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Alt 7. October 2014, 01:11   #1
KESSELRING
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Standard Vorstellung ISSC SPA .17 HMR

In diesem Tread möchte ich euch ein relativ neues Gewehr vorstellen.

Das

ISSC SPA


Das hier gezeigte ist im ebenfalls recht frischen Kaliber .17 HMR. Weitere erhältliche Kaliber wären .22 lfb und .22 Magnum.


Zunächst einmal ein paar Basisdaten:

Schaftausführung: Polycarbonat oder Walnussholz
Kaliber: .22lr, .22 Magnum, .17 HMR
Gesamtlänge: 1020mm
Gesamthöhe: 176mm
Gesamtbreite: 59mm
Lauflänge: 510mm
Gewicht ohne/mit Magazin: 2,90kg/2,95kg
Gewicht Magazin ungeladen/geladen: 50g/60g
Magazin-Kapazität: 10 Schuss


Das "SPA" im Namen steht für "STRAIGHT PULL ACTION", was nichts anderes heißt, als das es sich hier um einen Geradezugrepetierer handelt. Mit einem System das dem eines Biathlongewehrs ähnelt, soll hier ein schnelles Repetieren im Anschlag gewährleistet werden.

Das Gewehr wirkt in der Hand sehr sehr zierlich, fast ein bisschen wie ein Spielzeug. Das mag einem jetzt nicht sofort gefallen, dafür ist es aber auf der anderen Seite extrem führig.
Die Verarbeitung ist soweit okay, haut mich aber auch nicht um. An zwei kleinen Stellen (Kanten) ist die Brünierung schon jetzt ein wenig abgerieben.


Das vom Hersteller angepriesene schnelle Repetieren funktioniert bei mir. Ich kann komplett im Ziel bleiben und mit dem Zeigefinger den Ladevorgang durchführen. Dabei ist aber anzumerken, dass ich durchaus große Hände habe und ich mir nicht sicher bin, ob das mit kleineren Händen noch so ohne weiteres klappt. Bei mir ist es von der Ergonomie schon ein wenig an der Grenze, zumal das Verriegeln mit dem Zeigefinge dann doch ein wenig Kraft bedarf.

Ausgestattet ist das Gewehr mit einer 11mm Prismenschiene, ab Werk kann man aber wohl auch Weaver ordern. Was ich vermisse sind Halterungen für einen Trageriemen. Das keine Aufnahme für ein Zweibein vorhanden ist kann ich verschmerzen, ärgerlich ist es schon, da andere Kanditaten in dieser Preisliga dies durchaus bieten.
Das Magazin ist aus Kunststoff und wirkt leider billig. Nicht falsch verstehen, es scheint fest und haltbar verarbeitet, der billig Touch bleibt jedoch. Soweit ich es gelesen habe, wird für alle drei Kaliber das gleiche Magazin verwendet. Jeweils mit einer Kapazität von 10 Schuss.


Kommen wir zur Praxis. Kurz und knapp: Die Waffe macht extrem Spaß!! Trotz aller (kleinen) Kritikpunkte macht es wirklich Laune mit ihr zu schießen. Der Abzug hat zwar keinerlei erkennbaren Druckpunkt, bricht aber dermaßen leicht, dass man denkt man hätte eine Matchwaffe in der Hand. Die Sicherung sitzt fest und läßt sich gut bedienen. Gesichert wird hier, indem der Abzug direkt blockiert wird.

Zur Munition:

Bei der .17 HMR handelt es sich um eine eingezogene .22 WinMag die mit einem 17-20 grs schweren Jagdgeschoss bestückt wurde. Das sorgt für eine V0 von ca. 780 m/s bei immerhin 330 Joule.
Bei 200 Metern sind es noch 380 m/s. Gefallen ist das Geschoss hier nur ca. 11,5 cm.

Verwendet habe ich bis jetzt die Hornady V-Max und Remington Premier. Beide liefen einwandfrei. Streukreise im 1 Euro Bereich.

Die Waffe von links:





Von rechts





Mit geschlossenem System


Mit geöffnetem System.


Waffe mit entnommenen Magazin


Die Sicherung. Diese blockiert direkt den Abzug



Zwei weitere Varianten. Einmal Echtholz-Walnus und die zumindestens optisch gewöhnungsbedürftige Target Variante



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Alt 7. October 2014, 01:13   #2
KESSELRING
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Das Kaliber 17 HMR

Die von mit bisher angetesteten Sorten; Hornady V:Max und Remington Premier. Beide mit .17 grs



Unten die .22 WMR (WinMag), mittig die .17 HMR und oben die .22lfB
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Patronensammlervereinigung
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Alt 19. October 2014, 23:38   #3
Götterbote
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Das ist eine sehr interessante Waffe. In .22 WinMag wäre das auch noch was für mich.

Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht!
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"Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
Peter Ustinov
Götterbote ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20. October 2014, 18:02   #4
Thomas223
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Danke für deinen Testbericht, Kesselring!

Hat dich einfach nur die Technik interessiert oder kann man mit .17HMR praktisch was anfangen?
Ich frag nur weil ich vor ein paar Wochen auch eine beim Händler gesehen hatte, und sie fast nur wegen "habenwill" gekauft hätte.
Thomas223 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20. October 2014, 18:58   #5
KESSELRING
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Die .17HMR ist meiner Meinung nach eine der wenigen echten brauchbaren Innovationen auf dem Munitionsmarkt in den letzten Jahren. Sehr präzise und ohne großen Geschoßabfall. Was will man als Sportschütze mehr?

Von den Geschossen her ist die .17 HMR eine Jagdpatrone, und zumindestens was hier ihren "Praktisch Wert" betrifft, kann ich nur wiedergeben was Google ausspuckt. Aber allgemein ist man wohl sehr angetan.


Edit

Ich hab hier mal einer der zahlreich zu findenden Lobeshymnen aus Google gezogen. Nicht zustimmen kann ich hier allerdings dem genannten Preis. Der liegt bei meinem BüMa bei 14-15 Euro



Zitat:
.17 HMR, das neue Raubzeugkaliber

Viele fragen sich:
„Schon wieder ein neues Kaliber, braucht man das überhaupt?
“. Ist das nicht eine reine Geldschneiderei der Firmen? Wofür braucht
man überhaupt ein solches Kaliber? Was ist der Vorteil gegenüber der bewährten
.22 Winchester Magnum?"


In diesen Frühjahr auf der IWA wurde das neue Kaliber .17 HMR vorgestellt. Es ist im wahrsten
Sinne des Wortes eine kleine Sensation. Es handelt es sich bei dieser Patrone um die
rasanteste Randfeuerpatrone, die es je gab. Im Prinzip handelt es sich um eine .22 Win.Mag.
mit eingezogenem Hülsenhals. Die Hornady-Patrone erreicht ein Vo von 777 m/s und hat
eine Eo von 333 Joule. Die Patrone ist hiermit rund 25 % schneller als eine herkömmliche
.22 WMR und in 200 m hat die Patrone mehr Energie als eine KK-Patrone an der Mündung.
Sie ist auch noch 10 m/s schneller als die beliebte .22 Hornet. Bei einer Entfernung von
100 m beträgt die Geschwindigkeit noch 699 m/s und die Energie ganze 269 Joule. Weiterhin
hat dieses Kaliber eine ganz hervorragende Eigenpräzision. Auf 100 m lassen sich mit
dieser Patrone Streukreise von ca. 1 cm erzielen und auf 200 m sind es knapp 3 - 5 cm. Die
GEE liegt bei 151 m und auf 200 m fällt die Patrone nur 11,7 cm. Sie fällt auf 200 m so viel,
wie die .22 WMR auf 100 m. Auch ist diese Patrone längst nicht so windempfindlich. Bei
5m/s Seitenwind beträgt auf 100 m die Windabdrift nur 6,7 cm. Die .22 WMR wäre hier
schon längst vom Winde verweht. Die Patrone ist mit dem Hornady-V-Max Geschoss ausgestattet,
das über eine Plastikspitze verfügt und sehr leicht deformiert. Interessant ist diese
Patrone für die Raubzeugbekämpfung in der Nähe bewohnter Gebiete, da sie über einen
relativ geringen Knall verfügt und sich das Geschoss sehr schnell zerlegt. Die Patrone ist
jagdlich maximal bis 150 m einsetzbar. Der Preis liegt bei 19,00 € für 50 Schuss und damit
ist sie gut 1/3 billiger, als die beliebte .22 Hornet. Für das Übungsschießen eignet sich dieses
Kaliber ebenfalls hervorragend, da die Patrone ca. dieselbe Vo wie eine .308 Win. hat. Allerdings
fehlt der Rückstoß vollständig.
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ECRA

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Geändert von KESSELRING (20. October 2014 um 19:11 Uhr).
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Alt 20. October 2014, 21:34   #6
Thomas223
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Mir würde da mangels Sportdisziplinen nur die Jagd auf Raubzeug einfallen. In .22lfB wäre das aber sportlich ne feine Sache.
Thomas223 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20. October 2014, 22:11   #7
mbsoldier
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Besten Dank für den ausführlichen Bericht!

Wäre genau das richtige Gerät um die einzelne Krähe auf dem Stoppelacker zu beglücken

Wie ist der Geräuschpegel von dem Gewehrchen? Eher ein "Plitsch" wie KK oder Tendenz zu "Bautz" wie die .223 Rem.?

Grüße
mbsoldier
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Alt 21. October 2014, 08:25   #8
dkp3011
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Zitat:
Zitat von Thomas223 Beitrag anzeigen
Mir würde da mangels Sportdisziplinen nur die Jagd auf Raubzeug einfallen. In .22lfB wäre das aber sportlich ne feine Sache.
Wenn es die BDS L-2109 noch gibt, passt sie da rein.
dkp3011 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21. October 2014, 16:29   #9
approach_lowg
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Gratulation zu dem tollen Bericht.
Ich kann mich weitgehenst nur anschließen.

Bin zZ selber am ausführlichem Testen einer solchen Waffe im Kal 17HMR.

Zur Verarbeitung und "billig", wenn man die Waffe mit dem Kunststoffschaft in der Hand hält, na ja.... sobald man die Waffe aber mit dem Holzschaft in der Hand hält ist es eine ganz andere Waffe. Auf einmal hat man ein richtig tolles Gewehrchen in der Hand das eine super "Führung" hat.

Mit der 17grs Hornady Muni sind die Streukreise recht brav.

Einsatzgebiet ist das günstige Sportschießen und bestens als Raubzeug Waffe geeignet.

Noch was: der Lauf kommt aus dem Hause Lothar Walther.

Geräuschpegel einer KK.

Diese Waffe macht wirklich Laune!

LG Rene
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Alt 21. October 2014, 18:48   #10
Thomas223
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Zitat:
Zitat von dkp3011 Beitrag anzeigen
Wenn es die BDS L-2109 noch gibt, passt sie da rein.
2109 gibt es, im genehmigten SHB gibt es nur .22lfB und .22WMR, im aktuellen, noch nicht genehmigten steht auch .17HMR. Danke für den Hinweis!
Thomas223 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17. January 2015, 21:40   #11
NeptunKB
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Kurze Frage: welches ZF ist an der
waffe montiert?
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Alt 18. January 2015, 08:06   #12
approach_lowg
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Zitat:
Zitat von NeptunKB Beitrag anzeigen
Kurze Frage: welches ZF ist an der
waffe montiert?
Solltest du den oben gezeigte SPA meinen, so steh auf dem ZF Nikko Stirling oben.

Gruss
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Alt 18. January 2015, 21:54   #13
KESSELRING
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Jupp. Ein Billigglas reicht völlig
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Alt 3. January 2018, 16:29   #14
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Hab meine mittlerweile verkauft, und mir vom neuen Besitzer berichten lassen, dass es ein ganz hervoragendes Gewehr für die Jagd auf Kaninchen, Enten, Dachs und Füchs ist.
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Alt 5. January 2018, 22:44   #15
Othmar
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Zitat:
Zitat von KESSELRING Beitrag anzeigen
Hab meine mittlerweile verkauft, und mir vom neuen Besitzer berichten lassen, dass es ein ganz hervoragendes Gewehr für die Jagd auf Kaninchen, Enten, Dachs und Füchs ist.
Dachs und Fuchs??
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