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Alt 2. October 2011, 22:07   #1
Geraldo1977
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Beiträge: 171
Standard Mündung zurück gebohrt Nagant

Hallo, habe einen Finnischen 91/30 bei dem mir aufgefallen ist, dass die Mündung ca 2cm "aufgebohrt wurde" also es ist kein Laufprofil mehr zu erkennen und der Lauf hat an der Mündung jetzt ca. 8,5 mm Durchmesser? Warum macht man sowas bzw. koennten das die Finnen gemacht haben und warum?
Geraldo1977 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 2. October 2011, 22:16   #2
wozzi
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Beiträge: 2,079
Standard

Nur meine Vermutungen! Wissen tue ich es nicht...

Ich könnte mir vorstellen, dass der Lauf bei der von den Finnen eingesetzter Munition heftig im Schwingen kam, und die Finnen durch die "Verkürzung" dem entgegen gewirkt haben. Es gab nun Mal eine Munitionsorte und die Waffe damit möglich genau schießen sollte. Heute passen wir, als Wiederlader, die Munition an der Waffe an... Das war damals eher ungünstig...

Gruß,

Andreas
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Alt 2. October 2011, 23:38   #3
Götterbote
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Beiträge: 4,431
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Ausgeputzte oder ausgeschossene Mündungen wurden aufgebohrt, um der Waffe eine annehmbare Präzision wieder zurück zu bringen.
__________________
"Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
Peter Ustinov
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Alt 3. October 2011, 01:25   #4
stefan
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Moin

Zitat:
Zitat von Götterbote Beitrag anzeigen
Ausgeputzte oder ausgeschossene Mündungen wurden aufgebohrt, um der Waffe eine annehmbare Präzision wieder zurück zu bringen.
Das kenne ich auch so. Vernudelte Mündungen beizubohren sorgt für einen relativ gleichmäßigen Gasaustritt.

Insgesamt habe ich den Eindruck (nein, ich weiß es. ), das die finnischen Nagants nicht prinzipiell (wie oft geglaubt) "bessere" oder ausgesuchte Stücke sind, sondern einfach Defizite (wie mit der benannten Bohrung) kompensiert wurden und gut ist.

Die Nagant Gewehre sind ja nun prinzipiell grundsolide und ausgesprochen gute Waffen. Der früher schlechte Ruf folgte oftmals aus der marktüblichen Dummbla. Als es noch genügend 98 ger gab rümpfte man nicht nur bei Frankonia die Nasen über die Naganten. Mittlerweile sehen sich die Verkäufer (das sind die, die mit dummen Sprüchen Waffen über die Theke reichen) den Markt objektiver, und mancher erlaubt sich das mittlerweile zuzugeben.

stefan

Bin gerade in Straßburg und habe morgen einen Termin beim Armuier meines Vertrauens wegen einem Nagant, eckige Systemhülse, ZF-Montage, Probleme, blablabla...........das wird gut......
__________________
Erfahrung ist das, was man erlangt kurz nachdem man es hätte gebrauchen können.
stefan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 3. October 2011, 10:17   #5
H&K Schütze
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Ja, dies kann auch ich bestätigen. Beschädigte Mündungen sei es durch anschlagen oder durch Putzorgien wurden auf 1,5 bis 2 cm Tiefe aufgebohrt um den Mangel abzustellen.

Mike
__________________
Ich suche alte mil. Waffenreinigungsutensilien, neue & alte Patronenmunition aller Art und Epochen, einschließlich Flintenmunition sowie Schachteln, gern auch ganze Sammlungen & Restposten (MES f. Munition aller Art vorhanden)
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Alt 23. January 2012, 18:10   #6
Garand M 1
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Beiträge: 101
Standard MN-Waffen,

Zitat:
Zitat von Geraldo1977 Beitrag anzeigen
Hallo, habe einen Finnischen 91/30 bei dem mir aufgefallen ist, dass die Mündung ca 2cm "aufgebohrt wurde" also es ist kein Laufprofil mehr zu erkennen und der Lauf hat an der Mündung jetzt ca. 8,5 mm Durchmesser? Warum macht man sowas bzw. koennten das die Finnen gemacht haben und warum?
Hi, ich habe ein Finn M28 ganz neu hatt auch einen solchen Lauf, konnte nicht rausfinden warum sie das bei der neuen waffe machten ?
L.G. Garand M 1
Garand M 1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23. January 2012, 19:36   #7
MrSheepy
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Weil der Lauf evtl. aus einer Beutewaffe stammt...

Finnische Nagants wurden auch mit Teilen Russischer Waffen komplettiert, wenn die Eigenproduktion nicht ausreichte.

Oder die Waffe hat eine Beschädigung im Mündingsbereich gehabt.
__________________
Verbietet Hartschalenfrüchte! Jedes Jahr werden weltweit 150 Menschen von Kokosnüssen erschlagen!

Mitglied im Komitee gegen die Entführung von Kühen durch Ausserirdische.
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Alt 24. January 2012, 05:49   #8
H&K Schütze
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Übrigens die ungarischen sind auch nicht zu verachten. Ich habe mir jetzt einen solchen von 1952 geholt und ich kann sehr zufrieden sein. Zum einen ist es kein abgewetzter Kriegsknallstock und zum anderen liegen seine Ergebnisse sehr gut im Ziel. ( 48 von 50 R auf 100m ) letzten Mittwoch beim ersten schießen damit.

Mike
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Alt 24. January 2012, 09:31   #9
Melanie_Daniels
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Registriert seit: 05.06.09
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 1,192
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Zitat:
Zitat von MrSheepy Beitrag anzeigen
Weil der Lauf evtl. aus einer Beutewaffe stammt...

Finnische Nagants wurden auch mit Teilen Russischer Waffen komplettiert, wenn die Eigenproduktion nicht ausreichte.

Oder die Waffe hat eine Beschädigung im Mündingsbereich gehabt.
Ich habe jetzt einfach den Beitrag zum Zitieren genommen, um auf die Ausgangsdiskussion zurückzukommen:

Das Aufbohren des Mündungsbereichs erfolgte in einigen Ländern bereits ab Werk. Ziel war es, Beschädigungen des Mündungsbereichs, die die Schußleistung beeinträchtigen könnten, nicht erst aufkommen zu lassen. Das bekannteste Beispiel hierfür ist das MAS 36.
Melanie_Daniels ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29. March 2014, 14:15   #10
Wing-Mike
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Registriert seit: 26.03.14
Beiträge: 34
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Hallo,

ich habe einen Wehrmachts K98k mit aufgebohrter Mündung. Das Teil kam zurück aus Israel. Nach Auskunft meines Büchsenmachers und Ordonnanzwaffensammler wurden die Mündungen, wie hier bereits beschrieben, aufgebohrt um die durch intensives Putzen unförmig gewordene Mündung wieder zu begradigen.

Ich besitze noch einen Zollkarabiner ZK52, der vier Zentimeter vor der Mündung eine leichte Laufaufbauchung aufwies. Auch er wurde bis zu diesem Bereich von der Werkstatt des Beschaffungsamtes vor der Veräußerung in den 70er Jahren aufgebohrt.

Gruß
Wing-Mike ist offline   Mit Zitat antworten
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