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Smith & Wesson 79G - Problem beim zerlegen

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    Smith & Wesson 79G - Problem beim zerlegen

    Hallo.
    Ich hab (mal wieder) was neues... Bin zufällig an eine "Smith & Wesson 79G" gekommen.

    Es handelt sich dabei um eine CO2 - Luftpistole.
    Der Allgemeinzustand ist garnicht so schlecht, aber es sind einige Dichtungen durch. Wen man eine neue Patrone ansticht, entweicht Luft (bzw. C02).

    Ich wollte sie zerlegen zum reinigen und Dichtungen wechseln.
    Meim Problem: Ich muss vorne, unter dem Lauf eine Metallhülse aus der Waffe ziehen, bekomme sie aber nicht raus.
    Die Hülse fängt ca. 7 mm im Inneren der Waffe an, der Innendurchmeser beträgt ca. 6 mm...

    Gibts für sowas ein spezielles Werkzeug? Falls ja, wo bekommt man das (online?)?
    Oder gibts ein Trick für sowas?

    Danke im Voraus

    E=mc²

    #2
    Idee eines alten Bastlers:

    Versuche es doch mal, indem Du einen Dübel einführst und eine Schraube vorsichtig anziehst (Sofern die Hülse dafür genügend Raum bietet).
    Eventuell kannst Du das Ganze so zu packen kriegen.

    Es gibt alternativ zum Fischerdübel aus Nylon auch Messingspreitzdübel in 6mm für M4'er Maschinenschrauben, die packen schon bei geringer Setztiefe.

    viel Glück
    wünscht
    der Gunner
    Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

    Nichts ist gut in Afghanistan! (Margot Käßmann, Heiligabend 2009 )

    I like the shiny steel and the polished wood ! (Steve Lee: I Like Guns)

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      #3
      Blubber

      Ich hab grad zwei Dinge gelernt:

      1. Man kann mit einem Dübel und einer SPAX-Schraube eine Metallhülse ausziehen.

      2. Es geht schneller hier im Forum nachzufragen wie sich 2 Tage rumzuärgern und es mit allen möglcihen anderen Mitteln zu versuchen.

      Danke Gunner

      Morgen werd ich mal beim Büchsenmacher meines Vertrauens nachfragen ob der mir ein Dichtsatz besorgen kann...

      MFG
      E=mc²

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        #4
        Zitat von E=mc² Beitrag anzeigen
        Morgen werd ich mal beim Büchsenmacher meines Vertrauens nachfragen ob der mir ein Dichtsatz besorgen kann...
        Lochzange, Locheisen, Schere, Lederreste, Gummistiefel, Gummibänder (vom Einkochen -> sind fester) oder sonstiges Zeug kann auch schon helfen!

        Für meine wiederbelebten Luftgewehre, habe ich alle Dichtungen selbst hergestellt. Ansonsten mal im Fachgeschäft für Sanitär oder Autoersatzteile fragen.

        Grüße
        mbsoldier

        Kommentar


          #5
          Hallo.

          Ich hab auf einer Webseite (www.muzzel.de) ein paar Infos, und ein Bild vom Dichtungssatz gefunden.
          Ich will die Bilder dort nicht klauen, hier ist der Link zu der direckten Seite:
          Klick!
          Das Bild is recht weit unten.

          Es stehen auch die genauen Masse dabei.
          Kann ich da jede Gummidichtung verwendne die passt? Oder muss das ein spezielles Gummi sein?
          Ich hab ein grösseres Sortiment an Dichtungen da, das meiste müsste dabei sein.
          Die beiden Siebe sehen eigentlich noch gut aus, keine Risse oder so, könnte ich wohl lassen...

          MFG
          E=mc²

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            #6
            Ich kenne die genauen Drücke bei einer CO² Pistole nicht. Aber versuchen würde ich es. Bei einer Pressluft LP mit 200 oder gar 300 bar würde ich eher den Fachmann zu rate ziehen.

            Im schlimmsten Fall entleerst du die CO² Patrone...

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              #7
              Freut mich,

              zeig doch mal Bilder von der Zerlegung.

              drucklose Grüße
              vom Gunner
              Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

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                #8
                Blubber

                Hier ein paar Bilder.

                Das erste Zeigt die zerlegte Pistole.
                Die "Problemhülse" is die mit dem Pfeil.

                Das zweite Bild zeigt den Zylinder im inneren der Pistole.
                Hier ist deutlich zu sehen das eine Dichtung fertig ist.
                In dem rechten Teil (durch das der Metallstift geht) befindet sich eine flache Dichtung, diese lässt sich evtl. nachbauen.
                Das untere Teil auf dem Bild ist das Verbindungsstück zwischen dem Griffstück in dem die CO2-Patrone ist, und dem Zylinder.
                Hier befinden sich zwei weitere Dichtungen.

                Das dritte Bild zeigt den Verschluss des Grifstückes, in dem sich die CO2-Patrone befindet. Ich hab den Verschluss noch nicht zerlegt, er ist mit einem Hohlspannsplint (heist der so?) verschlossen der recht fest sizt.
                Ich kann grad kein Krach machen um ihn auszutreiben, mach ich später...
                In dem Verschlussstück müssten auch noch ein paar Dichtungen sein.

                Mein Büchsenmacher kann mir leider keinen Dichtsatz besorgen:
                "Umarex stellt diesen Dichtsatz nichtmehr her."

                Später schau ich mal, was ich noch an passenden Dichtungen hab.
                Falls noch Fragen da sind, oder ihr Detailbilder braucht, einfach melden.

                MFG
                E=mc²
                Angehängte Dateien

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                  #9
                  Hallo.

                  Ich hab passende Dichtungen gefunden, und die Pistole funktioniert wieder super :-)

                  Ich will euch natürlich die Bilder der kompletten Waffe und einen kurzen Bericht nicht vorenthalten:

                  Die ersten beiden Bilder zeigen die Waffe von beiden Seiten. Auf dem zweiten Bild ist auch die CO2-Patrone zu sehen (12 g).

                  Auf den Bildern drei und vier sind die Einprägungen zu sehen.
                  Bild drei zeigt den Schriftzug:
                  >SMITH & WWSSON AIR GUN DIV.
                  >SPRINGFIELD, MASS., U.S.A.

                  Bild vier zeigt den Schriftzug:
                  >MODEL 79G .177 CAL
                  Zudem ist die Seriennummer und das "F" zu sehen.

                  Zum laden wird (wie auf Bild fünf gezeigt) der Verschluss nach hinten geöffnet, ein Diabolo eingelegt und mit dem Verschluss vorsichtig in den Lauf geschoben.

                  Nun wird der Spannhebel (Bild sech) nach vorne geschoben, die Waffe ist nun schussbereit.

                  Beim auslösen schlägt der Spannhebel durch Ferderkraft auf dem Stifft der aus dem Messingzylinder rausragt, dadurch wird kurzzeitig die Verbindung zwischen C02-Patrone und Lauf freigegeben.

                  Weitere Technische Daten such ich noch, falls ich was finde werd ichs der vollständigkeit halber noch hier posten...

                  MFG
                  E=mc²
                  Angehängte Dateien

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                    #10
                    Vielen Dank für die ausführliche Darstellung!

                    Dies ist ein wirklich informativer Beitrag über das Innenleben einer Waffe, welches mit ziemlicher Sicherheit noch nicht viele von uns gesehen haben.


                    Ich freue mich, daß sie wieder funktioniert.

                    Gunny
                    Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

                    Nichts ist gut in Afghanistan! (Margot Käßmann, Heiligabend 2009 )

                    I like the shiny steel and the polished wood ! (Steve Lee: I Like Guns)

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                      #11
                      Zitat von Gunner Beitrag anzeigen
                      Vielen Dank für die ausführliche Darstellung!

                      Dies ist ein wirklich informativer Beitrag über das Innenleben einer Waffe, welches mit ziemlicher Sicherheit noch nicht viele von uns gesehen haben.


                      Ich freue mich, daß sie wieder funktioniert.
                      ...dem möchte ich mich anschließen!

                      Grüße
                      mbsoldier

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                        #12
                        Hatte das gleiche Inspektionsproblem.
                        nach entfernen der Schraube unter dem Lauf habe ich eine ordentliche Ladung Öl eingefüllt und über Nacht einwirken lassen.
                        Dann konnte ich den Stahlbolzen ohne Problem herausschütteln und die Führungshülsen mit einem Bleistift herausziehen.
                        Diese waren nach etwas über 40zig (gekauft 1979) Jahren vom alten Öl verharzt und hatten geklebt.
                        Ich habe nach einer gründlichen Reinigung "aller" Teile dann die neuen O-Ringe eingesetzt und diese mit "weißem Kettenspray" eingesprüht.
                        Die Stahlführungshülse mit dem Stahlbolzen wurden in gleicher weise behandelt.
                        Dieses Kettenspray verharzt nicht, schmiert besser und schützt ausgezeichnet vor Feuchtigkeit.
                        Aber diesen schritt kann jeder für sich selbst entscheiden.

                        Den Rest der Pistole habe ich so gelassen. D.h., gebrauchsspuren wurden nicht beseitigt, es wurde nicht neu brüniert.
                        Sie soll einfach nur funktionieren und jeder soll erkennen, das diese Pistole ein funktionelles Leben hat und zuverlässig arbeitet.
                        In diesem Sinne....

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