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Alt 13. February 2013, 11:48   #1
John Wayne
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Arrow Verkannter Welterfolg in vier Akten

Ouvertüre
Nachdem ich mir eine ordentliche Grippe eingefangen hatte, war ich verdammt meine Tage vor dem Fernseher zu verbringen. Ich musste an einem Tag ansehen, wie ein Gangster bei „Hart aber Herzlich“ eine TT33 aus der Jacke zog und am gleichen Abend miterleben, wie ein Reporter bei einer Reportage über somalische Piraten mit einer „Koreanischen“ Pistole samt Fangriemen ausgestattet wurde. Da war das Maß voll….sofortiges Ende des absolut unproduktiven rumliegens…

1. Akt
Mitte der 1920er Jahre sollte der russische Ordonanzrevolver Nagant M 1895 durch eine Selbstladepistole ersetzt werden. Schon seit der Zarenzeit war der Nagant Revolver Servicewaffe in der russischen Armee (Bild 1/a).

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts haben die meisten Armeen moderne Selbstladepistolen als Ordonanzwaffen eingeführt und die meist veralteten Revolver ausgemustert oder in die Reserve überführt.

Eine Reihe von Pistolenentwicklungen wurden in diesen Jahren den russischen Prüfkomitees vorgestellt. Auch mit ausländischen Waffen wurde geliebäugelt.

Letztendlich aber war die Policy:
Eine eigene Herstellung musste her, um von ausländischen Lieferungen unabhängig zu sein.

Im Waffenwerk Tula wurde von Fjodor Tokarev das Pistolenmodel TT (= Tula Tokarev) 30 entwickelt und setzte sich an die Spitze der bis dahin vorgestellten Modelle. Die TT 30 bekam, nach eingehender Prüfung, den Zuspruch und wurde ab 1931 in die russische Armee eingeführt (Bild 1/b).

Eine 1933 durchgeführte Modifizierung, die eine noch günstigere Herstellung ermöglichte, ließ das endgültige Model TT 33 mit Single Action (SA) Abzug entstehen (Bild 2/a).

Vom Design her bedienten sich die Konstrukteure am Browning Model 1903, die Verriegelung wurde vom Colt Model 1911 (Colt-Browning-System) kopiert. Mit dem Unterschied, dass sich die Verriegelungsnocken auf den Läufen der TT-Modelle im kompletten Umfang um den Lauf befinden und die der Colt Version nur im oberen, dem verriegelnden Bereich, vorhanden sind (Bild 2/b-c).

Auch in der Explosionszeichnung sind viele Parallelen zwischen den Colt Modellen und der TT 33 zu erkennen (Bild 3).

Eingerichtet für das Kaliber 7,62x25 Tokarev, dass sich stark an die deutsche Patrone 7,63 Mauser anlehnte und 1930 mit der TT30 entwickelt wurde, nahm die Produktion ihren Lauf (Bild 4).

Bei meinen persönlichen Schusstests begleiteten mich diesmal folgende Pistolen (Bild 5):

- Pistole Tokarev TT33, Hersteller Tula (Russland), Kaliber 7,62x25 Tokarev, Modelversion 1947
- Pistole L 213, Lizenznachbau der TT 33 von Norinco (China), Kaliber 9mm Luger, Modelversion 1954, Baujahr Anfang 1990
- Modifizierte Tokagypt Super 12/T58, die aus der Lizenzfertigung der TT 33 von FEG (Ungarn) entstand, Kaliber 9mm Luger mit Wechsellauf im Kaliber 7,62x25 Tokarev, Modelversion 1958

Relativ schnell musste sich das Model TT33 eines neuen Konstruktionsauftrages erwehren. Die Planung war eine Pistole mit einem freiliegendem Lauf, mit der man durch die Sichtschlitze von gepanzerten Fahrzeugen schießen konnte.

Der Ausbruch des Krieges verhinderte die endgültige Ausplanung dieser Waffen und das Model TT 33 wurde vorerst in einer sehr hohen Stückzahl produziert.

Am Ende des Krieges, 1945, ging es der TT 33 wieder an den Kragen.
Zu schwer war sie, zu groß war sie und der Produktionsaufwand zu teuer, obwohl schon auf geringste Herstellungskosten getrimmt. Das Ziel war eine kleinere, leichtere und führigere Pistole mit einer leistungsstarken 9mm Patrone.

1945 nochmals modifiziert um die Herstellungskosten zu senken, wurde dann die Produktion heruntergefahren. Mit erscheinen der neuen *Ordonanzpistole 1952 für die rote Armee, wurde die Herstellung der TT 33 in der Sowjetunion nur noch zum beliefern einiger Warschauer Pakt Staaten aufrecht erhalten.

*Das gelang den Konstrukteuren 1952 mit dem Model PM (Pistole Makarow) im Kaliber 9mm Makarow (siehe Thread: http://www.waffen-welt.de/showthread.php?t=4364 )

Über die hergestellten Stückzahlen gibt es kaum verlässliche Angaben. Vermutlich sind in der Zeit von 1934-1945 ca. 700000 Pistolen des Typs TT33 hergestellt worden. Zählt man nun noch die ersten TT 30 Modelle mit einigen zehntausend Stück dazu, so kann man mutmaßen, dass bis Kriegsende WKII rund 790000 TT30/TT33 Produziert wurden.

In der Zeit von 1945-1952 kamen wohl noch ca. 200000 Stück dazu, so das sich die Gesamtanzahl an TT30/TT33 Pistolen, die in der Sowjetunion hergestellt wurden, auf ca. 990000 beziffern lässt (vorsichtige, persönliche Schätzung des Verfassers nach Recherchen mit erheblich unterschiedlichen Zahlenangaben).

Unbestätigt auch, dass die Vereinigten Staaten die Sowjetunion in den letzten Kriegjahren mit TT33 Produktionen unterstützt haben sollen, wurde doch eigens von FEG eine TT33 Version für den Waffenmarkt in den USA hergestellt.

Erstaunlich ist, dass die Produktion des Nagant Revolvers 1934 eingestellt, aber 1935 schon wieder aufgenommen wurde. In der Zeit von 1935-1942 wurden zusätzlich 420000 Nagant Revolver produziert und an die rote Armee ausgeliefert…..sollte doch eigentlich die TT33 diese Waffe ablösen….?

Bis in die 1970er Jahre wurde die TT33 in Russland noch von Polizeieinheiten geführt, bis Mitte 1960 ist sie noch in Teilen der roten Armee eingesetzt worden.

1974 endete dann die Produktion der TT33 in Russland.

Zählt man zu der Produktionszahl der in der Sowjetunion hergestellten TT30/TT33 Modelle nun die Nachkriegslizenzbauten, die bis in die 1970 andauerten, dazu, so kommt man auf eine nahezu unglaubliche Anzahl dieses Pistolenmodels.

1. Akt / zweiter Aufzug
Als Lizenznachbauten wurden TT33 Modelle u.a. in den Staaten China als Modell 54, Nordkorea als Model 68, Ungarn als Model 58, Polen als Model PW33 und Jugoslawien als Model M57 hergestellt und auch noch von allen Herstellern bis nach 1970 in großen Stückzahlen produziert. Unter anderem als Exportmodel im Kaliber 9mm Luger.

Während die original TT 33 keine manuelle Sicherung besaß, sondern sich der
einzigen Sicherungsmöglichkeit über den Sicherungsrast des Hahnes bediente, besaßen die beiden anderen Modelle jeweils an der linken Rahmenseite eine manuelle Sicherung.

Die Sicherung der TT33 über den Sicherungsrast funktionierte indem man den Hahn in den Sicherheitsrast vorspannte. In dieser Stellung wurden gleichzeitig die Abzugmechanik und der Verschlussrücklauf gesperrt (Bild 6/a).

Diese Art der Sicherung ist ebenfalls bei den beiden Vergleichsmodellen vorhanden.

Verschiedenste Modifikation entstanden bei Waffenherstellern aus den Lizenzverträgen. FEG Ungarn stellte wohl eine der berühmtesten her. Das Model M58 Tokagypt und lieferte in den 1970 Jahren davon ca. 15000 Waffen, eingerichtet für das Kaliber 9mm Luger, an die ägyptische Polizei.

Diese Modelvariante besaß den gesamten Griff umschließende Griffschalen. Somit war das Griffstück wesentlich besser zu fassen als der etwas klein und schmal ausgefallene Griff der TT33 Versionen (Bild 6/b).

Um die Umrüstung der Pistole auf das Kaliber 9mm Luger durchzuführen, mussten neben den Läufen und den Patronenlagern auch die Magazine geändert werden.

Während das Magazin des Norinco Models 213 der Patrone 9mm Luger angepasst wurde, wurde beim Model Super 12 / T58 das original 7,62 Tokarev Magazin mittels eines Einsatzes im Magazinrückenteil einfach auf das Kaliber 9mm Luger, inclusive einer Magazinbodenverlängerung, modifiziert (Bild 6/c).

Ein weiteres Model T58 von FEG (Quasi das Model Tokagypt) wurde hingegen mit Hammer und Sichel und mit einem Wechsellauf im Kal. 7,62x25 Tokarev versehen, eingerichtet im Kaliber 9mm Luger und für den amerikanischen Markt hergestellt (Bild 7/a).

In Deutschland wurde die modifizierte TT33 als Model Firebird, ebenfalls im Kaliber 9mm Luger, ebenfalls aus Ungarn von FEG, in den 1970er Jahren angeboten (Bild 7/b).

Norincos Neuauflage des Models TT33 mit der Modelbezeichnung 213 zielte daraufhin, mit Einrichtung im Kaliber 9mm Luger und einer Manuellen Sicherung, den Markt mit einer modernern Version der durchaus beliebten und sehr zuverlässigen TT33 zu bedienen.

2.Akt
Besondere Features:
Das Zerlegen der Waffe ist erstaunlich einfach, obwohl man sich der Colt-Technik bemächtigte. Durch eindrücken der Verschlussfederführung und drehen der Laufbuchse um 180 Grad wird der Druck auf die Verschlussfeder reduziert.
Nun muss lediglich die Spange, die den Verschlussfanghebel auf der rechten Seite fixiert, zurückgezogen werden. Dann wird der Verschlussfanghebel, der auch als Verriegelungsachse dient, einfach aus der Waffe gezogen. Die Verschlussstellung ist in diesem Fall egal, der Hahn sollte allerdings anliegen. Jetzt kann der Verschluss mit Lauf und Verschlussfeder vom Griffstück geschoben werden. Die Verschlussfeder wird nun nach hinten aus dem Verschluss gezogen, während der Lauf nach vorn aus dem Verschluss geschoben werden kann (Bild 8/a).

Bei allen 3 Modellen lässt sich die gesamte Schlosseinheit aus der Waffe entfernen. Dieses lässt ein wesentlich besseres reinigen der Waffe zu. Weiterhin sind diese Schlosseinheiten untereinander austauschbar und können so, bei defekten, Modular instandgesetzt werden (Bild 8/b).

Technische Daten TT33 / Norinco Mod. 213 / FEG Super 12/T58:
Kaliber: 7,62x25 Tokarev / 9mm Luger / 9mm Luger (7,62x25 Tok.)
Lauflänge: 117mm
Magazinkapazität: je Waffe 8+1
Gesamtlänge: 196mm
Gesamthöhe: 130mm
Gesamtbreite: 30,5mm
Gewicht: 850gr. / 850gr. / 890gr.

Verwendete Munition:
- Fabrikgeladene 7,62x25 Tokarev Patronen von Sellier & Bellot

Wiedergeladene 9mm Luger Patronen
- Laborierung: Hülse MagTech, Geschoss H&N PbCu .357Dia Rundkopf 8,0gr, Treibladung 4,2grain N320, Zündhütchen Murom SP.

Patronenleistungsdaten 7,62x25 Tokarev / 9mm Luger (& 7,63 Mauser) zum Vergleich:
Geschossdurchmesser: 7,84mm / 9,03mm / (7,86mm)
Geschossgewicht: 5,51gr./ 8gr. / (5,7gr.)
Hülsenform: Flaschenhülse / Zylinderhülse / (Flaschenhülse)
Patronenlänge: 35mm / 29,7mm / (34,9mm)
Vo: 480m/s / 380 m/s / (430m/s)
Eo: 650 Joule / 450 Joule / (500 Joule)
Entwicklungsjahr: 1930 / 1902 / (1896)

3.Akt
Das Schussprogramm für die Waffen sah wie folgt aus:
Je 5 Schuss durchs Messgerät
Entfernung 2mtr.
TT33 in 7,62 Tok.
V2 : 440 m/s
E2 : 534 Joule
Mod. 213 in 9mm Luger
V2 : 322m/s
E2 : 415 Joule
T 58 in 9mm Luger
V2 : 331m/s
E2 : 438 Joule
T 58 in 7,62 Tok.
V2 : 439m/s
E2 : 531 Joule

Entfernung 15mtr.
Je 5 Schuss auf 15mtr. zur Ermittlung des Haltepunktes
TT33 = leichter Hochschuss; Norinco Mod. 213 = Fleckschuss
FEG Super 12/T58 (7,62Tok.) 7 links ; FEG Super 12/T58 (9mm Luger) = leichter Hochschuss

Entfernung 15mtr.
Abschlussscheibe je 5 Schuss / Waffe nach Haltepunkt
Kennzeichnung TT33 rot, Norinco blau, FEG 12/T58 weis (7,62 Tok.), gelb 9mm Luger

Auswertung TT33:
+ Rückstoss ausgewogen, begünstigt durch das Waffengewicht
- Schleppender, typischer Abzug für eine Dienstwaffe
+ Grobe Visierung, leichte Zielauffassung
- Mäßige Handlage
+ Verschluss beim Fertigladen gut bedienbar
+ Keine Probleme mit der wiedergeladenen Munition

Auswertung Norinco Mod. 213:
+ Rückstoss ausgewogen, begünstigt durch das Waffengewicht
+ Trocken auslösender Abzug
+ Grobe Visierung, leichte Zielauffassung
- Mäßige Handlage
+ Verschluss beim Fertigladen gut bedienbar
+ Keine Probleme mit der wiedergeladenen Munition

Auswertung FEG Mod. Super 12/T58:
+ Rückstoss ausgewogen, begünstigt durch das Waffengewicht
- Schleppender, typischer Abzug für eine Dienstwaffe
+ Sehr feine Visierung, schwere Zielauffassung für Präzisionsschuss
+ Gute Handlage
+ Verschluss beim Fertigladen gut bedienbar
+ Keine Probleme mit der wiedergeladenen Munition

Gesamtpunkte von 6 möglichen:
TT33 = 4 Punkte
Norinco Mod. 213 = 5 Punkte
FEG Mod. Super 12/T58 = 5 Punkte

Schlussakt
Persönliches Fazit:
Die Visierung sind bei alle drei Modellen identisch. Relativ grob, dadurch zur schnellen Zielaufnahme gut geeignet. Die Abzüge sind gewöhnungsbedürftig. Lösen aber am Punkt, zwar mit hohem Gewicht, trocken aus. Lediglich das Abzugverhalten der Norinco war für den Präzisionsschuss gut geeignet.

Das unterschiedliche Leistungsspektrum der Munition ist gut spürbar. Die 7,62x25 Tokarev Patrone ist ein wahrer Knaller. Der Rückstoß ist spürbar stärker als der der 9mm Luger, aber noch im Rahmen des erträglichen. Begleitet von einem Feuerball und einem Mündungsknall der sich gewaschen hat verlässt das Geschoss der 7,62 Tok. den Lauf der TT33 und die leere Hülse wird mehr als um das 3x so weit wie die der 9mm Luger aus der Waffe katapultiert.

Die 9mm Luger Versionen schießen sich dagegen „Lammfromm“ An den Messwerten kann man feststellen, wie Gasdrucksicher die 7,62 Tok. im Gegensatz zur 9mm Luger ist. Mit der 7,62 Tok. Patrone ist allerdings ein größeres Nachrichten nach jedem Schuss notwendig.

Als Rückstoßlader haben alle verwendeten Modelle einen recht kurzen Verschlussrücklauf und sind dadurch schnell wieder ins Ziel zu richten.

Die Präzision hält sich in Grenzen. Aber von einer militärischen Kurzwaffe ist eine hohe Präzision auch nicht von Nöten, wobei sich die FEG Super 12/T58 ganz klar von den anderen Modellen absetzte. Trotz des schlechten Abzuges war das Trefferbild beim Haltepunktschießen unglaublich (Bild 9).

Die TT33, eine meiner umfangreichsten Geschichts- und Testberichte die ich je verfasst habe, wenn nicht sogar der umfangreichste. Bestimmt gibt noch sehr viele Features, die über diese Waffe berichtet werden können - eine Essenz davon habt ihr hier vorgefunden.

Die TT33, eine einfache Pistole die es in sich hat. Selbst Kopie und oft kopiert. Eine unglaubliche Anzahl von hergestellten Waffen über die Welt verteilt. Extrem zuverlässig in seiner Funktion und bei Kennern beliebt. Immer wieder überraschend über ständig neue, aufgehende Hintergründe, eines augenscheinlichen Mauerblümchens.

Der Bleistift im All….„Typisch" russische Innovation…(Bild10).
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Gruß
J.W.
Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
und das nur, weil DU nicht dafür gekämpft hast.
J.W.
John Wayne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13. February 2013, 12:21   #2
Michael
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Beiträge: 9,139
Thumbs up

Howdy Cowboy!

Um die guten Stücke beneide ich dich ernsthaft, gerade eine TT33 hatte ich schon immer auf meiner "Haben-Wollen-Liste". Leider hat es bei mir nur für ein mittlerweile WBK-pflichtiges "Spielzeug" gereicht, ich habe diese LEP-Variante schon mal hier im Forum gezeigt:

http://www.waffen-welt.de/showthread.php?t=80

Wenn du also irgendwann mal über deine Nachlass-Verfügung nachdenken solltest (Hoffentlich nicht zu bald! ) und keinen Erben für die TT33 haben solltest -> Ich kann dir meine Adresse gerne per PN zukommen lassen. *duckundwech*

Ich habe einen Kollegen, der eine TT33 hat und auch ab- und an mal schießt, so habe ich wenigstens hin- und wieder mal die Gelegenheit um dieses eindrucksvolle Kaliber in der Praxis zu erleben. Würde mir persönlich wirklich sehr gut gefallen, mein Problem ist nur, dass ich als Sportschütze bereits mehrere Kurzwaffen im Bestand habe und mich in Punkto Oldie-Disziplinen für die Stechkin APS in 9mm Makarov entschieden habe, somit kann ich leider kein Bedürfnis mehr für eine Tokarev erbringen, was wirklich schade ist...

Vielen Dank für den tollen Bericht!

Gruß

Michael
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“The 10mm Auto retains more kinetic energy at 100 yards than the .45 ACP has at the muzzle”
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Alt 13. February 2013, 15:01   #3
Ole
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Beiträge: 715
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Wieder ein super Beitrag von dir. Kann die 7,63Mauser und die 7,62x25 aus der TT33 verschossen werden?

Gruß Ole
Ole ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13. February 2013, 15:31   #4
John Wayne
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Beiträge: 777
Standard Hi Michael, Hi Ole,

Zitat:
Zitat von Michael Beitrag anzeigen
Vielen Dank für den tollen Bericht!
@Michael
Vielen Dank.
ich bin Deinem Link gefolgt und froh, dass ich einige Parallelen entdecken konnte. Das untermauert ja auch meine Recherchen.
Die Erbfolge ist soweit geregelt....ich habe eine Doppelgrabstelle...

Zitat:
Zitat von Ole Beitrag anzeigen
Wieder ein super Beitrag von dir. Kann die 7,63Mauser und die 7,62x25 aus der TT33 verschossen werden?
@Ole
Vielen Dank.
Ja, kann sie. Das war auch mit Hintergrund der Entwicklung. Die höhere Laborierung der 7,62 Tokarev Patrone schloß bei Verwendung der 7,63 Mauser eine Waffensprengung aus, weiterhin sind fast alle Maßunterschiede im 100tel Bereich und das sind, solange die Hülsenform ins Patronenlager passt, ballistisch unerhebliche Werte (Vergleich nochmal die Patronendaten).
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Gruß
J.W.
Irgendwann wirst Du feststellen, dass es etwas nicht mehr gibt obwohl es doch immer da war...
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J.W.
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Alt 13. February 2013, 16:12   #5
Sandmann
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Wie immer sehr schöner Bericht!
__________________
.22LfB; .22 WMR; 9x19; 40S&W; .357 Magnum; 5,56x45; 7,5x55; 7,62x51; 7,62x54R; 30-06; 308 Norma Mag; 8x57IS; 8x68S; 16/70; 12/76
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Alt 14. February 2013, 09:54   #6
EL LOBO
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Hallo JW
Dich zu loben, heißt... "Bäume in den Wald tragen"...

Ich habe einen Norinco Nachbau der TT33 in 7,62x25 Tok....würden darauf die Griffschalen der M58 Tokagypt passen...

Gruß Wolf...
EL LOBO ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14. February 2013, 10:57   #7
wozzi
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TT-33 wurde bis zu ende der 50-er Jahre auch in Radom/Polen hergestellt...

Viele Dank John... Mal wieder.
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Alt 14. February 2013, 14:58   #8
John Wayne
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Standard Hi Sandmann, EL LOBO & wozzi,

Zitat:
Zitat von Sandmann Beitrag anzeigen
Wie immer sehr schöner Bericht!
@Sandmann
Vielen Dank.

Zitat:
Zitat von EL LOBO Beitrag anzeigen
....Norinco Nachbau der TT33 in 7,62x25 Tok....würden darauf die Griffschalen der M58 Tokagypt passen...
@EL LOBO
Vielen Dank.
da behaupte ich, ohne mich jetzt aus meinem bequemen Sessel zum Safe zu schleppen um es auszuprobieren, JA. Die Lenzenzbauten sind, bis auf kleinste Nuancen, identisch. Somit werden auch die Rahmen umschließenden Griffschalen passen.

Zitat:
Zitat von wozzi Beitrag anzeigen
TT-33 wurde bis zu ende der 50-er Jahre auch in Radom/Polen hergestellt...Vielen Dank John... Mal wieder.
@wozzi
Vielen Dank.
im ersten Akt, zweiter Aufzug habe ich die Lizenzbauer aufgezählt. Die Bezeichnung für die polnische TT33 war nicht PW (tippfehler), sondern PR 33. Man könnte daraus schließen, dass das evtl. Polski Radom heißt (ich weis es aber nicht genau).
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Gruß
J.W.
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Alt 14. February 2013, 16:11   #9
wozzi
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Zitat:
Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen
@wozzi
Vielen Dank.
im ersten Akt, zweiter Aufzug habe ich die Lizenzbauer aufgezählt.
Sorry, habe ich überlesen...

Zitat:
Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen
Die Bezeichnung für die polnische TT33 war nicht PW (tippfehler), sondern PR 33. Man könnte daraus schließen, dass das evtl. Polski Radom heißt (ich weis es aber nicht genau).
Meinst Du die Bezeichnung der Waffe, oder der Produktionsstätte? Es kann sein, dass ich demnächst Kontakte mit Leuten haben werde, die da mehr wissen, also wenn Du Fragen hast her damit!
wozzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15. February 2013, 15:44   #10
John Wayne
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Benutzerbild von John Wayne
 
Registriert seit: 24.07.10
Beiträge: 777
Standard Hi Wozzi

..ich konnte nichts genaues über die Typ - Bezeichnung des polnischen Modells finden. Die einzige Information war PR33. Hier stellt sich nun die Frage ob das Polski-Radom heißen könnte.
__________________
Gruß
J.W.
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J.W.
John Wayne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15. February 2013, 22:19   #11
citar1
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Polnische TT 33 trugen Name PW wz. 33 (pistolet wojskowy wzor 33 -militärische Pistole Modell 33 )
bei Eingabe "PW wz .33" spuckt google einiges darüber aus.

Geändert von citar1 (16. February 2013 um 17:48 Uhr).
citar1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18. July 2014, 13:12   #12
kuxxla
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Beiträge: 1
Standard Tokgypt 58

Ich bin hier neu. Bis 1996 habe ich in einem Schützenverein mit Pistolen geschossen Kal. 22. Nach einigen Jahren Pause bin ich nun wieder eingestiegen, allergings wollte ich grössere Kaliber schiessen.

Für den Einstieg ins Kal. 9mm habe ich eine Pistole Tokagypt 58 gekauft, wegen der ich von anderen Leuten am Schiessstand belächelt wurde. Nach so langer Schiesspause war ich überrascht, wei gut ich mit der Pistole zurecht komme. Gut, der Abzug ist etwas hart: Aber wenn man sich daran gewöhnt hat, ist das kein Problem.

Sollte jemand mehr Erfahrungen mit der Tokagypt gemacht haben und mir ein paar Tipps geben kann, wäre ich für eine Nachricht dankbar
kuxxla ist offline   Mit Zitat antworten
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7.62 tokarev, firebird, norinco 213, tokagypt, tula tt33

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