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Geradezug Repetiergewehr M1866 Mannlicher, cal. 11 x 58R Werndl, II. Qualität

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  • Geradezug Repetiergewehr M1866 Mannlicher, cal. 11 x 58R Werndl, II. Qualität

    Servus,
    dieser Tage bot Joschi SCHUY, 70, Waffen-Sachbuchautor und Sachverständiger, auf einem Waffenflohmarkt in Niederösterreich o.a. Infanteriegewehr für € 990 an.
    Der Lauf glänzte innen, im Bereich der Mündung sah ich einige Rostnarben, der nummerngleiche Schaft hatte starke Gebrauchsspuren, die Metallteile waren größtenteils mit "II" gestempelt, die Seriennummer war demnach "196xII*, was 2. Qualität bedeutet.
    .
    Kurz: der sympathische Autor gab mir zwei seiner Bücher dazu und €1.000 wechselten den Besitzer
    .
    Steckbrief: gewogen 4620g, 806 mm Lauflänge, 6 Züge mit Rechtsdrall, 1326 mm Gesamtlänge, Feldmass ca. 11,15 mm. Heute ging ich erstmals damit auf den Schießstand.
    .
    Legende: In der ŒWG wurden 1886 und 1887 etwa 93.000 dieser Gewehre gebaut und von der Armee abgenommen. Davon wurden später ca. 88.000 Gewehre auf 8 mm umgerüstet. Bauteile mit nur minimalen Fehlern wurden "II" klassifiziert. Davon wurden 1.000e Gewehre zusammengebaut und in alle Welt verkauft.
    .
    Erste Schritte am Schießstand. Mittiges Abkommen, die Geschosse kommen gerade auf, perfekte Funktion. Details zu Abkommen, Fotos und Munitionsvarianten werden im Lauf des Winters folgen.
    lassanlassan

    ps: Fragen sind willkommen, ich bin wiederladender Laie mit Lust auf Kruscht.

  • #2
    Das Foto zum Text

    Werndl M67/77 in 11 x 58R,
    Mannlicher M1886 in 11 x 58R,
    Mannlicher M95_in 8 x 50R.
    .
    Die Evolution
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    • #3
      Servus,
      Entfernung 100 Schritt mit Aufsatz 400, stehend frei, mit 10 grs Revolverpulver und aufgesetzter Rundkugel .451/11,46 mm 137 grs, fliegen ganz gut. (Jedwede Ladeangaben sind ohne Gewähr!)
      .
      Hülsenmaterial 45-70 Gov't, oder .375 H & H Mag, 348 Win, bzw. M.77 Munition von Dorfner, Wien, alles Boxerzündungen.

      lassanlassan
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      • #4
        Ich find's großartig, wenn man einem Oldtimer wieder Leben einhaucht.
        Zeige doch bitte mehr von der eingesetzten Munition.
        Mich interessiert der Unterschied der genutzten Hülsen / Patronen sehr.
        Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

        Nichts ist gut in Afghanistan! (Margot Käßmann, Heiligabend 2009 )

        I like the shiny steel and the polished wood ! (Steve Lee: I Like Guns)

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        • #5
          Servus,
          Das kommt demnächst. Ich kriege Hülsen .375 H@H sowie 9,3 x 74R zum Kürzen und Feuerformen.
          Achtung: die 375er liegen bloss mit der Schulter an. Ansonsten würden sie ins Patronenlager hineinfallen.

          Hülsenmund mit 452er Pistolenmatritze kalibrieren, 10 grs 38er Pulver + Rundkugel drauf und alle 11 mm Gewehrpatronen funktionieren!
          Für diese Ladedaten leiste ich keinerlei Gewähr!!!
          Lassanlassan

          Ps: 100 Schritt stehend frei ohne Schießjacke.
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          • #6
            Servus,
            Dieser Tage kriegte ich 20 Stück 1 x geschossene Hülsen 375 H @ H Magnum, RWS.
            Heute begann ich am Stand das Feuerformen mit Zündhütchen, Pulver, Griess und Papier.
            Danach längte ich die Hülsen von 72 auf 63 mm ab.
            .
            Siehe da, in ein Werndl Patronenlager 11 x 58R passt bei mir eine 63 mm lange Hülse plus Geschoss.
            .


            lassanlassan

            Ps: diese Hülse hat eine Wandstärke von 0,4 mm am Hülsenmund

            Pps: die im Bild gezeigte fertige Hülse (oben) habe ich heute am Stand ca. 20 x wiedergeladen.

            Bild v. unten nach oben: normale Hülse, mittig feuergeformte Hülse, oben: auf 63 mm abgelängte H. M-71 bzw. 11 x 58R.

            Ladedaten ohne Gewähr!!
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            • #7
              Die sind an der Schulter aber ganz schön ausgebaucht.
              Wer Rechtschreib- und/oder andere -fehler findet, kann sie gerne behalten.

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              • #8
                Servus,
                die 375 ist zu schlank, um das Patronenlager auszufüllen. Deshalb anglühen vor dem Feuerformen.
                .
                Die 45-70 hat eine viel dünnere Hülse, weshalb aus einer 11 x 58R Waffe öfter ein Riss entsteht, ca. 1 %. Detto Munition von 188x.
                .
                Ich schiesse immer mit Brille, also tun die Gase nix.
                lassanlassan

                ps: ich warte auf 50 H. 348 Win die ich dann ebenfalls feuerformen werde.
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                • #9
                  Servus
                  was bin ich doch vergesslich! Ich kriegte ein Werndl;System mit einem neuwertigen System als Zugabe.
                  .
                  So kann ich am Couchtisch praktikabel testen, ob Hülsen/Geschosse angemessen kalibriert sind.
                  lassanlassan
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                  • #10
                    Servus,
                    Um interessierten Schützen, welche die 375 H @ H Mag zur 11 x 58R (oder evtl. 11 x 60R??? = M.71) umformen wollen, etwas Hilfe zu leisten:
                    DIE Hülse der 375 ist spottbillig und wird beim Mannlicher M.1886 sogar ausgezogen!
                    Bei einem Gewehr mit Werndl-Verschluss NEIN.
                    .
                    Von 19 umzuformenden Hülsen ist eine gerissen, die anderen gelangen "perfekt."
                    .
                    52 Schüsse waren zum Umformen nötig.
                    lassanlassan

                    Ps: Zuerst ging die BW zum Hindukusch,
                    dann kam der Hindukusch nach Germany.
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                    Zuletzt geändert von losconloscon; 19.01.2018, 19:09.

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                    • #11
                      Servus,
                      Nun, da ich kein Schnittfoto einer 375er H. im Netz finden konnte, habe ich mit den Mitteln eines Laien
                      eine Hülse aufgeschnitten.
                      Die H. hat mittig einen Riss, sh. Bildmitte, war auf 62 mm gekürzt, ist beim Riss ca. 0,7 mm dick (Wandstärke) und wurde asymmetrisch mit einer Bügelsäge bearbeitet.
                      Ich halte 100maliges Wiederladen für möglich.
                      lassanlassan

                      Ps: Kässman: Ich war in Syrien 1974 Soldat als Papa Assad Herrscher war. Da war die Welt dort durchaus in Ordnung, insbesondere für Christen, Studenten, Minderheiten.
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                      • #12
                        Servus,
                        heute will ich bloss ein Foto einstellen.Links das Werndl Jägergewehr ohne Kimme. Rechts der M.1886.
                        Die Munition ist die ganz gleiche.
                        .
                        Ohne Kimme auf 50 m schiessen und treffen ist leichtEs gibt die Disziplin "Miquelet" bei der www.mlaic.org, wo ebenfalls ohne Kimme aber mit "Visierbild" auf die franz. 200 m Scheibe geschossen wird, allerdings liegt der WR nur bei 99 Rjngen.
                        lassanlassan, heute, eben jetzt, in 2544 Leobersdorf
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                        • #13
                          Servus,
                          Als Laie habe ich meine verwendeten Hülsen aufgeschnitten.
                          V.l.n.r 375 H @ H, Werndl M.77 von 1886, 348 Win, 45-70 Gov"t.
                          .
                          Im Pulverraum, 5 mm von Boden, hat die 375er etwa 1,2 mm Wandstärke, die anderen ca. 1 mm.
                          .
                          Foto: oben die Hülsenlänge in mm,
                          .
                          Unten die Wandstärke beim Hülsenmund in Hundertsteln.
                          .
                          lassanlassan = langsamlangsam
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                          • #14
                            Servus,
                            die 62 bis 63 mm langen Hülsen der 375er bewähren sich als 11 x 58R gut.
                            Nix zu kalibrieren, bloss Zündhütchen tauschen. Am Stand einfach zu wiederzuladen.
                            .
                            Diesmal 50 m mit Rundkugeln 11,45 mm.
                            .
                            lassanlassan
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                            • #15
                              Servus,
                              Morgen ist wieder ein Schießtag, darum Theorie.
                              .
                              Laborieren einer für Schwarzpulver vorgesehenen. Militärpatrone mit rauchschwachem Pulver und Rundkugel.
                              .
                              Eine Rundkugel fliegt bis 150 m sehr gut, ist aber windempfindlich.
                              .
                              Auf (m)einem Stand bei 50, 75 oder 100 m, schiesse ich preiswert und unaufwändig mit Rundkugel .451/11,45 mm. Die Laborierung habe ich hier schon umrissen.
                              Diesmal hänge ich ein Foto an, wie die Rundkugel im Lauf" zeichnet.
                              .
                              Daneben 1 Patrone von 1887 und eine ZIP-geprüfte Patrone von 2017 von Dorfner in Wien.
                              .
                              Die Dorfner Patrone ist jeden Cent wert, sage ich!
                              lassanlassan
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