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Alt 31. March 2014, 22:12   #1
Sandmann
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Standard Fluna Tec

http://www.naturwerk-shop.de/Fluna-T...gsbeschichtung

Kennt und verwendet das wer von euch? Ich hab mir überlegt es statt Öl bei meinen AR15 und der Glock zu verwenden, zum "schmieren" an Verschluss und anderen beweglichen Teilen und zum kurzzeitigen konservieren des Laufes.

Die Beschreibung hört sich ja echt gut an, aber ein bisschen Zweifel hab ich schon, gerade was die "Schmiereigenschaften" angeht.
__________________
.22LfB; .22 WMR; 9x19; 40S&W; .357 Magnum; 5,56x45; 7,5x55; 7,62x51; 7,62x54R; 30-06; 308 Norma Mag; 8x57IS; 8x68S; 16/70; 12/76
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Alt 31. March 2014, 23:00   #2
Thomas223
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Meine Erfahrung:
Für Schlittenführungen an Kurzwaffen sehr gut geeignet.
Für Bauteile am AR wo heiße Gase hin gelangen eher nicht. Die Verbrennungsrückstände scheinen sich mit dem Schmiermittel zu vermischen und gibt dann einen schwarzen Schmodder der auch nicht mehr gut schmiert.
Am AR benutze ich Tetra Gun Fett.
Thomas223 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31. March 2014, 23:46   #3
Sandmann
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Danke dir! Schade, gerade für's AR hätt ich es gut gefunden, normales Fett bindet den Dreck immer so.
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Alt 1. April 2014, 10:51   #4
derda
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Jetz mal so ins Blaue gefragt: PTFE is ein geniales Zeugs, das nichtmal auf Pfannen haftet. Der einzige Grund, warum es dort nicht "weg" geht ist der, dass es durch Van-der-Waals-Kräfte dort gehalten wird und somit keine Verbindung mit der Oberfläche eingeht. Wie soll dass dann bei dem Spray erfolgen?

Komplexe? PTFE hat doch nichts, um mit Metallen Komplexe bilden zu können...

Man darf mir bitte mal die dortige Formulierung erläutern.
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Alt 1. April 2014, 19:49   #5
swizzly
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Marketing muss von allen verstanden werden und nicht unbedingt 100%ig korrekt sein.

Wenn etwas nicht weg geht, deutet das i.d.R. darauf hin, dass etwas haftet, egal was der physikalische Grund dahinter ist ...

Logischerweise ist das Zeug kein reines Teflon, aber um das zu merken muss man wirklich kein Wissenschaftler sein. Dass Marketingleute nicht unbedingt das Fachwissen für die Produkte haben, das sie bewerben, sollte mittlerweile auch bekannt sein.

Letztens habe ich einen treffenden Spruch bezüglich Schmierstoffe gelesen:
Die Autoindustrie investiert 100 Millionen in die Forschung, die Waffenindustrie 100'000 ins Marketing.
__________________
.22lr; 7,62x25; 9x19; .38 Special; .45ACP; 5,56x45; 7,5x53,5; 7,5x55; 7,62x39; 7,62x51; 7,62x54R; 12/70
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Alt 1. April 2014, 22:30   #6
derda
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Zitat:
Zitat von swizzly Beitrag anzeigen
Wenn etwas nicht weg geht, deutet das i.d.R. darauf hin, dass etwas haftet, egal was der physikalische Grund dahinter ist ...
Genau darüber hab ich mich ja gewundert: Teflon an sich haftet ja nicht, sondern rutscht wie Sau. Es ist chemisch inert und reagiert auch mit nix. Ich frage mich halt, wie das - mit PTFE als Erklärung - überhaupt haften kann... Wenn ich dann sehe, dass es bis 750°C stabil ist, während PTFE als Kunststoff sich oberhalb 300+°C irgendwann in giftiges Zeug zersetzt...

e:/ Wenn es eintrocknet, ok.... Aber nunja.

Geändert von derda (1. April 2014 um 22:40 Uhr).
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Alt 2. April 2014, 03:01   #7
Thomas223
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Ich denke mal die "Kugellagerwirkung" ist eine gute Beschreibung der Funktionsweise.
Alles andere ist Marketing.

Beim AR trage ich nur einen ganz dünnen Film des Tetra Gun Fetts auf.
Thomas223 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2. April 2014, 18:56   #8
Sandmann
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Und, klappts gut? schon auf den Gleitflächen des Verschlusses?
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Alt 2. April 2014, 20:44   #9
Thomas223
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Beim AR mit dem Tetra Gun Fett, ja, schon länger.
Oder was meintest du?
Thomas223 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 3. April 2014, 11:30   #10
Sandmann
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Ja genau das meinte ich, hatte ich nämlich auch vor. Geht dann auch sicher leichter zu reinigen, oder?
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Alt 3. April 2014, 20:44   #11
Thomas223
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Reinigung läuft bei mir so, dass ich alles zerlege, mit Brunox einpinsle, einwirken lasse und dann abwische. Das wird alles recht gut sauber, auch ohne große Gewalt anzuwenden.
Thomas223 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 4. April 2014, 00:48   #12
dakota
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Zitat:
Zitat von derda Beitrag anzeigen
Genau darüber hab ich mich ja gewundert: Teflon an sich haftet ja nicht, sondern rutscht wie Sau. Es ist chemisch inert und reagiert auch mit nix. Ich frage mich halt, wie das - mit PTFE als Erklärung - überhaupt haften kann... Wenn ich dann sehe, dass es bis 750°C stabil ist, während PTFE als Kunststoff sich oberhalb 300+°C irgendwann in giftiges Zeug zersetzt...

e:/ Wenn es eintrocknet, ok.... Aber nunja.
Das stimmt, wenn Du wirklich trockenes PTFE als Pulver nehmen würdest. Du brauchst dringend eine Trägersubstanz, hier eben ein Basisöl. Das Öl haftet dort, wo es soll und hält dabei auch das PTFE an Ort und Stelle. Wenn nun die Reibung, also die Druck- und Scherbelastung kommt, bringt es tatsächlich eine Art Kugellagereffekt, da nun nicht mehr nur das Öl schmiert, sondern eben auch das PTFE.

Gruß,
dakota
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Alt 18. October 2015, 00:55   #13
P88
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klinke mich mal in diesen alten beitrag ein.....

verwende für meine waffen lupus waffenfett und öl ! bin sehr zufrieden damit !
die gleiteigenschaften UND konservierungseigenschaften sind mmn. sehr gut !

für die ( langzeit ) konservierung ist das fluna tec mittel wohl nicht so geeignet. aber die gleiteigenschaften oder reibungsverminderung und die schutzwirkung vor schmutz sollen sehr gut sein ....wie zu lesen war !

also hab´ ich mir eine dose besorgt und zum ausprobieren meine stainless mini 14 ausgewählt. 2 stellen wollte ich ausprobieren.

1. die abzugseinheit

bisher immer leicht gefettet und geölt, trotzdem immer etwas ....kratzig !

die abzugseinheit wurde mit aceton mehrmals entfettet, abgebürstet und mit pressluft sauberst gereinigt ! danach mit Fluna Tec Gun Coating wegen der angeblichen reibungsminderung eingesabbert wie beschrieben einwirken lassen und die reste abgewischt !

2. wegen der angeblich einfacheren reinigung habe ich die stellen um den gaspiston behandelt.....da bläst meine mini ´n haufen schmauch auf den gasblock.....fummelig zum reinigen !

ergebnis

die abzugseinheit


die Fluna Tec behandlung hab´ ich schon vor einigen wochen erledigt und heute am stand völlig vergessen.....BIS zum ersten schuss !

HOHO ! wer war denn da so nett und hat heimlich meinen abzug poliert ?!
genauso fühlt er sich jetzt an. wie überarbeitet und poliert ! MUCH BETTER ! auch nach 50 schuss ! .....feeling, druckpunkt .....einfach angenehmer !

der schmauch um den gaspiston hat sich auch leichter abwischen lassen. normalerweise weiche ich die stellen immer vorher mit brunox ein, dann gehts einfacher ......das konnte ich mir heute sparen ! obwohl ich die stellen nicht besonders gründlich entfettet habe !! also....fluna auf rest lupus.

jetzt schau´ ich mal wo ich das mittel noch einsetzen kann, ohne auf den sehr guten kompromiss zwischen gleit- und konservierungseigenschaften der lupus produkte zu verzichten. also waffen komplett entfetten und nur auf Fluna Tec Gun Coating vertrauen fällt aus !

ABER DER ABZUG FREUNDE !!!

hmm...1873er schlossgang optimieren, FR8 abzug....verschluss.....
__________________
"Ethisch ist eine Waffe stets als neutral zu betrachten"

Bundesverteidigungsminister De Maizière



"Politik muß jedermanns Sache werden. Man darf sie nicht den Fachleuten überlassen."

Gustav Heinemann


www.prolegal.de

www.german-rifle-association.de
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Alt 29. November 2015, 10:45   #14
Pfafiwoi
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Beiträge: 3
Red face PTFE

Hallo,

zu PTFE (umgangssprachlich Teflon) gibt es im Bereich Waffen von Seiten der Waffenhersteller und der Schmierstoffhersteller offenbar "leicht" geteilte Meinungen.
Konsenz aus beiden Meinungen:
Zum einen ist es (PTFE) Top an den Stellen, wo keine heißen Gase hinkommen und dort, wo Reibung keine Hitze erzeugt.
Ganz schlecht ist es im Rohr, Patronenlager, Gasbohrungen und Gaszylindern. PTFE ist bis zu einem Temperaturbereich von etwa 280 Grad C ein toller Schmierstoff, darüber zersetzt es sich und bildet unter anderem die fiese Flußsäure. Diese greift bekanntlich fast alles außer Aluminium an. Es kommt somit zu feinen Verätzungen und letztendlich Rost an kontaminierten Stellen. Flußsäure läßt sich mit unseren erhältlichen Mitteln nicht neutralisieren und bleibt selbst in großer Verdünnung stark aggressiv und ist giftig.
Diese Waffenbaueraussage deckt sich auch mit den Angaben der chem. Industrie. Hätte Teflon nur positive Eigenschaften, wäre es Standart in militärischen Waffen und vor allem in Verbrennungsmotoren.
Alternativ gibt es Schmiermittel mit keramischen Anteilen oder auch Bornitrid, die entsprechend hitzebeständig sind.

So, jetzt macht was draus.
Pfafiwoi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 1. December 2015, 06:41   #15
72Andy72
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Ort: 74889 Sinsheim
Beiträge: 18
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Mittlerweile gibt's das FlunaTec auch ohne PTFE. Ich benutze das Zeug für die Schlittenführung meiner X-Six, allerdings nur in "nassem" Zustand. Hab schon viel probiert, aber das ist mit Abstand das beste. Es hört sich satt an, net so metallisch, bindet den Dreck net so, Schmierwirkung super, auch wenn nur ein ganz leichter Film drauf ist. Zur Konservierung würd ich allerdings was anderes nehmen, aber wer regelmäßig schießen geht und ab und an ein Tröpfchen spendiert wird m.M nach nix besseres finden
72Andy72 ist offline   Mit Zitat antworten
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