PreisPirschHornerArmsD.A.R. Germany
Shotevent.netAuctronia
Guns and Dogs

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

PSO / POSP-Zielfernrohre

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • #91
    Zitat von Saschu Beitrag anzeigen
    Falsch. Das sind Vorhaltemarken und als solche wurden sie entwickelt und auch in der Ausbildung und den DV so behandelt.
    Sicher kann man nach der "1000er-Formel" auch Entfernungen damit schätzen, nur wurde und wird beim Militär immer noch (sofern keine optoelektronischen Messverfahren benutzt werden) mit der Höhe des Ziels gerechnet, da dieser Wert von allen Blickrichtungen aus zu ermitteln ist, während es nur möglich ist, die Breite des Ziels immer nur aus zwei Richtungen abzugleichen.
    Nun lieber Saschu,
    Ich habe mir die zitierten Vorschriften besorgt und was lese ich da?

    "Für das Bestimmen des Vorhaltemaßes in Strich der Skale der Seitenverbesserung bei einer Flankenbewegung des Zieles mit einer Geschwindigkeit von 3m/s gilt folgende Faustformel:
    bei Entferung bis 600 m 4,5 Strich Vorhalt
    bei Entferung über 600 m 6 Strich Vorhalt
    ......
    Danach wird noch ein Beispiel angeführt wie man den Vorhalt in Strich bei bekannter Entferung und Geschwindigkeit errechnet.

    Somit ist klar bewiesen dass es sich hier nicht um Vorhaltemarken handelt sondern wie ich sagte um eine Strichplatte welche auch zur Ermittlung des Vorhalts in Strich über die Winkelgeschwindigkeit eines bewegten Objektes verwendet wird.

    Also ich würde schon sehr darum bitten bevor Du in Zukunft eine Aussage als falsch hinstellst nochmal in den von Dir angeführten Vorschriften nachzulesen was da wirklich steht und nicht in unbeschreiblich überheblicher Manier auf etwas zu verweisen dass letztendlich genau das Gegenteil von dem aussagt was Du behauptest.

    am Ende kann ich nicht umhin ein geflügeltes Wort im österreichischen Bundesheer zu zitieren, dass Du dir zu Herzen nehmen solltest bevor Du wieder groß herumtönst:
    " Wenn in eine Vorschrift ein Esel rein schaut, schaut kein General heraus!"

    Kommentar


    • #92
      "Vorhaltemarken"

      Und falls Du es immer noch nicht wahrhaben willst
      Hier das Zitat aus der von Dir genannten Vorschrift.
      Angehängte Dateien

      Kommentar


      • #93
        Ich bin hier `raus.
        Um es meinerseits mal mit einem geflügelten Wort deutscher Heere zu sagen: Das wären doch "Perlen vor die Säue geworfen ...".

        Kommentar


        • #94
          Hallo,

          hat jemand Erfahrungen mit den o.g. ZF bzw. Montagen wie es mit der Wiederholgenauigkeit aussieht. Ich will bei mir das montierte Glas ab und zu durch ein Docter-Sight austauschen, aber nur wenn ich nicht nach jedem Wechsel das Gewehr (Tigr 308) einschiessen muss!

          Gruß

          Kommentar


          • #95
            Was den Streit um des Kaisers Bart, sprich die Stricheinteilung der Seitenverbesserungsskala des ZF PSO-1 betrifft, so wurden diese sowohl für die Seitenverbesserung (Vorhaltemaß bei Seitenwind und/oder Zielbewegung) als auch zur Entfernungsbestimmung mittels Strichmaß (1000stel Formel) genutzt.

            Die Aussage daß dazu prinzipiell bzw. ausschließlich die im Glas enthaltene E-Meßskala (geeicht auf 1,7 Meter hohe Ziele) genutzt wurde ist falsch. Diese war/ist zwar gut gedacht, funktioniert schnell und ohne "denken" (bzw. zusätzliches Rechnen) eben leider nur auf das "geeichte Ziel".

            In der Ausbildung der Scharfschützen der NVA wurde sehr gern und sehr viel mit den "Zielbreiten", und somit den auf Grund der seitlichen Stricheinteilung von 0-01 Strich sehr gut meßbaren Deckungswerten, gerechnet. In zusätzlicher Vereinfachung der Tausendstelformel (Runterbrechen auf Dezimeter) und Ergebnis in V (Visier) ging die Entfernungsberechnung sehr einfach und schnell. ... Dies wurde übrigens auch noch beim ZFK 4x25 für die AK 74, welches eine verbesserte E-Meßskala basierend auf der Zielbreite (für 0,5 und 1 Meter breite Ziele) besaß, so gelehrt und praktiziert.

            Eine weitere Besonderheit, welche den "schnellen Schuß" im Gefecht ermöglichte, war die Verwendung/Grundeinstellung des Visieres auf die EdS (Entfernung des direkten Schusses). So betrug zum Bsp. bei der AK 74 die EdS auf einen liegenden Schützen (angenommene Zielhöhe 50 cm) 440 Meter. Dies bedeutete in der Praxis daß der Schütze alle "liegenden Schützen" bis zu dieser Entfernung mit der Visierstellung 4 ZA (400 Meter Ziel aufsitzend) bekämpfen und treffen konnte. ... Da ausgebildete SSchtzen die Flugbahnhöhen ihres Geschosses in den Standardentfernungen im Kopf hatten waren sie u.a. auch in der Lage im Bereich der EDS 4 kleinere Ziele (z.Bsp. "Kopfziele") ohne das ZF verstellen zu müssen, durch Verlegen des Haltepunktes in der Höhe, zu bekämpfen. Was die Seitenverbesserung für Wind und Zielbewegung gibt, so gab es auch da, neben der genauen Berechnung per Formeln, vereinfachte und schnelle Faustformeln/Merksätze, welche das schnelle und (hinreichend) sichere Treffen ermöglichten.

            Nun mag zwar die rechnerisch korrekte und möglichst genaue Berechnung der Anfangsangaben eine Grundvoraussetzung für das genaue und treffsichere Schießen sein ... aber ein weiteres Kriterium ist das Können des Schützen, welches durchaus auf einem gewissen Talent und vor allem Erfahrung/Training beruht. Dieses sogenannte "Gefühl" hat man ... oder man hat es nicht. ... Abseits der genormten Schießstände/Schießbahnen und der Bedingungen wie es Sportschützen gewohnt sind muß (bzw. mußte in der Zeit vor Laser-E-Messern und Ballistikrechnern) der Scharfschütze mit den wenigen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln in der Lage sein sein Ziel zu treffen. Und da Wind nicht immer konstant, sondern böig weht, das Ziel sich nicht gleichmäßig schnell sondern häufig auch ungleichmäßig bewegt, sind die "Berechnungen" eh nur ein Anhalt für die Anfangsangaben. Der Treffer selbst beinhaltet neben dem Können des Schützen auch ein gewisses Quentchen Intuition und Glück. ... Zumindest im Gefecht und auf der Jagd. ... Auf dem Schießstand wären wir dann wieder beim Thema "Ausreden".

            Kurz ... die seitliche Stricheinteilung des PSO diente sowohl dem seitlichen Vorhalt wie auch zum Berechnen der Anfangsangaben (Entfernung).

            Grundlage dieser Aussage ... nicht nur meine "Interpretation" der alten DVs, sondern auch meine Ausbildung/Erfahrung als Scharfschütze und Schießausbilder, welcher diese DVs in der Praxis umsetzen mußte.

            Kommentar


            • #96
              Zitat von Blackhusar Beitrag anzeigen
              Grundlage dieser Aussage ... nicht nur meine "Interpretation" der alten DVs, sondern auch meine Ausbildung/Erfahrung als Scharfschütze und Schießausbilder, welcher diese DVs in der Praxis umsetzen mußte.
              Wann warst du das letzte Mal in Aqtöbe? Wirst du ja sicherlich kennen...

              Kommentar


              • #97
                Meins würde ich NIE veräußern.
                wholesale Ed Hardy

                Kommentar


                • #98
                  Noch ein paar Infos zu östlichen ZFs (nicht nur russischen):

                  http://russianoptics.net/index.html

                  Kommentar


                  • #99
                    Hallo Michael,

                    super Beitrag, sehr hilfreich.
                    Da ich seit kurzem auch Besitzer eines Direktimportes eines POSP 8x42 D PRO bin, stand das Thema des Einschießens nun auch für mich an. Lässt sich ja in der von dir beschriebenen Art und Weise (auch ohne Schießbock, freihändig) recht schnell erledigen. Habe mit einer Laserpatrone vor eingestellt und auf der 50 m Bahn eingeschossen. Hatte dann auf der 100 m Bahn nur noch eine Abweichung des MTP von der "10" von ca. 30 mm.

                    Für die weitere Feinjustierung habe ich jetzt allerdings das Problem, dass alle verfügbaren Beschreibungen und Tabellen auf Flugbahnkompensatoren mit Skala 0-10 oder 0-20 ausgelegt sind.
                    Mein ZF hat allerdings einen Flugbahnkompensator mit Skala 0-80 (siehe Fotos) und das ZF soll auf 1000 m ausgelegt sein. Ich habe aber auch keine verbindliche Aussage ob nun (wie die beiden anderen Ausführungen) die Skala bei "80" auf 800 m eingeschossen ist und es dann mit den "Stacheln" weiter geht bis 1000 m, oder ob die "80"-iger Skala bis 1000 m geht und dann mit den "Stacheln" weiter bis 1200 m.

                    Hat ggf. schon jemand Erfahrungen mit dem Flugbahnkompensator mit Skala 0-80?

                    Grüße und Dank vorab!
                    Angehängte Dateien

                    Kommentar


                    • Hallo Michael,
                      ich besitze seit kurzem eine Tigr 308 und nun auch ein POSP 8x42.
                      Dein Beitrag über diese Zielfernrohre ist da extrem hilfreich.
                      Da ich selbst im Netz nach Informationen gesucht habe, kann ich mir vorstellen, wie viel Arbeit das gemacht hat. Vielen Dank dafür!

                      Kommentar


                      • Zitat von limlug Beitrag anzeigen
                        Hallo Michael,
                        ich besitze seit kurzem eine Tigr 308 und nun auch ein POSP 8x42.
                        Dein Beitrag über diese Zielfernrohre ist da extrem hilfreich.
                        Da ich selbst im Netz nach Informationen gesucht habe, kann ich mir vorstellen, wie viel Arbeit das gemacht hat. Vielen Dank dafür!
                        Keine Ursache, gerne, ich freue mich immer wieder darüber, dass dieser Beitrag, auch nach so langer Zeit, immer noch hilfreich ist.

                        Gruß

                        Michael
                        sigpic

                        “The 10mm Auto retains more kinetic energy at 100 yards than the .45 ACP has at the muzzle”

                        Kommentar

                        Lädt...
                        X