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Der Auslöser hierfür war ein defektes Update. Ich musste hier einige Dinge per Hand korrigieren, wozu ich allerdings vor Weihnachten keine Zeit mehr hatte.

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Betroffen davon waren so ziemlich alle existierenden vBulletin Foren weltweit.
Dank einiger Nutzer wurde mir mitgeteilt dass auch von uns hier EMail-Adressen und die verschlüsselten Passwörter gestohlen wurden.
Um hier also auf Nummer sicher zu gehen, bitte ich darum eure Passwörter zu ändern.
Laut vBulletin sollen die Sicherheitslücken nun geschlossen sein.

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K 98k Schichtholzschaft überarbeiten - wieviel Schaftöl brauche ich dazu ?

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    K 98k Schichtholzschaft überarbeiten - wieviel Schaftöl brauche ich dazu ?

    Hallo zusammen,

    ich bin gerade dabei den Schichtholzschaft eines K98k Neuzugangs zu überarbeiten.
    Dieser war mit einer dicken Schicht Klarlack verunstaltet,sah einfach "grauselig" aus

    Habe alle Metallteile (bis auf die Stempelplatte) abgebaut und den Klarlack mit Molto- Abeizer-Gel in 3 Durchgängen entfernt.
    Danach satt mit K2R Backofenspray besprüht, 5 Stunden einwirken lassen und mit Bürste und warmen Wasser gereinigt.

    Nun ist er grade am trocknen ... werde ihn mal einige Tage im Heizraum liegen lassen.

    Im Anschluß daran möchte ich das Holz mit hellem Schaftöl behandeln - nur wieviel brauch`ich in etwa davon ?
    Kleine Fläschchen Balsin Schaftöl "Hell" mit 50ml hat der Waffenladen bei mir in der Nachbarstadt im Laden liegen.
    Ich denke aber das man für mehrere "Behandlungen" schon etwas mehr braucht?
    Gibt s etwas vergleichbares (Schaftöl) auch im Baumarkt zu kaufen?
    Ist zudem (wie ich hier in verschiedenen Beiträgen im Forum lesen konnte) die abschließende Behandlung mit Leinölfirnis notwendig?

    Vielleicht könnt Ihr mir ja dazu ein paar Tipps geben wie ich den 98er Schaft wieder auf Vordermann bekomme

    Schöne Grüße Markus
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    #2
    Der Schaft sieht ja ganz gut aus. Das hast du ordentlich hin bekommen. Du musst aber damit rechnen, dass er durch die Behandlung jetzt ganz leicht aufgequollen ist. Austrocknen darf er jetzt auf gar keinen Fall, sonst verzieht sich der Schaft und bekommt eventuell Risse.
    Ich würde an deiner Stelle Grundieröl im Baumarkt besorgen. Es ist eine Mischung aus rohem Leinöl und Tungöl (Chinaöl). Den Schaft damit innen und außen satt einpinseln. Nach ein bis zwei Stunden das Holz gut abwischen. Das ganze zwei bis drei mal wiederholen. Es kommt darauf an, wie durstig das Holz ist.
    Den Schaft gut eine Woche trocknen lassen und anschließend mit Leinölfirnis behandeln. Wenn das Finish dann noch nicht so gut sein sollte, die Oberfläche mit ein wenig Schaftwachs behandeln und gut polieren.
    Schaftol, Balsin usw. kannst du getrost vergessen. Erstens ist das Zeug zu teuer und zweitens sind ähnliche Inhaltsstoffe drin.

    Gruß
    Jens
    "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
    Peter Ustinov

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      #3
      Hallo Jens,

      ...dann werd`ich morgen mal im Obi,Toom und im Hornbach Baumarkt reinschauen was die in der Richtung da haben.
      Im Netz hab`ich bei Obi folgende Mittel gefunden:

      http://www.obi.de/decom/product/Biop...=1&pageSize=24

      http://www.obi.de/decom/product/Lumb...=1&pageSize=24

      Ob die Mittel evtl. gehen würden?

      Schöne Grüße und Danke für Deinen Tipp

      Markus

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        #4
        Zitat von Cmark73 Beitrag anzeigen
        Balsin Schaftöl "Hell" mit 50ml
        Es reicht nur das zu benutzen. Die ersten zwei mal würde ich das Schaftöl aber etwas mit Terpentin verdünnen.
        gruß

        moin

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          #5
          Zwei Dinge aus der Klugscheißer-Ecke dazu:

          Den Schaft auf keinen Fall in einem überheizten Raum durchtrocknen lassen, sondern nur bei "normalen" Temperaturen in der Wohnung. Ich weiß ja nicht, wie warm Euer Heizungskeller so ist.

          Und die Stempelplatte wirst Du nur auf 'nem Schweden finden, das runde Metalldings ist die Zerlegehilfe für das Schloß, hier kannst Du die Schlagfeder zusammendrücken, um die Mutter vom Schlagbolzen zu trennen... :-)
          Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

          Nichts ist gut in Afghanistan! (Margot Käßmann, Heiligabend 2009 )

          I like the shiny steel and the polished wood ! (Steve Lee: I Like Guns)

          Kommentar


            #6
            Hallo Gunner,

            den Begriff "Stempelplatte" für die "Zerlegehilfe im Schaft hab`ich bisher eigentlich immer so gehört und verwendet.
            Auch in einer Vielzahl Büchern,Seiten im Netz so zu finden - nur ein Beispiel:
            http://k98k.info/index.php?p=product...t-fuer-schritt.

            Unser Heizungskeller hat zur Zeit etwa 20 -22 Grad Celsius - hab`den Schaft auf eine Decke am Boden gelegt. Möchte ihn dann sobald als möglich ölen.

            Hmm...nur mit was denn nun Tendiere (nachdem ich viel im Netz zu dem Thema gesucht habe) schon zu einem Grundier-Öl aus dem Baumarkt wie von Jens vorgeschlagen mit abschließender Behandlung mit Leinölfirnis.

            Ob nur 50ml Balsin mit Terpentin verdünnt ausreichen um das Holz zu "sättigen" und dauerhaft gegen Feuchtigkeit zu schützen?

            Werde morgen einfach mal zuerst im Baumarkt und auf dem Nachhauseweg noch beim Waffengeschäft vorsprechen.
            Wenn der Büchsenmacher selber im Geschäft ist,frag`ich den mal was er meint (hab`meine 9mm Pistole von ihm anfertigen lassen und versteh mich recht gut mit dem)

            Schöne Grüße und Danke erstmal für Eure Antworten.

            Markus

            P.s. stelle wenn s`soweit ist natürlich das Ergebnis meiner Arbeit hier vor

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              #7
              Zitat von MOIN Beitrag anzeigen
              Es reicht nur das zu benutzen. Die ersten zwei mal würde ich das Schaftöl aber etwas mit Terpentin verdünnen.
              Für einen Schaft mit gutem Fabrikfinish ist das Zeug noch gut brauchbar, aber eher weniger brauchbar bei praktisch abgebeizten Schäften. Am besten funktioniert es m.E. mit den Mittelchen, die auch damals für das Schaftholz genommen wurden.

              Zitat von Gunner Beitrag anzeigen

              Den Schaft auf keinen Fall in einem überheizten Raum durchtrocknen lassen, sondern nur bei "normalen" Temperaturen in der Wohnung. Ich weiß ja nicht, wie warm Euer Heizungskeller so ist.

              Ja, dass ist in der Tat ein Punkt, den man beachten sollte.

              Und die Stempelplatte wirst Du nur auf 'nem Schweden finden, das runde Metalldings ist die Zerlegehilfe für das Schloß,
              Das mit der falschen Bezeichnung ist aber auf entsprechende Literatur zurück zu führen. Selbst im LAW wird dieses teil Stempelplatte genannt.

              Zitat von Cmark73 Beitrag anzeigen
              Im Netz hab`ich bei Obi folgende Mittel gefunden:

              http://www.obi.de/decom/product/Biop...=1&pageSize=24

              http://www.obi.de/decom/product/Lumb...=1&pageSize=24

              Ob die Mittel evtl. gehen würden?
              Das sind die richtigen Mittel...nur etwas teurer geworden.
              Mir ist aufgefallen, dass auf den Grundieröldosen nicht mehr rohes (ungekochtes) Leinöl und Tungöl drauf steht, sondern immer nur noch Polymerisat aus natürlichen Ölen.

              Zitat von Cmark73 Beitrag anzeigen

              Ob nur 50ml Balsin mit Terpentin verdünnt ausreichen um das Holz zu "sättigen" und dauerhaft gegen Feuchtigkeit zu schützen?
              50 ml sind natürlich deutlich zu wenig.

              Das Leinölfirnis sollte auch nach ein bis zwei Stunden abgewischt werden. Und immer wieder kontrollieren, ob das Holz das Firnis wieder rausdrückt. Sonst gibt das eine klebrige Masse auf der Schaftoberfläche.
              "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
              Peter Ustinov

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                #8
                Hallo zusammen,

                Hab`mir Heute morgen aus`m Obi Baumarkt das Grundieröl und den Leinölfirnis geholt.
                Da sich der Schaft etwas rauh anfühlte und kleine Holzfasern wegstanden bin ich zuerst noch mit 000 Stahlwolle drüber - nachher war er glatt wie ein Babypopo
                Das Grundieröl habe ich satt mit einem kleinen Pinsel aufgetragen und nach ca. 3 Stunden mit einem trockenen,weichen Lappen abgewischt.
                Im Moment ist das Holz schon soweit trocken,das ich es ohne dreckige Finger zu bekommen anfassen kann.

                Was mich sehr überrascht hat...das Holz hat eine relativ dunkelbraune Farbe angenommen.Das Grundieröl war aber vollkommen klar.

                Mal schau`n wie`s morgen Früh aussieht. Evtl. laß ich es bei einer Anwendung und behandle das Holz abschließend nur noch mit dem Firnis.

                Schöne Grüße Markus
                Angehängte Dateien

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                  #9
                  Sieht doch gut aus. Der Schaft sollte wieder etwas heller werden, wenn das Grundieröl richtig eingezogen ist. Mit dem Leinölfirnis wird er wahrscheinlich noch etwas dunkler als er jetzt momentan ist.
                  "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
                  Peter Ustinov

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                    #10
                    Sehr schön geworden! Gefällt mir ausgesprochen gut
                    Verbietet Hartschalenfrüchte! Jedes Jahr werden weltweit 150 Menschen von Kokosnüssen erschlagen!

                    Mitglied im Komitee gegen die Entführung von Kühen durch Ausserirdische.

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                      #11
                      Hallo,

                      der Schaft war Heute morgen in der Tat durchs trocknen wesentlich heller als noch gestern.
                      Habe ihn mit einem weichen, fusselfreien Lappen kräftig poliert und anschließend mit Leinölfirnis satt eingepinselt.
                      Da der Schaft relativ glatt und wenig saugfähig war,habe ich zu dem Leinölfirnis noch eine speziellen Verdünner (wie auf der Firnisbüchse aufgedruckt war) 1/1 zugegeben.

                      30min. nach der Firnisbehandlung wischte ich mit einem weichen Tuch die noch auf der Oberfläche verbliebenen Firnisreste weg.

                      Werde Heute Abend mal Bilder davon machen - denke daß der Schaft wenn er völlig getrocknet und überpoliert ist sehr schön wird

                      Beste Grüße Markus

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                        #12
                        Zitat von Cmark73 Beitrag anzeigen

                        der Schaft war Heute morgen in der Tat durchs trocknen wesentlich heller als noch gestern.
                        Habe ihn mit einem weichen, fusselfreien Lappen kräftig poliert und anschließend mit Leinölfirnis satt eingepinselt.

                        Das war zu früh. Du hättest dem Schaft locker eine Woche Zeit geben sollen, damit das Grundieröl durchziehen und antrocknen kann.

                        Da der Schaft relativ glatt und wenig saugfähig war,habe ich zu dem Leinölfirnis noch eine speziellen Verdünner (wie auf der Firnisbüchse aufgedruckt war) 1/1 zugegeben.

                        Dafür war das Grundieröl gedacht. Es sollte anstelle des verdünnten Firnis tief in das Holz eindringen. Das Leinölfirnis soll nur an der Oberfläche etwas eindringen und dort langsam aushärten.
                        Jetzt solltest du am besten ca. eine Woche lang gut zweimal am Tag den Schaft mit einem trockenen fusselfreien Lappen polieren. Es kann sein, dass das der Schaft eine Weile das Leinölfirnis ausschwitzt.

                        Gruß
                        Jens
                        "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
                        Peter Ustinov

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                          #13
                          Hallo Jens,

                          ... hm - der Schaft fühlte sich nach dem Grundieröl am nächsten Tag total trocken an - wußte nicht das es mehrere Tage dauert bis das Mittel durchgezogen ist.

                          Das mit dem ausschwitzen des Leinölfirnis aus dem Holz muß ich leider bestätigen.
                          Habe den Schaft auf Pappe wieder in den Heizkeller zum trocknen gelegt und gerade beim nachheizen entdeckt,daß die Unterlage lauter ölige,leicht klebrige Stellen abbekommen hat.
                          Werde das mit dem abpolieren die nächste Woche über machen.
                          Der Schaft an sich sieht aber wenigstens total gut aus
                          Freue mich schon auf das zusammenbauen und aus Erfahrung (beim nächsten Schaft) wird man ja bekanntlich schlauer

                          Schöne GrüßeMarkus

                          Kommentar


                            #14
                            Zitat von Cmark73 Beitrag anzeigen

                            ... hm - der Schaft fühlte sich nach dem Grundieröl am nächsten Tag total trocken an
                            Das ist normal.
                            "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
                            Peter Ustinov

                            Kommentar


                              #15
                              Es ist vollbracht

                              ...nach weiteren 3 Tagen im Heizungskeller und vielfachem polieren (und nachdem auf dem untergelegten Zeitungspapier keinerlei Firnisspuren etc. mehr zu finden waren) hab`ich das Gewehr wieder zusammengesetzt.

                              Bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden - die Oberfläche ist sehr glatt u.schön matt glänzend geworden.

                              Ein Unterschied zum vorherigem Zustand mit dem häßlichen dickem Klarlack drauf wie Tag und Nacht.

                              Beste Grüße Markus
                              Angehängte Dateien

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