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Hallo liebe Waffen-Welt Nutzer,

wie sicher die Meisten mitbekommen haben dürften, war das Forum einige Zeit nicht erreichbar.
Der Auslöser hierfür war ein defektes Update. Ich musste hier einige Dinge per Hand korrigieren, wozu ich allerdings vor Weihnachten keine Zeit mehr hatte.

Des weiteren bitte ich darum, dass alle Nutzer ihr Passwort neu setzen, bzw. ändern.
Grund hierfür ist ein Hacker-Angriff welcher schon eine Zeit zurück liegt. Hier wurde eine Sicherheitslücke in der vBulletin Software ausgenutzt.
Betroffen davon waren so ziemlich alle existierenden vBulletin Foren weltweit.
Dank einiger Nutzer wurde mir mitgeteilt dass auch von uns hier EMail-Adressen und die verschlüsselten Passwörter gestohlen wurden.
Um hier also auf Nummer sicher zu gehen, bitte ich darum eure Passwörter zu ändern.
Laut vBulletin sollen die Sicherheitslücken nun geschlossen sein.

Euer Passwort könnt ihr hier ändern: https://waffen-welt.de/settings/account

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.
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Die "Walther" Narbe...

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    Die "Walther" Narbe...

    …welcher Pistolenschütze hat noch nicht von ihr gehört.

    Welcher altgediente Bundeswehrsoldat, dem seine ersten Schüsse mit der Walther P38/P1 bevorstanden, wurde nicht von diesem Schreckgespenst auf seinem Weg zur Schießanlage begleitet.

    Woher kommst sie eigentlich, diese Narbe, die so viele stolz zwischen Daumen und Zeigefinger tragen?

    Sie wohl hat ihren Ursprung in der Walther Pistole TPH (Taschenpistole mit Hahn), die 1969 die bis dahin, seit 1961 produzierte Walther TP, ablöste (Bild 1 +2).

    Eine Taschenpistole mit Federmasseverschluss im Kaliber .22 lfb oder 6,35mm (.25ACP) mit DA (Double Action) Abzug, einen außenliegendem Hahn sowie einer Gesamtlänge von 135mm. Die Gesamthöhe betrug 95mm bei einer Lauflänge von 71mm und einer Magazinkapazität (.22lfb+6,35mm) von 6 (+1) Schuss. Das Gewicht betrug ca. 320gr (Bild 3).

    Aufgrund ihrer geringen Bauhöhe hatte sie nur ein sehr kurzes Griffstück, welches beim Schießen mit der Waffe immer etwas zu tief in der Hand lag. Der nach dem Schuss zurücklaufende Verschluss hatte nun nichts besseres zu tun, als alle im Weg stehende Haut der Schießhand zu zertrennen (Bild 4).

    Das Erfolgserlebnis des ersten Schusses mit der Waffe konnte, aufgrund des schlagartig auftretenden Schmerzes, kaum genossen werden.

    Konnte man bei der TPH dieser Verletzung kaum aus dem Wege gehen, so war es bei den Modellen PP, PPk oder z.B. Walther P38 / P1 lediglich die falsche Griffhaltung des Schützen, die ihn in das zweifelhafte Vergnügen der Walther Gedächnisnarbe brachte, da die Bauhöhen dieser Waffen völlig ausreichend waren.

    Die TPH ist eine technisch durchdachte Taschenpistole, ganz nach Walther-Qualität. In Lizenz von Interarms (Alexandria/Virgina) in den USA gebaut, fand sie auch dort ihre Freunde. Auch wenn die Qualität nicht an die deutschen Walther Produktionen heranreichte.

    Die Patensicherung der Waffe verhindert die Schussauslösung beim Sichern der gespannten Pistole. Die Sicherungswalze sperrt beim Sichern den Schlagbolzen und lässt den Hahn beim zurückschnellen diesen nicht auslösen. Weiterhin wird bei der gesicherten Pistole die Verbindung der Abzugstange zum Schlagstück unterbrochen, so das der Abzug ohne Funktion ist (Bild 5).

    Die TPH verfügt über keinen außenliegenden Verschlussfanghebel, sowie einen über das Magazin gesteuerten Verschlussfang. Somit wird der Verschluss auch nach dem letzten Schuss nicht gefangen (Bild 6).

    Mit nur 23mm Gesamtbreite bekam sie eine sehr schlanke Form, zumal sich die Magazinhalterung unten am Magazinschacht befand, dieser Umstand machte die TPH nun letztendlich zur „echten“ Taschenpistole (Bild 7).

    Für mich eine wirklich tolle Walther Produktion, die trotz ihres geringen Gewichtes und ihre kleinen Größe immer noch ein beeindruckendes und fühlbares Waltherprodukt darstellt.

    Gruß
    J.W.
    Angehängte Dateien
    Gruß
    J.W.
    Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
    und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
    J.W.

    #2
    Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen
    …welcher Pistolenschütze hat noch nicht von ihr gehört.
    Ich.

    Welcher altgediente Bundeswehrsoldat, dem seine ersten Schüsse mit der Walther P38/P1 bevorstanden, wurde nicht von diesem Schreckgespenst auf seinem Weg zur Schießanlage begleitet.

    Ich





    @Topic
    Wie immer schön zu lesender Beitrag!
    ECRA

    Patronensammlervereinigung

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      #3
      Hi Kessel,

      Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen
      …diese Narbe, die so viele stolz zwischen Daumen und Zeigefinger tragen...
      Ich!

      mit vernarbtem Gruß
      J.W.
      Gruß
      J.W.
      Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
      und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
      J.W.

      Kommentar


        #4
        Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen
        …welcher Pistolenschütze hat noch nicht von ihr gehört.
        ...viele Schützen hobeln sich eher den Daumen ab, weil sie den Daumen der schußschwachen quer hinter den Schlitten legen. Tritt dieser Unfall ein, ist allerdings die Aufsicht beim Schützen eine Vollpfeife!

        Ansonsten: Super Bericht! Besten Dank!

        Kommentar


          #5
          Zitat von mbsoldier Beitrag anzeigen
          ... ist allerdings die Aufsicht beim Schützen eine Vollpfeife!
          wieso?
          in erster Linie sollte der Schütze selbst für sich verantwortlich sein.
          "The best way to improve the AR-15 is to unscrew the front sight, and put a new gun under it."
          Zitat von Kerkermeister
          Aber der Deutsche ist und bleibt ein Denunziant.

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            #6
            Zitat von imi-uzi Beitrag anzeigen
            in erster Linie sollte der Schütze selbst für sich verantwortlich sein.
            Da hast du natürlich recht! Evtl. reden wir gerade auch aneinander vorbei: Ich beziehe mich auf das Schießen bei der Bundeswehr für Grundwehrdienstleistende. Dort wird jeder Schütze von einer Aufsicht direkt neben dem Schützen beaufsichtigt. Diese Aufsicht muss meiner Meinung nach solch eine Fehlbedinung sofort bemerken und eingreifen. Ein weiteres Beispiel sind Schützen, die beim MG3 oder G36 die Hand vor das Auswurffenster legen.

            Grüße
            mbsoldier

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              #7
              ok, so ist's verständlicher
              allerdings würde ich das als Verantwortlicher vor dem Schiessen entsprechend darauf hinweisen bzw. eine Trockenübung absolvieren lassen.
              Andererseits... nichts ist lehrreicher wie selbst gemachte Erfahrungen...
              Zuletzt geändert von imi-uzi; 12.11.2011, 20:28.
              "The best way to improve the AR-15 is to unscrew the front sight, and put a new gun under it."
              Zitat von Kerkermeister
              Aber der Deutsche ist und bleibt ein Denunziant.

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                #8
                Hi Folks,

                Danke mbsoldier

                Zitat von imi-uzi Beitrag anzeigen
                bzw. eine Trockenübung absolvieren lassen.
                ....ich habe immer gedacht, dass die Soldaten das auch vorher bis zum umfallen machen müssen, damit sie mit der Waffe vertraut sind wenn es dann zu scharfen Schuß geht..... und wenn sie es dann nicht richtig machen... stimme ich imi-uzi zu... eine wertvolle Erfahrung für`s Leben..

                Gruß
                J.W.
                Gruß
                J.W.
                Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
                und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
                J.W.

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                  #9
                  Zitat von imi-uzi Beitrag anzeigen
                  ok, so ist's verständlicher
                  allerdings würde ich das als Verantwortlicher vor dem Schiessen entsprechend darauf hinweisen bzw. eine Trockenübung absolvieren lassen.
                  Wird ja so auch gehandhabt! Aber es gibt ja auch Gästeschießen mit dem Ortsbürgermeister des Standortes, der Ehefrau des Kommandeurs und dem altgedienten Oberstabsfeldwebel der sein G3 noch aus einem alten 98er selbst geschmiedet hat...da kannst du Sachen erleben...

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                    #10
                    Mein Vater hat mir auch schon dieser Geschichten erzählt, seiner Erzählung nach waren es Leute die die P1 wie James Bond schossen und danach am Pflaster an der Hand erkenntlich waren, er hat das mit etwas Schadenfreude berichtet
                    Naja, interresant zu wissen woher das Gerücht stammt. Scheint wohl nicht nur bei der TPH aufgetreten zu sein...
                    .22LfB; .22 WMR; 9x19; 40S&W; .357 Magnum; 5,56x45; 7,5x55; 7,62x51; 7,62x54R; 30-06; 308 Norma Mag; 8x57IS; 8x68S; 16/70; 12/76

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                      #11
                      Komisch. Irgendwie kann ich das nicht nachvollziehen. Ich habe Handschuhgröße 9,5 und nehme immer mal wieder eine der TPHs, TPs oder P38 mit auf den Stand. Habe da noch nie Probleme gehabt und treffe sogar mit den Dingern einigermaßen gut. Einzig Waffe, die mich an der Stelle übelst biß, war bisher eine HK4 in 9mmKurz. Ansonsten schiesse ich alles zwischen 4mmM20 und .500S&W und hatte nie Probleme.
                      Erma Sammler, Suche sämtliche Informationen, Unterlagen, Waffendaten, usw. von Erma, sowie Kontakt zu ehemaligen Mitarbeitern.

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                        #12
                        die Grundproblematik besteht auch bei anderen Modellen, z.B. die 1911er (siehe Bild)
                        da ist es aber nicht der Schlitten, sondern der Hammer.

                        Wohl eine Frage der richtigen Handhabung.

                        Ich hoffe, John Wayne entschuldigt die Abschweifungen, aber
                        um den Bogen wieder zurück zum Thema zu schaffen, sei erwähnt
                        dass auch andere Modelle aus Deutschland, z.B. Erma zu diesen "Narben"-Produzenten gehörten...
                        Angehängte Dateien
                        "The best way to improve the AR-15 is to unscrew the front sight, and put a new gun under it."
                        Zitat von Kerkermeister
                        Aber der Deutsche ist und bleibt ein Denunziant.

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                          #13
                          Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen
                          Die TPH verfügt über keinen außenliegenden Verschlussfanghebel, sowie einen über das Magazin gesteuerten Verschlussfang. Somit wird der Verschluss auch nach dem letzten Schuss nicht gefangen (Bild 6).
                          Toller Bericht, wie gewohnt, nur diesen Teil mußte ich drei mal lesen, bevor mir aufging, daß sie über keinerlei Schlittenfang verfügt...

                          durchblickend grüßt
                          der Gunner
                          Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

                          Nichts ist gut in Afghanistan! (Margot Käßmann, Heiligabend 2009 )

                          I like the shiny steel and the polished wood ! (Steve Lee: I Like Guns)

                          Kommentar


                            #14
                            ging mir auch so...
                            und ja, wieder mal ein tolles Review
                            "The best way to improve the AR-15 is to unscrew the front sight, and put a new gun under it."
                            Zitat von Kerkermeister
                            Aber der Deutsche ist und bleibt ein Denunziant.

                            Kommentar


                              #15
                              Meine lieben Freunde,

                              @all
                              es gibt da von meiner Seite nichts zu entschuldigen imi-uzi. Ich denke das jede halbautomatische Pistole zur „Narbenbeschaffung“ bereit ist. Meine stammt von einer Ceskà M 24.

                              Letztendlich bleibt es wohl immer beim Bedienerfehler. Zumal ich glaube, dass auch so mancher „Blowback“ Soft-Airgun Schütze seine Wunden davongetragen hat.

                              Für mich ist es bei meinen Berichten wichtig, dass ich möglichst viele Leser erreiche und (worüber ich mich am meisten freue) response bekomme. Seien sie technischer Art, humoristischer Natur (über Kessels Antwort z.B. hab ich Tränen gelacht) oder einfach Nach- und Verständnisfragen (das Lob von Euch natürlich steht unweigerlich an erster Stelle).

                              Jede Geschichte braucht einen Aufhänger mit dem sich viele auch identifizieren können. Oder eben eine interessante Überschrift, die zum Lesen verführt.

                              Und ein jeder der geantwortet hat, hat sich den Thread genauestens durchgelesen und wird sich, oder eigens erlebtes wiedergefunden, und, so hoffe ich, seine investierte Zeit sinnvoll genutzt haben.

                              Bei meinen Auswertungen der eingestellten Bilder achte ich sehr auf die Klicks und stelle an diesem Punkt fest, dass die allermeisten Leser gar nicht an den Gesamtaufnahmen der Waffen, sondern gerade an den technischen Details interessiert sind.
                              Bewerte ich „Kein alter Schwede“, so dümpelt dieser bei den Sammlerwaffen vor sich hin und doch sind die Klicks in der Detailaufnahme mit den Inspektoren am signifikantesten. Und das, davon bin ich fest überzeugt, macht unser Forum zu einem besonderen, ernstzunehmenden Forum.

                              Gruß
                              J.W.
                              Gruß
                              J.W.
                              Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
                              und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
                              J.W.

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