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Aus der Hülse (Patrone 03) 7,65mm para wird eine Hülse (RP82) für den Ordonnanz Revol

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  • Aus der Hülse (Patrone 03) 7,65mm para wird eine Hülse (RP82) für den Ordonnanz Revol

    Aus der Hülse der Pistolenpatrone 03 (noch Schweizer Ordonnanz) 7,65mm Para wird eine Hülse (RP82) für den Ordonnanz Revolver 1882-1929

    Die Originalpatronen werden täglich seltener und gute Alternativen sind rar und teuer. Die originale RP82 Hülse ist bekanntlich mit Berdanzünder bestückt und aus relativ sprödem Material. Weil es mit mechanischem Werkzeug eine heftige „Chlutterete“ ist, die Hütchen aus der Hülse zu holen ohne die Finger oder die Hülse zu verletzen, habe ich nach Alternativen gesucht und gefunden. Früher war es für mich ein Gräuel Berdanhülsen zu entzündern. Mit einem hydraulischen Gerät wie das Teil in folgendem Link, ist es ausser bei winterlichen Minustemeraturen ein Vergnügen. Rasend schnell und absolut Hülsen- und Fingerschonend, vorausgesetzt man trifft den Stössel und nicht die Pfote. Ein solches Gerät benütze ich auch für die Thuner (PP03) 7,65 para, Boxer-Hülsen mit kleinem Zündloch.
    Hier ein Link zu einem Film mit Demonstration: http://www.youtube.com/watch?v=FskNx4UBZvc
    Der Aussenzylinder kann mit ausreichender Wandstärke auch aus Aluminium gefertigt werden, den Schlagstössel mache ich aber immer aus Stahl.

    Also wenn dem Schützen die originalen RP82-Hülsen wegen Alterung und Rissen zur Mangelware werden. Hier die Alternative für handwerklich begabte Wiederlader.

    Die hellgelben Hülsen ab Jahr 2000 sind entschieden weicher als frühere Jahrgänge und so kam ich dann auf die Idee, zu versuchen diese Hülse umzuformen, was sogar ohne Weichglühen gelingt. Der entstehende Wulst muss spanabhebend entfernt werden. Das verwendete Bleigeschoss ist ein fertig gefettetes 7Gramm 9mm, das ich durch meine Kalibriermatritze presse um es herunter zu kalibrieren. Originalgeschosse kommen von delaborierten Ordonnanzpatronen die nur noch Klick machten. Patronen mit Originalgeschoss, oder selbst gepresstem Bleigeschoss bekommen anschliessend noch eine Fettkappe wie das Original. Um zu prüfen wie die Umformung auf die Wandstärken der Hülse wirkt habe ich ein fertiges Exemplar geopfert und zerschnitten.
    Erkenntnis: Mein Nachschub an RP82 Hülsen ist jetzt gesichert. Für Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihr Gewissen.
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    Zuletzt geändert von Tüftler; 05.06.2013, 22:12.
    Ich bin kein Pessimist, aber
    selbst wenn du 95% Erfolgschancen hast
    kannst du 100% daneben hauen.

  • #2
    Interessanter Bericht, aber warum nimmst Du nicht einfach 25-20 Win Hülsen und längst sie passend ab?

    Guggst Du: http://www.vsms.org/Forum/Seite_23/f....5mmCH_Ord.htm

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    • #3
      Weil es 7,65 para Hülsen gratis auf schweizer Schiessständen gibt, nehm ich mal an.
      .22lr; 7,62x25; 9x19; .38 Special; .45ACP; 5,56x45; 7,5x53,5; 7,5x55; 7,62x39; 7,62x51; 7,62x54R; 12/70

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      • #4
        @ Tüftler

        Bedeutet "für den Ordonnanz Revolver 1882-1929" Bewaffnung von 1882 bis 1929.

        Waffe nach 1929 nicht mehr Ausgegeben?

        Danke im Voraus

        Mauser

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        • #5
          Zitat von mauser11 Beitrag anzeigen
          @ Tüftler

          Bedeutet "für den Ordonnanz Revolver 1882-1929" Bewaffnung von 1882 bis 1929.

          Waffe nach 1929 nicht mehr Ausgegeben?

          Danke im Voraus

          Mauser
          Die Ordonnanz-Revolver 82/29 (ein vereinfachtes Modell des Ordonnanz-Revolvers 82 mit dem gleichen Kaliber 7.5mm) wurde bis 1946 produziert/abgegeben. Die letzten Modelle dürften bis Anfang der Siebzigerjahre im Einsatz gewesen sein. Bis mindestens 1972 wurden Patronen für diese Modelle hergestellt bzw. abgepackt.

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          • #6
            Zitat von Philippe Beitrag anzeigen
            Die Ordonnanz-Revolver 82/29 (ein vereinfachtes Modell des Ordonnanz-Revolvers 82 mit dem gleichen Kaliber 7.5mm) wurde bis 1946 produziert/abgegeben. Die letzten Modelle dürften bis Anfang der Siebzigerjahre im Einsatz gewesen sein. Bis mindestens 1972 wurden Patronen für diese Modelle hergestellt bzw. abgepackt.
            Deswegen Frage ich.. Habe eine Packung Taschenmunition aus 1971.
            Angehängte Dateien

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            • #7
              Zitat von mauser11 Beitrag anzeigen
              Deswegen Frage ich.. Habe eine Packung Taschenmunition aus 1971.
              Ich habe gerade letzte Woche 25 Schachteln gekauft. Meine sind aber normale Schachteln für den Gebrauch (also keine Taschenmunition). Die neuesten waren von 1972. Ich weiss nicht, ob es noch neuere gab. Die Tatsache, dass es noch Taschenmunition von 1970 gibt, lässt erahnen, dass tatsächlich um diese Zeit die Taschenmunition entweder noch neu abgegeben oder mindestens umgetauscht worden ist.

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              • #8
                Zitat von Philippe Beitrag anzeigen
                Ich habe gerade letzte Woche 25 Schachteln gekauft. Meine sind aber normale Schachteln für den Gebrauch (also keine Taschenmunition). Die neuesten waren von 1972. Ich weiss nicht, ob es noch neuere gab. Die Tatsache, dass es noch Taschenmunition von 1970 gibt, lässt erahnen, dass tatsächlich um diese Zeit die Taschenmunition entweder noch neu abgegeben oder mindestens umgetauscht worden ist.
                Richtig.

                Aber wer hatte noch so eine Waffe?
                Zuletzt geändert von mauser11; 16.06.2013, 22:11.

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                • #9
                  Zitat von mauser11 Beitrag anzeigen
                  Richtig.

                  Aber wer hatte noch so eine Waffe?
                  Die Revolver wurden u.a. an die höheren Unteroffiziere abgegeben. In der Zeit der Armee 61 leisteten diese noch bis zum 50. Altersjahr Militärdienst. Wenn ein Feldweibel oder Fourier einen Revolver so um 1945 im Alter von 20 Jahren gefasst hat, dann nutze er diesen noch während 30 Jahren -- also bis 1975 -- bis zu seinem Ausscheiden aus der Armee.

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                  • #10
                    Philippe, Danke.

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                    • #11
                      Aber wer hatte noch so eine Waffe?

                      Auch an die Grenzwächter wurde dieses Gerät ausgegeben.
                      Übrigens zu den Ausführungen 1882 / 1929:
                      1882 Revolver mit 6-Kant-Lauf und einigen blanken Teilen, teilweise Holzgriff.
                      1929 Revolver mit rundem Lauf und vollständig brüniert.
                      Ich bin kein Pessimist, aber
                      selbst wenn du 95% Erfolgschancen hast
                      kannst du 100% daneben hauen.

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                      • #12
                        Die erste Serie der 82er-Revolver hatte die schwarzen Kunststoffgriffe, während die zweite Serie mit Holzgriffschalen ausgerüstet war. Auch die knapp 400 Radfahrerrevolver entstammen dieser Familie. Alle wurden mit einem Achtkantlauf gefertigt.

                        Den 29er-Revolver gab es mit drei unterschiedlichen Griffen (rot, braun, schwarz).

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