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Alt 17. December 2015, 22:39   #1
Philippe
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Standard Tessiner Grossrat fordert Schiesskurse für Schüler

Paolo Pamini, Mitglied des Tessiner Grossrats (Kantonsparlament) fordert zum Schutz vor dem Terrorismus eine Verbreitung von Waffen in der Bevölkerung. Er ist der Meinung, dass es in der Schweiz mehr Waffen braucht und vor allem auch Schiesskurse während der obligatorischen Schulzeit. Zudem befürwortet er Erleichterungen für das freie Tragen von Waffen.

Der Tessiner Politiker nimmt direkten Bezug zu den Pariser Anschlägen vom 13. November und kommt zum Schluss, dass die grosse Zahl an Opfern hätte verhindert werden können, wenn Gäste in der Konzerthalle beziehungsweise im Restaurant eine Waffe geführt hätten. Er sei überzeugt, dass eine bewaffnete Bevölkerung die beste Garantie für Frieden und Sicherheit wäre.

Das ist im ersten Moment ein vielleicht eher ungewohntes Votum, aber es scheint mir der aktuellen Lage in Europa angepasster zu sein als die Vorschläge der Kommission, die das Wort "Europa" im Namen führt.
Philippe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17. December 2015, 23:23   #2
NC9210
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Es gibt ja doch noch einen Politiker mit Verstand
NC9210 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18. December 2015, 01:53   #3
Schlack
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Gibts zu der Forderung irgendwo mal nen brauchbaren Artikel? Würde ich gern weitergeben.
Schlack ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18. December 2015, 07:06   #4
Philippe
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Die Mitteilung war am 16. Dezember im Corriere del Ticino abgedruckt und wurde gestern in diversen Onlinediensten wiedergegeben, z.B. bei www.ticinonews.ch:

Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg ticinonews.jpg (290.6 KB, 137x aufgerufen)
Philippe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25. December 2015, 20:25   #5
alex1604
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Entschuldigung, aber wie alt ist der gute Mann? Irgendwo hört es auf! Wenn Kinder schon an den Waffen ausgebildet werden müssen, damit ein Land verteidgt werden kann, sind wir nicht mehr weit von 1944 entfernt? Sorry das ist meine Meinung!!!
alex1604 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26. December 2015, 00:50   #6
Philippe
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Zitat:
Zitat von alex1604 Beitrag anzeigen
Entschuldigung, aber wie alt ist der gute Mann? Irgendwo hört es auf! Wenn Kinder schon an den Waffen ausgebildet werden müssen, damit ein Land verteidgt werden kann, sind wir nicht mehr weit von 1944 entfernt?
Der Mann ist 38 Jahre alt; die Idee selbst aber, dass in der Schweiz auch Jugendliche schiessen dürfen und sollen, kam im 17. Jahrhundert auf.

Das eidgenössische Jungschützenprogramm unter Federführung der Armee beginnt heute für Jugendliche ab 17 Jahren. In verschiedenen Kantonen wird die Schiessausbildung aber schon für jüngere Jugendliche ermöglicht. So fördert beispielsweise die Nachwuchskommission im Kanton Zürich das Schiessen mit dem Sturmgewehr für Knaben und Mädchen ab dem 10. Lebensjahr. Ich selbst war 16 Jahre alt, als ich ein Sturmgewehr gefasst hatte, welches ich auch nach Hause nehmen konnte. Dass es der Armee und den Kantonen nicht um reinen Spass geht, sondern auch eine klare Absicht dahintersteckt, dürfte einleuchten.
Philippe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26. December 2015, 08:24   #7
derda
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@ alex1604

Wtf?

Das hat doch überhaupt nichts mit der Wehrmacht oder sonstigen "Ausbildungen" zu Kindersoldaten zu tun.
=> Breitensport!

Gibt ja eh schon das Knabenschießen in der Schweiz mit GK von 13(?) bis 17 Jahren...

In Tschechien gibts das mWn eh schon so ein Wahlpflichtfach. Was bin ich froh, dass mir mein Vater den sicheren Umgang als Kind (als es noch erlaubt war bzgl. Altersgrenze) mit der Waffe (wenn auch nur Luftgewehr) gezeigt hat und beim Eintritt - damals - in nen Verein unterstützt hat.

Der sichere Umgang ist elementar und ganz ehrlich: Er entmysthifiziert und die ganzen Hollywood-Mythen wären dann einfach nur Gags und man würde das wesentlich realistischer sehen.

e:/
Kleine Anekdote:

Frisch mit 18 (mehrere im gleichen Zeitraum) die erste Schreckschuss gekauft. ICH war jedenfalls nicht der Scherzkeks, der im Raum "zum Spaß" abgedrückt hat. Mein Ohr freut sich da heut noch drüber.
Ganz geile Begründung "dachte, wäre gesichert und nix drin".

=> Hat vorher noch nie mit Waffen zu tun gehabt, keiner hat ihm den Umgang erklärt oder was von "Sicherheit" auch nur ansatzweise angedeutet. Sry, aber Umgang, Sicherheit und Erklärungen sind verdammt wichtig und "Ausblenden" bringt genau das Gegenteil von dem, was es bezwecken soll, nämlich unsicheren Umgang.
derda ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26. December 2015, 10:10   #8
Philippe
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Zitat:
Zitat von derda Beitrag anzeigen
Gibt ja eh schon das Knabenschießen in der Schweiz mit GK von 13(?) bis 17 Jahren...
Ja, am Stadtzürcher Knabenschiessen messen sich Jungen und Mädchen von 13 bis 17 Jahren einmal im Jahr an einem Septemberwochenende von Samstag bis Montag am Sturmgewehr. Der Montag ist schulfrei und auch viele Geschäfte und Betriebe haben dann jeweils am Montagnachmittag geschlossen. Das zeigt deutlich, wie sehr das Schützenwesen in der Bevölkerung noch verankert ist.

In anderen Teilen der Schweiz gibt es ähnliche Anlässe ebenfalls, aber natürlich nicht im gleichen Ausmass.
Philippe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28. December 2015, 07:22   #9
Gunner
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Zitat:
Zitat von alex1604 Beitrag anzeigen
Entschuldigung, aber wie alt ist der gute Mann? Irgendwo hört es auf! Wenn Kinder schon an den Waffen ausgebildet werden müssen, damit ein Land verteidgt werden kann, sind wir nicht mehr weit von 1944 entfernt? Sorry das ist meine Meinung!!!
Da siehst Du tatsächlich etwas völlig falsch, gerade vom Schnurrbart stammte die Parole "Sowenig Waffen wie möglich unter das VOLK !"
Diktaturen sind die ersten, die ihre Staatsbürger entwaffnen, um schlimmstenfalls eine bewaffnete Opposition zu verhindern.

Und wer die deutsche Variante der NRA im Wappen führt, sollte sich mit dem basisdemokratischen Grundlagen des allgemeinen Waffenbesitzes vertraut gemacht haben...
__________________
Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

Nichts ist gut in Afghanistan! (Margot Käßmann, Heiligabend 2009 )

I like the shiny steel and the polished wood ! (Steve Lee: I Like Guns)
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Alt 28. December 2015, 08:57   #10
alex1604
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Deswegen schreibe ich, das es Meine bescheidene Meinung ist!
alex1604 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28. December 2015, 13:43   #11
derda
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jup, die Meinung ist echt bescheiden. Nichts für ungut, aber diametral verschiedene Meinungen (von uns beiden) ist da bisl untertrieben.

gerade Kinder sollten lernen, dass es kein Spiel ist und gerade die sind anfällig für hollywood mythen. Kontakt (kein Besitz!) schafft eher Sicherheit, weil Neugier weg ist und ggf nur noch reines technisches Interesse..
derda ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29. December 2015, 09:19   #12
alex1604
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Ich akzeptiere die Meinungen anderer selbstverständlich. Natürlich ist das Interesse der Kinder da, zumindest teilweise. Es ist aber auch eine Erziehungssache, wenn Kinder "Ballerspiele und Actionfilme" konsumieren dürfen. Meine Kinder dürfen dies beispielsweise nicht, bzw. nur in meinem Beisein, wenn die Altersfreigabe es zulässt.
Andere minderjährige Kinder bekommen von ihren Eltern zu Weihnachten diese Spiele geschenkt, dass ist in meinen Augen verachtenswert.
alex1604 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29. December 2015, 13:29   #13
imi-uzi
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mal mein Senf dazu:

grundsätzliche Thematik:

wenn ein Politiker den Mund aufmacht und wieder etwas mehr oder (meisstens auch) weniger schlaues raussprudelt, wird immer
direkt diskutiert, was das Zeug hält...

und zum Thema selbst:
bezugnehmend auf meine obige Aussage ist es relativ unwarscheinlich,
dass solch eine Konstellation (Waffenausbildung in der Schule) je stattfindet. Und damit hätte man das Thema eigentlich schon abhaken können.
Und wenn Du, "alex1604" dann schreibst, "müssen", und "Philippe" darauf schreibt "dürfen" sind das natürlich auch zwei Paar Schuhe.

Ich selbst durfte auch ein sogenannten Jungschützenkurs besuchen. Damals war das "in" bei uns männlichen Jugendlichen.

An einem leihweise erhaltenem Sturmgewehr ausgebildet zu werden (sportlich) und dies dann noch nach Hause nehmen zu dürfen
(ja, war damals noch bei uns üblich u. erlaubt) war schon ultracool.

Zugleich war man sehr stolz, dass "Vater Staat" einem so viel Vertrauen entgegenbrachte, dies so handhaben zu können.
Ich denke, das hat damals niemandem geschadet, im Gegenteil.

Ein weiterer Pluspunkt: ein Teil der Jungschützen blieben dann den Schützenvereinen als nächste Generation erhalten.
Und der Jungschütze selbst konnte später in der militärischen Grundausbildung (Rekrutenschule) bereits von der Ausbildung
als Jungschütze profitieren - die Thematik war nicht fremd (Waffenhandhabung, Sicherheitsfragen, richtige Schussabgabe usw.)

Unter dem Strich lernt man den verantwortungsvollen Umgang mit Waffen und hat ein entsprechendes Wissen - alles freiwillig, selbstverständlich.
__________________
"The best way to improve the AR-15 is to unscrew the front sight, and put a new gun under it."
Zitat:
Zitat von Kerkermeister Beitrag anzeigen
Aber der Deutsche ist und bleibt ein Denunziant.
imi-uzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 3. March 2016, 09:25   #14
Philippe
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Wie ich erst jetzt realisiert habe, hat der Bundesrat die Verordnung über das Schiesswesen ausser Dienst per 1. Januar 2016 angepasst. Demnach wurde das Mindestalter für die Ausbildung am Sturmgewehr im Rahmen der Jungschützenkurse vom 17. Altersjahr auf das 15. Altersjahr herabgesetzt. Für das Mitnehmen des Sturmgewehrs nach Hause bleibt es aber dabei, dass der Schütze mindestens 17 Jahre alt sein muss.
Philippe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 8. January 2017, 08:33   #15
Philippe
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Standard Neuanmeldungen 2016 zu Jungschützenkursen

Angesichts meistens negativer Berichterstattung über das Schiesswesen ist es umso erfreulicher zu erfahren, dass der schweizerische Bundesrat mit der Senkung des Alters für die Teilnahme an Jungschützenkurse offenbar einem echten Bedürfnis entsprochen hat.

Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Jungschützenkurse 2016.jpg (137.9 KB, 44x aufgerufen)
Philippe ist offline   Mit Zitat antworten
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