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.30 M1-Carbine - Schweißpunkt am Laufende und Systemhülse bekannt???

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  • .30 M1-Carbine - Schweißpunkt am Laufende und Systemhülse bekannt???

    Hallo .30 M1 Carbine-Besitzer, ich habe mal eine Frage an Euch - vielleicht kann mir jemand hier helfen?

    Gestern beim auseinandernehmen und zerlegen meines M1-Carbine ist mir erstmalig aufgefallen, das an der Nahtstelle /Übergang am hinteren Ende des Laufes und der Systemhülse ein Schweißpunkt sitzt - damit läßt sich der Lauf nicht mehr von der Systemhülse trennen und ist damit dann fest verbunden.

    Meine Frage: ist dies "Zufall", eine "Absicht" oder (deutsche) Vorschrift damit der Lauf fest auf der Systemhülse sitzt? Schließlich ist auf der Systemhülse ja die Seriennummer eingetragen welche auch in der WBK steht - oder? Durch den Schweißpunkt kann auch der Spannschieber nicht bis "hinten" durchgezogen werden und endet also ein paar Millimeter vor dem eigentlichem "Endpunkt" und schlägt somit auch dagegen, wie an der scharfen Kante auf dem Bild (hoffentlich) zu sehen ist.

    Auch ist mir aufgefallen das der Schweißpunkt eh gebrochen ist, vermutlich durch eben diese Belastung. Allerdings kann ich den Lauf nur zu 180 Grad drehen und nicht ganz rausschrauben, dann schlägt der "Restschweißpunkt" oben an der Systemhülse an und sperrt.

    Was ich mich nun fragen; "darf" ich den Rest Material abschleifen und Lauf und Hülse trennen oder gibt es dann ein Problem mit dem Waffenrecht? Ansonsten könnte ich mir ja ein Dutzend Systemhülsen (je mit eigener Seriennummer) kaufen und hätte jedesmal eine "andere Waffe".

    Was sagt Ihr? Kennt jemand sowas von seiner eigenen Waffe? Ist bei Euren Carbines der Lauf und Hülse ebenfalls verschweißt oder rausdrehbar? Danke für Eure Infos,

    Einen schönen Abend noch,

    Mr. Webley
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    Bekennender Fan von "British Steel"
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  • #2
    Du kannst den Lauf ein wenig in der Systemhülse drehen?! Dann lass das Teil bei einem fähiger Büchser instandsetzen!
    "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
    Peter Ustinov

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    • #3
      Stimmt - daran habe ich auch gedacht. Aber wie ist das denn bei einer "Fabrikwaffe", sprich: nagelneu: ist dort der Lauf fest und nahezu untrennbar ohne richiges Werkzeug eingedreht? Irgendwie ist doch dieser Schweißpunkt eher eine Bastelsache, wenn ich mir das so ansehe. Gut in keinem Fall. Oder?

      Kennt jemand als Empfehlung einen echten Carbine-Spezialisten der sich mit US-Hardware richtig auskennt?
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      Bekennender Fan von "British Steel"
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      • #4
        Schweisspunkt dürfte alte Demilitarisierung sein.

        Experte würde ich Werle sagen, mal da fragen

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        • #5
          Zitat von Mr.Webley Beitrag anzeigen
          ist dort der Lauf fest und nahezu untrennbar ohne richiges Werkzeug eingedreht?

          Ja!

          Irgendwie ist doch dieser Schweißpunkt eher eine Bastelsache, wenn ich mir das so ansehe.
          Ja!
          Mache mal bitte weitere Fotos von der Systemhülse. Am besten Draufsicht und linke Seite.
          "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
          Peter Ustinov

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          • #6
            Du konntest den Lauf ohne große Anstrengungen lösen?
            Normal braucht man eine Spannvorrichtung für die Hülse, wenn der Lauf richtig fest sitzt. Die Pfuscher-Lösung ein Flachstahl als Knebel in die Hülse durch Auswerferfenster und Maganzinschacht verdreht die Hülse, so fest sitzt der Lauf eigentlich. Ich glaube der Lauf hat nicht die richtige Position wenn er fest sitzt bzw. ist lose wenn Korn und Führung des Spannschiebers richtig sitzen. Dann wurde das ganze mit einem Schweißpunkt gesichert. Entweder hat da ein E-Teil nicht gepasst oder der Puscher mit dem Schweißpunkt konnte aus Mangel an der Spannvorrichtung den Lauf nicht richtig positionieren und hat deshalb etwas vom Bund an Lauf oder von der Stirnfläche der Hülse abgetragen.
            Und ja, sowas wird auch beim Büchsenmacher gemacht, denn die sind nicht immer auf sowas spezialisiert. Kaum einer bekommt einen 08 Lauf gewechselt ohne Brenner ( Gabelstücke ab 1936 waren gehärtet), bei einem 98er schaffen das schon mehr, aber bei weiten nicht alle.

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            • #7
              Zitat von byf Beitrag anzeigen
              bei einem 98er schaffen das schon mehr, aber bei weiten nicht alle.
              Oder wie halt, hab mal einen mit verdrehter Systemhülse gesehen

              Vielleicht hatte ein Schlauberger keine Patronenlagerreibahle und so den Verschlussabstand hergestellt
              .22LfB; .22 WMR; 9x19; 40S&W; .357 Magnum; 5,56x45; 7,5x55; 7,62x51; 7,62x54R; 30-06; 308 Norma Mag; 8x57IS; 8x68S; 16/70; 12/76

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              • #8
                Zitat von Sandmann Beitrag anzeigen

                Vielleicht hatte ein Schlauberger keine Patronenlagerreibahle und so den Verschlussabstand hergestellt
                In der neuen Welt ( und auch im meißten Rest) nimmt man es mit dem Verschlussabstand auch nicht so genau wie wir mit unseren 0,1mm max.
                Aber die M1 Teile passen " out of the box" bzw.- sind dafür vorgesehen ohne Nacharbeit montiert zu werden, vergleichbar mit Normteilen.
                Bei Büchsenläufen hat man meißt ein zu tiefes Patronenlager, damit man den Abstand mit einer Drehmaschine anpassen kann. Ich rede da von so Läufen mit Gewinde und noch ohne Visierteile, z.B. f. Systeme 98 o. 96.
                Beim M1 müte man dann ja einen ganzen Gewindegang kappen damit der Lauf wieder richtig steht. Das ist so ein Rechteckgewinde ( nicht mal Trapez-) mit einer Steigung so aus dem Kopf 2-3mm.
                Zuletzt geändert von byf; 16.08.2017, 09:04.

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                • #9
                  Ab Seite 70 wird der Laufwechsel beim Carbine gezeigt.
                  http://www.90thidpg.us/Reference/Man...-1276_1947.pdf
                  "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
                  Peter Ustinov

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                  • #10
                    Wer weiß was da für ein Pfuscher dran war. Zum Werle wär wahrscheinlich echt das beste, und dann würd mich der Gedanke dahinter interresieren
                    .22LfB; .22 WMR; 9x19; 40S&W; .357 Magnum; 5,56x45; 7,5x55; 7,62x51; 7,62x54R; 30-06; 308 Norma Mag; 8x57IS; 8x68S; 16/70; 12/76

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                    • #11
                      Zitat von Sandmann Beitrag anzeigen
                      Wer weiß was da für ein Pfuscher dran war. Zum Werle wär wahrscheinlich echt das beste, und dann würd mich der Gedanke dahinter interresieren
                      Hintergrund war KWKG.....kein Laufwechsel.....

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                      • #12
                        Dieser Schweißpunkt war für die Abänderung nicht notwendig, da sich der Lauf nicht so einfach ohne Spezialwerkzeug herausdrehen lässt. Mein Alt-KWKG'ler hat diesen nicht und alle anderen abgeänderten Carbines, dich ich bisher reparieren durfte auch nicht.
                        "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
                        Peter Ustinov

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                        • #13
                          Anscheinend sollte nur ein Problem behoben werden, kann ja nur ein zu kleiner Verschlussabstand oder ein schiefes Visier sein.

                          @Götterbote: Bist du Büchsenmacher?
                          .22LfB; .22 WMR; 9x19; 40S&W; .357 Magnum; 5,56x45; 7,5x55; 7,62x51; 7,62x54R; 30-06; 308 Norma Mag; 8x57IS; 8x68S; 16/70; 12/76

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                          • #14
                            Zitat von Sandmann Beitrag anzeigen

                            @Götterbote: Bist du Büchsenmacher?
                            Nein. Die Reparaturen beschränken sich auf alle nicht wesentlichen Teile. Ich restauriere und repariere meine Ordonnanzen und früher die meiner Freunde und Bekannten.
                            "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
                            Peter Ustinov

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                            • #15
                              Und hier die Bilder ..

                              Zitat von Götterbote Beitrag anzeigen
                              Ja!
                              Mache mal bitte weitere Fotos von der Systemhülse. Am besten Draufsicht und linke Seite.
                              Ich habe eben in der heimischen Schrauberwerkstatt noch ein paar Bilder gemacht; jeweils als Draufsicht, linke und rechte Seite im Detail, Seitenansicht wo der Spannschieber auf die Schweißperle anschlägt (man erkennt sogar die blanke und eingekerbte Stelle!), ein Bild vom gedrehten Lauf wo nur die "Perle" das Herausdrehen verhindert ...

                              Wenn alles im Schaft sitzt ist der Lauf nur minimal verdrebar, deshalb ist mir das wohl auch nie aufgefallen. Manchmal dauert es länger bis man was mitbekommt; traurig aber war.

                              Frage jetzt; was tun:
                              A - so lassen und ignorieren (bislang funktionierte ja auch alles)
                              B -Restperle wegfeilen/schleifen (Hurra, kannste nun besser saubermachen)
                              C - oder ab zum BüMa gehen/einschicken ???

                              Danke auch für Eure bisherigen Antworten; freue mich!

                              Gruss nach dem verdienten Feierabend,

                              Mr. Webley
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