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Alt 17. September 2011, 14:56   #1
Schütze01
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Registriert seit: 09.09.11
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Beiträge: 129
Standard Reinigung nach korrosiver Ungarn Munition 7,62x39 in AK47 Klon usw....

Hallo,
ich bin erst beim "Einstieg" in´s GK LW Schießen, bis jetzt war´s nur KK-LW und KW sowie GK KW und da stellte sich mir die Frage nach korrosiver Munition nicht wirklich weil ich die bisher nicht verschossen habe.

Nun aber habe ich zu meinem Cugir WS1-63HO ungarische Surplus Muni 7,62x39 gekauft.

Stahl-Hülse lackiert, Berdan-Zündung
Vollmatel-Geschoss mit Weicheisenkern 124grs und natürlich korrosiv !

Man liest viel (auch hier im Forum, ich muss aber trotzdem nochmal extra fragen) über korrosive Muni, manche schreiben es gäbe schon nach 24 Stunden leichten Rost im Lauf, wenn man nicht gleich oder sogar nicht mit dem "richtigen" Mittel reinigt.
Der eine jagt zur Reinigung NVA Waffenöl W22 durch, andere wiederum spülen mit heißem Wasser, der nächste sprüht Scheibenreiniger oder Ballistol schon auf dem Schießstand in den Lauf und zieht dann mit ´ner Bürste durch, andere nehmen nur Spülmittel und dann Waffenöl hinterher, wiederum andere nehmen nur Bürsten und Reinigungsstopfer mit Öl hinterher, dann wiederum heisst es man könne auch nicht-korrosive Muni hinterher "ballern", die Ablagerungen würden dadurch verschwinden, diese Aussage scheint aber wohl doch nicht zuzutreffen wie ich gelesen habe.....

Ich bin nun etwas verunsichert.

Viele verschiedene Anwendungsmöglichkeiten, die mich als "Einsteiger" natürlich total durcheinander bringen.... Ein paar Jahre sollte der Lauf meiner Cugir doch schon halten und nicht durch falsche Reinigung Schaden nehmen.

Wie/was nun, Hmmm...

Wie stelle ich es am besten an, was verwende ich ?

Habe da:
DDR Waffenöl W22
BW Waffenöl S-761
BW- Waffenfett O-158 (braucht man sicher nicht)
Ballistol Spray (soll ja harzen)
Gelserol Rostlöser


Welche Maßnahmen kann ich gleich auf dem Schießstand ergreifen um den Lauf grob zu reinigen oder schonmal die "Salze" anzulösen oder sogar zu neutralisieren ?

Oder muss/sollte ich da garnicht machen, ab nach Hause und dann gleich reinigen, nur wie dann richtig ? heisses Wasser, Bürste, Spülmittel, Öl, Rostlöser oder....?

Damals beim Militär, wurden die Waffen doch auch nicht sofort gereinigt, wenn die draussen im Manöver waren hatten die doch auch nur ihren Putzstock mit Bürste,ihr Putzset ein bisschen W22-Öl (ich bezieh mich jetzt mal auf die NVA)und mehr nicht, oder ? Eine gründliche Reinigung gabs doch dann auch erst in der Kaserne.


Kann jemand aus seiner damaligen NVA-Dienstzeit, in Bezug auf Kaschi und Reinigung etwas sagen, sicher wurde doch ausser dem W22 nichts benutzt und die Muni war bestimmt genauso korrosiv ( zumal ja von unterschiedlichen Herstellern des Ostblocks verwendt). Wie lief es damals ab mit der Reinigung ? :-)

Speziell in Bezug auf diesen Waffentyp (Kaschi-Klon, Geradezug-Repetierer ...) und die ungarische Muni, hat da jemand Reinigungs-Erfahrungsberichte ?



Die Korrosion betrifft also nur das Innere des Laufes oder sind auch noch andere "Teile" so stark gefährdet wie der Lauf ?


Welche Büsten sollte ich beim Reinigen des Laufes verwenden ?

Nur die Borsten-Bürste (wie sie auch hinten im Schaft, im Putzset der Waffe dabei ist) ?
Oder auch eine Draht-Büste (Messig ?)
Oder sogar eine kombinierte Draht/Borsten-Bürste ( wie sie u.a. in dem Putzset der BW drin ist) ?

Ist es nicht so dass die Läufe der Ak´s Hart-verchromt gewesen waren/sind ? Wird es bei der Cugir dann auch so sein ?

Vieeeeele Fragen.
Freue mich über hilfreiche Tips, Infos und Hilfestellungen.

Danke & Grüße
Schütze01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17. September 2011, 17:47   #2
SHADOW
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Beiträge: 3,341
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Da ich aus meiner Saiga auch russische MFS Suprlus-Munition verschieße, die korrosiv sein kann, halte mich an Michaels Reinigungsmethode mit seiner patentierten Trichterkonstruktion, die ich eiskalt nachgebaut habe.

1. Direkt nach dem Schießen ziehe ich den Lauf mit einer Boresnake im Kaliber 7,62 mm mit Öl 2-3x durch. Das löst erstmal den gröbsten Dreck und die 2-3 h bis ich zu Hause bin ist zumindest etwas Öl im Lauf, um die Salze etwas zu verdünnen. Da mein Lauf Hartverchromt ist, hat das bisher ausgereicht und "auswaschen" auf dem Stand war bisher nicht nötig. Einmal hab' ich das vergessen und es war trotzdem alles in Ordnung. Zur Sicherheit mache ich aber dennoch diese Vorreinigung, die dauert auch keine 5 Minuten.

2. Zu Hause zerlege ich die AK für die Reinigung, koche 1 L Wasser auf und lasse das zusammen mit ein paar Tropfen Spülmitteln mittels der Trichterkonstruktion durch den Lauf, um das alte Öl und Teile des Schmutzes auszuspülen. Nach gut 300 ml Wasser stopfe ich einen Ohropak vorne in die Mündung, kippe wieder etwas kochendes Wasser mit Spüli rein bis der Lauf voll ist und lasse das ganze dann gute 10 Minuten so stehen und einwirken. Anschließend kommt der Ohropak vorne wieder raus und ich kippe das restliche Wasser (ohne Spüli!) durch den Lauf zum durchspülen.

3. Nun ziehe ich den Lauf trocken mit einigen Patches durch, damit das restliche Wasser raus kommt. Alsdann reinige ich die Waffe ganz normal. Dafür verwende ich das Reinigungsset für das Schweizer Sturmgewehr 57. Öle zum Reinigen habe ich verschiedene benutzt, momentan nehme ich WD-40 zum Reinigen (wegend er enthaltenen Lösungsmittel). Das kommt auf meine Bronzebürste drauf und dann wird der Lauf gründlich gereinigt und anschließend mit Patches (manche davon mit etwas WD40) durchgezogen. Das ganze mache ich so lange, bis kein Dreck mehr auf den Patches vorne raus kommt.

Anschließend geht's ans konservieren. Ich ziehe die Waffe mehrmals trocken mit Patches durch, um die Reste WD40 raus zu bekommen. Dann ziehe ich einen leicht geölten Patch durch, damit ein geringer Ölfilm im Lauf zurück bleibt. Dafür nehme ich Ballistol, WD40 oder schlicht Kamelienöl. Wenn dir der Ballistolgestank auf die Nerven geht, nimm Kamelienöl! Das ist einwandfrei, gut fließend, harzt nicht und reicht gut. Das Gehäuseinnere und den Verschluss reinige ich nur gelegentlich, da dort nicht so viel Dreck zurück bleibt. Einzig die abgeplatze Kupferschicht der verkupferten Hülsen muss man ab und an rauswischen, da bleiben kleine Partikel gerne mal am Verschlusskopf oder am Rand des Patronenlagers hängen, was dann unschön aussieht.

4. Zu guter letzt wieder Verschluss rein und zusammenbauen und in den Tresor damit bis zum nächsten mal. Gesamter Zeitaufwand: eine gute Stunde.

Da du W22 hast, kannst du damit bereits auf dem Stand die Waffe behandeln. Das W22 soll ja auch anti-korrosiv wirken. Von Rostlöser würde ich ganz die Finger lassen. Da diese meist geringe Mengen Phosphorsäure enthalten, kannst du damit leicht deine Brünierung angreifen. Außerdme bin ich nicht so sicher ob es klug ist, so aggressives Zeug in den Lauf zu kippen solange noch kein Rost drin ist.

Übrigens hat sicher jeder so seine eigene Art die Waffen zu putzen. Mit der obigen Methode und Michaels Tips bin ich aber bisher sehr gut gefahren und mein Lauf glänzt noch spiegelblank trotz korrosiver Munition.


Grüße

Thomas
__________________
Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit. - Benjamin Franklin (11. November 1755)
SHADOW ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17. September 2011, 23:06   #3
Cmark73
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Beiträge: 487
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Hallo,

also ich hab`auch schon einiges an billiger aber halt korrosiver Surplus Munition aus meiner Cugir verschossen.
Hab`den Lauf direkt nach dem Schießen 2-3 mal mit der Bore Snake Reinigungsschnur durchgezogen.
Daheim Verschluß raus u. mit dem Putzstock solange Waffenöltuch(von AHG Anschütz - nehm ich schon seit Jahren für alle meine Waffen) u. Wattepads (nimmt meine Frau für`s abschminken ...also verratet mich nicht das ich die Dinger zweckentfremde ) durchgeschoben bis die Pads sauber rauskommen. Dann noch einmal ein frisches Öltuch mit dem Stock durch - fertig.
Nachdem ich den Verschluß wieder drinn hab`,wisch ich alle Metallteile Magazinschacht,Magazin noch m.dem Öltuch ab.
Nach gut 1000 Schuß (davon gut die hälfte Surplus) ist meine Cugir innen wie aussen noch wie neu.

Wenn ich einen schönen 98er Karabiner mit alter korrossiver Ostblockmunition füttern würde, wäre wohl die Behandlung mit Spülmittel,heißem Wasser u. anschließend Waffenöl besser angebracht ... der hartverchromte AKM Lauf sollte da aber eigentlich doch unempfindlicher gegen Rost sein.




Grüße Markus

Geändert von Cmark73 (17. September 2011 um 23:13 Uhr).
Cmark73 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17. September 2011, 23:25   #4
stihl
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Beiträge: 232
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Benutze das W22 und das Nva Reinigungsset für meine BWT47 und mein 98k beides in 7,62x39 .
Nach dem Schießen ein paar Tropfen auf die Bürste und 2mal durchziehen.
Dann ein Docht durchziehen und nochmal mit der Ölbürste durch.
Wenn ich dann ein paar tage später dazu komm , wird auch heißes Wasser durch den Lauf gejagt.
gruß Sascha
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Alt 18. September 2011, 00:09   #5
polaris
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Beiträge: 119
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Meine Russischen SKS' reinige ich am besten noch am gleichen tag nachdem ich korrosive munition verschossen habe.
Am besten wirkt heisses wasser mit geschirrspuelmittel (seife), danach wird ganz normal mit "Hoppes # 9" geputzt.
Nach mehreren tausend schuss korrosiver munition, sind die laeufe immer noch spiegelblank, wie neu.
polaris ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26. November 2011, 19:10   #6
Rottenburger1801
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Zitat:
Zitat von SHADOW Beitrag anzeigen
Da ich aus meiner Saiga auch russische MFS Suprlus-Munition verschieße, die korrosiv sein kann, halte mich an Michaels Reinigungsmethode mit seiner patentierten Trichterkonstruktion, die ich eiskalt nachgebaut habe.

1. Direkt nach dem Schießen ziehe ich den Lauf mit einer Boresnake im Kaliber 7,62 mm mit Öl 2-3x durch. Das löst erstmal den gröbsten Dreck und die 2-3 h bis ich zu Hause bin ist zumindest etwas Öl im Lauf, um die Salze etwas zu verdünnen. Da mein Lauf Hartverchromt ist, hat das bisher ausgereicht und "auswaschen" auf dem Stand war bisher nicht nötig. Einmal hab' ich das vergessen und es war trotzdem alles in Ordnung. Zur Sicherheit mache ich aber dennoch diese Vorreinigung, die dauert auch keine 5 Minuten.

2. Zu Hause zerlege ich die AK für die Reinigung, koche 1 L Wasser auf und lasse das zusammen mit ein paar Tropfen Spülmitteln mittels der Trichterkonstruktion durch den Lauf, um das alte Öl und Teile des Schmutzes auszuspülen. Nach gut 300 ml Wasser stopfe ich einen Ohropak vorne in die Mündung, kippe wieder etwas kochendes Wasser mit Spüli rein bis der Lauf voll ist und lasse das ganze dann gute 10 Minuten so stehen und einwirken. Anschließend kommt der Ohropak vorne wieder raus und ich kippe das restliche Wasser (ohne Spüli!) durch den Lauf zum durchspülen.

3. Nun ziehe ich den Lauf trocken mit einigen Patches durch, damit das restliche Wasser raus kommt. Alsdann reinige ich die Waffe ganz normal. Dafür verwende ich das Reinigungsset für das Schweizer Sturmgewehr 57. Öle zum Reinigen habe ich verschiedene benutzt, momentan nehme ich WD-40 zum Reinigen (wegend er enthaltenen Lösungsmittel). Das kommt auf meine Bronzebürste drauf und dann wird der Lauf gründlich gereinigt und anschließend mit Patches (manche davon mit etwas WD40) durchgezogen. Das ganze mache ich so lange, bis kein Dreck mehr auf den Patches vorne raus kommt.

Anschließend geht's ans konservieren. Ich ziehe die Waffe mehrmals trocken mit Patches durch, um die Reste WD40 raus zu bekommen. Dann ziehe ich einen leicht geölten Patch durch, damit ein geringer Ölfilm im Lauf zurück bleibt. Dafür nehme ich Ballistol, WD40 oder schlicht Kamelienöl. Wenn dir der Ballistolgestank auf die Nerven geht, nimm Kamelienöl! Das ist einwandfrei, gut fließend, harzt nicht und reicht gut. Das Gehäuseinnere und den Verschluss reinige ich nur gelegentlich, da dort nicht so viel Dreck zurück bleibt. Einzig die abgeplatze Kupferschicht der verkupferten Hülsen muss man ab und an rauswischen, da bleiben kleine Partikel gerne mal am Verschlusskopf oder am Rand des Patronenlagers hängen, was dann unschön aussieht.

4. Zu guter letzt wieder Verschluss rein und zusammenbauen und in den Tresor damit bis zum nächsten mal. Gesamter Zeitaufwand: eine gute Stunde.

Da du W22 hast, kannst du damit bereits auf dem Stand die Waffe behandeln. Das W22 soll ja auch anti-korrosiv wirken. Von Rostlöser würde ich ganz die Finger lassen. Da diese meist geringe Mengen Phosphorsäure enthalten, kannst du damit leicht deine Brünierung angreifen. Außerdme bin ich nicht so sicher ob es klug ist, so aggressives Zeug in den Lauf zu kippen solange noch kein Rost drin ist.

Übrigens hat sicher jeder so seine eigene Art die Waffen zu putzen. Mit der obigen Methode und Michaels Tips bin ich aber bisher sehr gut gefahren und mein Lauf glänzt noch spiegelblank trotz korrosiver Munition.


Grüße

Thomas
Zu 4.: Ist das nicht etwas unwirtschaftlich und zeitlich aufwändig ? Eine Stunde schießen, danach eine gute Stunde reinigen. Schlage vor, Du stellst um auf eine Art Marathon, z. B. 24 Std. schießen ohne Pause, dann wäre die Reinigungszeit ökonomisch angebracht. Weiterhin gut Schuss, den Politikern zum Trotz. Gruß H.-E. K.
__________________
Chacun a son gout.
Rottenburger1801 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26. November 2011, 20:00   #7
MrSheepy
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Nö... Wenn ich meine Waffe nach dem schießen reinige bin ich auch gut ne Stunde dran.

Und wer geht denn bitte nur ne Stunde schießen?
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Verbietet Hartschalenfrüchte! Jedes Jahr werden weltweit 150 Menschen von Kokosnüssen erschlagen!

Mitglied im Komitee gegen die Entführung von Kühen durch Ausserirdische.
MrSheepy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26. November 2011, 20:42   #8
imi-uzi
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@SHADOW:
ich hab zwar nicht viel Ahnung von der Materie
aber ist dein beschriebener Vorgang nicht etwas übertrieben?
Ich meine, die (vermutlich meisten) AK's haben ja extra ein hartverchromten Innenlauf damit eben dieser etwas langlebiger ist.
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"The best way to improve the AR-15 is to unscrew the front sight, and put a new gun under it."
Zitat:
Zitat von Kerkermeister Beitrag anzeigen
Aber der Deutsche ist und bleibt ein Denunziant.
imi-uzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27. November 2011, 13:01   #9
SHADOW
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@H.-E.: Gute Idee!

@IMI: Einen hartverchromten Lauf hat meine Saiga ja auch und eigentlich sollte dann nichts passieren. Aber ich halte mich an Michaels Prozedere. Der hat das auch immer so gewissenhaft gemacht. So viel wie ich auf dem Stand damit schieße lohnt sich die gründliche Reinigung anschließend auch. Da kommt einiges raus.

Mit der Zeit gewöhnt man sich dran und die abendliche Reinigung ist auch schon immer in meinen Tag mit eingeplant. Nur kürzlich war ich etwas in Versuchung nachlässig zu werden. Da kam ich unerwartet erst kurz vor Mitternacht vom BDS-Schießen zurück. Bis ich dann noch die Waffe gereinigt und mich bettfertig gemacht hatte, wars 2 Uhr und am nächsten Morgen musste ich früh raus.


Grüße

Thomas
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SHADOW ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 9. February 2012, 21:03   #10
Schütze01
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Hallo,
natürlich möchte ich auch hier eine Info geben dass die Reinigung soweit gut geklappt hat.
Auf dem Schießstand schonmal mit dem Putzstock ein paar mal durch, den gröbsten Dreck raus, dann ab nach Hause und knapp zwei Stunden ( zwei GK Gewehre) am Putzen gewesen ...

Habe das DDR Waffenöl W22 verwentet.
Borsten-Bürste und Borsten/Drahtbürste x-mal durch den Lauf duchgezogen, teilweise auch die Bürsten mit W22 beträufelt.

Dann bestimmt noch 10 Stück Abschminkpads mit dem Putzstock durch den Lauf gedrückt mal beträufelt mit W22 mal ohne.
Es hat trotzdem eine ganze Weile gedauert bis die Abschminkpads wirklich sauber rauskamen.

Ich frag mich nur warum... Wenn ich KK schieße dauert die Reinigung des Laufes längst nicht so lange....

Trotzdem habe ich natürlich regelmäßig in der letzten Zeit kontrolliert wie der Lauf aussieht, bis jetzt blitzblank.

Hoffe dass die Temperaturen schnell wieder steigen , dann gehts wieder raus auf den Stand. Jetzt bei der Kälte friert man da an...

Grüße
__________________

- Lernen Sie schießen - treffen Sie Freunde (u.a. Eberhard Cohrs)
- Nicht wer zuerst die Waffe ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt (Niccoló Machiavelli)
- Die gefährlichste Waffe sind die Menschen kleinen Kalibers (Wieslaw Brudzinski)

http://www.legalwaffenbesitzer.de/
http://www.keine-waffen.de/
http://www.meinungsterror.de/
http://www.pro-legal.de/
http://www.liberales-waffenrecht.de/
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Alt 18. February 2015, 02:15   #11
meenzer
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Wenn ich mit meinem Mosin-Nagant-M44 Surplus-Mun schieße, habe ich meine eigene Prozedur:


1. Kunststoff- oder Bronzebürste, befeuchtet mit einer Mischung aus einem Teil Wasser und einem Teil Glasrein durch den Lauf schieben und somit den "Siff" in 2-3 Durchgängen lockern. (das Mittelchen hab ich mir von den Vorderladerschützen abgeschaut)

2. 1-2 Patches mit ammoniakhaltigem Solvent durchjagen

3. 1-2 min warten

4. Mit ein paar feuchten Patches,getränkt in Wasser-Glasrein-Mixtur, den Lauf gründlich durchwischen, bis das letzte Patch einigermaßen sauber ist.

5. 1-2 trockene Patches durchschieben

6. Alle mit Schmauch belegten Teile mittels mit Wasser-Glasrein-Mixtur befeuchtetem Lappen abwischen, trocknen und anschließend leicht einölen.

7. Leicht öligen Patch durch den Lauf schieben

8. Vor dem nächsten Schießen, den Lauf mittels trockenem Patch entölen
meenzer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20. May 2015, 17:01   #12
Amur
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Beiträge: 1
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Darf ich fragen, welches ammoniakhaltiges Solvent Du benutzt?
Danke.
Amur
Amur ist offline   Mit Zitat antworten
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