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Alt 2. April 2015, 17:50   #31
Sandmann
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Aber dazu stehen sollte man.
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.22LfB; .22 WMR; 9x19; 40S&W; .357 Magnum; 5,56x45; 7,5x55; 7,62x51; 7,62x54R; 30-06; 308 Norma Mag; 8x57IS; 8x68S; 16/70; 12/76
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Alt 4. April 2015, 13:55   #32
derda
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Hach, ich darf mal zitieren (Hervorhebungen von mir):

"Das Ministerium ließ die Kritik von Heckler & Koch am Dienstag an sich abprallen. "Für uns steht nicht die Firma im Vordergrund, sondern die optimale Ausrüstung und Sicherheit unserer Soldaten", sagte Sprecher Jens Flosdorff. Deswegen habe man unabhängige Tests und Vergleiche angeordnet, die nicht vom Hersteller begleitet werden sollten.

Den Vorwurf einer Kampagne wies der Sprecher zurück. "Wir haben bei den Tests keine Konkurrenzprodukte des G36 verglichen, sondern andere Gewehre des gleichen Herstellers." Dabei sei aufgefallen, dass andere Heckler-&-Koch-Waffen nicht so starke Abweichungen aufwiesen wie das G36."

Eine Frechheit, würde ich mal auf den ersten Blick sagen.
Optimale Sicherheit der Soldaten? Drauf geschissen, das ist denen doch egal, die Bundeswehr ist so kaputtgespart, dass die Wartungsarbeiten teurer sind als neue Produkte (sogar auf mittelfristige Sicht und nicht nur auf lange Sicht), Transportflieger nicht da, neuer Panzer muss an der Panzerung abgespeckt werden, damit er transportiert werden kann und und und.

Und in Afghanistan funktioniert prinzipiell erstmal nichts außer den Taliban. Aber hey, Sicherheit der Soldaten steht im Vordergrund. Wahrscheinlich die der Taliban, damit man nen Feind behalten kann (so, genug Zynismus).

Fazit: Warum Konkurrenzprodukte anderer Armeen vergleichen, die vllt die Kritik an HK entkräften würden, sondern mit teureren und anderen HK-Produkten vergleichen, die damals keiner wollte im BW-Verein (oder mit moderneren, die es damals nicht gab)?

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Alt 4. April 2015, 16:16   #33
Vincent
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In diesem Artikel sind, wie ich finde, ziemlich aufschlussreiche Bilder:

http://www.thefirearmblog.com/blog/2...y-intensifies/

Bild 1 - 3 habe ich noch einmal extra hier gepostet.

Macht das das Problem nicht überdeutlich? Die im Polymer eingegossene Laufaufnahme hat sich bei schnellem Feuer oder Dauerfeuer (hohe Außentemperaturen verstärkten das ganze) so stark erhitzt, dass das Polymer rundherum sich verformt hat. Vom materialwissenschaftlichen Gesichtspunkt her eigentlich ziemlich logisch, aber trotzdem, keiner wollte es wahr haben.
Angehängte Grafiken
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Alt 5. April 2015, 12:41   #34
Götterbote
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Ob dein Erklärungsversuch der richtige ist, dass bezweifle ich mal ganz stark. Wenn dem so wäre, würde sich die anfängliche Präzision der kalten Waffe nach dem Abkühlvorgang nicht mehr einstellen.
Ich vermute mal, dass es an den starken Materialspannungen in der heißen Waffe liegt, da die Wärmeausdehnungskoeffizienten von Kusto und Stahl deutlich differieren. Man muss bei dem G36 auch zwischen Präzisionverlust und Treffpunktverlagerung unterscheiden.
Bei meinem letzten dienstlichen Schießen 2007 habe ich mit einem kalten G36 sitzend aufgelegt auf 100 m über das Refelexvisier immer die Zehn halten können. Mit einem heiß geschossenen G36 konnte ich auf 250 m noch nicht einmal die große Klappfallscheibe treffen. Nach dem Abkühlen der Waffe war das kein Thema mehr.
Ich habe in meiner Zeit als Waffeninstandsetzungsunteroffizier auch keine angeschmolzenen G36 Gehäuse gesehen.
Wenn man bedenkt, dass moderne Kunststoffe über 300 Grad Celsius verdauen, bevor diese anfangen zu erweichen, kann ich mir nicht vorstellen, dass ein G36 so heiß wird, das es schmilzt. Selbst bei lang anhaltenden Schulschießübungen wird ein G36 nicht so heiß, dass der Kusto weich wird. Vorher verbrennt man sich die Finger und kann durch die erhitzte Luft nicht mehr vernünftig zielen.
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"Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
Peter Ustinov
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Alt 5. April 2015, 16:50   #35
Veto11
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Na ja, der verwendete Kunststoff soll ja Polyamid 6.6 sein, bekannt z.B. als Nylon. Hoffentlich irrt sich Wiki in dem Punkt. Denn der Schmelzpunkt, wieder laut Wiki, soll bei 260 °C liegen.

An einem HK243 haben wir schon mal 200 °C nach 240 Schuss in schnellem Einzelfeuer gemessen, vor ein paar Wochen bei Bibberkälte. Messpunkt war die Außenseite des Laufs, so dicht wie irgendmöglich am Patronenlager wie ich den Messfühler durch den Handschutz stecken konnte.

Ich glaube der Obermaat wird auch hier genauer berichten wenn er wieder etwas Luft hat.
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Alt 5. April 2015, 17:42   #36
derda
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Ja, eigentlich hat das G36 keinen Kontakt zu Hochleistungspolymeren, die 300°C+ aushalten (Dauergebrauchstemperatur!) und ist an Nylon (tolles Polymer) "gebunden".

Eine dünne Einlage/Laufbettung aus Hochleistungypolymer wäre vllt besser gewesen, aber offensichtlich hat das Gewehr die damals gültigen Normen ja erfüllt...
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Alt 6. April 2015, 14:14   #37
Vincent
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Zitat:
Zitat von Götterbote Beitrag anzeigen
Bei meinem letzten dienstlichen Schießen 2007 habe ich mit einem kalten G36 sitzend aufgelegt auf 100 m über das Refelexvisier immer die Zehn halten können. Mit einem heiß geschossenen G36 konnte ich auf 250 m noch nicht einmal die große Klappfallscheibe treffen. Nach dem Abkühlen der Waffe war das kein Thema mehr.
Liest sich für mich als Bestätigung, dass das G36 nichts taugt, auch wenn du noch nie ein schmelzendes G36 gesehen hast.

Wie die Schmelzspuren auf den Bildern, die bei TFB gepostet wurden, entstanden sind, würde ich aber trotzdem interessieren. Das G36 wurde von einem Büchsenmacher, der anonym bleiben wollte, so aufgesägt.
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Alt 6. April 2015, 14:45   #38
Paint
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Hallo,

wie sieht den die Sache unter dem Aspekt Preisleistungsverhältnis aus.
Was wird das Standartgewehr (G36) für die Bundeswehr gekostet haben?
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Paint
Eine gute Welt braucht Wissen, Güte und Mut, sie braucht keine schmerzliche Sehnsucht nach der Vergangenheit, keine Fesselung der freien Intelligenz durch Worte, die vor langer Zeit von unwissenden Männern gesprochen wurden.
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Alt 6. April 2015, 15:00   #39
P88
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hallo Paint !

der spiegel schreibt:

http://www.stern.de/politik/deutschl...t-2121664.html

zitat: Über 176.000 Exemplare hat die Truppe seit 1995 zum Preis von 180 Millionen Euro erworben.

macht etwas über 1000 euro pro waffe !
__________________
"Ethisch ist eine Waffe stets als neutral zu betrachten"

Bundesverteidigungsminister De Maizière



"Politik muß jedermanns Sache werden. Man darf sie nicht den Fachleuten überlassen."

Gustav Heinemann


www.prolegal.de

www.german-rifle-association.de
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Alt 6. April 2015, 15:01   #40
Vincent
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Das kann ich dir zwar nicht beantworten, aber ich habe das hier noch gefunden:

http://www.dmz-netz.de/2013/11/19/g3...-sturmgewehrs/

Zitat:
Das BAAINBw relativierte diese Aussage des Herstellers allerdings und sprach in einer Stellungnahme davon, daß lediglich im rechtlichen Sinne keine Mängel am G36 bestehen würden.
DAS glaube ich gerne! Man wollte einen Kompromis und hat ihn bekommen. Aber Kompromisse bei Material, was einem das Überleben sichern soll, sind ziemlich faule Kompromisse.
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Alt 6. April 2015, 19:57   #41
Götterbote
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Zitat:
Zitat von P88 Beitrag anzeigen

macht etwas über 1000 euro pro waffe !
Bei dem Auswahlverfahren um ein neues Dienstgewehr lagen die Preise pro Waffe mit Zubehör bei ca.:

G3 1200€
G36 1400€
G11 1600€
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Alt 10. April 2015, 23:14   #42
Spee
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Hier die neueste Pressemitteilung von HK:
http://www.heckler-koch.com/de/press...10-04-2015.pdf

Was ich nicht verstehe, ist, wieso sich jeder so dermaßen auf das G36 einschießt? Dazu fehlen doch sämtliche gesicherten Fakten. Die Tests sind doch mehr oder minder ein Witz. Oder besser gesagt die Infos, die darüber zu lesen sind.
Das BMVg gibt bekannt, dass Tests durchgeführt wurden. Und, dass das G36 eklatante Mängel im direkten Vergleich mit Konkurrenzwaffen aufweisen würde. Das wars. Und damit geben sich nicht nur Oppositionspolitiker zufrieden (was verständlich ist - da die Verantwortung für dieses Ressort seit nunmehr fast 10 Jahren, und damit die Zeit der Kampfhandlungen in AFG, bei einer Partei liegt...), sondern allen voran diejenigen, die die breite Öffentlichkeit informieren sollen. Von investigativem Journalismus keine Spur.
Sonst sind doch immer irgendwelche ach so vertrauliche Dokumente, auf die man sich beziehen kann, zu finden. Jetzt ist man nicht mal in der Lage in Erfahrung zu bringen, welche Vergleichswaffen getestet wurden.

Außerdem wäre das doch der perfekte Moment gewesen, ähnliche Mängel des G36 bei anderen Truppen im Ausland (z.B. Spanien) zu finden und zu veröffentlichen. Oder wenigstens Erfahrungen irgendwelcher Art.

Und zum Schluß: Wer von all den sogenannten "Experten" hatte jemals Gelegenheit, auch nur 2 verschiedene Sturmgewehre vollautomatisch zu schießen. Wohl die Allerwenigsten...
Was die aktuelle Diskussion nur umso polemischer erscheinen lässt.


Spee
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Alt 11. April 2015, 00:51   #43
derda
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Zitat:
Zitat von Spee Beitrag anzeigen
Das BMVg gibt bekannt, dass Tests durchgeführt wurden. Und, dass das G36 eklatante Mängel im direkten Vergleich mit Konkurrenzwaffen aufweisen würde. Das wars.
Ich möchte mal auf Beitrag 32 von mir verweisen... Es wurden keine Konkurrenzwaffen getestet, sondern andere HK-Waffen. Das heißt, man hat keinerlei Aussage, ob das G36 besser oder schlechter als das M16 oder ne AK oder so ist.

Da bleibt noch festzuhalten, dass der HK-eigene Test sinnvoller war und - wenn ich mich richtig erinnere - ein heißes G36 ne kalte AK nass gemacht hat?
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Alt 11. April 2015, 11:57   #44
Tom_123
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Zitat:
Zitat von Spee Beitrag anzeigen
Und damit geben sich nicht nur Oppositionspolitiker zufrieden (was verständlich ist - da die Verantwortung für dieses Ressort seit nunmehr fast 10 Jahren, und damit die Zeit der Kampfhandlungen in AFG, bei einer Partei liegt...), ...
Spee
Ich finde man muß hier betonen, daß es Rot/Grün war,
die junge Menschen abseit ihres eigentlichen Verteidigungsauftrages
und ohne geeignete Ausrüstung in der dritten Welt verheizt hat.

Nicht die jetzige Regierung, die beseitigt nur -mehr oder weniger-
die Folgen roter Machtpolitik und grüner Kriegstreiberei.

Ansonsten gebe ich dir recht, mein reden.
Allerdings, wenn die Fotos aus Beitrag #33 die Systembettung des G36 darstellen,
muß ich als Laie schon sagen:

1. Suboptimale Konstruktion, um es so höfflich wie nur möglich auszudrücken.
2. Wer so etwas allen ernstes verkauft, hat meiner Meinung nach keinerlei Berufsehre.
Tom_123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11. April 2015, 12:18   #45
derda
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@ Tom_123

Keine Berufsehre? Ernsthaft? Es wurde mit aller Macht ein leichtes Gewehr gefordert und für die Anforderungen konstruiert und der Stand ist doch folgendes:
Wer zahlt, schafft an. Laut HK (TEST) mit Waffen anderer Hersteller (ne AK!) ist das G36 heiß immer noch präziser als ne AK.

Laut BMVg testen sie andere HK-Waffen, die dann besser sind. BMVg testet absichtlich keine AK, kein M16 und legt nichts offen, was ernsthaft das G36 diskreditiert.

HK kann nur das produzieren, was der Kunde anschafft, was das Zeug aushalten soll und wenn es die Tests besteht.

e:/
Außerdem soll ein heißes G36 später kalt wieder gut schießen. Wie kann das sein, wenn sich die Laufbettung unkontrolliert erhitzt und später sich zusammenzieht, also die Laufbettung sich ändern würde?

Geändert von derda (11. April 2015 um 12:24 Uhr).
derda ist offline   Mit Zitat antworten
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