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wie sicher die Meisten mitbekommen haben dürften, war das Forum einige Zeit nicht erreichbar.
Der Auslöser hierfür war ein defektes Update. Ich musste hier einige Dinge per Hand korrigieren, wozu ich allerdings vor Weihnachten keine Zeit mehr hatte.

Des weiteren bitte ich darum, dass alle Nutzer ihr Passwort neu setzen, bzw. ändern.
Grund hierfür ist ein Hacker-Angriff welcher schon eine Zeit zurück liegt. Hier wurde eine Sicherheitslücke in der vBulletin Software ausgenutzt.
Betroffen davon waren so ziemlich alle existierenden vBulletin Foren weltweit.
Dank einiger Nutzer wurde mir mitgeteilt dass auch von uns hier EMail-Adressen und die verschlüsselten Passwörter gestohlen wurden.
Um hier also auf Nummer sicher zu gehen, bitte ich darum eure Passwörter zu ändern.
Laut vBulletin sollen die Sicherheitslücken nun geschlossen sein.

Euer Passwort könnt ihr hier ändern: https://waffen-welt.de/settings/account

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2-Zug Lauf Enfield No4 Unterschied Präzision

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    2-Zug Lauf Enfield No4 Unterschied Präzision

    Hallo, will mir ein Enfield No4 zulegen. Hab bei Egon gelesen das einer in einer Beschreibung schrieb "eines der Exemplare die auch mit 2-Zug Lauf was treffen" nun, dass die 2-Zug Läufe zusammen mit MG Läufen gefertigt wurden wissen wir ja, aber heißt das jetzt das die kanadischen 2-Zug Läufe schlechter sind als die Standardläufe oder gibt's da keinen Unterschied schusstechnisch? Gibts generell eine Empfehlung kanadischer, amerikanischer oder brit. Enfield? Was habt ihr für Erfahrungen bei den Herstellern?

    #2
    Ich besitze einen Fazakerley No.4 MkI mit britischem zweizügigen Lauf, dieser schießt sehr gut. Ein Schützenkollege von mir besitzt einen kanadischen No.4 MkI* von Long Branch, ebenfalls mit zweizügigem Lauf und der schießt auch sehr gut.

    In dem ein oder anderen Fachbuch findet man die Aussage, das die zweizügigen Läufe mindestens gleich präzise schießen, wie die anderen Läufe mit mehr Zügen. Und was sagt Dir das?

    Wieso sollten die zweizügigen Läufe mit den MG-Läufen zusammen hergestellt worden sein? Die MG-Läufe der Briten, Kanadier und Amerikaner haben m.E. immer mehr als zwei Züge. Ergo können zweizügige Läufe in No.4 keine MG-Läufe sein.
    "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
    Peter Ustinov

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      #3
      Die Geschichte vom angeblich schlechten 2-Zug-Lauf insbesondere aus kanadischer Fertigung ist nichts weiter als Schützenlatein und vom Ursprung her Bundeswehrlatein.

      Fangen wir mit letzterem an:
      In der Anfangszeit wurde die Bundeswehr mit Waffen der Alliierten ausgestattet – vornehmlich dem M1-Karabiner. Insbesondere in Bayern wurden jedoch auch Gewehre des Typs Enfield No. 4 zur Verfügung gestellt, die von den Kanadiern geliefert wurden. Die waren von den kanadischen Streitkräften ausgemustert worden und darunter waren Waffen aller Hersteller.
      Da die etwas schwieriger zu handhaben waren als der leichte M1-Karabiner hatten sie von Anfang an einen schlechten Stand bei der Truppe, so daß sie von Anfang an als zu schwer, zu klapprig und zu umständlich galten. Was dann noch hinzukam, waren in der Tat teilweise grauenvolle Schussbilder, die die Bundeswehr kurzerhand auf die 2-Zug-Läufe schob. Und so verbreitete sich die Geschichte vom angeblich schlechten 2-Zug-Lauf aus kanadischer Fertigung erst durch die gesamte Bundeswehr und von da in die Schützenvereine.

      Diese Geschichte hat zwei Haken:
      - Soweit Waffen mit schlechten Schussbildern dokumentiert sind, stammen sie zu über 2/3 aus britischer Fertigung.
      - Und soweit sie dokumentiert sind, stammen sie aus einer Charge, die von den kanadischen Kollegen nur aufgrund einer Verwechselung an die Bundeswehr ausgeliefert worden war.

      Die Waffen stammten ursprünglich aus Beständen kanadischer Streitkräfte in Holland und Deutschland, die aufgrund der Bildung der Bundeswehr aus Europa abgezogen wurden. Im Zuge dieses Abzuges wurden einmal Waffen ausgesondert, die an die Bundeswehr abgegeben werden sollten. Zum anderen wurden Waffen ausgesondert, die aufgrund von Mängeln zur Vernichtung vorgesehen waren, wobei zunächst die noch brauchbaren Ersatzteile gewonnen werden sollten.

      Aufgrund einer Verwechselung im Auslieferungsdepot wurde jedoch ein Teil der zur Vernichtung bestimmten Waffen an die Bundeswehr ausgeliefert und ein Teil der für die Bundeswehr bestimmten Waffen vernichtet. Diese Verwechselung ist in Kanada erst Jahrzehnte später mehr zufällig entdeckt worden.

      Zur Sache selbst:
      Zunächst einmal hat der 2-Zug-Lauf mit MG-Läufen nichts zu tun. Die MG-Läufe waren meist sechszügig. Nun gibt aus den Produktionsjahren 1949/50 tatsächlich kanadische Enfields mit sechszügigen Läufen. Die sind in der Tat gemeinsam mit MG-Läufen gefertigt worden.

      Der 2-Zug-Lauf hat in der Realität auf die Präzision eigentlich keinen Einfluß. Meine besten Schussbilder liefern neben einem uralten No. 1 M. III aus indischer Fertigung No. 4-Gewehre mit 2-Zug-Läufen. und das ist nicht nur meine Erfahrung.

      Dem aufmerksamen Leser ist aber eben das Wort „eigentlich“ aufgefallen. Das einzige Problem mit 2-Zug-Läufen ist, daß sie nicht jede Munition vertragen (das Problem gibt es irrwitzigerweise auch bei der Springfield 1903 mit 2-Zug-Lauf). Ich habe die besten Erfahrungen mit der vor einigen Jahren von der Firma Sportarm vertriebenen Munition der Firma MEN gemacht. Aber auch alte griechische Militärmunition liefert ausgesprochen ordentliche Schussbilder. Aber danach müsste man wahrscheinlich Leute fragen, die vom Schießen mehr verstehen als ich.

      Nur der Vollständigkeit halber sei angemerkt, daß die Qualität des Schaftes auf die Präzision eines No. 4 wesentlich entscheidender ist als die Anzahl der Züge im Lauf. Meine No. 4 mit 2-Zug-Lauf haben auch noch hervorragende Schäfte.

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        #4
        Danke für die ausführliche Info!
        Mit Schaftzustand meinst Du wahrscheinlich das er Nummerngleich zum System ist und alles gut sitzt und der Lauf etwas frei schwingt oder?

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          #5
          Die Nummerngleichheit nicht unbedingt, aber den Rest: ja

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            #6
            Zitat von Melanie_Daniels Beitrag anzeigen
            Dem aufmerksamen Leser ist aber eben das Wort „eigentlich“ aufgefallen. Das einzige Problem mit 2-Zug-Läufen ist, daß sie nicht jede Munition vertragen (das Problem gibt es irrwitzigerweise auch bei der Springfield 1903 mit 2-Zug-Lauf). Ich habe die besten Erfahrungen mit der vor einigen Jahren von der Firma Sportarm vertriebenen Munition der Firma MEN gemacht. Aber auch alte griechische Militärmunition liefert ausgesprochen ordentliche Schussbilder. Aber danach müsste man wahrscheinlich Leute fragen, die vom Schießen mehr verstehen als ich.
            Schäfte.
            Hallo,

            ich bin relativ neu hier und habe bis jetzt nur interessiert gelesen.
            Zu dem 2-Züger möchte ich meinen "Senf" dazu geben.
            Ich besitze mehrere No.4 Mk2, ein Übergangsmodell MK 1/2 und ein MK1 aus kanadischer Fertigung in Sammlerqualität.
            Der Letztere hat natürlich die zwei Züge. Mit diesen zwei Zügen und der von Melanie genannten Munition schießt er so exzellent, dass sich ein Wiederladen für den nicht lohnt. Das Gewehr hält auf 100m die zehn der DSB-Scheibe. Den Mist baut der Steuermann.
            Ich führe meine Enfields oft und gerne aus. Nehme seit vielen Jahren damit an der DM im DSB teil und habe damit auch den deutschen Mannschaftsmeister mit dem höchsten Ergebnis innerhalb der Mannschaften erreicht. In meine Mannschaft mischen noch zwei 1903 A3 mit. Denen steht der Zweizüger nichts nach.

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              #7
              Zitat von Melanie_Daniels Beitrag anzeigen
              Die Nummerngleichheit nicht unbedingt, aber den Rest: ja
              Hi, hab meinen Enfield das erste mal am Freitag ausgeführt. Ich habe die Waffe recht weit hinten aufgelegt, Die treffer sind immer nach oben abgewandert, wie ein Feuerstoß der nach oben streut, schnurgerade. Der Lauf schwingt kaum frei, hält sehr fest, Habe beim ausschäften gesehen das vorne beim Korn, bei der Schelle ein kleines Lederstück drinnen ist welches den Lauf vorne festhält. Soll ich das entfernen? Sollte der Lauf etwas frei schwingen? Sprich ein Papierblatt unter dem Lauf durchgehen? Bitte um Info.

              Danke!

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                #8
                Zitat von Geraldo1977 Beitrag anzeigen
                bei der Schelle ein kleines Lederstück drinnen ist welches den Lauf vorne festhält. Soll ich das entfernen?

                Ja, entferne das Lederstück. Soetwas ist dort nicht vorgesehen. Leder zieht Feuchtigkeit an und ändert den Anpressdruck mit Temperatur und Feuchtegehalt.
                Sollte der Lauf etwas frei schwingen?

                Der Lauf sollte von unten einen leichten Druck bekommen. Wenn er ohne das Leder komplett freiliegt, ist das auch erstmal nicht so schlimm.

                Sprich ein Papierblatt unter dem Lauf durchgehen?

                Am Schaftabschluss nicht.


                Danke!

                Bitte sehr!
                Welche Munition verwendest Du?

                Gruß
                Jens
                "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
                Peter Ustinov

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von Geraldo1977 Beitrag anzeigen
                  Hi, hab meinen Enfield das erste mal am Freitag ausgeführt.
                  Respekt!

                  Nach nur einem Jahr...?! Mußt Du aber mit Geduld gesegnet sein !
                  Ich hoffe, Du kriegst ihn noch in den Griff!

                  absolut ungeduldig grüßt
                  der Gunner
                  Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

                  Nichts ist gut in Afghanistan! (Margot Käßmann, Heiligabend 2009 )

                  I like the shiny steel and the polished wood ! (Steve Lee: I Like Guns)

                  Kommentar


                    #10
                    Zitat von Götterbote Beitrag anzeigen
                    Welche Munition verwendest Du?

                    Gruß
                    Jens
                    Super! Danke! Ich verwende S&B, habe aber auch noch PRIVI, die habe ich aber nocht nicht probiert. Visierung habe ich das Klappdiopter (300/600).

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von Gunner Beitrag anzeigen
                      Respekt!

                      Nach nur einem Jahr...?! Mußt Du aber mit Geduld gesegnet sein !
                      Ich hoffe, Du kriegst ihn noch in den Griff!

                      absolut ungeduldig grüßt
                      der Gunner
                      Als ich ihn kaufte, war er ein Einzellader, musste mir über England erst ein Magazin besorgen. Dann hat mir Historicashop zweimal einen falschen Schlagbolzen gesendet, mein alter war in zwei Teilen, hab anscheinend ein Problem mit Enfield Schlagbolzen (Einmal ist mir ja einer ins Gesicht geflogen). Dann verging die Zeit, und nun kam ich endlich mal zum schießen. Eventuell waren die Ausreißer nach oben auch, das ich nach jedem Schuss etwas zurückgerutscht bin und sich die Auflage verändert hat....

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                        #12
                        Noch was, wo legt man den die Waffe am Besten auf? Eher weiter vorne oder eher weiter hinten vor dem Magazin? Mein Finnischer Nagant hat einen freischwingenden Lauf, den lege ich immer hinten auf, sonst drückt der Vorderschaft auf den lauf... Mir ist aufgefallen das sich bei verschiedenen Waffen, Schwede M38, Steyr M95 je nach Auflage das Trefferbild verändert...

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                          #13
                          Zitat von Geraldo1977 Beitrag anzeigen
                          Ich verwende S&B, habe aber auch noch PRIVI, die habe ich aber nocht nicht probiert.

                          Die S&B ist zwar nicht die präziseste Munition, aber deutlich besser als die PRVI. Die PRVI dürfte bei deiner Waffe auch sehr stark zu einer Seite tendieren.

                          Visierung habe ich das Klappdiopter (300/600).

                          Mach lieber ein anderes Visier drauf, wenn Du gute Ergebnisse haben willst.
                          Gruß
                          Jens
                          "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
                          Peter Ustinov

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                            #14
                            Zitat von Geraldo1977 Beitrag anzeigen
                            Dann hat mir Historicashop zweimal einen falschen Schlagbolzen gesendet,
                            Irgendwie haben die Händler Probleme mit der Unterscheidung der No.1 MkIII und No.4 Schlagbolzen.
                            "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
                            Peter Ustinov

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                              #15
                              Zitat von Geraldo1977 Beitrag anzeigen
                              Noch was, wo legt man den die Waffe am Besten auf?
                              Am besten direkt vor dem Magazin.
                              "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
                              Peter Ustinov

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