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K98 Hilfe bei Identifizierung

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  • #16
    Zitat von EL LOBO Beitrag anzeigen
    Ergänzung zu #14

    Folgende Bilder sind aus dem Buch von F.Heiss ... "Der Sieg im Norden"
    ( Copyrigt 1941 by Volk und Reich Verlag - Berlin )

    Es zeigt nach meiner persöhnlichen Meinung, daß man bei Militärischen Sachen, bzw Nutzungen,
    mit Aussagen wie:... "Das gehört da nicht ran, oder ... das hat es so nicht gegeben" ... vorsichtig sein muß.
    Auf jeden Fall hat die Waffe die der Landser auf der Schulter trägt den Trageriemen nicht an der Seite.

    Gruß Wolf
    Selbstverständlich muss man mit solchen Aussagen vorsichtig sein, da stimme ich Dir zu, aber in diesem Fall stehe ich zu meiner Aussage.

    Die Riemenöse gehört ursprünglich nicht an diesen Schaft. Der Schaft war ein Originalstück, er wurde aber stark gesandet und nachträglich wurde die Riemenöse angebracht.
    Nach 1945 wurden K98k in vielen Ländern weiterverwendet und in einigen Ländern wurden nachträglich solche Riemenösen angebracht.

    Bei Waffen, die in der Wehrmacht verwendet worden sind, wurden nicht wie von Dir vermutet für Reiter oder Kradschützen spezielle Riemenösen angebracht. Wie ich bereits geschrieben hatte "Am 25. Juli 1940 hat das Oberkommando des Heeres eine Anweisung herausgegeben (veröffentlicht am 5. August 1940), bei den tschechischen Gewehren die Kloben mit Riemenöse zu entfernen und das Loch im Kolbenhals zu verschliessen.".
    Die von der Wehrmacht z.B. in Tschechien und Polen erbeuteten Waffen sollten umgerüstet werden, damit sie der Riemenbefestigung des K98k entsprechen.

    Frage: Warum sollte die Wehrmacht für Reiter oder Kradschützen Standard K98k umrüsten, wenn doch genügend erbeutete Waffen mit dieser Riemenbefestigung vorhanden waren?
    Das ergibt keinen Sinn und in den Allgemeinen Heeresmitteilungen und dem Heeres Verordnungblatt habe ich dafür keinen einzigen Hinweis gefunden. Das kann ich behaupten, da ich diese komplett gelesen habe und darin werden sonst die kleinsten Veränderungen bekanntgegeben.

    Jetzt zu den von Dir gezeigten Fotos. Du hast recht, die Waffe die der Landser auf der Schulter trägt, hat den Riemen nicht an der Seite.
    Entschuldige, ich zitiere mich nochmal selbst: "Die angesprochenen Fotos der Waffen SS. Evtl. tragen diese Soldaten das Mauser Standard Modell oder ein tschechisches VZ.24, deutsche Bezeichnung G.24(t)."

    Die von Dir gezeigten Fotos zeigen zwar keine Soldaten der Waffen SS, aber auch die Wehrmacht hat ein Sammelsurium an Waffen verwendet. Die Fotos sind von der Qualität leider nicht gut genug, um die Waffe eindeutig zu bestimmen, aber es ist kein K98k. Erkennen kann ich einen Karabiner, wo der Riemen nicht an der Seite angebracht ist und er hat auch nicht die für einen K98k typische Platte (Übrigens, es gab auch eine Anweisung in den Allgemeinen Heeresmitteilungen und dem Heeres Verordnungblatt, diese Platte bei Beutewaffen nachzurüsten).

    Hier nur ein paar Beispiele von Karabinen, die von den deutschen Truppen in Norwegen verwendet worden sind und eventuell in Frage kämen:
    G.12/34 von Steyr-Daimler-Puch (eher unwahrscheinlich da für Deutsche Luftwaffe gefertigt)
    VZ.24 bzw. G.24(t) aus der Tschechoslowakei.
    wz.29
    Von diesen von der Wehrmacht verwendeten Waffen kenne ich einige Belegstücke, die nach dem Krieg in den norwegischen Streitkräften Verwendung fanden.

    Das alles ändert aber nichts an der Tatsache, das der hier gezeigte K98k nicht nummerngleich und außerdem überarbeitet ist. Original ist er zwar nicht mehr, aber für einen Sportschützen eventuell noch brauchbar.

    Kommentar


    • #17
      Moin J.P.S...
      Erstmal Danke für deine interessanten Beiträge, es lag nicht in meiner Absicht, deine Kompetenz anzuzweifeln,
      ich war mir nur sicher, irgendwo mal etwas zu diesen doppelten Riemenbügel gelesen zu haben.

      Zu deiner Frage:..."Warum sollte die Wehrmacht ..." kann ich nur vermuten, daß man bei Aufstellung der
      Reiter, Radfahrer und Kradschützen noch keine Beutewaffen hatte ...

      Sicher gibt es zu dem Norwegenfoto eine simple Erklärung, eventuell hat der Soldat seine eigene Knarre eingebüßt
      und muß nun mit einer Beutewaffe klarkommen ...

      Gruß Wolf

      Kommentar


      • #18
        Moin Wolf,

        das Du meine Kompetenz anzweifelst, hatte ich so nicht aufgefasst und hoffentlich sind meine Kommentare nicht oberlehrerhaft rübergekommen, das war nicht meine Absicht.

        Die Beutewaffen waren bereits ab 1938 (Tschechien und Österreich) bzw. 1939 (Polen) verfügbar. Auch das Mauser Standard Modell und weitere Waffen wurden von der Wehrmacht verwendet.

        Es könnte natürlich sein, dass der Soldat seine Waffe verloren hat oder auch, dass sie im Gefecht beschädigt worden ist. Das muss aber nicht der Grund gewesen sein, denn auch diese Waffen wurden an die deutschen Einheiten ausgegeben. Das G.12/34 zum Beispiel, wurde ab 1938 extra für die Deutsche Luftwaffe gefertigt, nachdem Steyr von den Hermann Göring Werken übernommen worden ist.

        Gruß Stephan

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