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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Moly beschichtung und kalibrierung


chuchischabe
18. September 2016, 10:33
Hallo

Ich giesse meine .45ACP / 200/190 SWC Bleigeschosse selber.
Will nun einmal Moly Beschichtung ausprobieren.
Meine Frage dazu wäre ob man die BLeigeschosse vor der oder nach der
Beschichtung kalibireieren muss.

Vieleicht habt Ihr auch einige Tips zum verwendeten Moly.

Besten Dank Dreambox

Pfälzer
18. September 2016, 21:53
Mal eine blöde Frage: macht das Sinn, Bleigeschosse zusätzlich noch zu beschichten ? Was genau soll das noch bringen ?

blackys
19. September 2016, 08:17
Es ist sicherlich nicht zusätzlich, sondern anstatt. Die Bleigeschosse verwendet man ja i.d.R. nicht nackig, sondern mit Fettrille. Statt fetten kann man Bleigeschosse eben auch mit Moly beschichten, spezielle Lacke verwenden (z.B. Ares) oder galvanisch verkupfern (z.B. H&N)...

Pfälzer
19. September 2016, 08:36
Moin blackys,

jetzt hab ich noch eine ( blöde ) Frage, und zwar was hat es mit dieser Fettrille auf sich ? Blei an sich schmiert doch schon sehr gut .....:ka:

Götterbote
19. September 2016, 08:51
Besser gesagt, dass Blei verschmiert den Lauf sehr gut. Das Fett trägt dazu bei, die Bleiablagerung zu lockern.

Pfälzer
19. September 2016, 09:45
Ja ok, jetzt hab ichs verstanden. Dann macht das ja durchaus Sinn, wenn sich erst gar keine Bleiablagerungen im Lauf bilden können.

Übrigens gabs da vor kurzem einen Bericht in der VISIER darüber.

blackys
19. September 2016, 10:19
Jo, wie oben schon gesagt, hat man ohne Fettung regelmäßig Probleme mit Bleirückständen. Das kann gehen von erhöhtem Putzaufwand bis zu dicken Bleiringen bei völlig falschen Parametern/Material. Da spielen viele Dinge eine Rolle: Bleihärte/Kalibrierung/Geschwindigkeit/Fettung..
Bei der langsamen 45er kannst du bei passender Fettung und Kalibrierung auch 1000 Schuss und mehr verfeuern, ohne auch nur einmal den Lauf zu putzen. Wenn alles stimmt, bilden sich da nur minimale , nicht störende Bleischlieren am Laufanfang, selbst bei relativ weicher Legierung...

gruss
blackys

Thomas223
19. September 2016, 11:41
Bis auf die Rauchentwicklung, welche überall sonst Schmutz hinterlässt.
Ich musste nach ca. 500 Schuss gefetteten .45ACP das Patronenlager schrubben weil Hülsen manchmal nicht mehr ausgezogen wurden.

blackys
19. September 2016, 13:50
Hängt viel vom verwendeten Fett ab, gibt´s ja vielfältige Rezepturen. Manche qualmen recht wenig. Ein Kollege hatte auch mal eine Geschosslieferung, da dachte ich aber, der schießt Schwarzpulver...:D

Mit "ohne auch nur einmal den Lauf zu putzen" meinte ich oben natürlich auch Zerlegen und eine gründliche Laufreinigung. Dass man mal zwischendurch mit dem Lappen die Rampe abwischt oder eine Boresnake durchzieht, um normale Schmauchrückstände zu beseitigen, ist ja eine andere Sache.

gruss
blackys

Lichtgestalt
21. September 2016, 20:30
Einfache Antwort:

Versuche einmal nur EIN EINZIGES Bleigeschoss ohne Schmierung zu kalibrieren.
:sonnenbrille:

chuchischabe
23. September 2016, 20:54
Hallo
Ja ohne Schmierung geht das kalibrieren viel zu streng.
Trotzdem frage ich mich ob wärend der kalibrierung nicht die hauchdünne Molybeschichtung gleich abkratzt??????

Lichtgestalt
24. September 2016, 07:16
Habe mit Molly leider keine Erfahrung, kalibriere aber z.B. meine kunststoffbeschichteten Geschosse immer NACH dem Beschichten.

Habe es auch schon davor versucht und ganz ohne probiert, aber optimale Präzision erreicht man nur so.

Gunner
29. September 2016, 07:08
Mal rein theoretisch betrachtet:

Ich kalibriere ein Geschoß in Tausendstel Zoll Bereichen, um es auf den für meine Waffe optimalen Durchmesser zu bringen.
Wenn ich DANACH eine Beschichtung auftrage, wozu dann noch das Kalibrieren?

Lichtgestalt
29. September 2016, 07:40
Weil die Beschichtung aufträgt und sich nicht gleichmäßig verteilt.
Gilt aber wahrscheinlich eher nicht für Moly, da fehlt mir die Erfahrung, sondern für Kunststoffbeschichtungen.

Und man braucht irgendeine Art der Schmierung beim Kalibrieren, bzw. eine Trennschicht zwischen Bleigeschoss und Stahlmatrize, sonst geht evtl. bereits das erste Geschoss auf Block.

Deswegen schrub ich ja, er soll auch nur ein einziges Geschoss ausprobieren.

https://abload.de/thumb/img_4776e6so5.jpg (http://abload.de/image.php?img=img_4776e6so5.jpg)

:)

Thomas223
29. September 2016, 14:28
@Lichtgestalt:
Gießt und beschichtest du selbst?

Lichtgestalt
29. September 2016, 16:56
Ja, mittlerweile, aber die pinken Schmuckstücke auf dem Bild stammen von Ares.
:sonnenbrille:

Meine sehen zum Beispiel so aus:

[siehe unten !
Forumsregeln beachten und keine Fremdserver benutzen !
Gunny;) ]


Die zwei platten haben den Hammertest bestanden (gucken ob die Beschichtung hält).

erich74
30. September 2016, 18:08
Ja, mittlerweile, aber die pinken Schmuckstücke auf dem Bild stammen von Ares.
:sonnenbrille:

Meine sehen zum Beispiel so aus:

https://abload.de/thumb/candyapplek8jrr.jpg (http://abload.de/image.php?img=candyapplek8jrr.jpg)


Die zwei platten haben den Hammertest bestanden (gucken ob die Beschichtung hält).

Sag mal als Admin ist das aber nicht ganz korreckt Bilder auf Fremdservern zu verlinken die dann erst nach Werbung sichtbar sind. :cool:

Thomas223
30. September 2016, 19:42
@Lichtgestalt:
Sieht gut aus, benutzt du die Methode von WiederladerTV?
Mir wäre das zu viel Arbeit. Ich kaufe einfach ARES Geschosse...

Lichtgestalt
1. October 2016, 10:56
Sag mal als Admin ist das aber nicht ganz korreckt Bilder auf Fremdservern zu verlinken die dann erst nach Werbung sichtbar sind. :cool:

Hm, da hast Du wohl recht.

Ist es ok, wenn ich mich selbst verwarne?

Gunner
1. October 2016, 11:03
SCHON PASSIERT !

...die Werbung bei denen ist aber wirklich seeehr aufdringlich!

Lichtgestalt
1. October 2016, 11:10
@Lichtgestalt:
Sieht gut aus, benutzt du die Methode von WiederladerTV?
Mir wäre das zu viel Arbeit. Ich kaufe einfach ARES Geschosse...

Nein, ich benutze (noch) HITEK, werde aber wohl umschwenken.
Wobei das MCC-Coating recht teuer und auch nicht ganz einfach in der Anwendung ist.

Wenn ich z.B. mit HT Suppe ansetze, dann ist die im Hochsommer mindestens drei Tage verarbeitbar.
Ich mach dann immer gleich 500ml, was für eine Meeeeeeeenge Murmeln reicht.

Und ja, es ist ein Haufen Arbeit.
Deswegen arbeite ich auch auf Masse.

Ich gieße z.B. parallel mit zwei vier- oder sechsfach Kokillen, wenn ich beschichte, dann gieße ich solange auf Vorrat bis ich ca. 25kg Mumpeln habe (bei zehn Rosten à 2,5kg Murmeln), ich arbeite dabei mit zehn aus Hasendraht und Estrichmatten selbstgebastelteten Rosten und backe parallel in zwei Umluftherden, die ich aus Haushaltsauflösungen für zusammen 70 Euro geschossen habe.

Dadurch habe ich nie Leerlauf, bin flexibler, und wenn ich gieße, dann wird gegossen und wenn ich am Beschichten oder Backen bin, dann mach ich nur das.

So komme ich auf ordentlich Stückzahlen und "produziere" nur für mich 1-2mal im Jahr.

Auf der andren Seite ist, gerade bei Kurzwaffen, das Geschoss die teuerste Komponente.
Wenn man die Arbeitszeit nicht rechnet, dann hat man sehr günstige Patronen.
Meine 44er Magnum und 45 ACP kommen mich billiger als ne ordentliche KK-Munition.

Anschaffungen sind natürlich auch fällig, aber die spiele ich über die Stückzahlen wieder rein.

Deswegen muss ich ja soviel schießen.
:o

Lichtgestalt
1. October 2016, 11:12
SCHON PASSIERT !


Danke Dir.
:sonnenbrille: