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UNGESCHÖNT 30M1 `Part four` at the range

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    UNGESCHÖNT 30M1 `Part four` at the range

    Als ich heute Morgen um 09.00h aus dem Fenster schaute, überkam mich das Gefühl, den heutigen Tag lieber vor dem Kamin zu verbringen. Der trübe Ausblick, der sich mir bot, lud so gar nicht zum Schießen ein. Ich sah schon die kontrastlosen Visierdurchblicke vor meinen Augen, kontrastlos wie das Wetter heute.

    Aber ich wollte doch nun endlich meinen 30M1 Carbine ausprobieren. Ein open range Schießstand mit einer 50mtr. Bahn war gefunden und zwei Schützenkameraden warteten schon.

    Also meine 30M1 und meine Erma M1 geschnappt und mit ausreichend Munition auf den Weg zum Schießstand gemacht.

    Ich hatte inzwischen das Zielfernrohr, welches ursprünglich auf der M1 montiert war, auf die Erma gebaut. Das musste nun, genauso wie die Typ III-Visierung, die sich inzwischen auf der M1 befand, eingeschossen werden (Bild 1).

    Ungeheuchelte Begeisterung prallte mir entgegen, als ich die Waffen auf dem Stand ausgepackt habe. Nachdem meine beiden Schützenkameraden die Waffen in die Hand nahmen und begutachteten, war es um sie geschehen…. Infiziert, beide, und zwar nicht nur von der 30M1 sondern auch von der Erma.

    Nachdem ich ein wenig über die Waffen erzählt hatte, sollte nun endlich geschossen werden. Meine anfängliche Nervosität und Aufregung hatte sich inzwischen auch weitestgehend gelegt. Zuerst lud ich nur eine Patrone und feuerte sie, sitzend aufgelegt, mit Respekt auf die 50m entfernt stehende Zielscheibe (Bild 2).

    1 auf zwei Uhr sagte mein Spotter, der nun alle Einschläge via Spektiv kommentierte. Au Backe dachte ich, hoffentlich reichen die 300 Patronen, die ich eingepackt habe.

    Die Waffe musste über die Schüsse hin sehr weit nach links justiert werden, aber irgendwann kam ich dann in der Scheibenmitte an.

    Die Höhenverstellung habe ich nach den ersten Schüssen von 100yds auf 200yds verstellt, bis ich dann merkte, dass ich falsch visiert hatte. Schaut man durch die Lochkimme, so sollte man das Korn mit den beiden Kornbacken beim Zielen sehen können. Das hatte ich bei den ersten Schüssen nicht gemacht und so konnte ich die Höhenverstellung wieder auf 100yds zurückstellen.


    Bei der Seiteneinstellung musste das Visier so weit nach links gedreht werden, dass es fast an seine linke Begrenzung stieß. Nach einer kurzen Diskussion, dass die Waffe doch gut schießt und ein Visier in erster Linie diese Aufgabe hat, stand auf der Oppositionsseite die Gesamtoptik der Waffe und somit das Aussehen im Vordergrund…. und so wie das aussah, ging das gar nicht.

    Mit zwei zu eins Stimmen wurde entschieden, das Visier im Schwalbenschwanz noch um 2-3mm nach links zu treiben, um so die Visiereinstellung zentrierter bzw. mittiger in die Laufflucht zu bekommen (Bild 3, fig 1+2).

    Beim Montieren des ZF auf die Erma gab es anfänglich auch ein Problem. Aufgrund des großen Objektives legte sich dieses direkt in die Aussparung des Handschutzes. Nachdem ich die Ringe angezogen hatte, ließ sich der Spannhebel nicht mehr nach hinten ziehen. Das ZF drückte so stark auf den Handschutz, dass die Spannhebelführung zusammengedrückt wurde.

    Ich habe dann jeweils ein Stück Gartenschlauch in die Montageringe gelegt. Jetzt liegt es immer noch auf, aber es funktioniert jetzt alles. Ich hätte gerne noch etwas mehr unterfüttert, aber dann hätte die Schraubenlänge nicht mehr gereicht (fig.3).

    Das Schussbild mit der 30M1 kann sich aber sehen lassen. Nachdem die Waffe eingeschossen war, schoss ich nochmal 10 Schuss auf die Scheibe. 3 Schuss lagen außerhalb aufgrund meines Visierfehlers, der sich wieder eingeschlichen hatte. Die restlichen 7 Schuss lagen aber recht gut zusammen (Bild 4).

    Nachdem nun beide Waffen eingeschossen waren, konnten endlich meine beide Schützenkameraden ran. Mit erster Bescheidenheit luden sie nur 2 Patronen…. Diese Bescheidenheit war aber nach dem ersten Schuss verflogen. Es wurde geladen was die Magazine hergaben und beide Waffen, die 30M1 sowie die Erma ließen ihr Gift in ihre schwachen Bediener strömen und es war endgültig um sie geschehen (Bild 5).

    An diesem trüben Vormittag zeigten sich die 30M1 und die Erma von ihrer besten Seite. Es gab kaum Ladehemmungen. Kam es aber mal dazu, so lag es meist am Schützen.

    Ermas M1 schoss zuletzt nicht nur mit den HV Patronen, die wir reichlich hatten, sondern repetierte auch einwandfrei mit der Eley Standard .22lfb. Ich habe meine Erma fast nicht wiedererkannt.

    Fazit:
    Die Visierung der 30M1 ist etwas gewöhnungsbedürftig. Hat man ihre Funktion aber erkannt und kann das auch umsetzten, so schießt sie schon ziemlich gut. Vor allem beim freihändigen Schießen zeigte sich die Visierung in Bestform. Von 10 in mäßiger Geschwindigkeit abgegebenen Schüssen fanden sich über 70% im Schwarzen der Scheibe wieder.


    Der Rückstoß der 30M1 ist absolut gering, ihr Sound hingegen recht vernehmlich. Sie besticht nach wie vor mit ihrem geringen Gewicht und ihrer sicheren Funktion und das macht sie so interessant.

    Neben diesen Eindrücken bleibt mir ein, wenn auch trüber, schöner Vormittag mit meinen begeisterten Schützenkameraden in Erinnerung.

    In der nächsten Woche setzen wir das Visier noch etwas weiter nach links. Dann muss die Waffe allerdings noch einmal wieder neu eingeschossen werden. So ein Pech aber auch….(Bild 6).

    Angehängte Dateien
    Gruß
    J.W.
    Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
    und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
    J.W.

    #2
    Prima Bericht, wie immer.

    Aber mal ein, zwei Ideen zu Deinen Plänen.
    Zum .30M1: Wenn Du den Visierträger im Schwalbenschwanz noch etwas nach links drückst, und dann das Visier wieder etwas nach rechts drehst, sieht das auf den ersten Blick zwar stimmig aus, aber der zweite Blick trotzdem, daß da was ned so richtig paßt. Hast Du mal dran gedacht, den Kornträger ins Visier zu nehmen? Vlt gibts da welche, die das Korn etwas außermittig sitzen haben, um diese Flucht von Visier zu Korn etwas auszugleichen.

    Zum ZF vom Erma: Das paßt optisch ned so ganz da drauf. Es wirkt viel zu wuchtig/klobig/oversized für die Erma. Ich hatte auch mal eins drauf, aber das war nur ein 40er, sah im Gesamtbild viel stimmiger aus als das 56er, das ich zuerst drauf hatte.
    MfG aus der schönen Pfalz

    Eins ist sicher - die Rente ( Norbert Blüm, anno die 90er, )
    Wir schaffen das ( Angela Merkel 2015, Und wen meint sie mit "wir" ?

    "Bevor isch misch uffreg, is mers egal ....." oder auch "Äner vun uns zwä is bleeder wie isch....."

    Kommentar


      #3
      Danke für den Bericht!! Sieht für einmal gar nicht so schlecht aus und mit einigen Optimierungen und etwas Angewöhnung sollten die Gruppen auf diese Distanz auf der zehn zu halten sein, oder täusche ich mich?

      Sieht das Korn in etwa so oder ähnlich aus, einfach ohne Korntunnel?

      Zuletzt geändert von Othmar; 15.01.2022, 21:04.

      Kommentar


        #4
        Zitat von Pfälzer Beitrag anzeigen
        Prima Bericht, wie immer....30M1: Wenn Du den Visierträger im Schwalbenschwanz noch etwas nach links drückst....Vlt gibts da welche, die das Korn etwas außermittig sitzen haben...Zum ZF vom Erma: Das paßt optisch ned so ganz da drauf. Es wirkt viel zu wuchtig/klobig/oversized....
        @ Pfälzer,
        vielen Dank!!
        Natürlich hast Du recht, auf den zweiten Blick…. aber als wir das Visier aufgesetzt haben, ist auf der rechten Seite noch etwa 1-2mm überstand im Schwalbenschwanz geblieben. Wir hatten Angst das wir die rechte Visierabgrenzung beim Reinkloppen verbeulen könnten. Somit haben wir noch etwas Toleranz, die wir nun kommende Woche ausgleichen werden. Mal sehen, inwieweit sich dann das Gesamtbild ändert.


        Bezüglich des Korns bin ich bei meinen Einzelteilrecherchen über keines gestolpert welches sich seitlich, vorsätzlich, etwas aus der Flucht befand. Ich denke man hat das auch nicht weiter verfolgt, sondern sich letztendlich vollends auf die Verstellmöglichkeiten des Visiers Typ II und III verlassen.

        Auf dem Bild kannst Du einmal die Befestigung auf dem Lauf und das Korn von oben sehen (Bild 1.1, fig.4 & 5). Das Korn wird auf den Lauf, auf eine Schiene geschoben. Diese lässt eine Links- oder Rechtsbewegung nicht zu, zumal das Korn ja auf dem runden Lauf sitzt.

        Mit dem ZF sieht es ja nun mal so aus, dass ich es übrig hatte. Das ZF was auf der Erma M1 war habe ich abgebaut, weil das irgendwie elendig aussah. In Natura erscheint die Montage gar nicht so groß ich denke das es auf dem Bild im Vergleich zur 30M1 nur so wirkt.

        Schießen tut sie mit diesem ZF unglaublich gut. Nachdem ich es eingeschossen habe, haben meine Schützenkameraden Streukreise mit der HV-Munition von einem 5ct. Stück gehabt.

        Bild 1.2.jpg

        Zitat von Othmar Beitrag anzeigen
        Danke für den Bericht!!....Gruppen auf diese Distanz auf der zehn zu halten sein, oder täusche ich mich?….ähnlich aus, einfach ohne Korntunnel?


        @ Othmar,
        Vielen Dank!!
        Ich denke schon das man, zumindest sitzend aufgelegt, mit etwas Training die 10 halten kann. Und somit auch in der Art einer Schussgruppe, wie sie Pfälzer schon von seinem VK berichtet hat.

        Erstaunlich ist, dass dieses Schussbild aus Fabrikmunition (PMC) und wiedergeladener Munition besteht.


        Das Korn ist ähnlich deines auf der Abbildung. Es ist aber oben offen und in den Kornwangen sind beidseitig Löcher eingebohrt, die die Aufgabe haben etwas Licht seitlich zum Korn zu tragen.

        Das soll wohl die bessere Zielmöglichkeit bei schlechten Lichtverhältnissen verbessern (Bild 1.1, fig.3a & 5).


        Die Bohrung unterhalb der Lichteinlässe dient zur Befestigung des Kornes mittels eines Bolzens auf der Waffe (fig. 3b).

        Der Zielfehler, den ich zuerst machte war, dass ich mit dem Auge zu weit mit dem Auge von der Lochkimme entfernt war (fig. 2).

        Somit sah ich das Korn zwar ganz gut, schwebte aber im Ziel hin und her.

        Erst als ich die Kornwangen, quasi als Referenz, in der Lochkimme abbildete war der Visiervorgang viel stabiler und im Hauptaugenmerk auf die Visierung gerichtet. So wie es eigentlich sein soll (fig.1).
        Angehängte Dateien
        Gruß
        J.W.
        Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
        und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
        J.W.

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          #5
          Hallo John, genau so soll man das Ziel bei offener V sehen wie in Fig 1 gezeigt. ist übrigens beim Ermachen auch so.
          MfG aus der schönen Pfalz

          Eins ist sicher - die Rente ( Norbert Blüm, anno die 90er, )
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            #6
            So kenn ich auch mein Carbinchen. Das Visier sitzt gerne mal im Anschlag an einer Seite. Auch ich habe die Visierlinie im Schwalbenschwanz "genullt", um mir bei Munitionswechsel einen größtmöglichen Verstellbereich offen zu halten.

            ausgleichende Grüße
            vom Gunner
            Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

            Nichts ist gut in Afghanistan! (Margot Käßmann, Heiligabend 2009
            , aktueller denn je)

            I like the shiny steel and the polished wood ! (Steve Lee: I Like Guns)

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              #7
              Pfälzer fälzer;n329024]Hallo John, genau so soll man das Ziel bei offener V sehen wie in Fig 1 gezeigt. ist übrigens beim Ermachen auch so.[/QUOTE]

              @ Pfälzer,
              Gott sei Dank habe ich das nicht vorher gewusst, somit konnte ich noch ein paar Schuss mehr machen . Meine Erma hat leider kein Visier. Sie wurde mit ZF geliefert. Ausserdem ist mein Korn, aufgrund der damaligen Anscheins-Geschichte, auch noch wangenlos..... Es wird Zeit mir ein weiteres Ermachen zu kaufen um letztendlich auch die Änderung des WaffG zu dokumentieren.

              Zitat von Gunner Beitrag anzeigen
              ....die Visierlinie im Schwalbenschwanz "genullt"....
              @ Gunner,
              "SIEHSTE, SIEHSTE" Mittwoch wird genullt nach Art.

              Wie sieht es denn mit der Untersuchung deiner M1 aus . Ich denke nicht nur ich sind jetzt brennend interessiert ob Du auch so´n Sammelsurium hast.
              Die Schussleistung wird dadurch anscheinend ja nicht beeinträchtigt .
              Gruß
              J.W.
              Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
              und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
              J.W.

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                #8
                Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen

                @ Pfälzer,
                vielen Dank!!
                Natürlich hast Du recht, auf den zweiten Blick…. aber als wir das Visier aufgesetzt haben, ist auf der rechten Seite noch etwa 1-2mm überstand im Schwalbenschwanz geblieben. Wir hatten Angst das wir die rechte Visierabgrenzung beim Reinkloppen verbeulen könnten. Somit haben wir noch etwas Toleranz, die wir nun kommende Woche ausgleichen werden. Mal sehen, inwieweit sich dann das Gesamtbild ändert.


                Bezüglich des Korns bin ich bei meinen Einzelteilrecherchen über keines gestolpert welches sich seitlich, vorsätzlich, etwas aus der Flucht befand. Ich denke man hat das auch nicht weiter verfolgt, sondern sich letztendlich vollends auf die Verstellmöglichkeiten des Visiers Typ II und III verlassen.

                Auf dem Bild kannst Du einmal die Befestigung auf dem Lauf und das Korn von oben sehen (Bild 1.1, fig.4 & 5). Das Korn wird auf den Lauf, auf eine Schiene geschoben. Diese lässt eine Links- oder Rechtsbewegung nicht zu, zumal das Korn ja auf dem runden Lauf sitzt.

                Mit dem ZF sieht es ja nun mal so aus, dass ich es übrig hatte. Das ZF was auf der Erma M1 war habe ich abgebaut, weil das irgendwie elendig aussah. In Natura erscheint die Montage gar nicht so groß ich denke das es auf dem Bild im Vergleich zur 30M1 nur so wirkt.

                Schießen tut sie mit diesem ZF unglaublich gut. Nachdem ich es eingeschossen habe, haben meine Schützenkameraden Streukreise mit der HV-Munition von einem 5ct. Stück gehabt.

                Bild 1.2.jpg



                @ Othmar,
                Vielen Dank!!
                Ich denke schon das man, zumindest sitzend aufgelegt, mit etwas Training die 10 halten kann. Und somit auch in der Art einer Schussgruppe, wie sie Pfälzer schon von seinem VK berichtet hat.

                Erstaunlich ist, dass dieses Schussbild aus Fabrikmunition (PMC) und wiedergeladener Munition besteht.


                Das Korn ist ähnlich deines auf der Abbildung. Es ist aber oben offen und in den Kornwangen sind beidseitig Löcher eingebohrt, die die Aufgabe haben etwas Licht seitlich zum Korn zu tragen.

                Das soll wohl die bessere Zielmöglichkeit bei schlechten Lichtverhältnissen verbessern (Bild 1.1, fig.3a & 5).


                Die Bohrung unterhalb der Lichteinlässe dient zur Befestigung des Kornes mittels eines Bolzens auf der Waffe (fig. 3b).

                Der Zielfehler, den ich zuerst machte war, dass ich mit dem Auge zu weit mit dem Auge von der Lochkimme entfernt war (fig. 2).

                Somit sah ich das Korn zwar ganz gut, schwebte aber im Ziel hin und her.

                Erst als ich die Kornwangen, quasi als Referenz, in der Lochkimme abbildete war der Visiervorgang viel stabiler und im Hauptaugenmerk auf die Visierung gerichtet. So wie es eigentlich sein soll (fig.1).
                Sehe ich das richtig, wird das Korn mit dem Ring mittels Führung über den Lauf gestülpt?
                Verklebt oder weichgelötet?

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                  #9
                  Zitat von Othmar Beitrag anzeigen
                  ....wird das Korn mit dem Ring mittels Führung über den Lauf gestülpt?
                  Verklebt oder weichgelötet?
                  Hi Othmar,
                  ja so ungefähr. Ca. 1cm vor Mündungsbeginn des Laufes ist eine Aussparung von etwa 30mm Länge und 3-4mm Breite. In diese Aussparung wird nun die passende Schiene gepresst. Die Schiene besitzt in der Mitte einen halbkreisförmigen Ausschnitt, durch den später der Bolzen getrieben wird.

                  Nun nimmt man das Korn, erhitzt es ein wenig, setzt es auf die Laufmündung genau in Fluchtrichtung der Schiene, und schlägt es mit einem hartem Stück Holz oder vorsichtig mit einem Messinghammer über die Schiene.

                  Durch den Bolzendurchbruch kann man dann sehen, wann sich dieser mit dem Ausschnitt auf der Schiene deckt.

                  Ist das der Fall, dann den Bolzen eintreiben und fest, und zwar bombenfest, sitzt das Korn. Kein Kleber kein Nichts….


                  Zur Demontage gibt es ein Werkzeug, welches man sich glaube ich auch selbst herstellen kann.


                  Gruß
                  J.W.
                  Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
                  und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
                  J.W.

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                    #10
                    Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen

                    Hi Othmar,
                    ja so ungefähr. Ca. 1cm vor Mündungsbeginn des Laufes ist eine Aussparung von etwa 30mm Länge und 3-4mm Breite. In diese Aussparung wird nun die passende Schiene gepresst. Die Schiene besitzt in der Mitte einen halbkreisförmigen Ausschnitt, durch den später der Bolzen getrieben wird.

                    Nun nimmt man das Korn, erhitzt es ein wenig, setzt es auf die Laufmündung genau in Fluchtrichtung der Schiene, und schlägt es mit einem hartem Stück Holz oder vorsichtig mit einem Messinghammer über die Schiene.

                    Durch den Bolzendurchbruch kann man dann sehen, wann sich dieser mit dem Ausschnitt auf der Schiene deckt.

                    Ist das der Fall, dann den Bolzen eintreiben und fest, und zwar bombenfest, sitzt das Korn. Kein Kleber kein Nichts….


                    Zur Demontage gibt es ein Werkzeug, welches man sich glaube ich auch selbst herstellen kann.

                    Ich denke demzufolge, dass es beinahe unmöglich ist eine Korrektur am Korn vorzunehmen!

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                      #11
                      Ganz nebenbei: John, hast Du gesehen, dass Noghri Wiederladezubehör für den Carbine anbietet?!!

                      selbstversorgende Grüße
                      vom Gunner
                      Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

                      Nichts ist gut in Afghanistan! (Margot Käßmann, Heiligabend 2009
                      , aktueller denn je)

                      I like the shiny steel and the polished wood ! (Steve Lee: I Like Guns)

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                        #12
                        Zitat von Gunner Beitrag anzeigen
                        ....Wiederladezubehör für den Carbine anbietet...
                        Hi Gunner,
                        nein, das wusste ich noch nicht. Allerdings ist es so, dass ich schon alles zum Wiederladen habe. Matrizensatz, Geschosse, rund 300 Hülsen und 300 Schuss Munition, also am Ende rund 600 Hülsen, waren mit dabei.

                        Habe heute zufälligerweise angefangen die Matrize auf meiner Presse einzurichten. Der Matrizensatz (3tlg.) und der Pulverfüller sind von LEE und zusätzlich noch ein Bulletseater von RCBS.
                        Gruß
                        J.W.
                        Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
                        und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
                        J.W.

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                          #13
                          Zitat von Pfälzer Beitrag anzeigen
                          .....sieht das auf den ersten Blick zwar stimmig aus, aber der zweite Blick trotzdem, daß da was ned so richtig paßt.....
                          Wir haben genullt.... und es ist genau das passiert, was Pfälzer oben gemutmaßt hat... Er war richtig unheimlich als wir das Visier rübergekloppt haben. Knapp 3mm hatten wir zur Verfügung. Unter dem Strich "2 Strich" auf der Visiereinstellung.

                          Naja, auf alle Fälle sieht es jetzt ein wenig, aber auch nur ein wenig besser aus .

                          Was aber richtig gut aussah, war das Trefferbild mit meinen ersten wiedergeladenen Patronen. Der weiße Punkt auf der Scheibe hat beim Zielvorgang nichts gebracht. Man konnte ihn über die Visierung auf 50mtr. nicht erkennen. Die ersten 5 Schuss lagen bis auf den letzten Schuss alle in der 10 (Bild 1.3).

                          Die Entscheidung mich für eine Laborierung durchzuringen wurde mir recht schwer gemacht. Als Vergleichspatronen hatte Fabrikmunition von PMC und wiedergeladene Patronen vom Vorbesitzer.

                          Was war das eigentliche Problem? Als ich das erste mal mit dem M1 geschossen habe, hatte ich mit der PMC Munition eigentlich ein erträgliches Schussbild. Die wiedergeladenen Patronen vom Vorbesitzer waren recht launisch und wählerisch mit ihren Einschlagsorten auf der Scheibe.

                          Ich habe dann einige der wiedergeladenen Patronen zu Hause delaboriert. Im Schnitt löste sich das Geschoss nach 5-6 Schlägen mit dem Delaborierungshammer. Die Patronengesamtlänge lag zwischen 42,5mm bis 42,9mm und ich legte eine Pulvermenge von 10,2grain, eines mir nicht bekannten Pulvers, frei.

                          Auf der anderen Seite standen die PMC Patronen. Ihre Gesamtlänge lag durchgängig bei 42,5mm. Das Geschoss löste sich auch nach 60 Schlägen mit dem Delaborierungshammer nicht von der Hülse. Ihre Gesamtlänge betrug nach den 60 Schlägen immer noch 42,5mm. Unglaublich.....


                          Ich habe mich dann für folgende Laborierung entschieden:*
                          *angelehnt an das H&N Wiederladehandbuch
                          Zündhütchen CCI 400 Small Rifle
                          Pulverladung 12grain Vihtavuori N110
                          Geschossart H&N PbCu RK
                          Geschossgewicht 110grain
                          Patronen OAL 42,65mm
                          Hülse PMC & DAG
                          Schlagfestigkeit 20 Schläge, dann OAL 43,7mm
                          Wiedergeladen auf einer Dillon RL 550.
                          3tlg. Hartmetall-Matrizensatz und Pulverfüller mit adjustable Chargebar von LEE und einen Bullet-Seater von RCBS


                          !!!Achtung: Laborierungsdaten ohne Gewähr, nachlaborieren auf eigene Gefahr!!!

                          Tja, was soll ich sagen.... Einfach mal Glück gehabt (siehe Bild).....
                          Angehängte Dateien
                          Zuletzt geändert von John Wayne; 29.01.2022, 16:05.
                          Gruß
                          J.W.
                          Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
                          und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
                          J.W.

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                            #14
                            Ganz ordentlich.... super!!

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                              #15
                              Ermas M1 schoss zuletzt nicht nur mit den HV Patronen, die wir reichlich hatten, sondern repetierte auch einwandfrei mit der Eley Standard .22lfb. Ich habe meine Erma fast nicht wiedererkannt.
                              hierzu mal ne info:
                              die erma sollte auf keine fall mit hv oder stinger mun. betrieben werden, denn der verschluss besteht aus einem "relativ weichen" druckguss und ist dafür nicht ausgelegt!
                              langfrisstig beschädigst du den verschluss und ersatz gibt es nicht!
                              meine em1 läuft auch hervorragend mit subsonic...
                              "H&K - Because you suck, and we hate you!!!" (I-Net Blog)

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