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Alt 6. June 2010, 16:05   #16
David
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Ich schätze mal einige von diesen verfluchten dingern werden nie gefunden werden.

Gruß David
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Alt 6. June 2010, 16:45   #17
stefan
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Moin

Vor etwa 18/19 Jahren war ich mit dem Bau einer großen Anlage betraut. Die Baustelle war mitten in Darmstadt.
Beim Aushub, geschätzte Dimension der Grube war ~70m Länge, 30m Breite, bei einer Tiefe von etwa 9m. Bei den Schachtarbeiten stießen die Tiefbauer bei Handschachtungen auf ein zylinderfürmiges Stahlbauteil mit einem auffälligen, verroststen metallischen Bauteil nahe der runden Spitze. Ich alarmierte damals die Polizei, die sehr zügig angetretenen Beamten informierten umgehend die Feuerwehr und den Kampfmittelräumdienst. Bis die Entschärfer antraten hatten wir den Bau eingestellt und großräumig abgesperrt.
Ergebnis einer genaueren IUntersuchung war, das es sich um einen Druckbehälter (Preßluft) handelte, der offenbar bei einem Bombenangriff auf Darmstadt verschüttet ging. Das Bauteil an der Spitze war das korrodierte Sicherheitsventil. Das sahen die Kampfmittelräumer auf 100m ohne Brille.

Im Nachhinein durfte ich dann bei einigen dieser Sondierungen (Bohrungen, absperren mit Flatterband, mehrfach messen......) dabeisein. Das war interessant und überzeugte mich von der Leistungsfähigkeit dieser Leute kolossal.

Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
Ich schätze mal einige von diesen verfluchten dingern werden nie gefunden werden.

Gruß David
Laut Aussage der Herrren von damals wird die Zeit dieses Problem lösen. Sie werden einfach irgendwann in den nächsten 100 Jahren zerknallen.

Da wir letztens das Thema Bosnien hatten, ich schätze die Gefährdung durch die Minenproblematik für den Einzelnen höher ein.

stefan
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Erfahrung ist das, was man erlangt kurz nachdem man es hätte gebrauchen können.
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Alt 6. June 2010, 17:02   #18
SUdR
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Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
Ich schätze mal einige von diesen verfluchten dingern werden nie gefunden werden.

Gruß David
Und hochgehen werden auch einige.
Denke dass das noch Jahrzehnte so weiter geht.
Ich selber habe vor viele Jahren in München beim Schloss Nymphenburg mal mit dem Bagger rum gegraben. Resultat: 6 Stabbrandbomben auf 1m Tiefe. Waren aber alle ohne Zusatzladung. Das Eisengewicht war abgerostet, aber der Brandstab sowie Zündvorrichtung waren alle noch da. Sogar die Lackierung (rotes Band) war noch vorhanden. Will nicht wissen was alles noch im Boden rum liegt. Könnte mir auch vorstellen, dass es noch einige versteckte Mun.- Depots gibt. Gab mal einen Fall in Österreich wo man Waffen und Munitionsdepots unter Waldhütten und einsamen Scheunen fand. Waffen und Mun. waren noch in Bestzustand und voll einsatzfähig. Die Depots wurden von der US Armee nach Kriegsende angelegt.
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Alt 6. June 2010, 18:08   #19
H&K Schütze
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Zitat:
Zitat von grauwolf Beitrag anzeigen
100.000 Blindgänger noch nicht gefunden??Oder wollen diese gar nicht gefunden werden??
Naja, etliche sind ja schon damals von Luftwaffenfeuerwerkern und in der Nachkriegszeit durch die Kampfmittelräumdienste in Zusammenarbeit mit Privaten Firmen gesucht, gefunden und geborgen worden. Aber das liebe Geld spielt hier eine große Rolle wie überall ! Nur das notwendigste wird gemacht da keine Gelder vorhanden sind. Es muß sicher erst etwas tragisches mit vielen Unschuldigen und Unbeteiligten als Opfer passieren damit Gelder fließen und Personal eingestellt werden kann. Momentan sind die Räumdienste der Länder völlig überaltert und freie Stellen dürfen nicht nachbesetzt werden da keine Haushaltmittel vorhanden sind.

Mike
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Ich suche alte mil. Waffenreinigungsutensilien, neue & alte Patronenmunition aller Art und Epochen, einschließlich Flintenmunition sowie Schachteln, gern auch ganze Sammlungen & Restposten (MES f. Munition aller Art vorhanden)
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Alt 6. June 2010, 18:25   #20
grauwolf
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Sowas ähnliches hatte ich mir schon gedacht!Aber wenn es um die Erschliessung eines gewerbesteuerversprechendes Gewerbegebiet geht(ehemaliger Flugplatz, dann brit.Militärgelände, ca 85 ha.) hat man Geld um 1 Jahr nach Kampfmitteln zu suchen.Geborgen wurden 50 Bomben bis 250kg. und über 100 andere Sprengkörper, abgesehen von den britischen "Altlasten"
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Alt 9. June 2010, 18:27   #21
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Ich habe mal in einem Bericht über die Feuerwerker (deutsche oder engländer weiß ich nicht mehr) im WK2 gesehen die haben so Langzeitzünder mittels flüssigem Stickstoff eingefroren und dann entschärft. Ist sowas noch machbar bzw zeitge,äß oder geht das nur für bestimmte Zünder?
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Alt 9. June 2010, 19:26   #22
H&K Schütze
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Zitat:
Zitat von Gast Beitrag anzeigen
Ich habe mal in einem Bericht über die Feuerwerker (deutsche oder engländer weiß ich nicht mehr) im WK2 gesehen die haben so Langzeitzünder mittels flüssigem Stickstoff eingefroren und dann entschärft. Ist sowas noch machbar bzw zeitge,äß oder geht das nur für bestimmte Zünder?
Bei Deutschen Zündern hat man das damals oft gemacht um die Zündkondensatoren zu entladen. Bei Chemischen LZZ kommt man nur schlecht direkt ran und gerade der Temperaturunterschied / Abfall kann dem Zünder den letzen Schub geben. Nichts hat sich bewährt außer die " Leitermethode " bei welcher die Bombe um den Zünder gedreht wurde um die Ausbausperre auszutricksen sowie die Seilscheibe , das ausfräßen und schneiden mit Wasser und einem Abressivmittel. Eine weitere Möglichkeit ist das Aufsprengen der Bombe ohne den Inhalt umzusetzen. Dazu muß man aber die Bombe anbohren und eine Sprengstoffprobe nehmen um dann zu entscheiden welchen Sprengstoff man zum Aufsprengen nehmen kann. Dieser sollte nämlich von der Detonationsgeschwindigkeit nicht in der Lage sein die Bombenladung "anzuschieben".

Mike
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Alt 9. June 2010, 19:58   #23
stefan
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Moin

Bei einem Schmelzpunkt von -95°cel (Aceton) ist das bestimmt (bei "frischen" Sprengkörpern) einen Versuch wert.
Unter Berücksichtigung der angegriffenen Systeme und der beispielsweise Schrumpfwerte von Metallen wird es Gründe haben hier nichts neu erfinden zu wollen.

stefan
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Geändert von stefan (9. June 2010 um 19:59 Uhr). Grund: Mike war schneller, oder ich zu langsam ;-))
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Alt 7. March 2017, 11:17   #24
Jürgen Schweizer
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Beiträge: 1
Standard Aceton Zeitzünder

Hallo,Mike

Nach einer gestrigen TV Reportage ( 06.03.17 )der Stuttgarter / Böblinger KMBD Kollegen habe ich mich intensiv mit dieser spannenden und vor allem komplexen Thematik befasst.Bin Vollblutmechaniker und somit besonders interessiert an solchen Konstruktionen.Zur Windrad / Flügelradspindel hätte ich noch die Frage : Sitzt zwischen dem Windrad und der Spindel noch ein Untersetzungsgetriebe,da ja eine statische
Windrad / Spindelverbindung mechanisch und wegen der Zeitverzögerung nach dem Bombenabwurf vermutlich zu direkt wäre?

Danke für Info und Gruß aus Böblingen,Jürgen

Geändert von Jürgen Schweizer (7. March 2017 um 12:17 Uhr).
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Alt 7. March 2017, 12:58   #25
H&K Schütze
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Ja, direkt unter dem Windrad sitzt ein gekapseltes Getriebe. Deshalb sind je nach Zünderart und verbautem Leitwerk 600 bis 700 erforderliche Umdrehungen zur Entsicherung des Zünders durchaus üblich.

Mike
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Geändert von H&K Schütze (7. March 2017 um 13:11 Uhr).
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