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Alt 26. May 2016, 09:34   #31
abld
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Zitat:
Zitat von P.O.Ackley Beitrag anzeigen
Ach ja, hab was vergessen.
Zwischen Pulver und Geschoss gehört noch eine Pappscheibe. Meißt aus "Milchkarton". Auch wichtig ist das Geschossfett. Das BP verkrustet im Lauf. Damit das weich bleibt, muss das Fett passen. Ne Wissenschaft für sich.... Manche schreiben, dass das gefettete Geschoss ausreicht, andere setzten hinter das Geschoss, zwischen zwei Pappscheiben ein "grease cookie". Also ein Fettpolster, das mit durch den Lauf geschossen wird. Für den Anfang, hab das auch in alten Patronen gesehen, einfach eine 5mm dicke Scheibe aus Bienenwachs nehmen.
Hier noch ein Viedeo zum Thema, da gibt´s aber genug im www.
https://www.youtube.com/watch?v=LFOhifQPBH8

Ist alles machbar. Ein Bekannter hat mit meiner Anleitung via mail seine .45-70 mit BP geladen und auf 50m schon annehmbare Ergebnisse erzielt. Man braucht halt Geduld. Und ich sag immer, wenn das unsere Vorväter, mit teilweise primitiven Mitteln zu Stande gebracht haben, ja sogar im "Feld" oder der Prairie, dann müsste man das auch heute noch zustande bringen.

Martin
Guten Morgen, Martin 😀😀😀😀

Das ist alles höchst spannend und ich danke Dir ganz herzlich für diese umfangreiche Hilfestellung!!

Ich habe ja nun bald den Wiederladerkurs - da werde ich den Dozenten mal gleich dazu löchern (der Arme)😀

Vielleicht darf ich Dich auch hin und wieder mal um Rat fragen - das wäre prima!

Einen schönen Feiertag (zumindest in einigen Bundesländern) und herzliche Grüße:

Toni
abld ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26. May 2016, 12:29   #32
P.O.Ackley
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Überfordere den Dozenten aber nicht. Meiner hatte damals absolut Null Ahnung von BPCR-Laden.....
Der Kurs vermittelt das Minimum was man als Wiederlader und der Sachkunde dazu benötigt. Und auch nur, weil´s der Gesetzgeber so will. In AT brauchts das alles nicht.....
Ich weiß ja nicht, was Du noch so laden willst. Gut, ich hatte bisserl "Vorbildung" hab mit 14, 15 schon .44Magnum mit meinem Vater geladen für seine M94. Meine ersten eigenen Patronen waren für die .45-70, .300WinMag und die .44Magnum. Letztere sehe ich als absolut unkompliziert für Einsteiger. Mit sowas anzufangen ist schon ratsam, bevor man sich an BP-Patronen herantraut. Aber wie gesagt, es ist keine Wissenschaft. Selbst in einer industriellen Herstellung von ersten militärischen Patronen mit Schwarzpulverladung hat das ja auch funktioniert. Gab da einen interessanten Abschnitt in einem Buch über die 11,15x60R.
Aber wenn Fragen auftauchen, frag.

Martin
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Alt 26. May 2016, 12:38   #33
derda
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Iraqveteran8888 hat mal ein Video gemacht, wo es um das Wiederladen von Patronen für das Martini-Henry geht. Also was man alles bei Schwarzpulver beachten musst. Finde es sinnvoll, sich das auch mal ein längeres Video anzuschauen (als Ergänzung zum schon genannten Video):

Klick mich, ich bin Youtube
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Alt 26. May 2016, 13:58   #34
P.O.Ackley
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Ja, den kenne ich, der hat auch ein Video zur 11,15x60R und seinem Mauser 71/84. Sowas sollte man sich anschauen. Sehr informativ.
Der hier ist auch ganz nett:
https://www.youtube.com/watch?v=DiT6Bzz2SPs

Genauso auch der Ungar, "capandball", auch auf youtube.

Hier gibt´s ne gute Erklärung zum Aufbau einer BP-Patrone.
https://www.youtube.com/watch?v=l7DDGgE0wU8


Martin
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Alt 26. May 2016, 16:24   #35
P.O.Ackley
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In einem meiner englischen Büchlein habe ich noch original Angaben zu Fabrikpatronen von ICI aus dem Jahre 1926 gefunden.
Hier gab es drei BP Labos, einmal ein 155grs HP, ein 190grs TM (copper tubed) und ein 215grs Solid (FMJRN) jeweil mit 50grs BP geladen. Für das erste Geschoss werden als Druck 10tons/sq" angegeben. Die Nitro-for-Black Labo hatte ein 190grs Teilmantel mit 22grs Cordite geladen. Diese genannten Teilmantel dürften sehr dünnwandiger Bauart entsprochen haben, also ein .357Magnum Geschoss dürfte da schon passen.
Mit modernen Ladedaten hatte ich noch mein Glück....

Martin
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Alt 26. May 2016, 21:45   #36
abld
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Smile Martin und Derda - herziehen Dank 😀😀😀😀

... vielen lieben Dank, Martin und Derda 😀😀😀

Einfach nur super - Danke für die Hilfe!!!
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Alt 28. May 2016, 19:40   #37
P.O.Ackley
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Ich hab in einem älteren Patronenbuch (1980) eine NC-Ladeangabe für die BP-Version gefunden. Hier werden 23grs IMR-4198 und ein 190grs Geschoss (Blei?) geladen. Das IMR-4198 ist rel. "beliebt" für Nitro-for-Black Ladungen aus den 1970er und 80er Jahren. Ich hab das mal probiert in der .45-70, hatte nur Probleme..... Nur "hang-fires", auch mit Magnum-Zündern. Weiß nicht, wie sich das Zeugs in einer kleineren Hülse verhält. Heute nutzen die Ami´s lieber das 5744 und "wir" hier das N110.


Martin

PS: Ladedaten wie immer ohne Gewähr!
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Alt 29. May 2016, 13:53   #38
abld
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Zitat:
Zitat von P.O.Ackley Beitrag anzeigen
Ich hab in einem älteren Patronenbuch (1980) eine NC-Ladeangabe für die BP-Version gefunden. Hier werden 23grs IMR-4198 und ein 190grs Geschoss (Blei?) geladen. Das IMR-4198 ist rel. "beliebt" für Nitro-for-Black Ladungen aus den 1970er und 80er Jahren. Ich hab das mal probiert in der .45-70, hatte nur Probleme..... Nur "hang-fires", auch mit Magnum-Zündern. Weiß nicht, wie sich das Zeugs in einer kleineren Hülse verhält. Heute nutzen die Ami´s lieber das 5744 und "wir" hier das N110.


Martin

PS: Ladedaten wie immer ohne Gewähr!
Hallo, Martin 😀

Danke für Deine ganze Mühe - das ist wirklich großartig!

Du meinst also, dass diese Ausweichmöglichkeit eher zu nicht zündenden Pulverladungen führen könnte - richtig?

Für mein Verständnis - ist es richtig, dass zur Vermeidung von Mehrfachzündungen sowohl bei BP als auch bei NC die Patronenhülse vollständig ausgefüllt sein sollte?

Wenn das so wäre - wie könnte man dann wegen der höheren Drücke bei NC vermeiden, dass einem ein BP-Lauf um die Ohren fliegt (falls es denn zündet) - evtl. durch weniger NC Pulver und dafür Fülkstoffe verwenden?

Du siehst - viele Fragen 😀😀

Herzliche Grüße :

Toni
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Alt 29. May 2016, 15:19   #39
P.O.Ackley
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Das mit den "hangfires", also verzögerten Zündungen (0,2-0,5s) hatte ich bis jetzt nur mit eben IMR-4198 und auch mit dem in etwa gleich "schnellem" N120. Meine "Vermutung" hier, das Ladedichte war an einem Punkt, wo der Zündstrahl das Pulver aufwirbelt, aber noch nicht durchzündet. Bei N120 war´s erst weg bei max.Ladung und Magnumzündern. Dann war aber die Präzision unter aller Sau..... Sowas hatte ich mit schnelleren Pulver nicht, genauso auch nicht mit progressiveren Pulvern. R902 lade ich seit 20 Jahren in der .45-70.
Bei so geringen Ladungen wie für BP-Patronen und IMR-4198 wurden früher immer Filler/Füllstoffe als Watte oder Dacron empfohlen. Davon ist man aber in den letzten Jahren weg, vorallem bei Pulvern wie 5744 und N110. In dem einen Video über BP-Ladungen, stopft der Wiederlader auch Watte auf die BP-Ladung um den Luftraum auszufüllen. Bei BP ist das ja sehr wichtig. BP verbrennt eher explosionsartig in der Hülse und das Luftpolster über dem Pulver kann so einen Ring in´s Lager drücken.
Um ehrlich zu sein, ich würde mal N110 als NC-Ladung versuchen. Das wird in der alten 8,15x46R auch geladen. Auch ohne Filler. Optimal wäre natürlich als Reverenzpunkt, dann fünf Patronen Gasdruck messen zu lassen. Kenne aber kein BA in DE der einen solchen Messlauf hätte.
Besorg Dir mal alle "Zutaten", dass wird eh bisserl dauern.... Vielleicht hab ich bis dahin noch was anderes finden können.

Martin
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Alt 29. May 2016, 16:34   #40
abld
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Zitat:
Zitat von P.O.Ackley Beitrag anzeigen
Das mit den "hangfires", also verzögerten Zündungen (0,2-0,5s) hatte ich bis jetzt nur mit eben IMR-4198 und auch mit dem in etwa gleich "schnellem" N120. Meine "Vermutung" hier, das Ladedichte war an einem Punkt, wo der Zündstrahl das Pulver aufwirbelt, aber noch nicht durchzündet. Bei N120 war´s erst weg bei max.Ladung und Magnumzündern. Dann war aber die Präzision unter aller Sau..... Sowas hatte ich mit schnelleren Pulver nicht, genauso auch nicht mit progressiveren Pulvern. R902 lade ich seit 20 Jahren in der .45-70.
Bei so geringen Ladungen wie für BP-Patronen und IMR-4198 wurden früher immer Filler/Füllstoffe als Watte oder Dacron empfohlen. Davon ist man aber in den letzten Jahren weg, vorallem bei Pulvern wie 5744 und N110. In dem einen Video über BP-Ladungen, stopft der Wiederlader auch Watte auf die BP-Ladung um den Luftraum auszufüllen. Bei BP ist das ja sehr wichtig. BP verbrennt eher explosionsartig in der Hülse und das Luftpolster über dem Pulver kann so einen Ring in´s Lager drücken.
Um ehrlich zu sein, ich würde mal N110 als NC-Ladung versuchen. Das wird in der alten 8,15x46R auch geladen. Auch ohne Filler. Optimal wäre natürlich als Reverenzpunkt, dann fünf Patronen Gasdruck messen zu lassen. Kenne aber kein BA in DE der einen solchen Messlauf hätte.
Besorg Dir mal alle "Zutaten", dass wird eh bisserl dauern.... Vielleicht hab ich bis dahin noch was anderes finden können.

Martin
😀😀 o.k - dauert bei mir noch sicher etwas länger - mache ja jetzt erst den Kurs und darf bisher noch gar kein Pulver usw. einkaufen 😀😀
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Alt 29. May 2016, 18:33   #41
P.O.Ackley
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Das Pulver, wenn man weiß, was man nimmt, dürfte das geringste Problem sein. Ebenfalls Geschosse mit .357" Durchmesser aus Blei oder "beschichtet".
Schau erstmal, dass Du Hülsen, den Matrizensatz und den Hülsenhalter bekommst.
Dann sehen wir weiter....
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Alt 29. May 2016, 20:35   #42
abld
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Zitat:
Zitat von P.O.Ackley Beitrag anzeigen
Das Pulver, wenn man weiß, was man nimmt, dürfte das geringste Problem sein. Ebenfalls Geschosse mit .357" Durchmesser aus Blei oder "beschichtet".
Schau erstmal, dass Du Hülsen, den Matrizensatz und den Hülsenhalter bekommst.
Dann sehen wir weiter....
Mache ich - brauche ja auch noch das restliche Equipment (Presse, Pulverwaage, Fett usw. usw) 😊😊

Was wäre hier zu empfehlen?

Ein Kollege hat jetzt gerade eine Rock Chucker Standard geordert!

Die sollte ja eigentlich reichen - oder?

lg: Toni
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Stichworte
alte waffe, beschuss, nitrocellulose, patrone, schwarzpulver

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