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Seltener (?) jagdlicher KK-Repetierer Suhl Mod. 91

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  • Seltener (?) jagdlicher KK-Repetierer Suhl Mod. 91

    Hallo,

    habe neulich beim Jagdausstatter eine KK-Büchse "Suhl Mod. 91" mit sehr niedriger Seriennummer für kleines Geld erstanden. Kennt jemand dieses Gewehr? Ich habe auch nach langem Suchen nichts, aber auch garnichts, darüber im Netz gefunden. Keine Vergleichsangebote, keine Fotos, keine Geschichte dazu, garnichts.

    Das Teil hat einen jagdlichen Schaft (nummerngleich) und wirkt sehr hochwertig gearbeitet. Auf dem Magazin steht "Suhl KKV", es scheint das gleiche wie für die KKV 1001 zu sein.
    Streukreis auf 100m ist 2€-Stück groß wenn ich mich anstrenge.

    Was ist das für ein Teil? Für wen, von wem und wann gebaut?

    Gruß,

    Private Paula
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von Private Paula; 17.07.2017, 10:27.
    "Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern" - Thomas de Maizière

  • #2
    Willkommen, (Detail-) Bilder sagen mehr als 1000 Worte :-)

    Kommentar


    • #3
      Hab sie angefügt
      Zuletzt geändert von Private Paula; 17.07.2017, 10:03.
      "Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern" - Thomas de Maizière

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      • #4
        Schön, das sieht nach einer besonderen Waffe aus. Dafür spricht schon der verwendete, hochwertige Lauf (aus Krupp-Stahl?).
        Wenn ich dazu etwas finde, ergänze ich es hier gerne.
        Interessant wäre noch, was oben auf der Hülse steht. Ich vermisse das (nach 1950) DDR-Beschussdatum.

        Kommentar


        • #5
          Zitat von Olympia Beitrag anzeigen
          Schön, das sieht nach einer besonderen Waffe aus. Dafür spricht schon der verwendete, hochwertige Lauf (aus Krupp-Stahl?).
          Wenn ich dazu etwas finde, ergänze ich es hier gerne.
          Interessant wäre noch, was oben auf der Hülse steht. Ich vermisse das (nach 1950) DDR-Beschussdatum.
          Worauf lässt das fehlende Datum schließen? Kannst Du die anderen Beschusszeichen identifizieren? Was auch auffällt: Der Abzugsbügel ist aus Kunststoff und passt nicht zu dem ansonsten soliden Bild des Gewehrs. Hier noch zwei Bilder:
          Angehängte Dateien
          Zuletzt geändert von Private Paula; 17.07.2017, 10:01.
          "Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern" - Thomas de Maizière

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          • #6
            Hallo Leute
            Diese Waffe scheint deutlich älter als die ehem. DDR zu sein, denn das Kal. 22 lang ist NICHT identisch mit 22 lfB,
            die 22 lang ist mit 1.200 bar angegeben, die 22 lfB mit 1.800 bar.

            "August Stukenbrok" hatte in einem Katalog von 1911 das Kal. 22 lang im Angebot.

            Gruß Wolf

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            • #7
              Der Annahme, dass es sich üm eine Waffe aus Vor-DDR-Zeiten handelt, kann ich nicht ganz folgen.

              Die Waffe selbst stammt laut Stempel auf der Systemhülse aus dem VEB Thälmann-Werk-Suhl, in dem Anfang der 1950er Jahre mehrere Suhler Einzelbetriebe zusammengefasst wurden.

              Auch die verwendeten Schrifttypen für die Modellbezeichnung "SUHL Mod.91" entsprechen denen des GST-KK-Repetierers VEB TW SUHL "KKV 1001" (siehe http://www.naturabuy.fr/Carabine-spo...m-3841773.html).

              Die Systemhülse des gezeigtem Mod.91 sieht zumindest für meinen Blick 100% so wie das System der KKV aus (siehe http://www.cdsehrenreich.de/zubehoer/images/s012.jpg).

              Die Beschusszeichen auf Lauf und System sind nach meiner Einschätzung klar dem Beschussamt Suhl in der Zeit zwischen 1950 und 1975 zuzuordnen (siehe https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/...013_Anhang.pdf).

              Der Bakelit-Abzugsbügel sieht (neben vielen anderen Details) genauso aus wie beim KKV. Es bestehen zwar auch leichte Ähnlichkeiten mit dem Vorgänger des KKV, dem aud DDR-Produktion stammenden K 110 (siehe http://www.waffen-welt.de/showthread.php?t=8697), aber die Herkunft des Mod.91 scheint klar beim KKV zu liegen.

              Vielleicht war dieser kleine Jagdrepetierer für den Export oder wohlhabende Funktionäre, besondere Gäste oder als Ausstellungsstück für Messen gedacht?
              Ich weiss es leider nicht.

              Die Herkunft des Laufs kann ich nicht wirklich einschätzen.
              Vielleicht auf Vorkriegsmaschinen in der Sowjetunion gefertigt?
              Oder Restbestände aus Krupp-Produktion, die bis in die 50er aufgehoben wurden? Vielleicht auch, was kaum vorstellbar ist, moderne Läufe aus dem Westdeutschland der 50er? Vielleicht schick gelabelte Läufe aus der DDR oder Schweden, die hochwertig und ein wenig nach Krupp aussehen sollten (die serifenlose Schrifttype des "SPEZIALGEWEHRLAUFSTAHL" sieht demjenigen, den ich von Krupp-Läufen kenne, jedenfalls täuschend ähnlich)?

              Jedenfalls eine interessante Zusammenstellung.

              Und was das Kaliber betrifft: wenn man beim Verschießen von .22 lfB ganz sicher sein will, kann man das Gewehr nochmal beschießen lassen. Das würde ich aber an verdeckter Stelle einschlagen lassen - aber wer weiss, vielleicht ist das ja schon passiert, und da findet sich dann auch die Monats+Jahreszahl, zu der das bereits in der DDR passiert ist ;-)

              Da das KKV und das K110 für .22lfB ausgelegt und so jahrzehntelang geschossen wurden, muss man sich aber keine Sorgen machen, dass man sich in riesige Gefahr begeben hatte, als man das sehr ähnliche Mod.91 möglicherweise irrtümlicherweise mit zu starker Munition getestet hat (nebenbei, der Beschuss erfolgte typischerweise sowieso mit verstärkter Ladung).

              Kommentar


              • #8
                Zitat von Olympia Beitrag anzeigen
                ..., muss man sich aber keine Sorgen machen, ...
                Als gelernter Metaller ist mir schon klar, daß diese Büchse selbst mit der 22 Mag. noch nicht überfordert wäre
                (wenn sie denn passen würde) ...

                Mir fällt aber beim besten Willen kein vernünftiger Grund ein, bei einer Waffe, die nach Einzelanfertigung aussieht,
                eine Kaliberbezeichnung zu wählen, für die es 1950 wahrscheinlich schon gar keine "regulären" Patronen mehr gab ...

                1911 wurde diese Patrone noch wahlweise mit Schwarz- und NC-Pulver angeboten.

                Interessierte Grüße
                Wolf

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von EL LOBO Beitrag anzeigen
                  Diese Waffe scheint deutlich älter als die ehem. DDR zu sein, denn das Kal. 22 lang ist NICHT identisch mit 22 lfB,
                  die 22 lang ist mit 1.200 bar angegeben, die 22 lfB mit 1.800 bar.

                  "August Stukenbrok" hatte in einem Katalog von 1911 das Kal. 22 lang im Angebot.
                  Das hatte ich auch erst gedacht und war sauer, dass der Händler mir ein altes Exotenkaliber untergejubelt hat, wo er es doch explizit als .22 lfb beworben hatte.
                  Dann ging ich zu einem anderen Jagdausstatter, der hatte ein Übersichtsbuch wo alle KK-Waffen der DDR drin waren. Dort stand:

                  Markierung: .22long
                  Kaliber: .22 lfb

                  Das scheint damals so üblich gewesen zu sein bei den KKV-Dingern, habe dann auch noch ein Foto von nem KKV 1001 gefunden, der genauso beschriftet ist:
                  Angehängte Dateien
                  Zuletzt geändert von Private Paula; 17.07.2017, 20:07.
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                  • #10
                    @ PP : Danke für die Info, sehr interessant ...

                    Gruß Wolf

                    Kommentar


                    • #11
                      Das hier hab ich auch grad noch gefunden, steht auch .22 lang/long drauf:
                      Zuletzt geändert von Private Paula; 18.07.2017, 09:51.
                      "Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern" - Thomas de Maizière

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                      • #12
                        Man,...man, bei mir werden anscheinend die ersten Anzeichen von Demenz sichtbar ...

                        Ein junger Feuerwehr-Kamerad war vor ??? Jahren beim Oderhochwasser eingesetzt und hatte mir
                        Russische KK Mun. mitgebracht, die habe ich gerade aus meinem Fundus gekramt,
                        auch da gibt es nur die Bezeichnung 5,6 MM und auf der Rückseite etwas mit 1,5 KM,
                        was ich als Reichweite (Warnung) deute.

                        Ich fahre heute noch nach Salzwedel zum schießen, eventuell haben die noch original DDR-Mun. liegen...

                        Gruß Wolf
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                        • #13
                          Toll, nun wird es ganz kompliziert, kennt jemand den Unterschied zwischen diesen beiden Packungen?
                          "Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern" - Thomas de Maizière

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                          • #14
                            Meine Meinung .

                            Blau für Pistole / Revolver .
                            Rot für Gewehr .

                            Kommentar


                            • #15
                              Hallo Leute
                              So, zurück aus Salzwedel, das war anno Dunnemal = Leistungszentrum und ist kurz vor der Wende noch mit Material versorgt worden,
                              teilweise zehren wir da heute noch von ...

                              Nun zu den Murmeln:
                              Zuerst haben wir gedacht, die Blauen 22 lang wären eine ältere Charge und dann von den Roten 22 lfB ersetzt worden,
                              nur stellte sich dann zu unserer Verblüffung heraus, daß die (vom Kal. her veralteten) Blauen 22 lang deutlich jünger als die Roten 22 lfB waren ...
                              Dann nahte "Erleuchtung" in Form eines älteren Herren, der uns Unwissenden erklärte, das es sich bei den Blauen Murmeln
                              um die offizielle Üb-Mun für die 22er MP handelt. Dieses Teil habe ich leider nie zu Gesicht bekommen.

                              Gruß Wolf
                              Angehängte Dateien

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