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Alt 26. February 2014, 19:49   #1
Noroan
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Standard Luftgewehrreinigung/-wartung

Moin Moin.

Nach längerer Suche, welches Luftgewehr denn zu einem geringen Preis wohl meinen Wünschen entsprechen könnte, habe ich mich für ein Norconia B88 entschieden. Es ist mein erstes Luftgewehr und obwohl ich es noch nicht testen konnte, mache ich mir schon Gedanken, wie ich es am besten pflegen könnte.

Zerlegen scheint bei Luftgewehren zur Pflege ja nicht so üblich zu sein wie bei anderen Waffen, zumindest lässt die Bauweise das vermuten. Nach diesem Testbericht fände ich es aber schon mal interessant, die Waffe komplett zu zerlegen.

Hat jemand Erfahrung mit dem Zerlegen von Luftgewehren, oder besser noch mit dem B88 und kann mir etwas dazu sagen? Ich bin zwar technisch nicht ungeschickt, aber eben auch kein Büchsenmacher.

Und wie sieht es mit der sonstigen Reinigung aus? Welches Maß an Pflege ist üblich, hilfreich, nützlich, oder gar schädlich?

Besonders im Bezug auf die Laufreinigung würde mich interessieren, ob die Reinigungspfropfen, welche man so angeboten bekommt, von Nutzen sind, oder ob man da nicht doch wieder besser zu den guten, alten Dochten samt Kette wie bei anderen Waffen zurückgreift, wobei das für das Luftgewehr schon eine verdammt schmale Kette sein müsste...

Beste Grüße,
Noroan
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Alt 26. February 2014, 21:11   #2
H&K Schütze
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Standard

Da sich keine Treibladungsgase im System niederschlagen ist dies alles unnötig. Einzig sollte man hin und wieder mal den Lauf in Schussrichtung durchziehen und einölen und vor den Schießen entölen. Dazu nimmt man keine Filzpropfen oder altmodische Metallketten (mit welchen man die Mündung bei Schrägzug beschädigt) sondern die Neuartigen Boresnake -Schnüre mit integrierter Broncebürste. Auf ein Zerlegen mit Werkzeug würde ich verzichten.

Mike
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Ich suche alte mil. Waffenreinigungsutensilien, neue & alte Patronenmunition aller Art und Epochen, einschließlich Flintenmunition sowie Schachteln, gern auch ganze Sammlungen & Restposten (MES f. Munition aller Art vorhanden)
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Alt 26. February 2014, 21:49   #3
Noroan
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Danke für den Tipp mit der Boresnake! Das muss ich mir in der Anwendung mal genauer ansehen, schließlich ist das B88 kein Kipplaufgewehr und ich frage mich gerade, wie gut ich so eine Schnur überhaupt durch den Verschluss bekomme... mal sehen.

Aber warum sollte man den Lauf vor dem Schießen entölen? Und warum würdest Du vom Zerlegen abraten, bzw. worauf müsste man besonders achten? Ich würde zumindest gerne einmal reingucken, ob es in meinem Gewehr auch so schlecht aussieht, wie in dem Testbericht geschrieben...
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Alt 26. February 2014, 22:06   #4
H&K Schütze
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Generell wird ein Lauf vor dem Schießen entölt. Zum einen kann es zu Laufaufbauchungen kommen, es bildet sich ein Bleischlamm welcher die Züge zusetzt und durch Reibungswärme verbrennt Öl und wird harzig. Auch hat es einen negativen Einfluss auf die Präzission.
Ich kenne diese Luftbüchse nicht. Boresnake und Ketten sind natürlich nur für offene Läufe geeignet.
Zerlegen deshalb nicht, weil viele Baugruppen bei Luftbüchse genietet, verstiftet oder gepasst sind und nicht zum mehrmaligen zerlegen und Zusammensetzen gedacht sind. Aber mach doch mal.

Mike
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Alt 26. February 2014, 22:40   #5
Noroan
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Zitat:
Zitat von H&K Schütze Beitrag anzeigen
Generell wird ein Lauf vor dem Schießen entölt. Zum einen kann es zu Laufaufbauchungen kommen, es bildet sich ein Bleischlamm welcher die Züge zusetzt und durch Reibungswärme verbrennt Öl und wird harzig. Auch hat es einen negativen Einfluss auf die Präzission.
OK, gut zu wissen! Ich werde mal sehen, wie ich den Lauf sauber bekomme. Da sich im Verschluss (ich habe eben mal reingeguckt) ein zu mir gerichteter Kegel befindet, in dessen Mitte ich das Diabolo stecken muss, dürfte das mit dem Durchziehen in Schussrichtung mit dem Gewebe der Boresnake nicht gut gehen...
Zitat:
Zitat von H&K Schütze Beitrag anzeigen
Aber mach doch mal.
Hm, das klingt für mich irgendwie nach: "Wirst schon sehen, was du davon hast." Dass man Luftgewehre zum sauberhalten nicht, wie das G36 beim Bund, ständig auseinanderbauen muss, ist prinzipiell schonmal eine gute Sache. (Das ging mir da, besonders nach Mitternacht mächtig, auf den Keks!)

Da ich aber aus genannten Gründen entschieden gerne mal reinschauen würde: Was müsste ich beachten? Ich muss ja nicht jedes Teil ans Tageslicht befördern, meine Sorge ist eher, dass mir die Feder um die Ohren saust, sobald ich nur die falsche Schraube löse...
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Alt 27. February 2014, 07:02   #6
H&K Schütze
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Ich habe ein Haenel LG seit 30 Jahren im Besitz und damals mehr oder heute weniger im Gebrauch. Bis auf ein äußerliches Abreiben der Metallteile mit Öl erfolgte sonst nichts. Funktionieren tut es trotzdem wie am ersten Tag.

Mike
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Alt 27. February 2014, 07:34   #7
John Wayne
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Standard Hi Folks,

ich habe eine Sportluftpistole (Morini 162E) in deren Betriebsanleitung stand, dass auf keinen Fall der Lauf mit Öl gereinigt werden soll. Es wird die Reinigung mit einer weichen Bürste oder trockenen Filzen empfohlen.

Wenn ich die Gebrauchsanweisung richtig übersetzt habe, liegt das wohl an der besonderen Beschaffenheit des Lauf inneren, da er ausschließlich zu verschießen von Bleimunition gefertigt ist.
__________________
Gruß
J.W.
Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
J.W.
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Alt 27. February 2014, 08:08   #8
Gunner
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LAUFAUFBAUCHUNGEN bei 'ner Luftbüchse????
Wohl kaum...
"Bleischlamm" ist mir hier auch noch nie begegnet ?!
Bisher waren alle meiner LG, außer dem Diana No. 1 aus der Frühzeit der Billig-Luftgewehre, zerlegbar ohne sie zu zerstören, viele hatten nach 20-70 Jahren 'ne technische Überholung dringend nötig.
Wenn es (noch) keinen detaillierten Bericht zu der Waffe im Net gibt, empfielt es sich, von jedem Schritt beim Zerlegen ein Foto zu machen.
Das ist um Längen besser, als später vor 'nem 3D-Puzzle zu sitzen.

unter Hochdruch grüßt
der Gunner
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Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

Nichts ist gut in Afghanistan! (Margot Käßmann, Heiligabend 2009 )

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Geändert von Gunner (27. February 2014 um 08:15 Uhr).
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Alt 27. February 2014, 10:10   #9
igel64
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Ich habe einmal den Lauf meiner LUPi mit Öl gereinigt. Nie wieder!!!
Boresnake alle 4 Wochen einmal durchziehen genügt!

LG

Igel
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Alt 27. February 2014, 10:23   #10
erich74
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Zitat:
Zitat von igel64 Beitrag anzeigen
Nie wieder!!!
Weil ?
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Alt 27. February 2014, 10:57   #11
igel64
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....weil danach das Trefferbild bescheiden war. Habe danach kräftig entölt und alles war wieder klaro.
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Alt 27. February 2014, 14:21   #12
Zwilling
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ÖL in der Luftdruckwaffe ????

Soll euch das Ding beim Schiessen um die Ohren fliegen ?

Nur so als Denkanstösse:
Wir arbeiten mit Drücken oberhalb von 40 Bar.
Öl wird beim Druckaufbau fein vernebelt.

Wo passiert so was ähnliches ?

Rischtisch, beim Dieselmotor
Nur, der arbeitet mit 24-27 Bar Kompressionsdruck.

Mir sind während meiner beruflichen Laufbahn als Fachberater mehree Lufdruckwaffen (Federdruck udn Vorkomprimierte) untergekommen, wo sich der Kopressionsraum wegen Ölnebels zerlegt hatte !
Beim System Vorkomprimierte Luft kann es bereist beim spanen zur Verpuffung von Öl kommen und das Ding schlägt zurück !

Druck bei Verpuffung ~ 150 Bar

APPS:
Warum wohl wurde bei Feinwerkbau eine Tube Spezialfett (Vaselineartig) für die Kolbenmanschette beigelegt
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Alt 27. February 2014, 14:43   #13
Gunner
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Wir sprachen bisher nur vom Lauf, nicht vom Zylinder.
Da stört Öl eher nur die Präzision, und das auch nur bei reinrassigen Sportwaffen...
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Alt 27. February 2014, 15:15   #14
Noroan
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Zitat:
Zitat von Gunner Beitrag anzeigen
Wenn es (noch) keinen detaillierten Bericht zu der Waffe im Net gibt, empfielt es sich, von jedem Schritt beim Zerlegen ein Foto zu machen.
Das ist um Längen besser, als später vor 'nem 3D-Puzzle zu sitzen.
Das ist auch meine Sorge! Ich habe eine Explosionszeichnung, den Rat mit dem Fotografieren werde ich aber, wenn es dann soweit ist, auf jeden Fall befolgen.

Laut dem, von mir im Ausgangspost verlinkten, Testbericht kann man das Gewehr ja wohl prinzipiell auch vollständig zerlegen und wieder zusammenbauen. Da Du ja schon mehrere Luftgewehre zerlegt (und hoffentlich auch wieder zusammengesetzt? ) zu haben scheinst, hättest Du vielleicht noch ein paar Ratschläge zum Zerlegen, Gunner?

Zitat:
Zitat von Zwilling Beitrag anzeigen
ÖL in der Luftdruckwaffe ????
Ich hab inzwischen gelesen, dass man beim Schießen mit Luftdruckwaffen sogar vom "Dieseln" spricht, wenn nach dem Schuss noch Ölnebel mitkommt?
Also gut, wo sollte denn nun Öl sein und wo nicht, bzw. womit kann man was am Besten schmieren? Irgendeine Schmierung braucht die Mechanik ja.

Aus meiner Waffe tropfte (!) ein bisschen das Öl, nachdem ich sie ausgepackt hatte und sie war komplett verschmiert. Laut Handbuch dient das dem Schutz der Waffe bei der Lagerung. Ich habe also keine Ahnung, wo in der Waffe überall welches hingelaufen ist. Nach deinem Bericht zur Ölverpuffung wohl noch ein Grund, wie im Testbericht empfohlen, einmal reinzugucken...

Für die Laufreinigung muss ich mir dann auch noch etwas überlegen, Boresnake wird nämlich bei der Bauweise nicht gut gehen. Muss man den Lauf immer in Schussrichtung reinigen? Das wird bei dem starren Lauf mit dem kleinen Verschluss nämlich schwierig.

Natürlich könnte ich auch einfach sagen: "Wird schon passen." und loslegen, das Luftgewehr würde es wahrscheinlich auch mitmachen, schließlich muss es ja bei Verkauf funktionstüchtig sein. Allerdings beschäftige ich mich gerne etwas mehr mit den Dingen, als nur mit ihrer Anwendung, ich bin also weiter dankbar für alle Informationen.
Noroan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27. February 2014, 21:22   #15
H&K Schütze
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Mensch , jetzt mach ´nicht so einen Staatsakt aus deiner Luftbüchse. Schieß damit und gut. Alles was soooo ins Detail geht kann Dir mit Sicherheit der Hersteller sagen.

Mike
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H&K Schütze ist offline   Mit Zitat antworten
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