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Nitrocellulose Patronen bei altem Gewehr?

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  • Nitrocellulose Patronen bei altem Gewehr?

    Liebe Freunde alter Waffen,

    ich habe das Glück von meinem Großvater eine alte Bockbüchsflinte geerbt zu haben, die um 1860 herum gebaut worden sein muß!

    Gerne würde ich diese Waffe weiter nutzen, habe auf dem Schießstand jetzt auch schon mit Schrotpatronen geschossen - um jetzt nach intensivem Internetstudium festzustellen, dass diese Waffe nur das Beschusskennzeichen für Schwarzpulverpatronen besitzt!

    Nun die Frage an euch - ist es wegen des höheren Gasdrucks von Nitrocellulose Patronen (6000 bar zu 1000 bar bei Schwarzpulver) überhaupt möglich, diese Patronen für so eine Waffe zu verwenden, oder fliegt einem dann irgendwann einmal der Lauf um die Ohren?

    Soll man da den Beschuss für heutige Munition durchführen lassen, was kostet das und wie seht ihr das generell?

    Für Hilfe wäre ich äußerst dankbar!

    Toni

  • #2
    Bei den 1889er Schweizer Repetierern gilt jedenfalls: Auf keinen Fall! Das rechtliche mal weggelassen (Beschuss und nur dafür zu verwendende Munition), ist und bleibt es nicht ratsam.

    e:/
    Lesestoff
    Zuletzt geändert von derda; 24.04.2016, 20:25.
    Wie der Margarine-Konsum die Scheidungsrate beeinflusst, oder andere Scheinkorrelationen

    Kommentar


    • #3
      Zitat von derda Beitrag anzeigen
      Bei den 1889er Schweizer Repetierern gilt jedenfalls: Auf keinen Fall! Das rechtliche mal weggelassen (Beschuss und nur dafür zu verwendende Munition), ist und bleibt es nicht ratsam.

      e:/
      Lesestoff
      Ist zwar kein Repitierer - aber trotzdem Danke für den Rat!

      Was wäre dann die Alternative? Munition mit Schwarzpulver dürfte man ja nicht mehr finden!

      Bleibt ja eigentlich nur, die selber zu laden - oder?

      lg: Toni

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      • #4
        Zitat von abld Beitrag anzeigen
        eine alte Bockbüchsflinte geerbt zu haben, die um 1860 herum gebaut worden sein muß!

        1860!? Bist du dir da sicher? Die Waffe verschießt doch Flintenpatronen mit Zentralfeuerzündung oder?


        um jetzt nach intensivem Internetstudium festzustellen, dass diese Waffe nur das Beschusskennzeichen für Schwarzpulverpatronen besitzt!

        Bilder sagen mehr als tausend Worte.

        Nun die Frage an euch - ist es wegen des höheren Gasdrucks von Nitrocellulose Patronen (6000 bar zu 1000 bar bei Schwarzpulver) überhaupt möglich, diese Patronen für so eine Waffe zu verwenden, oder fliegt einem dann irgendwann einmal der Lauf um die Ohren?

        Der (Gebrauch-)Gasdruck bei modernen Flintenpatronen geht bis max. 1050 bar. Der Gasdruck von Schwarzpulverpatronen liegt deutlich drunter.
        Am besten mal beim Beschussamt nachfragen, ob eine solche Flinte einen Neubeschuss für Nitro vertragen würde.
        "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
        Peter Ustinov

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        • #5
          Zitat von Götterbote Beitrag anzeigen
          Am besten mal beim Beschussamt nachfragen, ob eine solche Flinte einen Neubeschuss für Nitro vertragen würde.
          Ich habe eine Waffe von dem Büchsenmacher im Internet gefunden und die war auf 1860 datiert!

          Das genaue Herstellungsdatum kann ich leider nicht bestimmen, aber nach dem Beschuss-Kennzeichen muss der vor oder bis 1891 erfolgt sein - ich lade Euch da mal ein Bild dazu rüber!

          Die Drücke hatte ich einer Tabelle aus dem Internet entnommen - da lag Schwarzpulver zwischen 800 und 1000 bar, dann wären ja 1050 bar nicht mal so schlimm...

          Gut - aber ich werde da auf jeden Fall beim Amt nachfragen - weiß jemand, was das kostet?

          herzliche Grüße: toni
          Angehängte Dateien

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          • #6
            Aha, also doch keine BDF, sondern eine Querflinte. Es könnte sich hier um eine umgebaute Flinte für ehemals Stiftfeuerpatronen handeln. Schwarzpulverbeschuss in Suhl zu DDR-Zeiten.
            "Wenn man sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zulässt, hat man das Gefühl, dass er immer noch experimentiert."
            Peter Ustinov

            Kommentar


            • #7
              ... Querflinte scheint zu stimmen

              Zitat von Götterbote Beitrag anzeigen
              Aha, also doch keine BDF, sondern eine Querflinte. Es könnte sich hier um eine umgebaute Flinte für ehemals Stiftfeuerpatronen handeln. Schwarzpulverbeschuss in Suhl zu DDR-Zeiten.
              Servus, Götterbote

              Querflinte scheint nach den Bildern von Querflinten im Internet zu stimmen - was automatisch bedeutet, dass die Eintragung in der WBK seit jeher falsch ist - da steht nämlich Bockbüchsflinte

              Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die Munition keine Stiftfeuerpatrone gewesen sein kann - auch nicht umgebaut!

              Die Waffe wurde von einem Büchsenmacher hier im Süden von Bayern hergestellt - zumindest steht das so in der WBK (wenn das nicht auch noch eine Fehlinformation ist)!

              Ich versuche mal noch zwei Bilder (das stellt hier ein kleines Problem dar) vom Verschlussbereich einzustellen - dann kann man sich eine Vorstellung von dem Gewehr machen :-)

              lg: Toni
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              • #8
                Is der eine Lauf gezogen oder nur ein anderes Kaliber?

                e:/
                Kann ein besser informierter sagen, ob man sich an der Gebührenordnung orientieren kann? 20€ für einen Beschuss klingt ja nichtmal so überzogen, wobei das pro Lauf ist. In diesem Falle dann 40€.
                Zuletzt geändert von derda; 25.04.2016, 17:42.
                Wie der Margarine-Konsum die Scheidungsrate beeinflusst, oder andere Scheinkorrelationen

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                • #9
                  Lauf gezogen - und eigentlich eine Hahnbüchsflinte

                  Zitat von derda Beitrag anzeigen
                  Is der eine Lauf gezogen oder nur ein anderes Kaliber?
                  Wir kommen der Sache immer näher - wenn ich mir die Bilder im Internet so ansehe, handelt es sich bei der Waffe um eine sogenannte "Hahnbüchsflinte"

                  Sie besitzt einen glatten Schrotlauf links und einen gezogenen Kugellauf rechts!

                  Das (umgerechnete) Kaliber für den Kugellauf muss laut der Stempelung 118/35 (was gleich 118.35 bedeutet) ein 9,3 x <weiß ich nicht genau> sein, dass auf der WBK eingetragene Kaliber 72R passt jedenfalls nicht bzw. die Patronen in der Ausführung sind zu lang!

                  Ich vermute jetzt mal, dass es sich um ein Kaliber 9,3 x 62 oder 9,3 x 64 handelt - näheres werde ich morgen erfahren!

                  Richtig spannend - was man so alles findet, wenn man sucht

                  lg: Toni

                  Kommentar


                  • #10
                    Ersatz für Schwarzpulver

                    Es soll ein Ersatzpulver geben, das man sogar mit Vorderladern benutzen könne.
                    Oder google mit (Schwarzpulver Ersatz) und du wirst darauf stossen. Für meine alten Patronen-Revolver bin ich nun auch am evaluieren welches dieser Pulver sich für meine 7.5rev, .380rev, 10.4rev. und .44russ eignen könnte.
                    Sollte es sich herausstellen, dass sich das auch wie essen ohne Zähne anfühlt, bleibe ich aber beim Schwarzpulver. Es ist einfach ein tolles Gefühl, ein Revolver 1878 mit auf 20mm verkürzten .41er Patronen und Schwarzpulver zu schiessen. Ein weicher Bumm und etwas Rauch. Ein Schwarzpulverschuss ist wie eine kurze politische Wahlrede, nur kürzer und ehrlicher. Schall und Rauch und meist recht ordentliche Treffer.
                    Nach Alternativen suche ich nur wegen dem anschliessenden Putzaufwand.
                    Wenn das Schussgefühl stimmt könnte ich auf Rauch und putzen mit Schmierseife verzichten.
                    Vetterli Patronen 10.4 waren zum Schluss auch mit rauchschwachem Pulver geladen.
                    Zuletzt geändert von Tüftler; 25.04.2016, 17:59.
                    Ich bin kein Pessimist, aber
                    selbst wenn du 95% Erfolgschancen hast
                    kannst du 100% daneben hauen.

                    Kommentar


                    • #11
                      Danke, Tüftler!

                      das mit dem Ersatzschwarzpulver habe ich auch schon gefunden - ich bin nur nervös geworden, dass fast alle ursprünglichen Fabrikanten bzw. deren Fabriken in die Luft geflogen sind

                      Aber trotzdem - danke für den Tip - wenn gar nichts geht, dann könnte das die Lösung sein

                      Kommentar


                      • #12
                        Danke, Derda

                        Zitat von derda Beitrag anzeigen
                        Is der eine Lauf gezogen oder nur ein anderes Kaliber?

                        e:/
                        Kann ein besser informierter sagen, ob man sich an der Gebührenordnung orientieren kann? 20€ für einen Beschuss klingt ja nichtmal so überzogen, wobei das pro Lauf ist. In diesem Falle dann 40€.
                        Mercy, vielmals 😀😀😀

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von abld Beitrag anzeigen
                          Wir kommen der Sache immer näher - wenn ich mir die Bilder im Internet so ansehe, handelt es sich bei der Waffe um eine sogenannte "Hahnbüchsflinte"

                          Sie besitzt einen glatten Schrotlauf links und einen gezogenen Kugellauf rechts!

                          Das (umgerechnete) Kaliber für den Kugellauf muss laut der Stempelung 118/35 (was gleich 118.35 bedeutet) ein 9,3 x <weiß ich nicht genau> sein, dass auf der WBK eingetragene Kaliber 72R passt jedenfalls nicht bzw. die Patronen in der Ausführung sind zu lang!

                          Ich vermute jetzt mal, dass es sich um ein Kaliber 9,3 x 62 oder 9,3 x 64 handelt - näheres werde ich morgen erfahren!

                          Richtig spannend - was man so alles findet, wenn man sucht

                          lg: Toni
                          Ich vermute dass es sich beim Kugelkaliber um eine 9,3 X 72 Sauer u. Sohn handelt (ist aus der 380 NE hervorgegangen)
                          War eine reine Schwartpulverpatrone !
                          Replikas lassen sich aus einer Hülse 9,3 X 74 R umformen.

                          ACHTUNG !!!
                          Damals (1882) gab es noch keien Normung, also unbedingt eien Schwefelabdruck vom Patronenlager und eien Laufvermessung durchführen lassen.

                          Setz dich diesbezüglich mal mir Sauer u. Sohn in Eckernvörde (nun in Isny) in verbindung. Schreib den Mathias Klotz an, der ist bei sowas immer behilflich.
                          ...wer Rechtschreibverbuchselungen findet darf sie im Klopapier einwickeln...

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                          • #14
                            Danke, Zwilling

                            Zitat von Zwilling Beitrag anzeigen
                            Ich vermute dass es sich beim Kugelkaliber um eine 9,3 X 72 Sauer u. Sohn handelt (ist aus der 380 NE hervorgegangen)
                            War eine reine Schwartpulverpatrone !
                            Replikas lassen sich aus einer Hülse 9,3 X 74 R umformen.

                            ACHTUNG !!!
                            Damals (1882) gab es noch keien Normung, also unbedingt eien Schwefelabdruck vom Patronenlager und eien Laufvermessung durchführen lassen.

                            Setz dich diesbezüglich mal mir Sauer u. Sohn in Eckernvörde (nun in Isny) in verbindung. Schreib den Mathias Klotz an, der ist bei sowas immer behilflich.
                            Herzlichen Dank - ich beginne immer mehr, die gesamte Problematik zu verstehen😀😀😀

                            Kommentar


                            • #15
                              ... es wird immer sonderbarer mit dem Kaliber

                              Zitat von abld Beitrag anzeigen
                              Herzlichen Dank - ich beginne immer mehr, die gesamte Problematik zu verstehen������
                              Nun war ich heute also bei einem Büchsenmacher - und der hat versucht, das Kaliber genauer zu bestimmen!

                              Entgegen dem Beschusskennzeichen (siehe mein erstes Foto in diesem Post), auf dem eine 118/35 eingestanzt ist (was ein modernes 9,3 Kaliber sein soll) - sagt der Büchsenmacher, dass er hier ein 9 x 57R Kaliber vermutet - dagegen spricht aber, dass der Rand so einer Patrone um die 13 mm haben sollte, das Gewehr hat aber hier nur eine Ausfräsung von 12 mm...

                              Ein anderer Bekannter sagte mir heute Abend noch, dass die Beschusskennzeichen aus der Kaiserzeit stammen und auf Österreich deuten...

                              Frage: kann jemand diese Beschusskennzeichen eindeutig zuordnen - das wäre schon ein wichtiger Schritt!!

                              Ansonsten - stochere ich absolut im Nebel ��������������
                              Angehängte Dateien
                              Zuletzt geändert von abld; 26.04.2016, 19:47. Grund: nochmals das Beschusskennzeichen

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