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UNGESCHÖNT 30M1 part seven "sounds good"

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  • John Wayne
    antwortet
    Zitat von Gunner Beitrag anzeigen
    Moin John,

    ....den Du noch nicht hast. ganz leicht neidisch grüßt....
    Hi Gunner,
    vielen Dank für den Tipp. Ich habe dort schon geschaut und auch gekauft. Allerdings, und das schrieb ich ja bereits, sind diese Waffen mit nigelnagelneuen Schäften versehen. Ich möchte natürlich gerne original Schäfte haben, auch wenn diese genauso wenig zu der ein oder anderen Waffe gehören wie die neuen. Ist aber wirklich schwierig das ganze. Die Waffen die bei Waffenverwertung angeboten werden sind aber nicht schlecht. Wenn ich mich heute für einen M1 entscheiden müsste, dann würde ich ihn dort kaufen. Denn dort gibt es so ziemlich alle Hersteller.

    Was die Schussleistung angeht, da muss man natürlich etwas Glück haben. Aber ich erwähnte ja schon: Idealismus vor Ergebnis .

    Was deinen leichten Neid angeht mein lieber Gunner, so muss ich Dir mitteilen, dass ich inzwischen, was die Sammlung angeht, auf die Zielgrade eingebogen bin....

    @ALL:
    Hat jemand vielleicht noch einen 30M1 Carbine von Saginaw, Grand Rapids (MI) mit der Stempelung S`G` rumliegen???

    Erwartungsvoll und von Alpträumen geplagt grüßt
    J.W.



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  • Gunner
    antwortet
    Moin John,

    sofern Du noch etwas Spezielles an .30-M1 Carbines suchst, kannst Du mal bei waffenverwertung.de nachschauen.
    Ich habe gerade erfahren, dass die im Mai eine recht großen Posten an Carbinchen erhalten haben.
    Vielleicht ist jan einer dabei, den Du noch nicht hast.

    ganz leicht neidisch grüßt
    der Gunner

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  • John Wayne
    antwortet
    @ Vektor
    vielen Dank. Inland hat von den bis 1945 hergestellten rund 6 ½ Millionen 30M1 die meisten gebaut. Es waren rund 43%.
    Wie ich schon schrieb, hat meine Rock Ola einen brandneuen Schaft. Da kann die Waffe noch so schrottig sein, sie definiert sich wohl immer über den Schaft.
    Bekanntlich machen Kleider Leute….. Also wohl auch Schäfte M1.

    Dennoch sieht sie für ihre rund 80 Jahre noch recht gut aus.

    @ Pfälzer
    vielen Dank.

    30M1 schießen ist natürlich auch etwas für Idealisten. Du weißt nie, wie präzise die Waffe schießt, die du bekommst. Oder welche Zicken sie auf Lager hat. Vor allem die Magazine.

    Brandneue Nachbauten funktionieren fast nie. Zumindest meine nicht. An meinen zwei die ich gekauft habe, musste ich rumbiegen wie verrückt und trotzdem ist die Zuführung bescheiden.

    Ich habe in letzter Zeit die Feststellung gemacht, dass die umgebauten Originalmagazine, also von 15 auf 10 Schuss, am besten funktionieren. Auch wenn der Umbau optisch etwas stümperhaft wirkt (ich habe da mal ein Beispiel eingestellt (Bild 10)).

    Von links nach rechts sieht man die Umbördellungen zum Fixieren des Magazinbodens, rechts befindet das nachgebaute Magazin (fig.1).

    Wieder von links nach rechts kann man sehen, dass das rechte Magazin kopflastig ist. Während die Originalumbauten, bei denen es sich um drei verschiedene Hersteller und zwei verschiedene Magazin Modifikationen handelt, keines Kopflastig ist (fig.2).

    Ebenso sind verhält es sich mit den Verschlussspuren auf den Zubringern und Magazinkanten.


    Sehen die Magazine 1-3 noch völlig unversehrt aus, seht euch mal die Kratzer auf dem Zubringer und die Abschläge auf dem unteren Rahmenteil des Nachbaus an. Da kann keine Patrone sauber zugeführt werden (fig.3).

    Zu guter Letzt, und das ist der Synergieeffekt, sind aller Originalumbauten noch mit den Herstellercodes versehen.

    Daran kann man erkennen welcher Zulieferer für welchen Waffenhersteller die Magazine geliefert hat. Ferner lassen sich an den Magazinböden noch die Verschiedenen Modifikationen erkennen. Quasi von Typ I bis Typ V und das hat natürlich echten Spirit (fig.4).

    Auf alle Fälle zieht eine 30M1 immer mal wieder ein As aus dem Ärmel, wenn man am wenigsten damit rechnet.

    Das meine Inland Division so super schießt, ist reines Glück. Die Winchester schießt z.B. superschlecht, obwohl ich den Gaskolben und die Gaskolbenmutter inzwischen ausgetauscht habe.

    Weiß der Teufel was damit ist.

    Die Munition allerdings lässt sich hervorragend wiederladen und wird somit preislich erschwinglich, selbst unter Corona und anderen, preissteigernden, Einwirkungen.

    Ich verballer pro Schießsamstag rund 100 Schuss.

    Aber abschießend gilt nach wie vor Idealismus vor Ergebnis

    Angehängte Dateien

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  • Pfälzer
    antwortet
    Wie immer sehr aufschlußreich und wissenswert, was JW da so outputtet ( oje, der Anglizismus hat wohl auch mich erfaßt ). Aber das kennt man ja so von Dir. Mir kommt in letzteer Zeit immer mehr in den Sinn, einen GK-HA zu beantragen, im DSB gibts in der Liste B des PSSB die Disziplin 1.72, die GK-HA mit off Visierung und/oder ZF zuläßt.
    Und was soll ich sagen, ein .30 M1 kommt da mit in die engere Auswahl, trotz des 30er Kalibers. 308 wird mir zu teuer, Waffe sowohl als auch die Munition. Also bliebe noch .223Rem, und als Waffe ein CSA vz58 oder ein LDT 15.
    Wenns nur um die Waffe ginge, wäre alles klar, die .30 M1 vor der vz58 und der LDT.
    Aber naja, schaun mer mal

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  • Vektor
    antwortet
    Schöne Darstellung Deines M1. Glückwunsch! Hatte ich auch mal glaube meiner war eie Innland - Fertigung.

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  • John Wayne
    hat ein Thema erstellt UNGESCHÖNT 30M1 part seven "sounds good".

    UNGESCHÖNT 30M1 part seven "sounds good"

    Nur 3,7% der bis 1945 hergestellten US 30M1 Carbine wurden von der Rock Ola Manufacturing Corporation gefertigt. Das macht sie rar und somit begehrt…. (Bild 1).
    Rock Ola stellte rund 13 der 47 Einzelteile des M1 (Angaben der Gesamtanzahl der Einzelteile schwanken, in diesem Fall individuell von mir ermittelt), inclusive Verschlussrahmen und Lauf, selbst her.

    Bei meinen persönlichen Schusstests begleitet mich diesmal meine neue:
    US 30M1 Carbine, Hersteller Rock Ola Manufacturing Corporation, Herstellungszeitraum März 44 bis April 44, Start-Seriennummer 6071189, aus einer Serie von 28500 Stück.

    Kommen wir gleich zum Ergebnis des Rock Ola Schusstests. Denn das ist nämlich schnell erzählt.

    Nachdem ich die Waffe bekam, habe ich sie, wie alle anderen, einer Grundreinigung unterzogen. Für den Schusstest hatte ich eine neue Laborierung hergestellt. Meine vorige habe ich aufgegeben, da ich eine etwas stärkere Ladung brauchte, um endgültig ein repetiersicheres Schießen zu erreichen.

    Ich wechselte hierbei nicht nur die Ladung von 11,5 auf 12,2grn N110, sondern auch das Geschoss von Frontier 110grn auf H&N 110grn. Aufgrund der spitzeren Ogive des H&N Geschosses wird beim Geschosssetzen die Hülse in ihrer Form im Bereich des Hülsenmundes nicht ausgedellt.

    Die Patronenlänge änderte sich auf 42,45mm von vorher 42,15mm (Bild 2).

    Auf dem Schießstand angekommen, kam dann die Ernüchterung. Die Rock Ola kam mit dieser Laborierung nicht zurecht, bzw. es kam gar nicht erst zum Schuss…
    Die Waffe verschloss bei keiner einzigen zugeführten Patrone das Patronenlager. Der Schlagbolzen löste zwar aus, aber durch den Sitz der Patrone im Patronenlager setze das Zündhütchen nicht um.

    Außerdem ließen sich die Patronen nur durch einen starken Stoß gegen den Ladehebel wieder aus der Waffe entfernen.

    Da ich noch 10 fabrikgeladene Patronen mitgeführt hatte, probierte ich diese dann aus. Und siehe da, sie liefen einwandfrei (Bild 3).

    Nach den ersten fünf Schuss, die weit rechts lagen, stellte ich die Visierung um. Natürlich erstmal in die falsche Richtung. Somit blieben mir nur noch drei Schuss als Referenz und führten gleichzeitig zum verfrühten Ende des Tests.


    Bild 3.gif
    Zum Trost verschoss ich dann die neue Laborierung mit meiner 30M1 von Inland (Bild 4).
    Bild 4.gif
    Ihr Schussbild ist bis jetzt von keiner meiner anderen 30M1 geschlagen worden.

    Den Grund der Ladehemmung mit der wiedergeladenen Munition bei der Rock Ola habe ich inzwischen herausgefunden. Die Hülsen waren für dieses Patronenlager nicht weit genug kalibriert.

    Das habe ich dann durch Tiefersetzen der Kalibrier-Matrize geändert.

    Zumindest beim manuellen Repetieren sind nun keine Ladehemmungen mehr aufgetreten.

    Was erzählt uns nun die Rock Ola, hergestellt von der Rock-Ola Manufacturing Corporation aus Chicago, Illinois, aus ihrem Leben?

    Durch meine Recherchen finde ich täglich neue Erkenntnisse über die Produktionsgeschichten des 30M1 im Laufe ihres Daseins heraus.

    Generell wurde von den Hauptvertrags-Herstellern mindestens der Verschlussrahmen hergestellt. Die Herstellung des Laufes der Waffe war nicht immer der Fall. Rock Ola hat neben dem Verschlussrahmen und anderen Teilen auch einen eigenen Lauf produziert.

    Natürlich wird es immer schwieriger gute 30M1 Waffen zu finden. Gibt es dann mal wieder welche, sind sie oft stark überarbeitet und in den allermeisten Fällen mit nahezu neuen Schäften versehen.

    Nach wie vor sind wohl die besten Käufe von 30M1 aus privater Hand, sofern diese nicht dem KWKG zum Opfer gefallen sind.

    Meine Rock Ola hat z.B. einen komplett neuen Schaft, sehr schön anzusehen, aber keinen Spirit UND schlechte Passungen. Vor allem im Bereich Schaftdurchbruch / Öler / Riemen.

    Somit muss man parallel die Augen nach Originalschäften offenhalten, die noch einigermaßen im Schuss sind oder man lässt schlechte Schäfte wieder aufbereiten.
    Primär für mich ist allerdings im Moment wichtig, die „Eisen“ mit der richtigen Seriennummer und somit von einem der 10 Hersteller zu bekommen.

    Um operative Arbeiten an den Waffen durchzuführen habe ich mir inzwischen folgende Werkzeuge angeschafft bzw. selbst hergestellt (Bild 5).

    Neben dem Verschluss-Zerlegewerkzeug (fig. 1), habe ich mir als weiteres Hilfsmittel einen Gas Piston Nut Schlüssel besorgt (fig.2).

    Mit diesem lässt sich die Gaspistonmutter an der Gasentnahme des Laufes entfernen. Allerdings muss man dabei SEHR VORSICHTIG sein.

    Zu guter Letzt habe ich mir noch einen Kornabzieher gebaut. Zumindest erstmal ein Prototyp, der sich bei einigen M1 schon bewährt hat (fig 3).

    Während alle Federn, Bolzen und Schrauben über keine Herstellermarkierung verfügen (Ausnahme die Befestigungsschraube der Rückstoßplatte), kommen doch am Ende 23 markierte Teile in und an der Waffe zum Vorschein. Das bedeutet aber nicht, dass es sich in jedem Fall um Kriegsfertigungen handelt.

    Ich habe mir jetzt ein Data-Sheet erstellt, mittels dessen ich für alle meine 30M1 die markierten Einzelteile der Waffe zuordne. Am Ende soll mir das helfen, den Rückbau zu möglichst teiletreuen M1 zu ermöglichen. Das verschiedene Einzelteile der Rock Ola könnt ihr dem Datenblatt entnehmen. (Bild 6).

    Erschwert wird der Einzelteil-Austausch durch 30M1 mit neuerem, deutschem Beschuss. Denn nun wird auch der Verschluss der Waffe mit der Waffennummer versehen. Somit lässt sich dieser nicht mehr in eine andere Waffe verbauen (Bild 7).

    Nach wie vor aber tauchen immer wieder Überraschungen beim Zerlegen der Waffen auf. Die Rock Ola z.B. besitzt einen Saginaw Abzug. Gekennzeichnet mit S.G., somit ein Abzug aus dem Werk in Saginaw.

    Teile von Saginaw aus Grand Rapids (MI) S´G´, die den Vertrag von Irwin Pederson übernommen haben, habe ich bisher noch nicht gefunden und somit bleibt die Spannung beim Zerlegen weiterhin hoch.

    Durch das viele Schusstraining mit meiner am besten schießenden Inland Division General Motors, habe ich nun auch gelernt mit der Visierung richtig um zu gehen. Dabei musste ich aber feststellen, dass bei meinen verschiedenen M1 Carbine die Kornbacken nicht immer den gleichen Abstand zum Korn haben.

    Die Folge, man hat praktisch bei jeder Waffe ein leicht verändertes Visierbild und muss somit den Abstand des Auges von der Lochkimme über den Anschlag korrigieren.

    Man könnte den Kornbackenabstand auf das Maß des am besten dargestellten Visierbildes „biegen“. Zusammenbiegen geht mit dem Korn an der Waffe.

    Auseinanderbiegen sieht da schon etwas schwieriger aus. Das geht am besten beim abgebauten Korn. Aber ob das nun wirklich notwendig ist… Ich denke nicht.


    Die Herstellerstempel auf der Waffe sind recht dünn gehalten. Auf der Rückstoßplatte und der Laufmündung habe ich sie mit Kreide etwas kenntlicher gemacht. Aber man kann auch anhand der Laufhülsenbestempelung, die von den Herstellern recht individuell gehalten wurden, die Waffe seinem Hersteller zuordnen (Bild 8).

    Durch das verstellbare Visier wird i.d.R. der Herstelleraufdruck so verdeckt, dass man diesen nicht auf einem Foto darstellen kann. Lediglich die Waffennummer ist ersichtlich, die dann auch den Hersteller und den Herstellungszeitraum ermitteln lässt.

    Fazit:
    Im Großen und Ganzen steht die Rock Ola recht gut da. Auch wenn der gänzlich ungestempelte, quasi neue Schaft ihr ein neuwertiges Aussehen verschafft, so bleibt der Stahl der Waffe Kern ihrer Geschichte.


    Der Trageriemen stammt, wie schon bei den anderen Modellen, aus niederländischer Fertigung.
    Der Öler ist BK gestempelt und stammt von der Firma Blake aus der neuen Welt.

    Beweisen muss die umgebaute Musicbox noch ihre Präzision. Sobald die nächste M1 kommt, wird sie dieses auch tun (Bild 9).

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