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"dot" 1944 K98 Mein langjähriger Begleiter!

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  • "dot" 1944 K98 Mein langjähriger Begleiter!

    Ich möchte Euch mal diesen hier vorstellen:

    Brünner Waffenwerke (Ironischerweise steht bei einem Freund eine originale 1943er Fräsmaschine der Brünner-Waffen-Werke!!!)

    Ich habe ihn schon etliche Jahre in der Sammlung - ist sogar mit BKA-Stempel versehen.

    Könnt ihr mir noch was dazu sagen?

    Welche Holzart wurde verwendet?

    Ist soweit alles im Originalzustand?

    Was meint ihr zum Riemen?

    Gruß
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  • #2
    ...und die restlichen, die zu groß waren:
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    • #3
      Hi,

      der Schaft sieht mir nach Schichtholz aus. Soweit gefällt er mir ganz gut. Sind am Riemen Stempel erkennbar?
      PS: habe es eben gesehen

      Gruß MG42Freund
      Zuletzt geändert von David; 23.04.2008, 20:27.

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      • #4
        Hallo Sassenach,

        ja, ist soweit alles stimmig. Der Schaft besteht aus geleimtem Buchen-Schichtholz. Offenbar fehlt am Riemen die Feststell-Schlaufe und Deinem K 98k könntest Du noch einen Kornschutz sowie einen Putzstock spendieren.

        Gruß,

        Bernhard

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        • #5
          Ich kann nichts erkennen, was ich eindeutig als WaA-Stempel identifizieren würde. Ist ähnlich wie an der Schaftunterseite: im Holz ist min. ein WaA-Adler - allerdings alle sehr abgegriffen.
          Im Leder sind viele Narben - also extrem schwer zu erkennen.

          Das habe ich beim MG-Trageriemen auch - nur ist dieser wesentlich besser erhalten.

          Zu den Nummern: Verschluss komplett gleich - Gehäuse und Anbauteile müssten soweit auch gleich sein, nur unterscheiden sie sich vom Verschluss.
          Von daher - leider nein. Hat er wohl mal einen anderen Verschluss bekommen.

          Anbei das Bild vom MG-Riemen:
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          • #6
            Putzstock hat dieser nie gehabt - das Holz hat keine Bohrung.

            Welche Schlaufe meinst Du? Oben Richtung Korn?
            Den Riemen fixiere ich in der Länge mit dieser "Roll-Öse" - ich weiß es nicht besser.... Da kann ich ihn geschultert oder straff tragen.

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            • #7
              Hallo Sassenach,

              wenn die Bohrung für den Putzstock weggefallen ist, dann handelt es sich schon um eine Fertigung Ende 1944, da es ja auch die Reinigungskette gab und man besonders gegen Kriegsende an Produktionszeit einsparte wo es nur ging.

              Ja, ich meine die Schlaufe, welche sonst beim oberen Riemenhalter zu sehen ist.

              Gruß,

              Bernhard

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              • #8
                Erstmal vielen vielen herzlichen Dank für die für mich sehr wichtigen Infos!!!!!!!

                Ich muss mal Bilder suchen, wo ich das sehe, was Du meinst - habe bis jetzt keine optische Vorstellung davon......

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                • #9
                  Hallo Sassenach,

                  schau mal auf den Anhang, da kann man die Schlaufe gut sehen.

                  Gruß,

                  Bernhard
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                  • #10
                    Ahhhh - jetzt!!!
                    Ich denke, so ein winziges Ersatzteil lässt sich nur schwer auftreiben oder?

                    Thema Kornschutz: Wann wurde dieser montiert?

                    (soll heißen: ab Werk, im Feld, beim Marsch...)

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                    • #11
                      Kornschutz K 98k

                      Halo Sassenach,

                      die Schlaufe bekommst Du mit Glück als Einzelteil auf jeder Waffenbörse.

                      Der Kornschutz wurde ab Dezember 1939 ab Werk montiert und blieb dann die ganze Zeit auf der Waffe. Er sollte das Korn vor Beschädigung schützen und gleichzeitig ein Spiegeln des Korns durch Sonneneinstrahlung verhindern.

                      Hier übrigens mal alle Änderungen, welche am K 98k im Laufe der Zeit vorgenommen wurden:

                      * 1936: Verkürzung des Visierdrückers
                      * 1938: Offizielle Änderung des Beschußstempels von Weimarer Adler zu Adler mit Hakenkreuz
                      * 1938: Verwendung von schweren Schichtholzschäften, da Nußbaumschäfte knapp wurden
                      * 1939: Einführung eines 32 cm langen und somit 7 cm längeren neuen Putzstockes. Beim kürzeren Putzstock kann es zu Schaftrissen kommen
                      * 1939: Einführung des Kornschutzes, sowie eines neuen Mündungsschoners aus Gummi
                      * 1939: Einführung eines Kolbenschuhs (Kolbenkappe mit hochgezogenen Rändern)
                      * 1942: Einführung eines vereinfachten, nun nicht mehr H-förmigen Oberringes
                      * 1943: Einführung von Blechprägeteilen, Ober- und Unterring aus Blech. Es gibt Übergangsoberringe die gefräst und geschweißt waren
                      * 1944: Gröbere Oberflächenbehandlung, Kolbenschuh nicht mehr gehärtet
                      * 1944: Einführung der Phosphatierung
                      * 1944: Zunehmendes Weglassen von Bestempelungen von Kleinteilen
                      * 1944: vereinfachtes/grober bearbeitetes Schlösschen
                      * 1944: teilweises Weglassen der Stempelplatte, Einführung einer Bohrung in dem Kolbenschuh als Ersatz
                      * 1944: Teilweise Weglassen des Bajonetthalters und Putzstockes
                      * 1944: Einführung von Kasten und Magazinteilen aus Blechprägeteilen
                      * 1944: Teilweise Weglassen der Ringfeder, Schrauben als Ersatz
                      * 1944: Einführung eines Winterabzuges
                      * 1944: Vereinfachung des Verschlusses, Weglassen der Verschlußführung
                      * 1945: Waffenwerke Brünn: einfaches Standvisier als Blechprägeteil
                      * 1945: Vereinfachung des Verschlusses, runde statt ovale Gasentlastungsbohrungen
                      * 1945: Ringfeder als Blechprägeteil


                      Bei all diesen Veränderungen ist anzumerken, daß diese nicht immer sofort von allen Herstellern umgesetzt wurden.

                      Gruß,

                      Bernhard
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                      • #12
                        Na dass hilft doch schonmal weiter!!!

                        Werde ich mich mal gleich umschauen!

                        Bin dahingehend immer sehr eigen, was die Vollständigkeit betrifft.

                        Möchte immer alles 100% i.O. haben.

                        An meinem Deko-MG könnte man verzwfeifeln, da viele Teile baugleich mit Nachrkiegproduktionen sind, hier am 98er ist es recht übersichtlich.

                        Habe gestern beschlossen, dem heimischen Schützenverein beizutreten zu unterstützen und langfristig geplant, den Schein zu machen, um einen org. scharfen K98 nutzen zu können.
                        Ich denke bei Wettkämpfen macht es mit dem sicher auch Spaß.

                        Eine P38 oder gar P08 täte mir auch sehr gefallen - P08 hatte ich gestern in der Hand - 400,- etwas narbig - aber immernoch schön - lag leider zu lange im Holster. Bei dieser Gelegenheit fiel die Entscheidung.
                        Ich denke ich werde bei diesem netten Händler später dann auch kaufen - aber erst muss der Schein her.

                        Danke nochmal - insbesondere Bernhard!

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                        • #13
                          Kurze Frage noch:

                          Ist dieser K98 bereits phosphatiert oder noch brünniert?

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von Sassenach Beitrag anzeigen
                            Kurze Frage noch:

                            Ist dieser K98 bereits phosphatiert oder noch brünniert?
                            Soweit ich weiss wurden keine K98k jemals Phosphatiert.
                            KANN mich aber natürlich auch irren. Aber ich glaube nicht.

                            Gruß
                            Wissen hat eine wunderbare Eigenschaft: Es verdoppelt sich, wenn man es teilt.

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                            • #15
                              Hallo,

                              doch, ab 1944 wurde damit begonnen, K 98k entweder ganz oder Teile davon zu phosphatieren - ganau wie die MP44 / das StG44.

                              Der K 98k von Sassenach ist aber den Bildern nach zu urteilen tauch-brünniert worden.

                              Eine phosphatierte Oberfläche ist viel "rauer" und glänzt auch nicht.

                              Gruß,

                              Bernhard

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