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Waffe der Woche – Indisches Schnittmodell Enfield No. 1 Mk. III*

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  • Waffe der Woche – Indisches Schnittmodell Enfield No. 1 Mk. III*

    Die Sparversion der Schnittmodelle, die es –gelegentlich in leicht modifizierter Form- von nahezu allen britischen Repetiergewehren ab 1888 gibt, habe ich bereits an anderer Stelle vorgestellt (http://waffen-welt.de/showthread.php?t=2602). Es gab bei den Briten aber auch Komplettschnittmodelle, von denen ich eines bereits am Beispiel des Bren MG (http://waffen-welt.de/showthread.php?t=3303) vorgestellt habe.

    Das hier vorliegende Schnittmodell wurde in der Rifle Factory Ishapore aus einem ursprünglich in Australien gefertigten Gewehr hergestellt und stammt aus den 60-er Jahren. Hierbei wird nicht nur die Funktion der Waffe offengelegt sondern für den Büchsenmacher auch die Lage und Funktion der meisten Schrauben. An der linken Seite befinden sich keine Schnitte.

    Vom britischen und australischen Schnittmodell unterscheidet sich diese Variante einmal in der Lage der Schnitte im Kolben. Auch waren die Inder beim Freilegen der Schrauben nicht ganz konsequent: Die hintere Halteschraube des Bajonetthalters (Pfeil) blieb verdeckt.
    Angehängte Dateien

  • #2
    cool - interessantes Bild
    "The best way to improve the AR-15 is to unscrew the front sight, and put a new gun under it."
    Zitat von Kerkermeister
    Aber der Deutsche ist und bleibt ein Denunziant.

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    • #3
      Ziehmlich Aufwändiges Schnittmodell... Danke fürs Zeigen!
      Verbietet Hartschalenfrüchte! Jedes Jahr werden weltweit 150 Menschen von Kokosnüssen erschlagen!

      Mitglied im Komitee gegen die Entführung von Kühen durch Ausserirdische.

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      • #4
        Heyho, Du kannst ja auch in Farbe...
        Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

        Nichts ist gut in Afghanistan! (Margot Käßmann, Heiligabend 2009 )

        I like the shiny steel and the polished wood ! (Steve Lee: I Like Guns)

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        • #5
          Moin

          Es gibt Sachen, die mir gefallen, und die ich gerne hätte. Dieser Enfield gehört dazu.

          stefan
          Zuletzt geändert von stefan; 14.12.2011, 09:52. Grund: rs
          Erfahrung ist das, was man erlangt kurz nachdem man es hätte gebrauchen können.

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          • #6
            Hat die Waffe indische Stempel? Ist doch sehr merkwürdig das RFI die bis in die 80er Jahre SMLE´s gefertigt haben ein australisches SMLE für ein Schnittmodell genutzt haben sollen.

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            • #7
              Hat sie - auf der anderen Seite unterhalb der Sicherung steht zunächst R.F.I., darunter das Jahr 1961 und darunter die Seriennummer SKN 00042.
              Das Gewehr selbst wurde 1942 in Lithgow hergestellt.

              Australische Enfields in indischen Beständen sind nicht so selten. Ebenso die Verwendung indischer Teile an australischen Waffen, die sich noch in australischen Beständen befinden.

              Letzteres erklärt sich dadurch, daß Australien die Fertigung 1957 endgültig einstellte und ab diesem Zeitpunkt Ersatzteile aus Indien bezog.

              Ersteres basiert meist auf einem Riesenumweg: In Indien blieben nach dem Abzug der britischen Truppen jede Menge Waffen aus nicht-indischer Produktion zurück, die von den Indern weiterverwendet wurden. Hierzu können australische Waffen gehört haben, die zuvor bei britischen Truppen gelandet waren. Das betrifft allerdings meistens australische Waffen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Im Zweiten Weltkrieg gab es an verschiedenen Kriegsschauplätzen darüber hinaus auch einen Austausch zwischen gemeinsam an einem Kriegsschauplatz operierenden Truppen. Deshalb kann es vorkommen, daß indische Truppen, die in Nordafrika oder Italien mit Australiern im Einsatz waren, mit australischen Waffen ausgestattet wurden - oder umgekehrt. Dieses Durcheinander hat nach dem Krieg niemand behoben.

              Nun hatten auch die Inder einen gewissen Nationalstolz. Von diesen Schnittmodellen gibt es nach der Seriennummer mindestens 42. Es ist eher unwahrscheinlich, daß die einen indischen Enfield dafür "zersägt" haben. Ich vermute deshalb, daß fast alle dieser Schnittmodelle Ausgangswaffen nicht-indischer Herkunft haben, kann das aber noch nicht belegen.

              Übrigens ergibt sich die indische Verwendung auch aus dem Foto selbst. Man sieht nämlich im Schaft unterhalb des Patronenlagers einen "Metallstift". Das ist die typisch indische Querschraube zur Stabilisierung des Schaftes, die von links eingeschraubt wird.

              Als australisches Merkmal auf dem Foto dient der Bajonetthalter mit dem durchbohrten Kornschutz und der Öse für den Aufstellbügel. Bei indischen Bajonetthaltern mit durchbohrtem Kornschutz ist diese Öse nicht mehr ausgearbeitet.

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              • #8
                Zitat von Gunner Beitrag anzeigen
                Heyho, Du kannst ja auch in Farbe...
                Warum nicht ?

                Ich bin bloß Bewegungsökonomin. Die Vorliebe für Schwarzweiß hat ihre Ursache in der Herstellung von Druckvorlagen. Dafür verwende ich nicht nur Waffen, die ich im Eigenbesitz habe und deshalb immer unter den gleichen Bedingungen fotografieren kann. Wenn man in Museen oder bei Sammlerkollegen fotografiert, hat man meist völlig andere Beleuchtungsverhältnisse mit unterschiedlichen Farbstichen, deren Herausfiltern bei Farbe deutlich aufwendiger ist - bei Schwarzweiß fallen die in der Regel auch ohne Nachbearbeitung nicht auf.

                Der zweite Nachbearbeitungsvorteil liegt (bei meinem Bildbearbeitungsprogramm) im Beseitigen von irritierendem Hintergrund in Museen. Leider ist es nicht immer möglich, daß man die Waffe aus der Vitrine geholt bekommt. Gerade im ehemaligen Ostblock war man da bis 1990 ausgesprochen maulig - insoweit schenken sich manche westliche Museen allerdings auch nichts. Bei Schwarzweiß erzielt man dabei meist wesentlich schneller ansehnliche Ergebnisse.

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