SchutzMasken.de Brownells Deutschland

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

M2 Carbine

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Götterbote
    antwortet
    Andy
    Ist das kleine Blech am Handschutz lose? Es hat da Varianten mit zwei und vier Nieten gegeben.

    Gruß
    Jens

    Einen Kommentar schreiben:


  • Swisswaffen
    antwortet
    Entweder ist es ein Austauschteil (dann müsstest Du den Handschutz gegen einen anderen mit anderen Toleranzen austauschen) oder das Vorderband ist falsch oder verbogen (--> zurecht biegen).

    Einen Kommentar schreiben:


  • noghri
    antwortet
    Kurze Frage an die M1/M2 Schützen, wenn beim Schiessen der obere Handschutz wegfliegt (sitzt recht locker , mit viel Spiel nach vorne und hinten) was kann man da machen um Abhilfe zu schaffen?

    M.f.G. Andy

    Einen Kommentar schreiben:


  • Swisswaffen
    antwortet
    Also, wenn ich mir den Beginn des Threads anschauen, noch ein paar Bemerkungen:
    Der M2 von Michi scheint mir "umgebaut". Aber nicht durch die Army sondern irgendwann nachher. Die Verschlusshülse mit Zusatzvisier stammt tatsächlich von einem bayrischen Polizeikarabiner (mein Vater hat einen solchen in der Sammlung). Bei diesem wurde aber das hintere Visier entfernt und der Schwalbenschwanz sauber mit einem Stück Metall geschlossen. Diese Modifikation geschah im Auftrag der bayrischen Polizei.

    Einen Kommentar schreiben:


  • noghri
    antwortet
    https://www.swisswaffen.com/?L=DE&W=US30M2


    Originale US .30 M2 Carbine wurden ausschliesslich von Inland und Winchester hergestellt. Für normale US .30 M1 Carbine wurde ein Umrüstsatz ausgegeben, welcher von den Waffenmechanikern für den Umbau von normalen US .30 M1 Carbine zu US .30 M2 Carbine verwendet wurde. Dabei mussten lediglich Teile ausgetauscht bzw. ergänzt werden; die Systemhülsen wurden beim Umbau geändert, indem das M1 durchgestrichen und ein M2 eingestempelt wurde. Späte Hülsen wurden nur mit M ausgeliefert, die Zahl 1 oder 2 wurde schliesslich nachträglich, je nach produziertem Modellm, eingeschlagen.

    Interessantes Detail

    M.f.G. Andy

    Einen Kommentar schreiben:


  • Swisswaffen
    antwortet
    Interessantes Detail: laut Schweizer Waffengesetz muss bei Vollautomaten der Verschluss getrennt von der Waffe aufbewahrt werden. Dies bringt beim M2 rein gar nichts, weil es sich um einen ganz normalen M1 Verschluss handelt. Darum habe ich nach Anfrage bei meiner Behörde die Abzugsgruppe abgenommen und separat verwahrt.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Swisswaffen
    antwortet
    Mein Wissen deckt sich grösstenteils mit "Der Sheriff".

    Wie ich weiss, hat Inland mehr als 500'000 M2 produziert und Winchester fast 20'000 (Quelle hier: http://www.uscarbinecal30.com/modelM2.html). Weitere Firmen haben keine M2 produziert.

    Viele M1 wurden zum M2 umgerüstet. Viele Teile brauchte man dafür nicht. Solche "M2 Kits" gab es vor einigen wenigen Jahren in Deutschland frei zu kaufen. Preislich waren die um stolze 300 Euro:

    https://swisswaffen.com/pictures/us-...to3neak1eg.jpg

    Die gezeigte Waffe ist DEFINITIV kein als .30 M2 hergestellter Carbine, sondern 100%ig ein umgerüsteter M1. Ob dies durch die US Army oder nachträglich geschah, ist nicht nachvollziehbar.

    Die .30 M1 wurden laufend bei den Truppenbüchsenmachern sowie in den rückwärtigen Arsenalen auf den neusten Stand gebracht. Zum Beispiel durch Auswechseln der Visiere, Magazinhalter, Bajonetthalter etc.

    Ich selbst habe einen originalen Winchester .30 M2 in meiner Sammlung: https://swisswaffen.com/us-30-m2-car...2/wyqiclr5k0i8

    Einen M1 in der Ursprungskombination (sowie noch ein halbes Dutzend andere M1) sind da auch noch zu finden *g*: https://swisswaffen.com/us-30-m1-car...1/wcalnvj3lw1n

    Zudem liegen noch Teile rum, um einen M1 zum M2 umzubauen. Die Teile habe ich damals als Ersatzteile gleichzeitig mit dem M2 gekauft.

    Zu meinem M2: dieser wurde Anfang der 1990er Jahre direkt aus Vietnam in die Schweiz importiert. Die vietnamesische Regierung brauchte Geld und hat die alten Beutewaffen verkauft. Damals konnte ich mich mit P38, P08, .30 M1, .30 M2, Garand, Thompson, PPSH 41 und M16A1 eindecken. Wenn ich noch mehr Geld gehabt hätte, wäre ein M60 und noch weiteres gefolgt. Aber ich war da noch Student und wollte keine Niere verkaufen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Götterbote
    antwortet
    Nach dem Hufnagl begann die Serienproduktion des M2 ab April 1945 mit Seriennummern ab ca. 6 924 800. Die Serienproduktion des M1 wurde nie auf M2 umgestellt. Stattdessen wurde der M2 Umbausatz (KIT M17) den M1 mitgegeben, damit der Umbau in der Truppe erfolgen konnte. Dort wurden die Waffen auch umnummeriert. Ansonsten schließe ich mich Bernhards Ausführung an.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Der Sheriff
    antwortet
    Hallo Andy,

    habe mal kurz reingesehen und bin auf die Frage zu Deinem 30M2 Carbine gestoßen.

    Nach meiner Recherche wurde zumindest das Gehäuse Deiner Waffe 1943 von der Firma SAGINAW / IRWIN PEDERSEN gefertigt und mit einem Lauf der Firma UNDERWOOD vom August 1943 versehen. Wenn Du Dir den Bereich oberhalb der Seriennummer ansiehst, welcher von der verstellbaren Kimme verdeckt ist, dann kann man die Beschriftung sogar noch erkennen.

    Ab jetzt wird es spekulativ:

    Meines Wissens wurde der 30M2 Carbine erst ab 1944 bis 1945 ausschließlich von der Firma INLAND DIVISION produziert. Da diese Waffe aber ab 1950 in großen Stückzahlen im Koreakrieg gebraucht wurde, könnte ich mir vorstellen, dass viele 30M1, welche sich in den Arsenalen befanden, zu 30M2 Vollautomaten umgerüstet wurden. Das ging sicher schneller und war günstiger, als die Waffen neu zu fertigen.
    Dagegen spricht bei der vorliegenden Waffe, dass sie offenbar nicht umgestempelt, sondern, wenn auch verschoben, als 30M2 produziert wurde. Daher könnte man davon ausgehen, dass das Gehäuse 1943 zwar mit einem Lauf versehen, die Waffe dann aber nicht als 30M1 fertiggestellt wurde und im Depot verblieb. Es gab ja gar keinen Grund, den Platz, an welchem die "1" stehen sollte, "sicherheitshalber" freizulassen, da es ja zu diesem Zeitpunkt nur den 30M1 gab. Die verschobene "2" zeigt auch ganz deutlich, dass hier zwei unterschiedliche Stempelungen zu unterschiedlichen Zeiten vorgenommen wurden.

    Meiner Meinung nach wurde dieser 30M1 erst nach dem Zweiten Weltkrieg als 30M2 fertiggestellt, möglicherweise auch durch eine andere Firma als SAGINAW. Die INLAND DIVISION hatte hierfür vermutlich weder Interesse noch die Kapazität. Sie stellte vor und nach dem Krieg vor allem Teile für Fahrzeuge und Haushaltsgegenstände her. Möglicherweise haben sie aber die Umbausätze geliefert.

    Ich hoffe mal, meine Überlegungen haben Dir weitergeholfen.

    Schönen Gruß,

    Bernhard

    Einen Kommentar schreiben:


  • noghri
    antwortet
    @ Gunner wie erklärst du dir die Stempelung?!

    Einen Kommentar schreiben:


  • Gunner
    antwortet
    Die "2" steht zwar etwas seltsam, aber ich denke, man sollte eine getilgte oder überstempelte "1" sehen können.
    Um es mit Feldwebel Schultz auszudrücken: "Ich sehe nichts, gaaarnichts!"

    Einen Kommentar schreiben:


  • noghri
    antwortet
    Hallo liebe Leute was könnt ihr mir zu meinem neuen M2 Carbine erzählen, den ich neulich erworben habe? Ich denke es handelt sich um ein nachträglich umgeänderten M1. M.f.G. Andy

    Einen Kommentar schreiben:


  • Gunner
    antwortet
    'n Morgen, Michael.

    Die alte Ausgabe hatte ich nur mal leihweise.
    Da ich stets nur bis 100EU mitgeboten hatte, habe ich (zum Glück?) keine ersteigern können
    Die neue gibt es für 39,90 und stellt laut Vorwort eine ergänzte und überarbeitete Ausgabe dar. Soll heißen, alle alten Themen sind drin und wurden nach neueren Erkenntnissen überarbeitet. So hatte ich letztes Jahr z.B. die starre Visierung nicht im Hufnagl gefunden...

    Gunny

    Einen Kommentar schreiben:


  • mbsoldier
    antwortet
    Zitat von Gunner Beitrag anzeigen
    Laut der aktuelle Ausgabe des "Karabiners M1" von Wolfdieter Hufnagl
    Hallo Gunner,

    hast du auch die alte Ausgabe vorliegen?
    Mich würden mal die Unterschiede interessieren.

    Grüße
    Michael

    Einen Kommentar schreiben:


  • Gunner
    antwortet
    Und als "Nachbrenner" die deutschsprachige Erklärung des Phänomens "Standkimme":

    Laut der aktuelle Ausgabe des "Karabiners M1" von Wolfdieter Hufnagl handelt es sich bei der Standkimme um die deutsche Lösung zur Entmilitarisierung von Kriegswaffen ( .30M1 Carbine), welche bei deutschen OPolizeien oder dem Zoll im Nachkriegsdeutschland geführt worden sind. Dem Deutschen war der Besitz von Kriegswaffen verboten.

    Man entmilitarisierte die Carbines behördlicherseits, in dem man die Kornbacken und Bajonetthalter abschliff und das verstellbare Visier durch eine feste Standkimme (wohl für den 100m-Bereich) ersetzte. Somit war sichergestellt, daß man den bösen bösen 300m+ Bereich einer Kriegswaffe nicht effektiv bekämpfen konnte. (Was mit dem .30M1 Carbine sowieso eher zweifelhaft sein dürfte)

    Somit war eine zivile Polizeiwaffe geschaffen, mit der der brave Deutsche bedenkenlos Streife gehen durfte.

    Wieder 40Euro, die sich zu investieren gelohnt hat !

    informative Grüße
    vom Gunner

    Einen Kommentar schreiben:

Lädt...
X