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Volumen der Kompressionsräume von Schlagfederverdichtern

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  • Volumen der Kompressionsräume von Schlagfederverdichtern

    Hallo Forumsgemeinde!

    Dies ist mein erster Post hier.

    Ich interessiere mich für technische Details von Schlagfederverdichtern oder
    auch Federkolbendruckluftgewehren.

    Das größte Problem dabei ist die kategorische Verweigerung der Herausgabe
    von Informationen durch den Hersteller Weihrauch und das Fehlen der
    technischen Unterlagen des Herstellers Suhl Haenel ETW.

    Ich hoffe, dass hier im Forum entsprechendes Detailwissen vorhanden ist oder
    importiert werden kann.

    Mich interessieren die Luftgewehre Weihrauch HW 80, Weihrauch HW 85,
    Haenel Modell III-56 und Haenel Modell III-284 besonders.

    Ich vermute, dass die verschiedenen Volumen, Kolbenhübe, Kolbendurchmesser
    und Transferports/Überströmkanäle maßgeblich das Schussverhalten, die Vibration,
    den Rückstoß, den Klang und den Prellschlag beeinflussen können.

    Ich möchte gerne zu diesen vier Modellen jeweils den Kolbenhub, den
    Kolbendurchmesser und Durchmesser des Transferport/Überströmkanals und die Länge des
    Transferport/Überströmkanals erfahren.

    Leider kann oder will es mir kein Büchsenmacher sagen oder erklären.

    Und ich habe nicht die Möglichkeiten diese Daten selbst zu messen.

    Chatplosion
    Zuletzt geändert von Chatplosion; 10.07.2016, 19:11.

  • #2
    Für gewöhnlich sind diese Daten für den Schützen unerheblich, deshalb wird da niemand genaueres wissen fürchte ich.
    Es hat den Anschein als würdest du einige dieser Parameter verändern wollen, wovon natürlich abzuraten ist. Diese Abmaße sind von Seiten der Hersteller schon weitestgehend optimal, da etwas zu ändern könnte das Gewehr unbrauchbar machen, von der rechtlichen Seite möchte ich gar nicht sprechen, das WaffG kann hier jeder selbst nachlesen.
    Es gibt aber auch legale und legitime Wege einige Eigenschaften zu verbessern. So gibt es z.B. für einige Federdruckgewehre Gas-Kolben zum Nachrüsten. Diese sollen den Prellschlag fast gänzlich tilgen und einen konstanteren Druckaufbau gewährleisten.
    Ich glaube nicht, dass du hier so detaillierte Angaben finden wirst. Wie gesagt, es gibt bessere Wege sein Gewehr zu optimieren.

    Kommentar


    • #3
      Diese Daten sind vielleicht nicht für die meisten Schützen interessant,
      aber sind für das Verständnis der Technik unerlässlich.

      Warum gibt es LGs, die kaum Geschossenergie abgeben, aber
      dafür sich wie ein mit Parkinson Erkrankter im Endstadium
      schütteln?

      Warum gibt es LGs, welche trotz sparsamem Schmiermittelauftrag
      rauchen und stinken?

      Warum gibt es LGs, die einfach nur laut sind, aber ihre Diabolos
      sehr langsam fliegen?

      Warum gibt es LGs, die einem das Gesicht "schlagen"?

      Ich weiß nur über die Weihrauch Luftgewehre, dass es sie nur als
      Schlagfederverdichter, ausgenommen die HW 100 und HW 101,
      gibt. Und das der Kolben von der HW 85 nicht in die HW 95 passt,
      umgekehrt aber schon.

      Und die LGs von Suhl Haenel ETW sind eine für mich komplett
      unbekannte Konstruktion. Es heißt oft, dass diese LGs "besser"
      sein sollen als die heutigen Modelle Schlagfederverdichter
      vieler Hersteller.

      Wenn ich solche Daten von einem Motor haben möchte, geben
      die Autohersteller gerne Auskunft. Nur bei Sportwaffen wird
      sich totgeschwiegen.

      Ich möchte die technischen Daten dieser Modelle wissen
      und den Zusammenhang zwischen Konstruktion und
      Schussverhalten zu verstehen.
      Ich ändere nichts, was nicht sicher ist. Ich weiss, dass LGs zu
      verändern auch bei der "F-im-Fünfeck" Klassifizierung tötlich
      sein kann und für mich ohne handwerkliche Fähigkeiten
      ein inakzeptables Risiko darstellt.

      Wissen ist weder verboten, moralisch verwerflich noch strafbar.

      Es sollte doch möglich sein das Wissen unter euch fähigen
      Menschen zu finden?

      Kommentar


      • #4
        Es gibt viele Gewehre die standartmäßig über Gaskolben verfügen, z.B. Hatsan mit dem Vortex-System. Das bringt bei 4,5mm mal eben 305 m/s laut Hersteller, ohne nennenswerten Prellschlag.
        Um diese Gewehre hier in D als freie Waffen verkaufen zu können, wird in diesem Fall das Vortex-System einfach gegen eine Feder getauscht und schon hat man ca. 165 m/s also weniger als 7,5 J.
        Da das System aber nicht für Federn optimiert wurde ergibt sich ein starker Prellschlag. Das kann ich persönlich bestätigen. Das hier beschriebene Hatsan Striker 1000S wird hier in D unter dem Namen Mercury Chili verkauft, mit Feder. Ich hab so ein Teil und das Ding tritt wie ein Esel.
        Schaut man sich hingegen hochwertigere Modelle an, die für die Verwendung von Federn entwickelt wurden, haben diese einen viel geringeren Prellschlag.

        Dann gibt es auch Gewehre die nicht über die Feder, sondern über die Auslassbohrung gedrosselt sind. Da spannt man z.B. eine 16 J Feder es kommen aber nur >7,5 J raus. Da hat man aber trotzdem den Prellschlag wie bei der ungedrosselten Version.

        Also so viel mal zum Thema Prellschlag. Ich kann dir vielleicht nicht all deine Fragen zufriedenstellend beantworten, aber ich hoffe diese Ausführung hat ein wenig dazu beigetragen.

        PS.: "Rauchen und stinken" sollte kein Preller. Dieser als Dieseln bekannte Effekt deutet immer auf zu viel Schmiermittel in der Kolbenkammer hin. Im besten Fall hört es nach ein paar Schuss auf, wenn nicht hilft nur zerlegen und säubern/entfetten.

        Kommentar


        • #5
          Meine eigenen Nachforschungen haben folgendes ergeben:

          Weihrauch HW 80
          Kolbendurchmesser 30mm
          Hub ?mm
          Transferport (Durchmesser/Länge) ?mm/?mm

          Dieses LG knallt laut.

          Weihrauch HW 85
          Kolbendurchmesser 26mm
          Hub ?mm
          Transferport (Durchmesser/Länge) ?mm/?mm

          Dieses LG hat ein extremes Federgeräusch.

          Haenel Suhl Modell III-56
          Kolbendurchmesser ?mm
          Hub 65mm
          Transferport (Durchmesser/Länge) 4mm/?mm

          Dieses LG gibt immer etwas Rauch beim schießen ab und stinkt, vibriert nur gering. Wurde vom Büchsenmacher mit neuer Feder und Manschette ausgestattet.

          Haenel Suhl Modell III-284
          Kolbendurchmesser ?mm
          Hub ?mm
          Transferport (Durchmesser/Länge) ?mm/?mm

          Zu diesem LG habe ich noch keine Erfahrung gesammelt.

          Dies ist was ich in Erfahrung bringen konnte. Die Fragezeichen sollten bitte mit korrekten Zahlenwerte ersetzt werden.

          Kommentar


          • #6
            Die Gewehre die du beschreibst sind schon relativ hochwertig. Du solltest vielleicht mal ein paar "Billig-Gewehre", unter 100€ ausprobieren. Ich glaube dann würdest du Formulierungen wie "knallt laut" und extremes Federgeräusch" bei den jeweiligen Gewehren noch mal überdenken. Von Schützen, die eine beträchtliche Sammlung und jahrelange Erfahrung haben, werden Weihrauch und Haenel hoch gelobt.
            Ich persönlich hatte noch nicht das Vergnügen eines dieser Modelle schießen zu dürfen, momentan bewege ich mich da eher in den unteren Preisklassen.
            Erst vor ein paar Tagen habe ich mir ein Baikal MP61 für 99€ zugelegt. Viel Plastik und russisch-rustikale Verarbeitung, aber das Ding schießt auf 10m Loch in Loch, darauf kommt es an.
            Ist ein Gewehr zu laut kommt ein Schalldämpfer drauf, ist der Prellschlag zu heftig wird ein V-Mach Kit und eine ventilierte Gummischaftkappe verbaut.
            Wo manche einen Mangel sehen, sehe ich eher die Möglichkeit ein Gewehr noch besser zu machen.

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            • #7
              Der Prellschlag ist, wenn ich beim Büchsenmacher richtig zugehört habe, der Aufschlag des Kolbens auf dem Ende der Kompressionskammer, bei dem der Kolben mehrfach "zurückprellt". Die größte Energieabgabe erfolgt hier beim Ersten aufschlag. Die Kunst liegt darin, die Kolbenrückwanderung so kurz und selten wie möglich zu machen.
              Außerdem sagte mir der Schießlehrer, dass alle Schlagfederverdichter nur auf der Vorderhand aufgelegt und an der Schulter ohne Druck angelegt werden sollen. Dies nennt er Artilleriehaltung. Bringt erstaunlich kleine Gruppen auf 25m.

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              • #8
                Da hat dein Schießlehrer recht, hält man einen Preller zu fest, verreißt er beim Schuss. Mit einem Preller muss man etwas üben, dann kommt man mit dem Prellschlag auch zurecht. Es gibt aber Gewehre die so stark prellen, das kann man mit der besten Haltung nicht kompensieren.
                Und was dein Büma sagt ist auch richtig.
                Es kommt natürlich auch darauf an was man mit dem Gewehr machen will. Für das Plinking im Garten reicht in den meisten fällen auch ein "Billig-Preller", möchte man aber an Turnieren teilnehmen oder Field Target betreiben, sollte es schon was besseres sein, wenigstens Unter- oder Seitenhebelspanner mit Starrlauf. Da wären Pessluftgewehre wohl am besten geeignet, samt Zubehör muss man dann aber schon ordentlich Geld in die Hand nehmen. Von diesem Standpunkt aus, bieten sich wiederum CO2-Gewehre als günstige Alternative.

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