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Sicherheit: Welche Standardprüfungen macht Ihr?

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    Sicherheit: Welche Standardprüfungen macht Ihr?

    Aufgescheucht durch einen Zwischenfall, von dem ich las, möchte ich mal das Thema "Regelmäßige Kontrolle des Zustands von Waffen" anfangen:

    Bei dem Zwischenfall hat eine Jagdwaffe beim Entsichern auf der Kanzel einen Schuß ausgelöst. Der hintergund war eine nicht ordnungsgemäß funktionierende Abzugsrast.
    Egal... wie auch immer.

    Ich habe mir angewöhnt, immer, wenn ich meine Waffe "feldmäßig zerlege" die Sicherung auf korrekte Funktion zu überprüfen. Bei 98er und 96er auch hinsichtlich des Maßes, um das die Sicherung den Schlagbolzen nach hinten zieht.
    Beim AR10 prüfe ich die Sicherung auf Abnutzungsspuren und die zweite Rast (Feuerunterbrechung) auf Leichtgängigkeit, Schmutz, Verharzung und Abnutzung.

    Den ganzen Zirkus mache ich so ca nach 2-4 Benutzungen, als Ansitze oder sportliche Benutzung. Denn meine Jagdwaffen müssen ja alle auch zum Training herhalten.

    Wie mach Ihr das so?
    Sippen sterben, Besitz vergeht, am Ende stirbst auch Du. Eines weiß ich, das nimmer stirbt: Der gute Ruf, den sich einer erwarb im Leben.

    Verstand ist ein zweischneidig' Schwert!
    Aus hartem Stahl, mit scharfem Schliff.
    Charakter ist daran der Griff.
    Und ohne Griff, ist es nichts Wert.
    -Und tötet gar, den der es führt.-

    #2
    Bei den Pistolen gehe ich nach der Reinigung folgendermassen vor:

    Vor dem zusammensetzen derselben werden alle Teile auf Risse oder sonstige Defekte untersucht, inklusive Laufkontrolle.
    Diese zusammensetzen und alle nötigen Manipulationen vornehmen, wie mehrere Ladebewegungen ohne Magazin und abdrücken, bei den Ladebewegungen sollte sich der Schlagbolzen nicht selbständig lösen.
    Gerät spannen und Sicherung prüfen ob diese hält!
    Mit gezogenem Abzug mehrere Ladebewegung durchführen und der Schlagbolzen sollte nicht auslösen. Abzug langsam bis zum Trigger stopp lösen und abdrücken.
    Magazin einstecken und Ladebewegungen vornehmen, Verschluss muss offen bleiben.
    Ich denke mit dieser Kontrolle bin ich mir sicher, dass die Funktionssicherheit des Sportgerätes gewährleistet ist!

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      #3
      Ihr seid alle so ordentlich und fürsorglich,
      Ich öffne den Verschluß, schau nach, ob (k)eine Patrone im Lager ist und schaue dann durch den Lauf und prüfe diesen auf Fremdkörper.
      Nach dem Reinigen gibt es natürlich ene trockene Funkionsprüfung: fettich...
      Alles andere zeigt sich im Betrieb.

      pragmatisch grüßt
      der Gunner
      Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

      Nichts ist gut in Afghanistan! (Margot Käßmann, Heiligabend 2009 )

      I like the shiny steel and the polished wood ! (Steve Lee: I Like Guns)

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        #4
        Zitat von Gunner Beitrag anzeigen
        Ihr seid alle so ordentlich und fürsorglich,
        Ich öffne den Verschluß, schau nach, ob (k)eine Patrone im Lager ist und schaue dann durch den Lauf und prüfe diesen auf Fremdkörper.
        Nach dem Reinigen gibt es natürlich ene trockene Funkionsprüfung: fettich...
        Alles andere zeigt sich im Betrieb.

        pragmatisch grüßt
        der Gunner
        Ebenso....

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          #5
          Ich fange erst an zu prüfen, wenn es Funktionsstörungen gibt.

          Kommentar


            #6
            Zitat von Cannonball Beitrag anzeigen
            Ich fange erst an zu prüfen, wenn es Funktionsstörungen gibt.
            Wirklich? Ironie aus!!

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              #7
              Beim Reinigen meiner Pistolen mache ich Sichtprüfung ob mir was auffällt.
              Dann natürlich Funktionsprüfungen und mehr eigentlich nicht.

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                #8
                Don't fix it if it ain't broken. Sagte uns unser Drill Sergeant in Fort Bliss. Wir Germanen haben die Eigenschaft, alles gaaaanz genau zu prüfen und zu justieren. Solange es im grünen Bereich ist... laß die Finger davon. Mein M1A habe ich seit 10 Jahren, außer Lauf, nicht gereinigt. Wozu auch, es läuft. Dito mit meinem MR 223. Wozu auch, es läuft. Pistolen sind einfacher, da ist nix dran gebaut, was ein zerlegen zur Wissenschaft macht. Aber Materialprüfung?? Bestimmt nicht.

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                  #9
                  Grudsätzlich denke ich, dass es wichtig ist die nötigen Kontrollen vor dem Schiessen und nach einer Reinigung durchzuführen, wie zum Beispiel von Gunner beschrieben.
                  Dann ist es sicher so, dass gewisse Geräte anhand der Erfahrung Schwachpunkte haben, welche für einen Schützen in Ausnahmefällen zu gefährlichen Situationen führen kann!

                  Als Beispiel nehme ich einmal den K31, bei welchen man weiss, dass ein gewisser Jahrgang gebaut wurde, bei welchen eine andere Legierung für die Herstellung der Verschlusshülse verwendet wurde und die Verschlusswarzen im schlimmsten Fall brechen könnten!
                  Deshalb kontrolliere ich diese nach jeder gründlichen Reinigung um sicher zu gehen, das alles in Ordnung ist.

                  Laufkontrolle:
                  Hatte mit einem Kollegen auf der Baujagd ein Erlebniss, welches ich mit Schmunzeln gerne immer wieder erzähle, wenn wieder einmal jagdliche Erlebnisse zum besten gegeben werden.

                  An einem schönen Wintertag, ca 15 Grad minus mit Hund, Rucksack und Flinte im Wald unterwegs. Mein Freund hatte damals eine Ferlach Bockbüchsflinte, welche er damals für sehr viel Geld erworben hatte und dementsprechnd auch sehr stolz auf seine neuste Errungenschat war.

                  Wir liefen unter Tannen hindurch, mit, wegen der Schneebelastung tief hängenden Ästen und es war wirklich eine grossartige Winterlandschaft, welche wir trotz der Kälte in vollen Zügen geniessen durften.

                  Auf dem Bau angekommen erinnerte ich meinen Freund daran, er möge doch seine Läufe der Waffe kontrollieren, da nach diesem Fussmarsch die Möglichkeit gross war, dass diese mit Schnee gefüllt sein könnten.
                  Seine Antwort war damals in urchigem Schweizerdeutsch "he was glaubst du, dass ist eine Ferlach, der macht so ein bischen Schnee im Lauf jetzt aber gar nichts aus"!

                  Naja, haben uns auf dem Bau angestellt, meinen Hund geschnallt in der hoffnung, dass dieser einen Fuchs zu Tage befördert!
                  So nach ca zehn Minuten streckte einer die Nase aus dem Loch, sprang und päng, der Fuchs lag im Schnee!

                  Als ich zum Tier lief um dieses zu bergen hörte ich meinen Freund plötzlich laut fluchen, den sein linker Lauf war auf der ganzen Länge aufgerissen und beinahe doppelt so dick!
                  Leider konnte ich mein Lachen nicht mehr unterdrücken, so dass er im Moment noch wütender wurde und mich mit seinem strengem Blick daran erinnerte, dass jetzt jedes Wort von mir eines zu viel war!!

                  Wir liesen damals den Tag gemütlich in einem Wirtshaus bei Kaffe mit Gügs auslaufen und lachten noch über unser Missgeschick, welches wir zum Glück ohne Personenschaden überstanden!

                  Den Lauf zu ersetzen kostete ihn damals um die tausendreihundert Euro, wenn ich mich noch richtig erinnern kann, auf jeden Fall sehr teuer für die damalige Zeit!
                  Zuletzt geändert von Othmar; 28.01.2022, 19:09.

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                    #10
                    [QUOTE=Cannonball;n329278]Don't fix it if it ain't broken.

                    Die Aussage ist sicher absolut richtig, doch ohne Kontrolle kann ich nicht feststellen, ob etwas defekt ist!!

                    Kommentar


                      #11
                      Ich bin bis jetzt 1x mit meinem Eos ganz knapp an die eingetragenen Höchstgeschwindigkeit gekommen und hab den Motor danach trotzdem ned auseinander gebaut............. ich hab vorher geschaut, ob genug Luft auf den Reifen ist und der Ölstand stimmt. Auf meine Pistolen übertragen wäre das so ähnlich wie vopn Gunner beschrieben und von Cannonball auch gesagt.

                      Es darf jeder machen, wie er es für richtig und sinnvoll hält, aber ich für mich möchte da nicht päpstlicher als der Pabst selber sein.......
                      MfG aus der schönen Pfalz

                      Eins ist sicher - die Rente ( Norbert Blüm, anno die 90er, )
                      Wir schaffen das ( Angela Merkel 2015, Und wen meint sie mit "wir" ?

                      "Bevor isch misch uffreg, is mers egal ....." oder auch "Äner vun uns zwä is bleeder wie isch....."

                      Kommentar


                        #12
                        Ich schliesse mich da Gunner an, nach dem Reinigen eine saubere und ausführliche Funktionskontrolle, vor dem Schiessen resp. der Waffenübername lediglich ein Check im Sinne einer PSK, also keine volle Kontrolle. Würde lügen wenn ich was anderes sage, denn je nach Schiessen oder Kurs sind das bis zu 10/15 Waffen die ich den ganzen Tag in Händen habe. Und ja, ich hatte genau aus diesem Grund bis jetzt eine unbeabsichtigte Schussabgabe, ein Teilnehmer drückte mir ein geladenes! Präzisionsgewehr in die Hand bei dem sich ein Schuss selbstständig löste (Abzug hatte noch rund 300gr Abzugsgewicht und war absolut unsicher). Auch dieser Zwischenfall war ohne Folgen, denn die Waffe zeigte in eine sichere Richtung bei der Übergabe. aber ich lasse mir a) seit damals immer das leere Patronenlager zeigen und b) mache zu Beginn eines Kurses mit allen Teilnehmern eine Kontrolle des Abzugs durch fünfmaliges hartes Schliessen des Verschlusses. Wer übrigens behauptet er hatte noch nie eine unbeabsichtigte Schussabgabe der schiesst zu wenig oder ......
                        Gruss
                        Alfred

                        Kommentar


                          #13
                          Zitat von Eule Beitrag anzeigen
                          Ich schliesse mich da Gunner an, nach dem Reinigen eine saubere und ausführliche Funktionskontrolle, vor dem Schiessen resp. der Waffenübername lediglich ein Check im Sinne einer PSK, also keine volle Kontrolle. Würde lügen wenn ich was anderes sage, denn je nach Schiessen oder Kurs sind das bis zu 10/15 Waffen die ich den ganzen Tag in Händen habe. Und ja, ich hatte genau aus diesem Grund bis jetzt eine unbeabsichtigte Schussabgabe, ein Teilnehmer drückte mir ein geladenes! Präzisionsgewehr in die Hand bei dem sich ein Schuss selbstständig löste (Abzug hatte noch rund 300gr Abzugsgewicht und war absolut unsicher). Auch dieser Zwischenfall war ohne Folgen, denn die Waffe zeigte in eine sichere Richtung bei der Übergabe. aber ich lasse mir a) seit damals immer das leere Patronenlager zeigen und b) mache zu Beginn eines Kurses mit allen Teilnehmern eine Kontrolle des Abzugs durch fünfmaliges hartes Schliessen des Verschlusses. Wer übrigens behauptet er hatte noch nie eine unbeabsichtigte Schussabgabe der schiesst zu wenig oder ......
                          Gruss
                          Alfred
                          Dem würde ich ich mich anschliessen, was deine Aussage bezüglich Sicherheitskontrolle anbelangt!
                          Nach der Reinigung der Waffe ist es sicher nicht von Nachteil, bei den wichtigsten, sicherheitsrelevanten Teilen welche man gereinigt hat, eine Visuelle Kontrolle auf Risse oder sonstige Defekte und eine Funktionskontrolle durchzuführen.

                          Bezüglich der ungewollten Schussabgabe muss ehrlich gestehen, dass mir das in meiner Jugend mit einem .22 Unterhebelrepetierer schon einmal passiert ist!

                          Später einmal mit dem Sturmgewehr 57 mit Platzpatronen während einer Nachtübung, was mir damals zwei Tage leichten eingebracht hat, da unser übereifriger Idiot von jungem Leutnant über diesen Vorfall einen Rapport erstellt hat!
                          Der Grund für die ungewollte Schussabgabe war, dass wir in der Nacht beim Aufnehmen der Waffen diese verwechselt und ich das Stg meines Kammeraden aufgenommen habe, welches gespannt, Winterabzug ausgefahren (weiss der Teufel warum), und ungesichert schultern wollte..... und päng!

                          Waffen, welche im Rechen in der Unterkunft ungesichert und oder gespannt deponiert wurden, führte zu drei Tagen scharfem Arrrest, wurde uns vorgängig angekündigt!

                          An der Jagdprüfung wurde die Übergabe einer Waffe an einen Prüfling als Fangfrage konstruiert.
                          Experte drückte mir eine Waffe in die Hand mit der Frage, um was für eine Waffe handelt es sich hier genau!
                          Waffe entgegengenommen, Lauf in sichere Richtung und ein sauberes Entladen durchführen, was er mir mit "korrekt" bestätigte und mir unmissverständlich gesagt hat, dass wenn ich anders gehandelt hätte, für mich die Prüfung über Waffenkunde zu ende gewesen wäre!

                          Sicher möchte ich auch nicht päpstlicher als der Papst, wie Pfälzer es erwähnt hat fungieren, doch im Schiessport oder allgemein beim hantieren mit Waffen gibt es Regeln, welche man ohne wenn und aber absolut ohne Kompromisse einhalten sollte, ansonsten es früher oder später unweigerlich zu Unfällen kommt!

                          https://www.handelsblatt.com/arts_un...8844-vOO1Dj9Zd



                          Zuletzt geändert von Othmar; 03.03.2022, 10:07.

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                            #14
                            Zitat von Othmar Beitrag anzeigen

                            Dem würde ich ich mich anschliessen, was deine Aussage bezüglich Sicherheitskontrolle anbelangt!
                            Nach der Reinigung der Waffe ist es sicher nicht von Nachteil, bei den wichtigsten, sicherheitsrelevanten Teilen welche man gereinigt hat, eine Visuelle Kontrolle auf Risse oder sonstige Defekte und eine Funktionskontrolle durchzuführen.

                            Bezüglich der ungewollten Schussabgabe muss ehrlich gestehen, dass mir das in meiner Jugend mit einem .22 Unterhebelrepetierer schon einmal passiert ist!
                            Später einmal mit dem Sturmgewehr 57 mit Platzpatronen während einer Nachtübung, was mir damals zwei Tage leichten eingebracht hat, da unser übereifriger Idiot von jungem Leutnant über diesen Vorfall einen Rapport erstellt hat!
                            Waffen, welche im Rechen ungesichert und oder gespannt deponiert wurden, führte zu drei Tagen scharfem Arrrest, wurde uns vorgängig angekündigt!

                            An der Jagdprüfung wurde genau die Übergabe einer Waffe an einen Prüfling als Fangfrage konstruiert.
                            Experte drückte mir eine Waffe in die Hand mit der Frage, um was für eine Waffe handelt es sich hier genau!
                            Waffe entgegengenommen, Lauf in sichere Richtung und ein sauberes Entladen durchführen, was er mir mit "korrekt" bestätigte und mir unmissverständlich gesagt hat, dass wenn ich anders gehandelt hätte, für mich die Prüfung über Waffenkunde zu ende gewesen wäre!

                            Sicher möchte ich auch nicht päpstlicher als der Papst, wie Pfälzer es erwähnt hat fungieren, doch im Schiessport oder allgemein beim hantieren mit Waffen gibt es Regeln, welche man ohne wenn und aber absolut ohne Kompromisse einhalten sollte, ansonsten es früher oder später unweigerlich zu Unfällen kommt!

                            https://www.handelsblatt.com/arts_un...8844-vOO1Dj9Zd



                            Ich hatte bis dato 5 unbeabsichtigte Schussabgaben, aber das hat halt immer auch mit der Intensität des Trainings zu tun und wieviele Schuss man im Jahr und über wieviele Jahre schiesst. Ich habe über viele Jahre 12'000 bis 15'000 Schuss geschossen, was in meinem Umfeld eher als wenig gilt.
                            Gerade in den Combat-Training zu zweit und dritt bei Feuer und Bewegung mit Waffenwechsel, Handwechsel, schiessen aus Zwangslagen hat uns der Instruktor bewusst an resp. über die Grenze gebracht und irgendwann knallt es dann halt beim Handwechsel.
                            Im einem solchen Training gehen in zwei Stunden immer 300 Schuss durch, oft 500 oder mehr. Aber ich hatte immer die Waffe in eine sichere Richtung, trotzdem tut es dem Ego jedesmal verdammt weh.
                            Als Instruktor habe ich dann noch viel mehr erlebt, inklusive Schuss eines Teilnehmers direkt vor meine Füsse.
                            Es gibt ja vier zentrale Sicherheitsregeln, und das aus gutem Grund.
                            Wer immer nur im Stand schiesst mag sich jetzt wundern, aber ich schiesse halt fast nur außerhalb von Schiessständen und mit der ganzen Palette von Waffen.
                            Der "heisseste" Anlass ist übrigens das Veteranenschiessen im Pistolenschützenverein. Da knallt es eigentlich immer 1 bis 2 mal.
                            Ist immer etwas gruselig, wenn die Waffen ausgepackt werden und wir als Schützenmeister müssen ganz genau hinschauen und öfter intervenieren, was dann natürlich zu meckern führt (was denn die Jungen meinen, man wüsste schon wie es geht, peng).


                            Zuletzt geändert von Eule; 03.03.2022, 10:25.

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                              #15
                              Zitat von Eule Beitrag anzeigen

                              Ich hatte bis dato 5 unbeabsichtigte Schussabgaben, aber das hat halt immer auch mit der Intensität des Trainings zu tun und wieviele Schuss man im Jahr und über wieviele Jahre schiesst. Ich habe über viele Jahre 12'000 bis 15'000 Schuss geschossen, was in meinem Umfeld eher als wenig gilt.
                              Gerade in den Combat-Training zu zweit und dritt bei Feuer und Bewegung mit Waffenwechsel, Handwechsel, schiessen aus Zwangslagen hat uns der Instruktor bewusst an resp. über die Grenze gebracht und irgendwann knallt es dann halt beim Handwechsel.
                              Im einem solchen Training gehen in zwei Stunden immer 300 Schuss durch, oft 500 oder mehr. Aber ich hatte immer die Waffe in eine sichere Richtung, trotzdem tut es dem Ego jedesmal verdammt weh.
                              Als Instruktor habe ich dann noch viel mehr erlebt, inklusive Schuss eines Teilnehmers direkt vor meine Füsse.
                              Es gibt ja vier zentrale Sicherheitsregeln, und das aus gutem Grund.
                              Wer immer nur im Stand schiesst mag sich jetzt wundern, aber ich schiesse halt fast nur außerhalb von Schiessständen und mit der ganzen Palette von Waffen.
                              Der "heisseste" Anlass ist übrigens das Veteranenschiessen im Pistolenschützenverein. Da knallt es eigentlich immer 1 bis 2 mal.
                              Ist immer etwas gruselig, wenn die Waffen ausgepackt werden und wir als Schützenmeister müssen ganz genau hinschauen und öfter intervenieren, was dann natürlich zu meckern führt (was denn die Jungen meinen, man wüsste schon wie es geht, peng).

                              Eine ganze Menge, welche du verbraten hast.

                              Ich versuche auch, einmal im Monat an einnem Compat Training teilzunehmen wenn ich einen Platz reservieren kann.
                              Schiesse in der Regel mit der Schüttmuni von S&B, mit welcher ich eigentlich ganz zufrieden bin und in einer Stunde werden so um die zweihundertfünfzig bis dreihuntert Patronen verbraten.
                              Kommt immer ein wenig auf den Instruktor an, es waren auch schon nur um die hundertfünfzig bis zweihundert Patronen.

                              Ich zähle mich eigentlich auch bereits zu den Veteranen, doch in unserem Pistolenschiessverein bei welchem ich während der Saison seit zehn Jahren einmal die Woche statisch trainiere, habe ich noch nie erlebt, dass einem alten Herrn welche es bei uns zu genüge hat zu einer ungewollte Schussabgabe gekommen ist. Hoffe es belibt so ;-)!

                              Es ist sicher auch bei euch so, dass die Waffen erst auf der Ladebank ausgepackt und damit, Lauf in Zielrichtung manipuliert werden darf.
                              Als ich einmal im Stand am trainieren war hatte ich hinter mir eine Person, welche auf dem Warnertisch hinter mir seine zwei Waffen ausgepackt und angefangen hat damit zu hantieren!
                              Ich habe mich umgedreht, ihn angeschaut und gesagt "das hast du jetzt schon dreimal mit mir gemacht, das erste, das einzige und das letzte mal, das nächste mal werde ich alles daran setzten, dass du hochkanntig aus dem Laden fliegst"!
                              Er hat sich bei mir entschuldigt und die Sache war gegessen.

                              Wenn es um die Sicherheit im Schiesssport geht, so würde ich keine Meckerei tollerieren, da die Angelegenheit eigentlich klar sein sollte.
                              Als ich mir vor ca drei Jahren im Winter einen Stand im Schiesskeller reserviert hatte ist mir schon passiert, dass sich neben mir junge Personen im Stand aufgehalten hatten, welche mit ihren Geräten so dämlich hantierten, dass ich nach fünf Minuten meine Sachen gepackt und mich verabschiedet habe.


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