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Hülsenmund zu weit?

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  • Vincent
    antwortet
    Ja, so wird's gewesen sein. Die Hülsen, bei denen es passt, sehen oben auch etwas platter aus, als die anderen.

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  • Frodo
    antwortet
    Für jene, die sich das Problem nicht erklären können hier der Versuch der Erklärung mit Hilfe einer Grafik.

    Die 1 im Bild markiert das Bushing. Das ist ein Metallring, der innen ein Bohrung hat, die eng genug ist den Hülsenhals zu rekalibriern. Das Bushing fehlt bei der Matrize des Fragestellers und deshlab ist an dieser Stelle in der Matrize nur ein großes Loch.

    Die 2 im Bild markiert die Schraube, die das Bushing in seiner Position halten soll. Die Schraube sitzt direkt auf dem Bushing auf, damit dieses nicht von der Hülse nach oben geschoben wird. Auf dem Bild ist die Schraube nicht weit genug hineingedreht.

    In Rot habe ich eine Hülse eingezeichnet.

    Beim Fragesteller hat die Schraube 2 von oben auf die Hülse gedrückt und damit den Hülsenmund etwas eingewürgt. Damit konnte bei einigen Hülsen ein Geschoss gehalten werden. Zufällig war die Schraube soweit eingedreht, dass geringe Unterschiede in der Hülsenlänge genügten um bei einigen Hülsen den Hülsenmund einzuwürgen und bei anderen eben nicht.

    Eigentlich kann der Fragesteller froh sein, dass nicht alle Hülsen eingewürgt wurden. Villeicht hätte er sonst noch lange ohne Bushing gearbeitet.

    Zuletzt geändert von Frodo; 05.02.2015, 21:31.

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  • Frodo
    antwortet
    Zitat von Sandmann73 Beitrag anzeigen
    Dass Lapua so unterirdisches Hülsen-Material liefert hätte ich nie gedacht.
    Bei solchen Zufällen in der Herstellung sollte die Produktion und Qualitätskontrolle komplett ausgetauscht werden; solche Pfuscher kann niemand gebrauchen.
    Ich bin mir nicht sicher, was du meinst. Die Unterschiede in der Hülsenlänge (L3) um die es hier geht, sind absolut normal.

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  • Sandmann73
    antwortet
    Danke für die Erklärung. Ich war wirklich schon am Verzweifeln. Da wäre ich nie darauf gekommen.


    Zufällig waren ein paar der Hülsen länger als die anderen
    Dass Lapua so unterirdisches Hülsen-Material liefert hätte ich nie gedacht.
    Bei solchen Zufällen in der Herstellung sollte die Produktion und Qualitätskontrolle komplett ausgetauscht werden; solche Pfuscher kann niemand gebrauchen.

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  • Frodo
    antwortet
    Zitat von Sandmann73 Beitrag anzeigen
    ..... Nur was? An der Matrize kann es wahrlich nicht liegen.
    Ich habe das weiter oben schon vermutet und es hat sich ja bestätigt. Es wurde eine Matrize für Bushing ohne Bushing verwendet. Der Hülsenhals wurde deshalb nicht rekalibriert. Zufällig waren ein paar der Hülsen länger als die anderen und deshalb sind diese Hülsen oben in der Matrize angestanden. Dadurch wurde der Hülsenmund etwas eingewürgt, ähnlich einem Rollkrimp. Der eingewürgte Hülsenhals hält nun das Geschoss.

    Ich würde die Patronen entladen, ein passendes Bushing in die Matrize einsetzen und alle Hülsen nochmals rekalibrieren.

    Wie RCBS auf der Internetseite schreibt, funktioniert die Matrize ohne Bushing ähnlich einer Body-Die, das bedeutet die Hülsenschulter wird etwas zurückgesetz. Man kann auch sagen, die Matrize sollte so funktionieren. Lest selbst: http://www.accurateshooter.com/techn...ing-shoulders/

    RCBS Bushings sehen anders aus als die für Wilson- und Redding-Matrizen. Ich glaube RCBS-Bushing und Wilson/Redding-Bushings sind nicht kompatibel und rate deshalb zur sorgfältigen Auswahl beim Kauf.

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  • Sandmann73
    antwortet
    Zitat von Pfälzer Beitrag anzeigen
    Gar nix hat sich geklärt.................. gar nix
    Danke, ich dachte schon meine Gehirnwindungen wären verklemmt.

    Egal welche Matritze oder welches Bushing verwendet wird, macht da keinen Unterschied, auch beim bump sizing oder bull reaming. Wurde gleichmäßiges Hülsenmaterial verwendet und sauber gearbeitet (wovon ich ausgehe), kommt auch ein gleichmäßiges Ergebnis heraus. Wenn 19 gute und 11 unladbare Hülsen aber aus jeweils 15 Hülsen aus zwei unterschiedlichen Waffen entstehen, dann ist etwas grundlegend falsch gelaufen. Nur was? An der Matrize kann es wahrlich nicht liegen.

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  • Pfälzer
    antwortet
    Gar nix hat sich geklärt.................. gar nix

    Die 11 schlechten Hülsen kannst Du ruhig wieder laden, das Geschoss kannst Du mit zwei gegenüberliegenden Körnerschlägen sichern. Dann fällts zumindest nicht vorzeitig aus der Hülse.

    Oder Du hämmerst mal ein .357er Geschoß in die Hülse, bißchen mehr Pulver bei und dann wird das bestimmt auch aus dem Lauf getrieben.

    Und was ist das überhaupt für eine Zicke von Gewehr, wo man noch drauf achten muß, mit was das Ding gefüttert wird ???


    Ich weiß schon, warum ich Fabrikmun verschieße.

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  • Vincent
    antwortet
    Ich glaube, es hat sich geklärt.

    Ich habe damals einen RCBS Gold Medal Match Matrizensatz für .338 LM gekauf. Auf der Webseite von RCBS steht, dass bei der Vollkalibriermatrize KEIN Bushing mit dabei ist. Verwendet man die Kalibriermatrize ohne Bushing, so macht man ein "Bump sizing" (keine Ahnung, wie das auf Deutsch heißt).

    Ich muss mir also ein Bushing besorgen, dann dürften auch die 11 übrigen Hülsen wieder passen.

    Es kann im Übrigen sehr gut sein, wie gesagt wurde, dass bei einem der beiden Gewehre das Patronenlager im Hülsenhalsbereich weiter war, als bei dem anderen Gewehr. Dadurch ist der Hülsenmund größer geworden und da ich beim Rekalibrieren keinen Bushing drin hatte, war es logisch, dass der Hülsenmund dann zu weit war und das Geschoss in die Hülse gerutscht ist.

    Danke, jetzt weiß ich, wie ich Abhilfe schaffen kann. :-)

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  • Thomas223
    antwortet
    War der Matrizensatz in einer grau-silbrigen Box und sind die Matrizen dunkel wie brüniert? Dann dürfte es keine Bushing-Matrize sein.
    Hast du die guten Hülsen schon fertig geladen?

    Ich würde mal alle verbliebenen Hülsen am Hals vermessen. Wenn frisch verschossene noch da sind, die auch.
    Könnte evtl. eines der beiden Gewehre ein Patronenlager haben, das die Hülsen so verformt dass sie "viel zu weit" sind?
    Versuch mal eine der schlechten Hülsen mehrmals zu rekalibrieren. Immer ein mal und dann messen oder Probe mit Geschoss, und dann nochmal usw.

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  • Frodo
    antwortet
    Vermutlich ist die Matrize falsch eingestellt und es wird tatsächlich nur der Hülsenmund bei den längeren Hülsen rekalibriert. Das könnte man am fehlenden Widerstand beim "Rausfahren" der Hülse merken. Der Innenaufweiter könnte übermaßig sein, das könnte man prüfen, indem man mal eine Hülse ohne Innenaufweiter rekalibriert. Es könnte natürlich auch eine Matrize für Bushing sein, in die kein Bushing eingesetzt ist und bei einem Teil der Hülsen wird der Hülsenmund eingewürgt, wenn die Hülse oben anstößt

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  • Sandmann73
    antwortet
    'tschuldigung, hab ich übersehen; kann bei dem Kaliber aber leicht passieren.

    Sind Lapua-Hülsen nicht schon vom Werk aus geglüht?

    Woran es denn nun liegt, kann man nachmessen: Innendurchmesser und Außendurchmesser der Hülsenhälse und Geschossdurchmesser. Da sollte man deutlich den Unterschied der 19 Guten zu den 11 Schlechten feststellen können. Damit wäre nicht nur dem Fragesteller, sondern auch allen anderen interessierten Lesern geholfen.

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  • Veto11
    antwortet
    Zitat von EL LOBO Beitrag anzeigen
    Hallo Leute
    Ich kann nur vermuten und zwar halte ich das Hülsenmaterial im Halsbereich für zu hart, so daß es nach dem Kalibrieren übermäßig zurückfedert.

    ...
    Zitat von Sandmann73 Beitrag anzeigen
    Aha, da kommen endlich die Details, ohne die kein Detektiv arbeiten kann. ...
    Butter bei die Fische: Welche Hülsen-Marke ist es?
    Hat er leider erst im zweiten Beitrag geschrieben.

    Lapua zu hart? Ist das jetzt was neues oder auf dieses Kaliber beschränkt?

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  • Vincent
    antwortet
    @ Sandmann:

    Schon geschrieben: Lapua.

    Kann mir nicht vorstellen, dass es da so große Abweichungen geben kann. Lapua ist doch nicht mit Magtech o.a. zu vergleichen, zumindest preislich nicht.


    @ EL LOBO:

    Warum hat es dann bei den 19 anderen funktioniert und nur bei 11en nicht? Und warum sollte das Material bereits zu hart sein, nach 1x schießen???

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  • Sandmann73
    antwortet
    Aha, da kommen endlich die Details, ohne die kein Detektiv arbeiten kann. Die Hülsen wurden also nur abgelängt und nicht der Hülsenhals abgedreht, also die Materialdicke vereinheitlicht. Ein kleineres Bushing wird wohl nicht helfen, um gleichmäßige Präzisionspatronen zu erhalten. Nach dem Kalibrieren haben alle Patronen den gleichen Außendurchmesser, bei einigen ist aber offensichtlich der Innendurchmesser zu groß, um das Geschoss zu halten. Folglich ist das Problem die unterschiedliche Wandstärke der einzelnen Patronen.

    Butter bei die Fische: Welche Hülsen-Marke ist es?

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  • EL LOBO
    antwortet
    Hallo Leute
    Ich kann nur vermuten und zwar halte ich das Hülsenmaterial im Halsbereich für zu hart,
    so daß es nach dem Kalibrieren übermäßig zurückfedert.

    Ich würde es mit Weichglühen des Hülsenhalses versuchen, ist aber nicht ganz einfach.
    Beschrieben wird der Vorgang im "Handbuch für den Wiederlader" (K.D.Meyer) Seite 415/16,
    dort geht es um das Umpressen von Hülsen für seltene, bzw nicht mehr gefertigte Patronen.

    Gruß Wolf...

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