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Alt 24. September 2014, 23:00   #16
dakota
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Naja, ich denke dass Firmen wie Emag in einer anderen Liga spielen. Für den normalen Hausgebrauch, also alle paar Tage mal ein paar Minuten sollte es aber völlig ausreichen.
Solche Chinaware wird gerne unter den unterschiedlichen Namen angeboten. Mal sehen was kommt. Ich werde berichten.
dakota ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25. September 2014, 08:29   #17
Michael
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Ich hab auch so nen Ultraschallreiniger, müsste mal nachschauen, weil ich weiß Hersteller und Daten jetzt nicht auswendig, der war aber ein Stück teurer, es waren an die 260 Euro, die ich damals dafür bezahlt habe. Von der Größe her ist es so, dass ich meine Glocks oder die Verschlüsse und Pistons von meinen Halbautomaten darin reinigen kann, bei der Anschaffung war dies auch der angedachte Verwendungszweck für das Gerät. In der Praxis sah es dann aber so aus, dass ich stark verschmutzte Teile, wie eben z.B. Piston von SL8, SPAS-15 und M1A nicht rückstandsfrei damit sauber bekommen habe, die Teile wurden natürlich sauberer aber hartnäckige Anbackungen wurden trotzdem nicht gelöst, auch nicht mit mehreren Durchgängen bei höchster Temparatur. Mit Waffengriffstücken und Verschlüssen sieht es auch nicht viel anders aus, 100%ig sauber werden die Teile leider nicht, es bleiben immer ein paar Reste erhalten, die ich hinterher manuell entfernen muss. An Reinigern habe ich verschiedene Sachen ausprobiert, von Spüli und Spülmaschinentabs über Essig, bis hin zu speziellen (sauteuren) Reinigungslösungen für Waffenteile. Ich denke mal, dass es einfach daran liegt, dass mein Gerät halt immer noch in den Bereich der „Hobbygeräte“ fällt und man für ein besseres Reinigungsergebnis (vermutlich) noch mal 100 oder 200 Euro mehr für´s US-Gerät hätte investieren müssen.

Eigentlich verwende ich den Reiniger mittlerweile nur noch zum Hülsenreinigen für´s Wiederladen und hier auch nur für kleinere Chargen im Bereich 150 – 200 Kurzwaffenpatronen und auch nur meine „Exoten“, wie z.B. .357Sig, 9mm Makarov oder 10mm Auto. Größere Mengen 9x19 oder .45ACP schmeiße ich hingegen auch weiterhin in den Tumbler. Mit dem Hülsenreinigen im Ultraschallbad ist es so, dass man die Hülsen aber vorher entzündern sollte, ansonsten hat man den ganzen Schmodder in der Zündglocke hängen und darf diese danach separat reinigen. Also zuerst entzündern und danach in den US-Reiniger werfen und danach unter klarem Wasser abspülen, im Anschluss zum trocknen auf einem alten Handtuch (etc.) auslegen, die Hülsen laufen teilweise ein wenig an, das stört mich aber nicht weiter, weil sie wirklich (fast) restlos sauber sind. Man kann mit entsprechender Reinigungslösung und anschließender beschleunigter Trocknung z.B. im Backofen auch das Aussehen von quasi neuwertigen Hülsen erreichen, da ist mir aber der Aufwand regelmäßig zu viel dafür, denn nach dem nächsten Abfeuern sind sie ja eh wieder eingeschmoddert…

Für´s Waffenreinigen nutze ich das Gerät hauptsächlich deshalb nicht mehr, weil es einfach ein gewisser Akt ist, bis das Gerät betriebsbereit ist, also aufstellen, Reinigungslösung mischen, entsprechend lange Aufheizzeit und dann natürlich auch der Reinigungsdurchgang selbst, welcher bei meinem Gerät möglichst lange gewählt werden sollte, für ein bestmögliches Ergebnis. Ich sag mal alles in allem ca. 40 – 45 Minuten und am Ende muss ich ja trotzdem noch punktuell manuell nachreinigen und wesentlich gründlicher sämtliche Teile mit Öl als Korrosionsschutz behandeln, weil der US-Reiniger ja das komplette Teil entfettet. Zu guter Letzt den Ultraschallreiniger saubermachen und wieder aufräumen, wesentlich mehr Action, als wenn ich direkt manuell reinige, was im Regelfall auch schneller geht. Wenn man jetzt faul ist und nebenher lieber was anderes machen möchte, dann ist der Ultraschallreiniger schon eine Erleichterung, wenn ich aber die Relation mit Zeitansatz für Vorbereitung und Reinigung sehe, dann kann ich auch gleich in altgewohnter Weise die Waffe putzen.

So bleibt bei mir das Fazit: Nice to have, aber wirklich rentiert hat sich mein Gerät letztendlich nicht, bzw. hätte ich vermutlich bei der Anschaffung tiefer in die Tasche greifen müssen, wobei ich ehrlich sagen muss, dass mir damals die rund 260 Euro eigentlich schon zu viel Geld waren oder anders gesagt: Ich hätte mir einfach mehr Reinigungseffekt und Arbeitserleichterung für diese Investition erwartet.

Gruß

Michael
__________________


“The 10mm Auto retains more kinetic energy at 100 yards than the .45 ACP has at the muzzle”
Michael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25. September 2014, 12:57   #18
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@Michael
Schön beschrieben. So waren auch meine Gedanken dazu.
Jetzt ist noch die Frage offen:
- bekommt es ein Markengerät besser hin ?


Und noch eine Frage:
Kann oder könnte mann auch so ein Teil mit offenem Deckel betreiben ?
Also den Lauf heraus gucken lassen und den Rest eintauchen ?
erich74 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25. September 2014, 13:27   #19
Michael
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Zitat:
Zitat von erich74 Beitrag anzeigen
@Michael
Schön beschrieben. So waren auch meine Gedanken dazu.
Jetzt ist noch die Frage offen:
- bekommt es ein Markengerät besser hin ?


Und noch eine Frage:
Kann oder könnte mann auch so ein Teil mit offenem Deckel betreiben ?
Also den Lauf heraus gucken lassen und den Rest eintauchen ?

Ein Markengerät bekommt es definitiv besser hin, ich hab mal beim Büchsenmacher zugeschaut, was die für Geräte nutzen, der hat ein entschäftetes SSG69 mitsamt dem Schalldämpfer eingelegt, das war danach blitzblank, das ist aber eine völlig andere Preisklasse und Größe, keine Frage. Ich kenne Ultraschallreiniger auch aus dem professionellen Werkstatteinsatz, ein Kumpel hat eine Zweiradwerkstatt und bei dem kommen Motorenteile oder Vergaser auch blitzblank aus dem Reinigungsbad, aber auch hier gilt genau das gleiche: Völlig andere Preisklasse, spezielle Reinigungslösungen, etc.

Markengerät in unserer Preis- und Nutzungklasse, wenn wir jetzt von Kurzwaffen oder mal einem Verschluss reden, wird aber sicher auch in der 500 Euro Region beginnen und dann muss man sich halt überlegen, ob man so viel Geld ausgeben möchte. Ich hab damals auch ein wenig zum Thema im Netz gelesen und dachte eigentlich, dass ich alles richtig gemacht habe, weil ich eben nicht in der Preisklasse 50 - 150 Euro gekauft habe, aber in der Praxis war es dann leider doch nicht so.

Ich denke auch, dass ein teureres Gerät z.B. wesentlich schneller aufheizt, bei meinem Gerät musst du da halt doch eine entsprechende Zeitspanne lang warten, was sich alles wieder auf die Gesamtzeit addiert. (Klar, man kann auch tricksen und zumindest das Wasser vorab in den Wasserkocher geben) Aber es bleibt halt, wie es ist, nachreinigen muss ich trotzdem und ob ich den Verschluss der Glock nun 3 Minuten mit dem Lappen und Wattestäbchen reinige oder zuerst in den Ultraschallreiniger werfe (die besagten 40 - 45 Minuten mit Vor- und Nachbereitung) und dann trotzdem noch mal ne Minute mit Lappen und Wattestäbchen nachreinigen muss, ist für mich keine wirkliche Erleichterung. Wie gesagt, kann ich gleich manuell beigehen und spare mir das Vor- und Nachbereiten des US-Reinigers...

Generell kannst du natürlich auch den Deckel offenlassen, wenn du das Gerät nicht gerade randvoll machst, denn es erzeugt natürlich Vibrationen und wenn es zu voll wäre, hast du danach ein wenig Sauerei. Bedenken musst du allerdings, dass bei geöffnetem Deckel vermutlich auch ein entsprechender Wärmeverlust auftreten wird.

Gruß

Michael
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Alt 25. September 2014, 15:51   #20
Lichtgestalt
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Danke Michael,
für Deine geteilten Erfahrungen und wie immer den Top-Bericht.

Ich bin immer noch an dem Thema interessiert, verwende aber mittlerweile Bremsenreiniger pur für die hartnäckigen Sachen.

Aber auch das ist nur ein Notbehelf.
Da wo man mit der Bürste nicht hinkommt, nützt auch der Bremsenreiniger nicht wirklich viel.

Sehr gespannt auf dakota´s Erfahrungen mit der Gerät ich bin...
__________________
Es lebe das Zensurdurchsetzungsgesetz des Regimes Merkel!

"Wenn Wahlen etwas änderten, wären sie längst verboten." Kurt Tucholsky
Lichtgestalt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25. September 2014, 16:06   #21
erich74
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Zitat:
Zitat von Lichtgestalt Beitrag anzeigen
Danke Michael,
für Deine geteilten Erfahrungen und wie immer den Top-Bericht.

Ich bin immer noch an dem Thema interessiert, verwende aber mittlerweile Bremsenreiniger pur für die hartnäckigen Sachen.

Aber auch das ist nur ein Notbehelf.
Da wo man mit der Bürste nicht hinkommt, nützt auch der Bremsenreiniger nicht wirklich viel.

Sehr gespannt auf dakota´s Erfahrungen mit der Gerät ich bin...
Schliesse mich an.
Bolzengruppe vom AR und Pistonteile wären auch mein Hauptaugenmerk genau wie Hülsen.

Der Gerät vom Dakota hat wie schon erwähnt ganz ordentliche Ausmasse und mit 6 Litern ist es im Vergleich richtig billig.
Es soll lt. dem was ich Netz gefunden habe, nur 2 Hersteller von den Schallgebern geben, wie bei Handy Prozessoren ( I Phone hat ja auch Samsung drin ). Oder kommt es auf die Menge der Geber an ?
erich74 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25. September 2014, 17:51   #22
DausO
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Hat eigendlich schonmal jemand versucht mit diesem Wundermittel Cillit Bang ne Waffe zu reinigen?? Ich hab damit super Erfahrungen gemacht, wenn´s drumm geht, Motorteile zu entsiffen. Das geht razzfazz und wird echt blitzblank. Man darf das Zeug nur nicht zu lange einwirken lassen.
Aber an ner Waffe hab ich es noch nicht getestet.


gruß DausO
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Alt 25. September 2014, 18:16   #23
Michael
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Zitat:
Zitat von DausO Beitrag anzeigen
Hat eigendlich schonmal jemand versucht mit diesem Wundermittel Cillit Bang ne Waffe zu reinigen?? Ich hab damit super Erfahrungen gemacht, wenn´s drumm geht, Motorteile zu entsiffen. Das geht razzfazz und wird echt blitzblank. Man darf das Zeug nur nicht zu lange einwirken lassen.
Aber an ner Waffe hab ich es noch nicht getestet.


gruß DausO
Bitteschön:

http://www.waffen-welt.de/showthread...=powerreiniger

Nein, ich empfehle es ausdrücklich nicht!

Gruß

Michael
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Alt 25. September 2014, 22:15   #24
erich74
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@ dakota
Hab hier einen Test gefunden.
Kannst du den mal machen ?
Testing the performance and quality of your ultra…: http://youtu.be/YR5PgwEDFzs
erich74 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25. September 2014, 22:35   #25
Perun
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Standard Backofenreiniger

Wenn es nicht eilt:
-Mit Backofenreiniger-Gel einschmieren.
-Ein Paar Stunden (über die Nacht) einwirken lassen
-Mit Lappen abwischen

Früher hatte ich (bzw. meine Frau) einen anderen Reiniger-Gel, der war noch besser (hat schneller das angebrannte gelöst)
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.... NOTHING! (Monty Python)
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Alt 26. September 2014, 00:16   #26
Götterbote
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Zitat:
Zitat von Michael Beitrag anzeigen

Ich denke auch, dass ein teureres Gerät z.B. wesentlich schneller aufheizt, bei meinem Gerät musst du da halt doch eine entsprechende Zeitspanne lang warten, was sich alles wieder auf die Gesamtzeit addiert.
Mit der Temperatur hat das nicht all zu viel zu tun, sondern mit der Arbeitsfrequenz des Gerätes. Auch US-Reiniger in Badewannengröße bekommen mit Kleinkram Probleme wenn die Frequenz zu niedrig ist. 40 kHz sind definitiv zu wenig.
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Alt 26. September 2014, 00:30   #27
dakota
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Oops, da ist ja doch einiges zusammen gekommen. Aaalso:

@Michael
Ich muss es schlicht mal ausprobieren, ob es halbwegs so funktioniert, wie ich es mir vorstelle. Das problem an der CZ ist halt, dass die gesamte Abzugsgruppe ziemlich zerklüftet ist. Da kommt man auch mit einem Wattestäbchen nicht weiter- Aber mal sehen, ich werde wie gesagt, berichten.

@erich74
Den Test mit der Alufolie kenne ich, bei Gelegenheit werde ich den mal machen.

Grundsätzlich gibt es, was die Schallgeber angeht, nur wenige Unterschiede zu den wirklich hochpreisigen Geräten, was die Grundfunktion angeht. Aber die können durchaus einiges bewirken. Die position der Schallgeber, deren Oszillation, die Wandung des Behälters, etc. Ist halt wie mit billigen H4-Lampen und Osram Nightbreaker. Die billigen sind genauso aufgebaut und leuchten auch.
Bei größeren Geräten muss halt die Heizung entsprechend leistungsstärker sein und auch die Schallgeber sind von anderer Qualität.

@Götterbote
Wesentlich teurere Geräte arbeiten auch entweder mit um die 25kHz oder um die 40kHz. Bei der kleineren Frequenz entstehen größere Bläschen, das ist die Reinigung fürs Grobe. Die kleineren Geräte arbeiten eigentlich alle mit rund 40khz, je nachdem welche Reinigungsleistung an welchem Material erwartet wird. Manche haben noch eine Sweep-Funktion, dabei werden die Grundwellen von 40kHz mit anderen Wellen überlagert, so dass keine stehenden Wellen entstehen.

Sei's drum, noch ist es Wolkenmalerei. Ich werde wohl morgen Abend frühestens dazu kommen, mal einen Testlauf zu machen, wenn ich einigermaßen zeitnah aus Busenbach zurück komme. Ich habe es ja nicht nur für die Waffen gekauft. Wenn man vieles an Zweirädern selber macht, ergibt sich die eine oder andere Gelegenheit zum Einsatz.

Kann man diese Schallgeber eigentlich auch so kaufen? Hätte hier noch einen Rechteckgenerator rumstehen...

Gruß,
Gerd

Geändert von dakota (26. September 2014 um 00:38 Uhr).
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Alt 26. September 2014, 00:44   #28
DausO
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@Michael,

danke für den Link. Den Bericht kannte ich noch ned. Aber gut zu wissen was man besser NICHT nehmen sollte


gruß DausO
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Alt 26. September 2014, 14:37   #29
Götterbote
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Zitat:
Zitat von dakota Beitrag anzeigen

@Götterbote
Wesentlich teurere Geräte arbeiten auch entweder mit um die 25kHz oder um die 40kHz.
Es kommt darauf an, ob du nur die äußere Oberfläche der Teile reinigen willst, oder auch kleinere Bohrungen dazu.
Man rät in Bezug auf die zu wählende Arbeitsfrequenz, dass die Wellenlänge die Hälfte des Bohrungsdurchmessers oder besser noch geringer betragen soll. Bei einem Durchmesser von einem Millimeter sind wir schon bei einer Arbeitsfrequenz von ca. 3 MHz.
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Alt 28. September 2014, 00:00   #30
dakota
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Thumbs up So,

die ersten zaghaften Versuche mit dem Gerät habe ich hinter mir.

Doch mal der Reihe nach:

Das Gerät habe ich bei ebay erstanden, sehr günstig. Es hat eine analoge Steuerung, was mir persönlich am liebsten ist. An der Leistung ändert sich nichts. Ich habe halt die Drehknöpfe lieber. Ein Drehknopf ist für die Temperaturregelung, der andere für die Zeitschaltung. Man kann einen Timer bis 20min oder Dauerbetrieb einschalten, wobei der Hersteller in der (leider nur englischen) eine maximale Betriebsdauer von 60Min am Stück angibt.
Es ist ausreichend groß für den 6''-Schlitten der Viper, zerlegt natürlich. Der Korb steht in der Wanne und kann mit zwei Griffen angehoben werden. Das Wasser wird nach der Reinigung über ein seitliches Ventil abgelassen. Es verbleibt nur wenig in der Wanne. Das Netzkabel ist nicht fest, sonder mit einem Kaltgerätestecker verbunden. Insgesamt macht das Gerät einen wertigen Eindruck. (Bilder 1-3)

Der erste Versuch fand mit meiner P99 (Knall) statt. Ich habe sie seit etwa 15 Jahren, sie ist mit mir durch viele Silvester gegangen. Normalerweise habe ich sie nur am Neujahrstag einmal kurz ausgewischt und dann wieder weggepackt. Optisch war sie also recht sauber. Das Wasser hatte etwa 50°C, ausserdem gab ich einen Spritzer Spüli dazu. Die Waffe auseinandergenommen, in den Korb und ab ins Bad (Bilder 4-6). Ein paar Blasen stiegen hoch, mehr nicht. Als ich dann aber den US einschaltete, ging die Post ab. Schwarze Wolken aus allen Ecken, binnen Minuten liessen sich die Einzelteile im Korb nur noch erahnen. Nach etwa 20 Minuten den Korb wieder rausgenommen und mit Druckluft die Einzelteile getrocknet. Dann noch einmal nachgewischt (Lappen blieb weitestgehend sauber) und neu eingeölt- ein gutes Ergebnis! (Bilder 7+8)

Mit frischem Wasser, gleiche Rezeptur, ging es dann an meinen Härtefall. Mein Röhm RG89, 25 Jahre alt, kaum geputzt, viel benutzt. Den Signalbecher habe ich kaum abbekommen, so dicke war der Schnodder. Beim letzten Jahreswechsel hatte ich schon manchmal Probleme, die Kartuschen in den Becher zu bekommen. Ich habe also die alte Lady komplett zerlegt und ins Körbchen. Hui, die hat sich vielleicht gefreut über in warmes Bad. Den US an und ab ging es. Ich habe ihr eine halbe Stunde gegönnt, dann ins Trockene. Nun ja, was soll ich sagen. Selbst die Kammern der Trommel und der Trommelspalt sind wesentlich sauberer. Nun kann man erst sehen, dass der Guss schon etwas angefressen ist. Und der Becher ist auch wieder sauber, wenn auch schon mit Rostnarben gesegnet. Naja, eigentlich ist sie reif für die Tonne, aber irgendwie auch ans Herz gewachsen. Sie hat mir schon ein gutes Gefühl gegeben, wenn ich damals durch Ffm nachts nach Hause gelaufen bin.

Sobald meine CZ dreckig genug ist, werde ich mal einen vorsichtigen Versuch wagen und wieder berichten. Dann gibts hoffentlich auch mehr Fotos.

Gruß,
Gerd

P.S.: Das Video ist nun auch oben. Zeigt die Reinigung der P99 einmal ab Start, dann nach etwa 5 Minuten: Klick Mich!
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Geändert von dakota (28. September 2014 um 00:59 Uhr).
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