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Alt 28. April 2016, 15:45   #39
Travis
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Zitat von Flachländer Beitrag anzeigen
Noch einmal: Die Mutmaßungen Richtung "Wieso hat er nicht auf XY gezielt" erübrigen sich, weil es bei der Notwehr, anders als medial propagiert, keine verpflichtende Verhältnismäßigkeit gibt, so lange der Angriff andauert.
Laut gängiger Rechtsprechung gilt, von den in Frage kommenden Mitteln ist grundsätzlich das mildeste zu wählen.
Hier kommt es letztlich immer auf die Vorstellungskraft des Richters an.

Im Sittensen-Fall bspw. wurde dem Opfer (dann Täter) vorgehalten, er hätte als Jäger zunächst auf die Beine schießen können und auch müssen. Die Notlage des Rentners und die Tatsache, dass er kein trainierter Kurzwaffenschütze - geschweige denn Combat-Schütze - war, wurde vollends verkannt Auch das Berufungsgericht folgte der Sichtweise der Erstinstanz.
Staatsanwalt und Verteidigung wiederum teilten diese Auffassung nicht und plädierten beide auf Freispruch. Leider ohne Erfolg.
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Roman Grafe: "Man weicht eben nicht auf das nächste Tatmittel aus - zumal es schwerer ist, mit einem Messer zu morden als mit einer Pistole.", http://mobil.n-tv.de/politik/Der-Myt...e18287901.html

Japan: Mann tötet bei Messerattacke 19 Menschen, http://www.zeit.de/gesellschaft/zeit...ass-behinderte

2015: Polizei verzeichnet rund 2400 Messer-Angriffe in Berlin
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