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-   -   Verbot von Halbautomatischen Waffen für Jäger (http://waffen-welt.de/showthread.php?t=9300)

skaenda 16. April 2016 12:59

Verbot von Halbautomatischen Waffen für Jäger
 
Ich bin Jäger und konnte eine bereits im Februar bestellte halbautomatische Waffe, die ich bereits bezahlt habe und die Anfang der Woche an mich ausgeliefert werden sollte nicht mehr eintragen lassen und muss sie Jetzt an den Hersteller zurückgeben. Ich bin absolut verärgert über diese Situation, da ich nun nur noch kulanterweise einen Teilbetrag vom Hersteller zurück bekomme (Einzelanfertigung nach Bestellung). Ich bin absolut fassungslos über diesen Irrsinn, den wir nun über uns ergehen lassen müssen!

In Bayern, scheint es jedoch, tut sich was....

Rechtssicherheit beim Einsatz von Jagdwaffen schaffen
http://www.jagd-baye...en_schaffen.pdf


Halbautomatische Jagdwaffen – Besitz und Einsatz auch zukünftig erlauben
http://www.jagd-baye...waffen_-_FW.pdf


Heute ist Landesjägertag 2016 in Kulmbach. Dort wird auch gegen 13:30 Helmut Brunner,
Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auftreten und eine Ansprache halten.

http://www.jagd-baye...16_Programm.pdf

Ist zufällig jemand vor Ort und kann berichten, ob dort die Problematik mit den Halbautomatischen Waffen zur Sprache kam?

Fieli 16. April 2016 18:35

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Simon387 16. April 2016 19:45

Lass die Waffe doch erst mal einlagern... ist sie denn nicht Sportschützentauglich?

Olympia 16. April 2016 21:12

Waffeneinlagerung
 
Gute Idee. Falls der Hersteller die Waffe nicht einlagert, könntest Du Dich z.B. hier erkundigen http://www.waffenverwahrung.de/index.php?id=138 oder bei einem Büchsenmacher bzw. Waffenhändler bei Dir in der Nähe nach den Konditionen fragen.

Bevor Du nur einen Bruchteil zurückerhälst, kannst Du die Waffe (Dein Eigentum) dann dort aufheben lassen, bis Du sie z.B. für einen besseren Preis weiterverkauft hast.

MiWi 16. April 2016 22:35

Prüfe doch mal, ob du die Differenz, den Juristen vom BVG oder den Verantwortlichen deines Landes oder Deiner Behörde, anlasten kannst.

P.O.Ackley 16. April 2016 23:02

Zitat:

Zitat von skaenda (Beitrag 142660)
Ich bin Jäger und konnte eine bereits im Februar bestellte halbautomatische Waffe, die ich bereits bezahlt habe und die Anfang der Woche an mich ausgeliefert werden sollte nicht mehr eintragen lassen und muss sie Jetzt an den Hersteller zurückgeben. Ich bin absolut verärgert über diese Situation, da ich nun nur noch kulanterweise einen Teilbetrag vom Hersteller zurück bekomme (Einzelanfertigung nach Bestellung). Ich bin absolut fassungslos über diesen Irrsinn, den wir nun über uns ergehen lassen müssen!

....

Hmmm....., kann der Händler, bei dem Du das Ding bestellt/gekauft hast, Dir das nicht zwischenzeitig verwahren? Bezahlt ist er ja eh schon. Wäre doch also auch egal. Ich würde da jetzt nicht gleich vom Kauf zurück treten, schon deshalb, weil ja nicht der gesamte Kaufpreis erstattet wird. Am 15. Juni werden wir dann sehen, was da raus kommt. Dann könntest ja immer noch was machen in Richtung Rückgabe. Ich glaube aber das es da ne Einigung gibt. Wäre ja ein totaler Irrsinn und auch ein "Eigentor" in Sachen "Einflussnahme" der Jagdverbände.

Vincent 17. April 2016 21:56

Zitat:

Zitat von MiWi (Beitrag 142680)
Prüfe doch mal, ob du die Differenz, den Juristen vom BVG oder den Verantwortlichen deines Landes oder Deiner Behörde, anlasten kannst.

Genau das wollte ich ihm auch vorschlagen!

Im Übrigen denke ich, wird das Urteil des BVerwG nicht zu halten sein.

Es geht hier ja nicht nur um die pösen Black Rifles, sondern von dem Urteil ist z.B. auch eine Sauer S303 betroffen. Die kann ein 5-Schuss-Magazin aufnehmen, welches es auch am Markt gibt.

Gilt auch für die Merkel SR1. Und das sind beides schicke Holzstecken.

Matthias Horner 18. April 2016 09:08

Oder mal bis zum 28.04.16


"Das Bundesministerium des Innern hat die Waffenrechtsreferenten der Länder und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft für den 28. April 2016 zu einer Bera-tung über die Auslegung der Urteile und damit auftretende Fragen aus der Praxis nach Berlin eingeladen. Ziel ist es, einen bundesweit einheitlichen Vollzug des Waffenrechtes zu diesen Urteilen abzustimmen."

ernst55 2. May 2016 21:12

gibt es neue Informationen ???
 
Zitat:

Zitat von Matthias Horner (Beitrag 142742)
Oder mal bis zum 28.04.16


"Das Bundesministerium des Innern hat die Waffenrechtsreferenten der Länder und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft für den 28. April 2016 zu einer Bera-tung über die Auslegung der Urteile und damit auftretende Fragen aus der Praxis nach Berlin eingeladen. Ziel ist es, einen bundesweit einheitlichen Vollzug des Waffenrechtes zu diesen Urteilen abzustimmen."

Hat jemand schon Informationen ??? .....
Danke .

FalloutBoy 2. May 2016 22:23

In Bayern gibts es ein ofizielles Schreiben welches an alle UJB ging, hatte ich heute erhalten:

Jagdrecht; Urteil des BVerwG vom 07.03.2016 zur Auslegung von § 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c) BJagdG
Anlage
IMS vom 08.04.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 07.03.2016 wird festgestellt, dass das sachliche Verbot des § 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c) BJagdG eine halbautomatische Schusswaffe bereits dann erfasse, wenn sie geeignet ist, ein Magazin für mehr als zwei Patronen aufzunehmen. Dies träfe für alle halbautomatischen Schusswaffen mit wechselbaren Magazinen zu. Das Ur-teil widerspricht damit der bisherigen, unstrittigen Verwaltungspraxis in al-len Bundesländern. Vielmehr gingen Jagd- und Waffenbehörden bisher da-von aus, dass das Verbot nur greift, soweit ein Jagdscheininhaber tatsächlich ein größeres Magazin verwendet.
Derzeit wird die Entscheidung auf Bundes- und Landesebene ausgewertet.
Festgestellt werden kann jedoch bereits jetzt, dass das Urteil nur halbauto-matische Jagdlangwaffen betrifft, die ein wechselbares Magazin haben und so auch mit einem Magazin verwendet werden könnten, das mehr als zwei Patronen fassen kann. Halbautomatische Jagdlangwaffen, die ein festes (nicht wechselbares) 2- Schuss-Magazin, haben, sind daher vom Urteil
Seite 2 von 2
des BVerwG nicht betroffen (dies sind z. B. halbautomatische Büchsen mit festem (klappbaren) Magazin sowie halbautomatische Flinten mit Röh-renmagazin). Da Kurzwaffen nicht unter § 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c) BJagdG fallen, sondern in § 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. d) BJagdG eigenstän-dige geregelt sind (vgl. Leonhardt, BJagdG, Rn. 6 zu § 19), sind halbauto-matische Kurzwaffen (Pistolen) ebenfalls nicht betroffen.
Das StMI hat die Waffenbehörden mit beigefügtem IMS vom 08.04.2016 gebeten, vorerst keine Waffenerlaubnisse für die vom Urteil des Bundes-verwaltungsgerichts betroffenen Waffen zu erteilen, bereits wirksam erteilte Waffenerlaubnisse aber vorerst auch nicht zu widerrufen. Derzeit werten auch das für Waffenrecht zuständige Bundesministerium des Innern und das für Jagdrecht zuständige Bundesministerium für Ernährung und Landwirt-schaft das Urteil aus. Im Hinblick auf die jagdrechtlichen Fragen bleibt zu-nächst der Ausgang der Abstimmung auf Bundesebene abzuwarten.
Beide Bundesministerien raten jedoch derzeit davon ab, die betroffenen halbautomatischen Jagdwaffen zu führen. Im Hinblick darauf, sollten Jäger auch in Bayern die betroffenen halbautomatischen Jagdlangwaffen derzeit bei der Jagd nicht führen.
Unser Haus wird beim Bund auf eine baldige Klärung drängen, um eine rechtliche Klarstellung im Sinne der bisher bewährten Praxis zu erreichen. Über aktuelle Entwicklungen werden wir Sie unterrichten. Wir bitten, die Betroffenen zu informieren.
Sie können auch auf die Informationen dazu im Wildtierportal, unter Aktu-elles und Recht, verweisen:
http://www.wildtierportal.int-dmz.bayern.de/index.php
Mit freundlichen Grüßen

ernst55 3. May 2016 07:33

Danke für die Info ,
 
dann warten wir mal ab . Vorsichtshalber habe ich schon mal bei meinem SB die Nachweise
für den Sport vorbeigebracht . ( Nachweis Disziplinen , Schiessbuch und Wettbewerbsnach-
weise ) .

derda 3. May 2016 07:58

Auf der Seite der GRA steht geschrieben, wie knapp die Sache mit den Fristen war, warum das Verfahren in der Schwebe gehalten wurde und was der Mist an Anwaltskosten kostet.

Auch, dass manche Behörden Pistoleneinträge verweigern und dass es sich jahrelang hinziehen kann.

Und wieder höre ich, wie manche Schützen sagen, dass es uns nicht betrifft und nur Panikmache ist. Ich mag nicht mehr :)

Fieli 3. May 2016 13:49

Zitat:

Zitat von derda (Beitrag 143270)
Und wieder höre ich, wie manche Schützen sagen, dass es uns nicht betrifft und nur Panikmache ist. Ich mag nicht mehr :)

Noch nie haben Jäger, Sportschützen, Sammler und Verbände so zusammen gehalten wie jetzt. Und die, die jetzt obercool über Allem stehen, sind genau die, die am lautesten Jammern wenn sie Ihre Waffen verschrotten müssen.
Allerdings bin ich auch der Meinung, das es langsam an der Zeit ist sich wieder mit dem Sport zu beschäftigen. Wenn man sich die ganze Zeit nur mit Politikern, Gerichten und der EU beschäftigt, kriegt man ja die Krätze :mad:

derda 3. May 2016 14:36

Es wurde Sportschützen ein Eintrag eines HA verweigert.

Firefly 3. May 2016 17:09

Wann mit welcher Begründung?...:confused:


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