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Privatrevolver der W+F

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  • Privatrevolver der W+F

    Einige Überlegungen zu den Privatrevolvern der Waffenfabrik Bern: Die W+F fertigte neben den Revolvern für die Armee auch solche für den Privat- und Behördenmarkt (Polizei, Grenzwachtkorps). Diese wiesen eine Seriennummer auf, die mit dem Buchstaben P beginnt, gefolgt von einer fortlaufenden Nummerierung. Betroffen sind die Modelle 1878, 1882 und 82/29. Beim Modell 1878 ist m.E. eine polizeiliche Verwendung unklar (siehe auch N.U. Schweinfurth, Faustfeuerwaffen Schweizerischer Polizeikorps, 2. Erweiterte Auflage, Hüttikon 2015, S.24f). Die Nummerierung der Privatwaffen lief in separaten Nummernbereichen parallel zu jener der Armeewaffen.

    Modell 1878:
    Zu Anzahl und SN-Bereich des Modells 1878 liegen mir keine Informationen vor. Ich nehme an, die Nummerierung begann mit P1 (die tiefste mir bekannte SN ist P10). Weiss hier jemand mehr?

    Modell 1882
    Beim Modell 1882 stütze ich mich, wie andere offensichtlich auch, auf ein Verkaufsbuch der W+F. Im Jahr 1909 startete die Produktion mit der SN P20076 und endete im Jahr 1932 mit der SN P23078. Die Frage hier ist, was war vor 1909? Wenn die Nummerierung mit P1 begonnen hätte, wären zwischen 1882 und 1909 mehr als 20'000 Privatrevolver 1882 gefertigt worden. Dafür spricht, dass Revolver 1882 mit SN unter P1000 bekannt sind und kein Grund ersichtlich ist, warum die W+F hier Nummernblöcke übersprungen hätte (das Vortäuschen grösserer Produktionszahlen, ein in diesem Zusammenhang bei verschiedenen Produzenten häufig vorgebrachtes Argument, passt nicht zur Praxis der W+F). Auch weist der Hinweis von Häusler, dass Privatwaffen mit SN bis P3600 im Originalzustand kein Stossbodenplättchen aufweisen, auf eine Fabrikation vor 1893 hin (Fritz Häusler, Schweizer Faustfeuerwaffen, Frauenfeld1975, S.37). Anderseits spricht dagegen, dass bei einer Produktionszahl von über 23'000 Privatrevolvern des Modells 1882 heute in Sammlungen und auf dem Sammlermarkt wesentlich mehr solche Waffen auftauchen müssten (zumindest mein subjektiver Eindruck - im Vergleich: die Armee erhielt insgesamt 37'254 Revolver 1882). Hat hier jemand eine schlüssige Erklärung?

    Modell 82/29
    Bei der Nummerierung der Privatrevolver 82/29 schloss die W+F anscheinend an die Nummerierung des Privatmodells 1882 an, wählte dazu aber den nächste höheren runden Wert, d.h. P25000. Bekannt sind Revolver 82/29 mit SN zwischen P25000 und P27000.

    Stucki
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    Zuletzt geändert von Stucki; 13.07.2018, 19:49.

  • #2
    Zum 82er:
    Eine gute Frage, warum nicht mehr private Revolver auf dem Markt sind. Klar ist, dass die Nummerierung mit P 1 angefangen hat. Ich selber habe die Nummer P 48 in der Sammlung:



    Ich könnte mir gut vorstellen, dass Nummernblöcke der P Revolver übersprungen wurden!

    Zum 29er:
    Die Nummerierung ist gleich wie bei der Parabellum 06/29. P-Waffen ab 25000, Armeewaffen ab 50000.
    Erster Revolver mit P-Nummer war P 25001, der letzte Revolver war P 26500. Also wurden etwa 1'500 private Revolver 29 hergestellt.
    https://swisswaffen.com/armeerevolve...9/wueeizndh1lr
    Zuletzt geändert von Swisswaffen; 13.07.2018, 21:25.
    Schweizer (Ordonnanz-)Waffen: http://www.swisswaffen.com

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    • #3
      Zitat von Swisswaffen Beitrag anzeigen
      Ich könnte mir gut vorstellen, dass Nummernblöcke der P Revolver übersprungen wurden!
      Möglich wäre auch, dass wenn bei privaten Bestellungen, keine Privatwaffen mehr an Lager waren, die W+F Armeewaffen genommen und den P vor die Nummer stempelte - bei nächster Gelegenheit hätte man einfach die fehlende Nummer bei den Armeewaffen wieder ergänzt. Ähnlich ist man übrigens z.T. bei den E-Nummern der Pistole 1900 vorgegangen: Bei SN597-SN600 wurden die Nummern nachträglich mit E ergänzt, weil man die Pistolen für eine Abgabe an einen fremde Staat benötigte. Anschliessend bestellte man bei den DWM noch einmal die nun fehlenden Waffen mit den Nummern. 597-600 nach (gemäss einem Schreiben der W+F an KTA vom 11.6.1901). Und auch bei den Pistolen 06/29 wurden die letzten nicht mehr benötigten Armeewaffen durch einen P vor der SN zur Privatwaffen gemacht (ab SN P77942).


      Zitat von Swisswaffen Beitrag anzeigen
      Die Nummerierung ist gleich wie bei der Parabellum 06/29. P-Waffen ab 25000, Armeewaffen ab 50000.
      Die Analogie liegt auf der Hand. Bei der 06/29 wurde zusätzlich der 40000er Bereich für einige wenige Schnittmodelle genutzt.


      Mich würde noch Wunder nehmen, worauf Du Dich bei der Aussage stützt, wonach P26500 der letzte private 82/29er ist.

      Stucki

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      • #4
        Unterdessen habe auch in meinen Unterlagen eine Quelle für P26500 als letzter Privatrevolver 82/29 gefunden: Eine Produktionsliste der W+F vom 18.9.1946 aus dem Bundesarchiv.

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        • #5
          Frage somit beantwortet *g*

          Aber ich beziehe mich auf eine Auslieferungsliste der W+F aus dem Bundesarchiv. Die Liste wurde noch bis in die 1960er Jahre geführt.
          Schweizer (Ordonnanz-)Waffen: http://www.swisswaffen.com

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