zustand, sondern auch die entspannte Waffe, um ein Fertigladen durch Stoß oder Fakll zu verhindern, daher auch das hintere "Griffloch" im Verschluß.

            fettfreie Grüße
            vom Gunner
            Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

            Nichts ist gut in Afghanistan! (Margot Käßmann, Heiligabend 2009 )

            I like the shiny steel and the polished wood ! (Steve Lee: I Like Guns)

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            • #7
              nettes Teil E.HunteR,
              aber war das nicht so, dass das Teil bei den Truppen nicht sonderlich beliebt war? Vermutlich war's ja auch ein krasser Schritt von der Thompson zur so einem Blechteil...
              "The best way to improve the AR-15 is to unscrew the front sight, and put a new gun under it."
              Zitat von Kerkermeister
              Aber der Deutsche ist und bleibt ein Denunziant.

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              • #8
                Dazu kann ich nichts sagen, habe mich mit den Amis eigentlich noch nicht so intensiv beschäftigt. Es ist aber sicher durchaus verständlich wenn ich die Wahl zwischen Thompson und M3 hätte, würde ich den Belchhaufen auch liegen lassen.
                Bleiben wir ruhig - stark - einig. Auf diese Art werden wir freie Menschen bleiben

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                • #9
                  Zitat von E.HunteR Beitrag anzeigen
                  Dazu kann ich nichts sagen, habe mich mit den Amis eigentlich noch nicht so intensiv beschäftigt. Es ist aber sicher durchaus verständlich wenn ich die Wahl zwischen Thompson und M3 hätte, würde ich den Belchhaufen auch liegen lassen.
                  ...außer, Du sollst ihn x-km mit Dir rumschleppen, da erkennt man plötzlich den Vorteil der Leichtbauweise.

                  Es grüßt
                  der Gunner
                  MG-Schütze 1 von 1985-1986
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                  • #10
                    Die Grease Gun war halt nur ein Stück Prägeblech... Eigentlich als (Not)Bewaffnung für Fahrzeugbesatzungen oder Fliegendes Personal gedacht wurde auch die M3 wieder mal in den aktiven Infanteriedients übernommen.

                    Die Waffen hat den Spitznamen "Grease Gun" nicht umsonst, da sie wirklich immer gut gefettet sein musste um Funktionsstörungen und Korrosion vorzubeugen. Berichten zufolge war die Waffe im Winter nur mit Handschuhen Handhabungssicher, da durch Kälte schonmal die Finger am Metall anpappen konnten. Das Visier ist ein Lochvisier Marke "Ungefähre Richtung"...
                    Verbietet Hartschalenfrüchte! Jedes Jahr werden weltweit 150 Menschen von Kokosnüssen erschlagen!

                    Mitglied im Komitee gegen die Entführung von Kühen durch Ausserirdische.

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                    • #11
                      Das Visier ist in etwa vergleichbar mit jenem der Sten. Es schaut zwar ziemlich billig aus, schiessen kann man damit aber erstaunlich präzise. Den Namen "Fettpresse" hat sie wohl mehr wegen ihrem Aussehen, denn übermässig geschmiert werden müssen solche Waffen in der Regel nicht, ich bin mir sogar ziemlich sicher dass die M3 auch in "trockenem" Zustand zuverlässig funktionieren würde.
                      Wegen der Korrosion habe ich mir aber auch schon Gedanken gemacht. Ich könnte mir vorstellen dass die Waffe sehr empfindlich auf Handschweiss reagiert und diesen sofort mir Rostflecken bestraft. Da ich sie in sauberem Zustand bekommen habe, behandelte ich sie mit LPS3 um sie vor Korrosion zu schützen.
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                      • #12
                        Zum Produktionszeitraum kann man sagen, daß die Waffe von dem eingestempelten Hersteller nur bis kurz nach Kriegsende (mit Japan) hergestellt wurde. Ohne die Seriennummer ist mehr nicht ermittelbar.

                        Die Geschichte mit der Bomberbesatzung erscheint mir eher fragwürdig, da das gute Stück dann eigentlich bis Mai 1945 in Europa gelandet sein müßte. Und zu diesem Zeitpunkt bestand das Fertigungsverhältnis von M3 zu M3A1 noch ca. 10 zu 1.

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                        • #13
                          Kannst Du anhand der Seriennummer denn tatsächlich genauere Angaben machen? Ich habe biem fotografieren leider nicht darauf geachtet dass sie zu sehen ist, werde aber sonst noch ein Foto davon anhängen.
                          Bleiben wir ruhig - stark - einig. Auf diese Art werden wir freie Menschen bleiben

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                          • #14
                            Da ich für eine Broschüre über die Grease Gun auch Einblick in einen Teil der Fertigungsunterlagen hatte, läßt sich das zumindest eingrenzen. An der kompletten Aufstellung arbeite ich noch. Mit etwas Glück ist der Seriennummernbereich aber schon erfaßt.

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                            • #15
                              Gibt es die besagte Broschüre schon oder arbeitest Du noch daran? Falls ja, ich wüsste da einen Abnehmer in der Schweiz.
                              Die Nummer meiner GreasGun lautet übrigens 691874, vielleicht kannst Du damit ja etwas anfangen bzw. genauere Angaben machen.
                              Bleiben wir ruhig - stark - einig. Auf diese Art werden wir freie Menschen bleiben

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