Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 29. April 2016, 11:23   #55
dcag99
Mitglied
 
Registriert seit: 23.02.16
Beiträge: 276
Standard

Zitat:
Zitat von SHADOW Beitrag anzeigen

Wie genau die Situation mit dem Jäger und dem albanischen Einbrecher ablief wissen wir nicht. Sollte der Jäger aber in Notwehr gehandelt haben, weil der Einbrecher ein Messer hatte und z.B. auf ihn zulief, kann der tödliche Schuss durchaus die ultima ratio gewesen sein.
da verweise ich auf meine anderen geschriebenen Texte. Wir wissen nicht wie es ablief daher ist vieles spekulation!

Mein Ausführungen sollen die div. Facetten solch eines Falles aufzeigen.

Es ist eben NICHT so einfach, dass man in Notwehr immer ungestraft jemanden durch einen Kopfschuss töten kann und straffrei bleibt. Dies hängt von vielen Faktoren ab.

Ein paar nannte ich ja. Für mich übrigens das wichtigste Kriterium (und das wird dem Mann sicherlich noch zu schaffen machen im Verfahren):

Das bewusste Aufsuchen des Einbrechers.


Was wir aus allen Zeitungen entnehmen können ist folgendes:

Der Einbrecher war nicht nur in einem anderen Raum, sondern sogar in einem anderen Stockwerk!

Der Jäger ging nach dem aufwachen zu seinen Waffenschrank, öffnete diesen, entnahm Munition, öffnete das 2. Fach und entnahm die Waffe (A/B schrank vorrausgesetzt. ansonsten öffnete er halt 2 unters. schränke!) und lud die Waffe. Danach suchte er bewusst den Einbrecher auf und überraschte diesen.


Hier ist also kein "ich brauch nicht zu weichen", weil der einbrecher ja erstmal nicht konkret fassbar war (und vor einem stand) SONDERN viel mehr gezielt gesucht wurde!

Von Panik kann keine Rede sein, da all die Entscheidungen zuvor (Waffe holen, laden, Einbrecher suchen) dies schon gar nicht mehr zulassen (zuviele gezielte, bewusste Handlungen).

Jetzt kommt vieles auf die weiteren Erkenntisse und die Aussagen an. Da wissen wir leider nicht mehr, jedoch zeigen die Aktionen des Jägers ein sehr zielgerichtetes Handeln und ich würde definitiv nicht mehr von "altem, wehrlosem Mann" reden. Wer angeblich so verängstigt ist holt seine Waffe und verschanzt sich und ruft die Polizei.

Nein hier war jemand zugange, der bewusst alle Risiken in Kauf genommen hatte um sein Hab und Gut bis zur Tötung zu schützen, OHNE dass er überhaupt wusste was konkret bedroht war!

Natürlich erkennt das Gesetz verhältnismäßigkeiten beim schützenswerten Gut! wenn mir jemand in meinem laden ne zahnpasta für 0,75€ klaut, kann cih den nciht einfach niederschiessen aus notwehr weil er mein hab und gut bedroht!

Im Übrigen setzt eine Notwehr handlung auch das wissen einer notwehrlage voraus! Berufe ich mich auf mein hab und gut muss ich also auch wissen, dass nicht nur mein hab und gut bedroht ist, sondern muss auch wissen welches gut genau! ist es zu geringfügig (zahnpasta) darf ich mich nicht auf notwehr berufen!

Der Fall hier birgt also noch so einiges an Überraschungen.

Nochmal: Respekt vor dem Handelnden, nicht jeder traut sich das. Ich bin da auf seiner Seite! Für die Öffentlichkeit würde ich mir wünschen, nicht gleich einen Kopfschuss zu verpassen. Das der normale Bürger bei solchen Taten Angst vor Waffen bekommt ist leider normal.


PS: denken wir mal an den fall des in der USA erschossenen "deutschen" (türken). nicht mal dort kam der waffenbesitzer damit durch .. und das in der USA!
dcag99 ist offline   Mit Zitat antworten