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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : HK USC .45ACP, kostengünstig laden?


Michael
4. October 2012, 09:16
Habe mir jetzt einen Matrizensatz im Kaliber .45ACP bestellt und die ersten Hülsen im Tumbler rotieren lassen, nun bin ich auf der Suche nach einer möglichst kostengünstigen Laborierung, die ich aus meiner USC zukünftig nutzen könnte. Einsatzbereich IPSC, Distanzen zwischen 5m und 25m, es geht also nicht zwingend um eine Höchstpräzisionslaborierung zum „Schußgruppen lochen“, der Kostenfaktor steht klar im Vordergrund. Die ersten Versuche werde ich mit HN 200grs. HS HP Geschossen und N340 machen, das N340 aus dem Grund, weil ich noch ein halbes Kilo davon zu Hause habe. Von der obligatorischen Warnung im USC-Handbuch mal abgesehen, dass man generell keine wiedergeladene Munition verwenden soll, steht da aber auch, dass man keine reinen Bleigeschosse verwenden soll. Keine wiedergeladenen Munition verwenden, sehe ich als Standardsatz ohne Belang an, die Warnung vor den reinen Bleigeschossen nehme ich hingegen ernst.

Ich habe jetzt schon mal ein wenig gesucht, liege preislich ungefähr bei 0,21 Cent pro Patrone, mit dem N340 und den restlichen Komponenten, die ich nun bestellt habe. Im Hinterkopf habe ich dabei natürlich gleich, dass z.B. die Fabrikmunition von PRVI Partizan (200grs. FMJ) aktuell bei 239 Euro per 1000 Stück liegt, also wirklich nur unwesentlich teurer ist, man darf dabei nicht vergessen, dass man dann auch keine „Arbeit“ mit dem Wiederladen hat. Soll selbstverständlich keine Grundlagendiskussion werden, die Vorteile einer angepassten Laborierung sind mir klar, darüber brauchen wir nicht zu reden, ich sehe die Geschichte hier, wegen meines Einsatzgebietes, als reine Kosten- / Nutzen-Rechnung.

Wäre für Tipps und Ratschläge offen, wie ich eine möglichst kostengünstige Verbrauchslaborierung (!) für die USC finden könnte. Wie geschrieben: Keine reinrassigen Bleigeschosse, entweder ummantelt oder Vollmantel-Geschosse, nach Möglichkeit Rundkopf oder Hollow Point, Wadcutter und Co. möchte ich aus Zuverlässigkeitsgründen nicht unbedingt verwenden.

Gruß

Michael

Götterbote
4. October 2012, 11:17
Hallo Michael,

das N340 ist nicht wirklich gut in der .45 ACP mit Vollmantel- und CuHS-Geschossen. Man kriegt zwar einigermaßen präzise Laborierungen hin, aber das Fichtenkraut verbrennt in diesem Kaliber sehr schlecht. Die Waffe wird zum reinsten Pulverstreuer. Die Pulverreste sauen die ganze Waffe und die Magazine ein.

Gruß
Jens

Michael
4. October 2012, 11:29
Hallo Michael,

das N340 ist nicht wirklich gut in der .45 ACP mit Vollmantel- und CuHS-Geschossen. Man kriegt zwar einigermaßen präzise Laborierungen hin, aber das Fichtenkraut verbrennt in diesem Kaliber sehr schlecht. Die Waffe wird zum reinsten Pulverstreuer. Die Pulverreste sauen die ganze Waffe und die Magazine ein.

Gruß
Jens

Also sollte ich das N340 doch lieber für die .357Sig verwenden, die habe ich bisher ausschließlich mit dem HS-6 in Verbindung mit dem Hornady 90grs. XTP geladen. Ladedaten für .357Sig mit N340 hätte ich da.

Was würdest du stattdessen für die USC vorschlagen?

Welches Pulver, Geschosse, Zündhütchen –> Bei Aufgabenstellung möglichst preiswert

Gruß

Michael

Götterbote
4. October 2012, 11:47
Beim Pulver kann ich dir gerade nicht helfen, da ich meine Fichtenkrautbestände z.Z. aufbrauche und aus Zeitmangel keine .45er lade. Wenn ich wieder Zeit habe, versuche ich mich an Lovex.

An Anzündhütchen kannst Du alles an Large Pistol Zündis reinhauen. Die Preise rotieren gerade wieder zwischen No Name und Markenprodukten. Da nimmst Du einfach das billigste was Du kriegen kannst. Bei Grauwolf kosten die Muroms gerade 24,50€.

Lichtgestalt
4. October 2012, 20:19
Die .45 ACP braucht nen schnellen und harten Tritt.

Wenn Du Vitakraft nehmen willst, teste das N320, höher würd ich nicht gehen.
Bei Lovex kann ich Dir das D032 sehr empfehlen.

Billig wiederladen geht am Besten über Blei.
Warum das untersagt wird weiß ich nicht, vlt. werden die Geschosse beim Zuführen gestaucht?
Geht doch auch über ne Rampe, oder?

Jebens hat hervorragende (präzise :rolleyes: ) Bleigeschosse.
Was ist mit H&N?

Bei beiden Herstellern kann ich die 200er SWC empfehlen.

Billig in Vollmantel gibt es bei LOS Bullets.
Leider hab ich mit denen nichts Gescheites hingebracht, zumindest in diesem Kaliber nicht.

Von Hornady ist das 200er HAP absolut top, aber übern Preis brauchen wir dann gar nicht mehr zu reden.

Die hier genannten Geschosse wurden von mir ausgiebig getestet und mit ner CZ 97 Sport gen Kugelfang gejagt.
Für diese Waffe kann ich Dir mit diesen und anderen Geschossen Ladungen durchgeben wenn Du Interesse hast.

Bei Deiner Lauflänge könnte man dann aber vlt. die Charge etwas reduzieren.

Obwohl, Du hast ja die 230er Hardballer von PMC durchgejagt.
Wie sahen denn da die ZH aus?


P.S.:
ZH´s verwende ICH nur noch Federals.
Mit Anderen (S&B, ja auch CCI) hatte ich schon Probleme.

Murom kann ich nichts zu sagen, hatte ich noch nie.
Sind aber stets die Günstigsten.

P.P.S.:
Die HS HP sind sehr unregelmäßig geflogen.
Sie waren auch im Bereich des Hohlspitzes optisch sehr ungleichmäßig.
Ich würde sie nicht mehr kaufen und empfehle wie vor die SWC.

John Wayne
4. October 2012, 20:47
ich lade MEINE .45ACP seit rund 20 Jahren mit folgender Laborierung :

Hülse: GECO, Starline oder CBC
Geschoss : Anfangs H&N SWC Blei verkupfert .200Gr Dia .452 - Heute H&N Hohlspitz, High Speed Blei, verkupfert .200Gr Dia .452
Pulver : N320 5,4gr
Zündhütchen : Anfangs CCI LP - Heute MagTech LP

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine .45ACP recht leistungsstark geladen sein muss. Ein zu schlaffes repetieren der Waffe verführt zu lockeren Handhaltung. So hat man einen emensen Zeitverlust zwischen den Zielaufnahmen, weil man immer wieder korregieren muss.

Die Pistole sollte mit Druck nach dem Schuß in die Hand zurückgeführt werden. Nur so kann man erfolgreich mit der .45er schießen.....

Lichtgestalt
4. October 2012, 21:15
Howdy Big John,
ich hab mit denselben Zutaten mit 4,9gr. mit meinem 6-Zöller den Faktor im BDS gehalten.

Deine Ladung ist also schon, wie Du selbst schreibst, recht knackig.

Michael hat ja nen längeren Lauf, insofern würde ich hier erst mal mit unter 5,0gr. operieren.

Vlt. mal 5 Murmeln mit 4,8gr. and then see what happens?!

John Wayne
4. October 2012, 21:23
sehe ich auch so. Ich habe mehr auf seine Überschrift reagiert.

Primär ist es m.E. WICHTIG, dass die .45ACP entsprechenden "WUMMS" hat, und das nicht als Funfactor - sondern aus purer Notwendigkeit.

Hinlaborieren muss Michael sich da selbst - da hast Du natürlich recht.

Ich Schieße die Laborierung (mit Tappercrimp) aus 5 Zoll und halte damit locker den MIP DSB.

Lichtgestalt
4. October 2012, 22:26
Jow,
habe dieselbe Labo mit Federal ZH, 4,9gr. VV N320, sowohl mit Jebens Blei als auch mit H&N HS, beide SWC, beide 200gr. jahrelang erfolgreich geschossen.

Beide mit MIP DSB und Faktor BDS aus meinem 6-Zöller.

Hab auf Lovex umgestellt.
1. wegen dem Preis und 2. der dann festgestellten saubereren Verbrennung.
Lovex bringt Top-Ergebnisse, keinesfalls schlechter als Vithavuori.
Sehr gleichbleibender Abbrand.

Ich würde aufgrund des langen Laufes hier auch mit dem Lovex D032 mit 4,8gr. starten.
Lovex D032 und VV N320 sind was die Abbrandgeschwindigkeit anbelangt sehr ähnlich.

Ich verwende bei meinen Pistolenmumpeln nur Taper Crimp und nichts anderes, seperat crimpen!


Alle Ladedaten ohne Gewehr und Bischdole, Wiederlader handeln eigenverantwortlich!

Kim
5. October 2012, 05:08
Man kriegt zwar einigermaßen präzise Laborierungen hin, aber das Fichtenkraut verbrennt in diesem Kaliber sehr schlecht. Die Waffe wird zum reinsten Pulverstreuer. Die Pulverreste sauen die ganze Waffe und die Magazine ein.
Hatte zu Beginn meine 45ACPs mit HS-6, so um die 7 Grain mit 230gr. Geschossen, geladen.
Ich empfand das HS-6 als ziemliche Sauerei unverbrannten Pulvers:
Meine S&W hat übrigens nur den kurzen 2.5" Lauf.

Bin dann zum Wimmis gewechselt.
Mit 6.9 Grain Wimmis hinter einem 230Grain Geschoss habe ich sauberen Abbrand und sehr befriedigende Gruppen.
Mit Geschossen leichter als 200Grain hat es aber auch mit dem Wimmis wieder einige unverbrannte Flocken. Nicht viele, nach 15 Schuss waren's ca. 20 Flocken die sich breit gemacht hatten.

Das Wimmis Pistolenpulver ist mit CHF 40.00 für 500 Gramm das warscheinlich günstigste Pistolenpulver hier in der Schweiz und viele schwören drauf...
Mich hat's bisher überzeugt.

dkp3011
5. October 2012, 06:04
Wieso sollte die USC eigentlich keine Blei-Geschosse vertragen? Selbst die "kein Blei in der Glock"-Regel gilt mittlerweile als überholt.

Michael
5. October 2012, 08:27
Ich danke schon mal ganz herzlich für die vielen Anregungen, jetzt habe ich eine Grundlage um mir weitere Gedanken zu machen! :)

Wieso sollte die USC eigentlich keine Blei-Geschosse vertragen? Selbst die "kein Blei in der Glock"-Regel gilt mittlerweile als überholt.

Ich weiß es nicht, habe es lediglich in der Bedienungsanleitung gelesen, eventuell sollte ich das einfach mal austesten? Einen Kollegen, der seine 45iger Patronen mit Bleigeschossen lädt, habe ich in meinem Umfeld.

Gruß

Michael

Lichtgestalt
5. October 2012, 09:42
Also so richtig will ich das auch nicht verstehen, deswegen hab ich ja schon weiter oben die Frage gestellt.

Die USC ist doch ein Rückstoßlader, oder?
So wie jede andere Pistole auch, oder nicht?

Bei der AR 15 (KK) z.B. ein Nogo, weil das Gasrohr "verbleien" könnte, das ist aber doch bei der USC anders.
Bitte klär mich auf.

Vlt. mal direkt ne Frage an H&K aus welchem Grund sie Bleimumpeln ausschließen (falls Du eine Antwort bekommst).

Ansonsten mal Dummies trocken zuführen, aber richtig "schneppern" lassen und dann mal gucken, wie die Geschosse nach dem Ausrepetieren aussehen.

Wenn Du billig laden willst, wären Bleigeschosse natürlich der Hit!

Mit Lovex und den von mir beschriebenen 200er SWC von Jebens kommst Du unter 15ct. pro Mumpel.
Und außer der HAP von Hornady, ist dies bei mir - von 12 getesteten Geschossen - das Geschoss welches die engsten Schussgruppen brachte.
Außerdem war dies auch bei allen meinen Schützenkollegen der Fall (wesegen die mich jetzt ständig nerven), also eine der seltenen Ladungen, die aus fast allen Waffen gute bis sehr gute Ergebnisse brachten (SIGSauer, CZ, H&K, PetersStahl, Colt).


Hm, vorstellbar wäre auch, dass der Lauf für Blei nichts taugt.
Gab ja frühers mal extra "Bleiläufe", so weit ich mich erinner z.B. für die SIG P210, da mit den normalen Läufen grausliche Schussgruppen rauskamen (hab ich aber nur vom Hörensagen).

Ansonsten, keine Ahnung.
?


http://www.hkpro.com/forum/hk-long-gun-talk/148750-h-k-usc-45acp-cast-lead-bullets.html

Götterbote
5. October 2012, 09:59
Einen Kollegen, der seine 45iger Patronen mit Bleigeschossen lädt, habe ich in meinem Umfeld.


Die Bleigeschosse solltest Du wirklich mal ausprobieren. Wenn das funktioniert, kannst Du auch das N340 sorglos für dieses Kaliber nehmen. Zwei meiner Schützenkameraden verladen das N340 in Verbindung mit SWC-Geschossen von WM. Die beiden haben keinerlei Probleme mit Pulverkrümeln. Der eine schießt eine USP in .45 ACP und der andere irgendeine 1911er. Wenn die SWC in der USP laufen, dann sollten sie es auch in der USC.

Lichtgestalt
5. October 2012, 10:12
Natürlich KANN es in JEDER Waffe durch vermehrte Bleiablagerungen zu Gasüberdrücken kommen.
Aber da muss man halt ab und zu putzen, so wie ich, einmal im Jahr über Weihnachten. :D
Nach jedem Schießen jag ich aber die Boresnake zweimal durch.

Aber ich kann technisch nicht nachvollziehen, warum dies in der USC erheblich anders sein sollte.
Ich hab mit der USC jetzt zweimal an der HK-Trophy geschossen, zerlegt hab ich sie natürlich noch nicht.

Mein Kollege hat mit der USP Elite ein paar tausend Schuss Blei mit der 45er durchgemacht.
Muss ihn mal fragen, ob bei ihm in der Bedienungsanleitung auch was über "Nichtbleiverschießen" drinsteht.

Sandmann
5. October 2012, 10:23
So aus Interresse: Kann man bei einen längeren Lauf nicht auch ein langsam verbrennendes Pulver verwenden, auch bei Pistolenkalibern?

Lichtgestalt
5. October 2012, 10:26
Grundsätzlich ja, hast natürlich recht.

Da würd ich aber nach jedem Schuss am Anfang sehr genau den Lauf inspizieren.
Krümel gehen gar nicht, und da ist gerade das Finnenkraut berühmt dafür.

Auch ein Grund warum ich es gerne nicht mehr benutze.


(Danke an Götterbote für den Begriff "Finnenkraut"!, nach solch einer Bezeichnung für VV hab ich noch gesucht.)

Michael
5. October 2012, 10:28
Bedienungsanleitung:

http://stevespages.com/pdf/hk_usc45.pdf

Seite 32, links oben, bei "Ammunition" -> "Do not use"

Wieso, weshalb, warum -> Weiß ich auch nicht, sagte ja schon, dass ich es nur in der Bedienungsanleitung gelesen hatte.

Gruß

Michael

Lichtgestalt
5. October 2012, 10:40
Und wir wollen Dir helfen, eine günstige und möglichst noch gute Ladung für Deinen Schatz zu finden.

Wenn ich jetzt ketzerisch wäre, würde ich auch sagen das Du damit gar keine wiedergeladene Munition verwenden darfst.


:rolleyes::D


Hab ma in nem Amiforum die Frage gestellt.
Die schießen viel und gerne die USC, mal sehen was rumkommt.

Michael
5. October 2012, 12:22
Obwohl, Du hast ja die 230er Hardballer von PMC durchgejagt.
Wie sahen denn da die ZH aus?





Die sahen ganz normal aus, keinerlei Anzeichen feststellbar.

Gruß

Michael

Michael
5. October 2012, 13:12
An Anzündhütchen kannst Du alles an Large Pistol Zündis reinhauen. Die Preise rotieren gerade wieder zwischen No Name und Markenprodukten. Da nimmst Du einfach das billigste was Du kriegen kannst. Bei Grauwolf kosten die Muroms gerade 24,50€.


Murom Large Pistol habe ich gerade für 22 Euro / 1000 Stück bei egun abgreifen können. :)

http://www.egun.de/market/item.php?id=4055333

Gruß

Michael

Götterbote
5. October 2012, 13:55
Der Preis ist nicht schlecht.;) .....und über die Versandkosten kann man auch nicht meckern.:)

Michael
5. October 2012, 14:07
Der Preis ist nicht schlecht.;) .....und über die Versandkosten kann man auch nicht meckern.:)

Jo, das habe ich mir auch gedacht und da der Verkäufer ja anbietet mehrere Artikel mit einmal Porto zu verschicken, habe ich auch noch 2x bei den Small Pistol zu 18,20 € / 1000 zugeschlagen, ein wenig Vorrat schadet ja nicht und drückt dann dementsprechend auch wieder die Gesamtkosten, wenn man Porto spart.

Habe jetzt mal meinen Kollegen angeschrieben, dass er mir am kommenden Dienstag 45iger mit reinen Bleigeschossen, Semiwadcutter und noch ein paar andere Patronen mit unterschiedlichen Geschossformen einpackt, dann kann ich mal auf Funktion testen. Der Kumpel ist ganz gut sortiert und lädt auch schon seit einigen Jahren wieder.

Ich habe es mal überschlagen, mit den Jeben Bleigeschossen, die Lichtgestalt empfohlen hat, ließe sich in Verbindung mit dem Lovex Pulver und den Murom Zündhütchen ein Preis im Bereich von 14 – 15ct. pro Patrone realisieren, das wäre sogar noch einen kleinen Ticken billiger, als die 15,9ct. die ich für die S&B 9x19 aus der Schüttpackung zahle, das wäre schon sehr schön, wenn die Bleigeschosse aus der USC zuverlässig laufen würden.

Gruß

Michael

Götterbote
5. October 2012, 14:19
das wäre schon sehr schön, wenn die Bleigeschosse aus der USC zuverlässig laufen würden.

Du solltest auf jeden Fall versuchen, erstmal mindestens fünf Patronen mit Bleigeschossen in das Magazin zu bekommen. Gerade die SWC-Geschosse muss
man bei bestimmten Magazinen tiefer setzen als man will, um das Magazin überhaupt voll zu bekommen. Wenn das funktioniert, mußt Du schauen, ob sich die Waffe einwandfrei fertigladen läßt und nicht direkt schießen. Die zugeführte Patrone erstmal auf Deformierungen des Geschosses untersuchen.

Lichtgestalt
5. October 2012, 15:26
Mit den Jebens-Geschossen machst Du nichts falsch.
Da gebe ich Dir mein Wort drauf!

Vorausgesetzt natürlich die USC verdaut sie.

Hier mal meine Premium - Präz - Ladung mit der CZ 97 Sport, VV N320 und dem LSWC-BB 200gr. - Geschoss von Jebens:

Geschoss wie vor
Hülse: Magtech
ZH: Federal LP
OAL: 31,6mm (meiner Rampe geschuldet)
Crimp: Tapper - seperat crimpen! - Dia. 11,90mm (meinem engen Patronenlager geschuldet)
Pulver: 4,8gr. VV N320

Alle Ladedaten ohne Gewehr und Bischdole, Wiederlader handeln eigenverantwortlich!

Präz. und Funktion Note 1, Schmauch 2-3, lt. meiner Ladeliste.
Recoil Note 2 :rolleyes:

Diese Ladung wurde einmal beim DSB und zweimal beim BDS auf LM respektive DM getestet und ging ohne Probs durch.

Sehr präzise und sehr moderat im Rückstoß.

Vermessen in meinem Patronenlager hätte ich sogar auf eine OAL von 33,8mm raussetzen können.
Aber über 32,5mm liefen sie nicht aus dem Magazin und über 31,8 gingen sie nicht die Rampe hoch.

Wenn Du Probleme mit der Zuführung auf der Rampe hast (Patrone geht nicht die Rampe hoch, Verschluss weit offen), musst Du die Geschosse weiter zurücksetzen.
Aber max. so tief, dass die Schulter des Führungsteiles sich mit der Hülsenschulter deckt.

Wenn sie zwar die Rampe hochgehen, dann aber nicht ins Patronenlager gleiten (Patrone steckt schräg im Patronenlager, Verschluss steht etwas offen) musst Du den Crimp-Dia enger fahren.

Keine Sorge, es sind Bleigeschosse, die können das.
Mein Kumpel mit der Elite crimpt auf 11,85mm und sie fliegen super.

Ach ja, Du musst die Hülsen vor dem Setzen aufweiten, wegen der Bleigeschosse.

Mach erstmal fünf Dummies (nur Hülse und Geschoss) und schau ob sie trocken ohne Probs zuführen.
Schau Dir die Geschosse unbedingt VOR und NACH dem Zuführen/Auswerfen genau an (nich auf den Boden fallen lassen) :rolleyes: :D .

Lichtgestalt
5. October 2012, 21:25
Hallo Michael,
hallo Forum,

ich habe die Frage bezüglich der USC und verbleiten Geschossen bzw. Polygonläufen und verbleiten Geschossen allgemein in einem großen Amiforum gestellt.

Praktisch postwendend kam die Antwort, man dürfe keine Bleigeschosse in Polygonläufen verwenden, da die Ablagerung zu groß sei und es dadurch zu gefährlichen Gasdruckspitzen käme.

Auf meinen Einwand hin, dass ich die Kombi Polygonlauf / verbleite Geschosse schon ein paar tausend Mal erfolgreich genutzt habe, und dass ich darum bitte mir konkrete Beispiele von KABOOMS oder Ähnliches zu nennen, kam seither nichts.

Aber scheinbar hat auch Glock ein Problem mit Bleigeschossen und im Zubehör kann man extra "Bleiläufe" erstehen.

Keine Ahnung ob hier noch etwas Handfestes bei rumkommt, aber irgendwas scheint dran zu sein.

Falls ich noch etwas Konkretes erfahre werde ich mich melden, wollte dies aber schon vorerst einmal mitteilen.

Vlt. kann Jemand hier aus dem Forum etwas dazu beitragen.


Viele Grüße,
L.

Götterbote
5. October 2012, 21:55
Soweit ich weiss, brauchen Bleigeschosse eigentlich ein konventionelles Laufprofil, damit sie gut geführt werden und nicht durchrutschen. Aber bei der USP funktioniert es ja schließlich auch.

wozzi
5. October 2012, 21:59
Aber scheinbar hat auch Glock ein Problem mit Bleigeschossen und im Zubehör kann man extra "Bleiläufe" erstehen.

Keine Ahnung ob hier noch etwas Handfestes bei rumkommt, aber irgendwas scheint dran zu sein.

Was ich über Glock und wieder geladener Munition gehört habe ist, dass Glock keine volle Unterstützung der Hülse bittet und man damit keine wieder geladene Munition schießen soll. Ob die USC auch das Problem hat, weist ich leider nicht. Dann wäre es aber ein grundlegendes Problem mit dieser Munition und nicht nur Bleigeschosse...

Lichtgestalt
6. October 2012, 00:11
Nein, die Aussagen gehen in die Richtung, dass Polygonläufe mehr Blei anlagern, warum auch immer, und das es dadurch zu Gasüberdrücken kommen kann, die letztlich die Waffe beschädigen sollen.

Ich wurschtel mich schon ne Weile durchs Net und finde immer wieder Aussagen, die dies bejahen und welche die das Gegenteil behaupten.

Und um das Ganze rund zu machen, gibt es ein paar die sagen das dies bei der Verwendung von Hartblei keine Rolle spiele.
:cool:


Der OP kann ja englisch:

https://www.google.com/search?q=polygonal+barrel+lead+bullet


Fakt ist, dass sowohl Glock als auch H&K gegen die Verwendung von Bleigeschossen sind.
Fakt ist aber auch, dass Beide gegen wiedergeladene Munition sind.

Ich bin nicht in der Lage die Relevanz dieses Hinweises zu werten.
Halte aber aus eigener Erfahrung zumindest Letzteres für Quatsch.

Falls der OP Blei verschießt:
Nach dem Bleibeschuss und vor dem Verschießen von Mantelgeschossen - dringend den Lauf gründlich reinigen!


Sry, aber ich strecke die Waffen zu diesem Thema.

Glockman
6. October 2012, 09:49
Moin zusammen,

aus meiner Glock 21 verschiesse ich .451 - .452 CUHS in 200grs. Tapercrimp
5,5 grs HP 38, Federal Zünder. OAL nehme ich den Standard für eine .45 ACP. Die Hülsen sind mir wurst, werden nur auf Risse kontrolliert-der einzige schwachpunkt bei Glock und Wiederladen, der mehr oder weniger freiliegende Hülsenboden-

Die Präzision bis 25 Meter ist sehr gut und auch nach etlichen Tausend Bleimurmeln die ich mal zeitweise verwendet habe war die verbleiung kein Thema. Nach zweihundert Schuss vor dem Fernseher ein paarmal durchgezogen--Fertig.

In 14 Jahren sind etliche Kilo Wiederladekrempel durch meinen Glocklauf gehustet worden..Sie und ich, wir leben immer noch. Und ich denke mal, das man das auf jeden Waffenhersteller übertragen kann.

Michael
8. October 2012, 09:07
Ich habe am Wochenende ein wenig im Netz gestöbert und gelesen, auch Forenkollege Lichtgestalt hat mir noch einiges aus US-Foren über PNs zukommen lassen. Ebenso habe ich mich mit Kumpels darüber unterhalten, die schon längere Zeit wiederladen. Genau genommen gibt es zwei Meinungen dazu, die einen schießen seit Jahren problemlos Bleigeschosse aus Polygonläufen, während andere eindringlich davor warnen. Man findet auch Beiträge, wo Läufe aufgebaucht, bzw. sogar gesprengt wurden, weil sich Bleiabrieb im Lauf aufgebaut hat und dann ein verschossenes Mantelgeschoss den Lauf zerstört hat. Ich sehe es jetzt so -> Sparen ist schön und gut, aber letztendlich verbleibt ein gewisses Restrisiko, auch, wenn man die Waffe regelmäßig und sorgfältig reinigt. Ich könnte mir zusätzlich vorstellen, dass die Problematik durch den wesentlich längeren Lauf, im Vergleich zu den Kurzwaffenläufen, nicht gerade begünstigt wird.

Ich habe jetzt noch mal kalkuliert, mit Lovex Pulver (38,30 Euro / 500 Gramm) vom örtlichen Händler und den Murom Zündhütchen, die ich über egun bekommen habe, damit komme ich in Verbindung mit den HN HS Geschossen auf einen realistischen Stückpreis von 17,6ct. pro Patrone, das ist m.M.n. vertretbar, immerhin 63 Euro günstiger, als die Partizan Fabrikpatronen im 1000er Pack. (239 € / 1000 Stk.)

Logisch, mit Blei wären da auch 12 – 13ct. drin gewesen, aber gut, ich werde bei den ummantelten Geschossen bleiben. Eventuell lassen sich bei den Geschossen über den örtlichen Händler bei Gelegenheit noch mal ein paar Euro gut machen, die jetzigen habe ich ja über´s Netz mit Versandkosten erworben. (63,50 Euro per 500 Stück, inkl. Versand) Die Kollegen haben bei ihrer letzten Bestellung beim örtlichen Händler irgendwo um die 56 Euro per 500 Stück bezahlt, mal schauen, eventuell kann man da noch mal 1 -2 ct. rausholen, für´s nächste Mal…

Gruß

Michael

Götterbote
8. October 2012, 09:50
Man findet auch Beiträge, wo Läufe aufgebaucht, bzw. sogar gesprengt wurden, weil sich Bleiabrieb im Lauf aufgebaut hat und dann ein verschossenes Mantelgeschoss den Lauf zerstört hat.


Wenn man Bleigeschosse verschossen hat, muss man immer den Lauf gründlich reinigen, bevor man wieder Mantelgeschosse verschießt! Auch wenn es nur ein paar Bleigeschosse waren. Das ist absolut unabhängig davon, ob man Polygonläufe oder konventionelle Läufe verwendet.
Diesen Rat hört man immer von erfahrenen Wiederladern und sollte auch bei jedem Wiederladelehrgang Bestandteil der Ausbildung sein.

Michael
8. October 2012, 10:21
Wenn man Bleigeschosse verschossen hat, muss man immer den Lauf gründlich reinigen, bevor man wieder Mantelgeschosse verschießt! Auch wenn es nur ein paar Bleigeschosse waren. Das ist absolut unabhängig davon, ob man Polygonläufe oder konventionelle Läufe verwendet.
Diesen Rat hört man immer von erfahrenen Wiederladern und sollte auch bei jedem Wiederladelehrgang Bestandteil der Ausbildung sein.


Gehört hatte ich auch schon zuvor von der Problematik und mir war auch bewusst, dass man sorgfältig reinigen muss, wenn man Bleigeschosse verschießt. Ich mag mich jetzt täuschen, aber ich bin mir gar nicht sicher, ob wir auf diese Thematik gesondert auf dem Wiederladelehrgang hingewiesen wurden. Gut, ist auch schon wieder ein paar Tage her…:o

Wie gesagt, nachdem ich mir die Bleigeschosse sparen werde, betrifft mich die Problematik nicht wirklich. Zudem reinige ich meine Waffen recht häufig, wenn ich mich jetzt mit anderen Schützen in meinem Umfeld vergleiche. Meine Langwaffen generell nach jedem Schießen, liegt bei mir auch daran, dass meine Halbautomaten allesamt nicht gerade günstig waren, die Glocks spätestens nach jedem zweiten Schießen, wobei man beim IPSC dazu sagen muss, dass dann auch schon um die 300 – 400 Schuss durchgelaufen sind. Ich denke, damit bin ich ganz gut dabei, wenn ich von anderen Leuten höre, dass sie ihre Waffen „reinigen, wenn nichts mehr geht!“ oder „ 3 – 4 mal im Jahr…“

Gruß

Michael

Lichtgestalt
8. October 2012, 10:22
Zitat:


Falls der OP Blei verschießt:
Nach dem Bleibeschuss und vor dem Verschießen von Mantelgeschossen - dringend den Lauf gründlich reinigen!


Aber es wurde hier schon sehr viel geschrieben, da geht so was leicht unter.
Passt schon.

Michael
23. October 2012, 22:55
Lichtgestalt war so nett und hat sich die Zeit genommen mir per PN wirklich ausführlich aufzuzeigen, wie man sich an die ersten Versuche mit einer neuen Waffe macht. Also quasi bei Adam und Eva angefangen, inklusive dem Bestimmen der richtigen Patronenlänge, usw. An dieser Stelle auch mal "öffentlich": Vielen Dank für deine Hilfestellung! :)

Ich habe dann mit Hilfe seiner Anleitung eine OAL von 31,5 für die USC ermittelt, danach entsprechende Dummies gefertigt und die Geschichte "trocken" ausgiebig getestet, was problemlos ging. Danach habe ich mir eine kleine Ladeleiter gemacht, begonnen bei der Minimalladung von 4,2 grs. bis hoch zu 4,6grs. Ich war ein wenig hin- und hergerissen, sollte ich nun nur 1 - 5 Patronen machen, um einfach nur die Funktion zu testen, oder doch gleich ein paar Patronen mehr, auf die Gefahr hin, dass ich diese im Falle eines Falles doch wieder kalt entladen müsste...

Letztendlich habe ich mich für die letzte Variante entschieden und hatte mich gedanklich schon mit dem Entladehammer hantieren sehen, das war aber glücklicherweise dann doch nicht der Fall. :cool:

Begonnen habe ich, mit einigem Respekt (ehrlich gesagt!) mit einer Patrone, welche mit 4,2grs. geladen war und danach habe ich die Hülse auf Anzeichen von Überdruck untersucht, welche nicht vorhanden waren. Interessanterweise war der erste Schuss auch direkt ein 10er auf der Scheibe, dadurch ermutigt, habe ich mich dann Stück für Stück durch die Ladeleiter geschossen, dabei natürlich immer die Hülsen entsprechend untersucht und auch Kollegen gezeigt, die schon länger Wiederlader sind.

Da ich ausreichend Patronen geladen hatte, konnte ich von jeder Laborierung 2 Gruppen auf separate Scheiben schießen und diese danach vergleichen, drei davon habe ich als Beispiel angehangen. Prinzipiell genügen alle drei Laborierungen im Anhang meinen persönlichen Anforderungen, da aber auch die anderen Scheiben ähnliche Schussbilder gezeigt haben, kann man sagen, dass die 4,5 grs. scheinbar am Besten aus meiner USC laufen. Ist jetzt natürlich nicht hochwissenschaftlich und bekanntermaßen bin ich auch kein extrem talentierter Schütze, aber für mein gewünschtes Profil: "Zuverlässige Funktion bei ordentlicher Präzision mit möglichst geringen Kosten, sollte das soweit passen."

Funktion war übrigens bei allen verschossenen Patronen voll gegeben, es gab bei keiner Laborierung Störungen. Für´s nächste Mal werde ich also mehr Patronen mit 4,5 grs. laden und dann am kommenden Dienstag mal durch den Chrono schicken, den ein Kollegen dafür mitbringt.


Gruß

Michael

Lichtgestalt
23. October 2012, 23:15
Na das schaut doch schon sehr gut aus, gratuliere!

Wenn Du bei 4,2gr. keine Störungen hattest, dann sollte bei 4,5gr. eigentlich alles funzen.
Da mach ich mir dann auch um den Chrony wenig Sorgen.

Aber Du hast schon recht, step-by-step.

Ich würd mal 20 machen und wenn die sauber laufen, 50 Stück.

Wenns dann immer noch keine einzige Störung gibt und die Ergebnisse so ausschaun, Halali.
:D

Michael
24. October 2012, 11:38
Na das schaut doch schon sehr gut aus, gratuliere!

Wenn Du bei 4,2gr. keine Störungen hattest, dann sollte bei 4,5gr. eigentlich alles funzen.
Da mach ich mir dann auch um den Chrony wenig Sorgen.

Aber Du hast schon recht, step-by-step.

Ich würd mal 20 machen und wenn die sauber laufen, 50 Stück.

Wenns dann immer noch keine einzige Störung gibt und die Ergebnisse so ausschaun, Halali.
:D

Störungen hatte ich keine, es waren allerdings auch nur 5x 11 Schuss, also 55 Schuss gesamt. Der Scheibenspiegel war komplett jungfräulich, ich habe nach dem Verschießen aller Patronen mal ein Bild von der Scheibe gemacht, so gesehen, waren alle verschossenen Laborierungen für meine Zwecke ausreichend. Aufgefallen ist nur, da ich ja pro Laborierung je 2 Gruppen auf separate Scheiben geschossen habe, dass die 4,5 grs. bei beiden Schussgruppen am dichtesten zusammen lagen. Wie gesagt, ich bin nicht der Ausnahmeschütze, da sind auch meine "Wackler" mit dabei. Komplett umschlossen liegen die Schussgruppen mit den 4,5grs. beide bei knapp unter 50mm.

Gruß

Michael

Sonnengott
25. October 2012, 10:46
Respekt.......

die Ergebnisse sind top

Michael
25. October 2012, 11:45
Respekt.......

die Ergebnisse sind top

Reines Anfängerglück, würde ich dazu sagen. Ehrlich gesagt sind das so ziemlich meine ersten Gehversuche im Bereich Wiederladen, außer ein paar Patronen in .357Sig habe ich bisher noch nicht wirklich viel geladen, habe auch den Schein noch nicht so lange.

Gruß

Michael

Lichtgestalt
25. October 2012, 13:18
Andere müssen lange stricken, bis sie so ein Ergebnis hinbekommen.
Freu Dich, scheinst nen Glückstreffer gelandet zu haben.

Aber das Schussbild hat dann nicht nur mit Glück zu tun, gell?
:D

Michael
4. December 2012, 21:01
Habe noch die H&N .452 CU HS TC Geschosse mit 200 grs. ausprobiert, die laufen ebenfalls sehr ordentlich aus meiner USC. Habe günstig einen 500er Pack davon bekommen und es bot sich eh an, nachdem ich sämtliche Hollow Point Geschosse bereits auf Vorrat verladen hatte. Bei der OAL musste ich allerdings auf 30,5 runtergehen, die längeren Dummies wollten nicht so wirklich störungsfrei zuführen, mit 30,5 war dann alles bestens.

Ladeleiter habe ich wieder bei 4,2grs. vom Lovex D032 begonnen und in 0,1 grs. Schritten gesteigert, interessanterweise erzielten die 4,5grs., welche sich auch schon mit dem HP-Geschoss bewährt hatten, auch hier wieder das beste Ergebnis. Störungen gab es aber auch mit den schwächeren Ladungen nicht.

Nun werde ich die restlichen Kegelstumpfgeschosse auf Vorrat verladen und danach aber wieder auf die Hollowpoints wechseln, dank Sammelbestellung mit den IPSC Kollegen gab´s einen extrem guten Preis und ich habe dementsprechend eine größere Menge davon eingekauft. Nun bin ich bei ehrlichen und realistischen 150 Euro per 1000 Schuss, ich denke das ist für ein verkupfertes Geschoss so ziemlich das Optimum, was preislich machbar ist. :)

Gruß

Michael

Lichtgestalt
4. December 2012, 21:18
Sieht super aus, freut mich für Dich!
:dafuer:


Oder anders ausgedrückt, "Leider geil..."
:sonnenbrille:


Na, und?
Was macht die Mehrstationenpresse?

Ich verspreche Dir, dass sich die Anschaffung lohnt.
Du wirst Dich hinterher fragen, wie Du nur so lange auf der ESP laden konntest.
Ich schwör´s.
:rolleyes:

Michael
5. December 2012, 07:04
Na, und?
Was macht die Mehrstationenpresse?




Danke!

Ich bin mit dem Resultat ebenfalls vollends zufrieden, das reicht für meine Zwecke dicke aus. Ja, die Mehrstationenpresse… Ich denke nicht, dass ich hier so schnell eine kaufen werde, ist ja doch noch mal eine spürbare Investition, wenn ich mir so ansehe, was die Kollegen für ihre Dillon Pressen und das ganze Drumherum ausgegeben haben. Bei mir steht jetzt erst mal der alljährliche Wahnsinn in Form von allen Versicherungen und Co. an, die im Dezember und Januar zu bezahlen sind. Auto muss im Dezember zum Kundendienst und im Januar steht auch gleich direkt der TÜV an und weil das alles noch nicht ausreichend ist, zickt meine Waschmaschine gewaltig rum und ich befürchte, dass ich auch hier bald tätig werden muss. :rolleyes:

Hinzu kommt, dass ich mit einer Mehrstationenpresse notgedrungen in die Garage ausweichen müsste, in der Wohnung wüsste ich jetzt wirklich keinen Platz mehr, wo ich das Ding noch hinstellen sollte, ich habe zwar eine große Wohnung, aber im 1. Stock und mit vielen Dachschrägen. Für meine aktuell benötigten Mengen an Munition reicht mir die Einstationenpresse (noch) aus, auch, wenn es zugegebenermaßen mit einem entsprechenden Arbeits- und Zeitaufwand verbunden ist. Wobei es eigentlich geht, ich nutze ein elektronisches Pulverfüllgerät von Hornady, da mich das Arbeiten mit dem Uniflow Pulverfüller in Verbindung mit manchen Pulvernsorten einfach nicht begeistert hat.

Für die 9mm habe ich mir aber bei der Sammelbestellaktion auch einen Posten Geschosse gekauft, die werden wir bei Gelegenheit mal auf der Dillon Presse von einem Kollegen verladen, da ich eh noch ein halbe Kilo N340 habe, für welches ich jetzt nicht zwingend eine andere Verwendung habe. Dabei habe ich dann ausreichend Gelegenheit mir so ein Gerät mal in Aktion anzusehen. Wer weiß? Vielleicht komme ich ja doch auf den Geschmack dabei. Wobei mir der Vater meines Kumpels kürzlich erst erzählt hat, dass er für die Dillon des Sohnemannes demnächst einen 45ig ACP-Wechselsatz anschaffen möchte, so gesehen hätte ich hier eventuell auch eine Nutzungsmöglichkeit…:cool:

Gruß

Michael

Götterbote
5. December 2012, 10:57
Bei dem Ergebnis braucht an der Laborierung nix verbessert werden.;) Die ist topp!

Für die Anschaffung einer "großen" Presse kann man sich auch ruhig Zeit lassen. Da muss man nichts überstürzen und kann auf eine gute Gebrauchte warten.;)

Lichtgestalt
5. December 2012, 18:48
... die werden wir bei Gelegenheit mal auf der Dillon Presse von einem Kollegen verladen, da ich eh noch ein halbe Kilo N340 habe, für welches ich jetzt nicht zwingend eine andere Verwendung habe. Dabei habe ich dann ausreichend Gelegenheit mir so ein Gerät mal in Aktion anzusehen. Wer weiß? Vielleicht komme ich ja doch auf den Geschmack dabei...

Hihihi....
:sonnenbrille:


*HUST*, mhm, ich meinte, "viel Spaß dabei!"
:rolleyes:



:D

Lichtgestalt
15. December 2012, 08:15
Und?
Hast Du jetzt schon selbst mit einer Mehrstationenpresse geladen?
:rolleyes:


Falls ja, spar viel Geld und hol Dir gleich eine "Blaue".

Michael
15. December 2012, 11:02
Und?
Hast Du jetzt schon selbst mit einer Mehrstationenpresse geladen?
:rolleyes:


Falls ja, spar viel Geld und hol Dir gleich eine "Blaue".

Nein, noch nicht, zum Jahresende ist immer gut was geboten auf der Arbeit, da komme ich überhaupt nicht zum Wiederladen. Hab´s bisher gerade 1x auf den Schießstand geschafft im Dezember. :eek:

Schau´mer mal, wie es sich während den Feiertagen verhält, vom 21.12. - 06.01. ist dann erst mal Urlaub angesagt. :)

Gruß

Michael

Michael
13. February 2013, 08:28
Für´s nächste Mal werde ich also mehr Patronen mit 4,5 grs. laden und dann am kommenden Dienstag mal durch den Chrono schicken, den ein Kollegen dafür mitbringt.





Gestern habe ich es dann doch endlich mal geschafft meine Laborierung durch den Chrono zu schicken...:eek::rolleyes:

Ich habe 10 Schuss gemacht, die lagen recht konstant im Bereich 277m/s, was in etwa 497 Joule und einem IPSC Power Faktor von 182 entsprechen dürfte. 150 Minimum Faktor brauche ich, somit ist alles bestens.

Gruß

Michael

MasterSpecialAgent
18. October 2015, 16:02
Hi Leute!

Gibts eigentlich was neues zum Thema "Wiederladen für die USC"?
Ich hab den Thread hier mal ausgegraben, weil ich selbst kurz davor stehe meine USC zu erhalten (ca 5 Wochen noch).
Da ich im Bereich Wiederladen für Automatikwaffen noch keine Erfahrung habe, hätte ich auch grosses Interesse an der von Lichtgestalt geschickten PN,
über die Grundsätze des Wiederladens für eine neue USC

Bisher erstreckten sich meine Kenntnisse des Patronenbastelns nur auf das Herstellen von Revolverpatronen und Munition für meine Repetierbüchsen.

Von daher bin ich für jeden Tipp dankbar...

Lichtgestalt
18. October 2015, 16:09
Hi MSA,
guck mal vorne auf den Scheiben von Michael, da stehen sogar seine Ladedaten drauf.

Sollte Dir ne gute Richtung vorgeben.

MasterSpecialAgent
18. October 2015, 16:20
Oh wat peinlich!
Jetzt wo du es sagst...
Danke :-)

Lichtgestalt
18. October 2015, 20:34
Wenn Du damit nicht klar kommst, melde Dich einfach.

:)

MasterSpecialAgent
27. October 2015, 20:45
Da ich bisher nur Erfahrung beim wiederladen von Revolverpatronen sammeln konnte, brauch ich da mal nen kleinen Tipp zum Thema: "Bestimmen der maximalen Patronenlänge"

Ich nehme mal an es funktioniert genauso wie bei ner Repetierbüchse...
Also geschlitzte Hülse, Geschoss locker aufsetzen, Verschluss zu, Pille wieder raus, nachmessen, 0,5mm abziehen, fertig

Falls nicht, klärt mich bitte auf
Bin für jeden Tipp dankbar

Götterbote
27. October 2015, 22:43
Nein, so funktioniert es nicht. Du solltest dich gerade bei der .45er an die offiziellen Ladetabellen halten. Die Geschossform, besonders SWC, schränken dich was die zulässige OAL angeht sehr stark ein. Wenn du nicht mehr wie zwei bis drei Patronen ins Magazin bekommst, weißt du was ich meine.

Lichtgestalt
1. November 2015, 23:30
Das ist ja grade das schöne am Wiederladen, dass man spielen kann.
:D

Miss so exakt wie möglich, im verriegelten Zustand, von der Rohrmündung bis zum Stoßboden Deiner Pistole.

Dann bau den Lauf aus und führe das Geschoss ins Patronenlager ein.

Nun miss von der Rohrmündung bis zur Geschossspitze.
Mehrfach messen, es muss genau stimmen, der kürzeste Wert ist der Richtige.

Nun ziehe die beiden Längen voneinander ab.

Das ist die, in dieser Waffe und mit diesem Geschoss, maximal machbare Patronenlänge.

Jetzt rundest Du auf einen vollen 1/10mm ab.
Angenommen Du hättest jetzt 31,74mm ermittelt, dann nimmste 31,7mm, davon jetzt noch ein ganzes Zehntel abziehen, also hier dann 31,6mm.
(Merke: Nur für diese Waffe und nur für dieses Geschoss, die OALs sind nicht übertragbar!)

Wenn diese Patronenlänge noch sauber ins Magazin geht, go for it!
Funktion und Präz müssten so passen.
:)

MasterSpecialAgent
2. November 2015, 18:48
Ok
Das kannte ich so noch nicht
Ich kenne nur die Variante mit der geschlitzten Hülse und dem leicht aufgesetztem Geschoss.
Dann Verschluss langsam zu, Patrone wieder entnehmen, messen, 0,3-0,5mm abziehen, feddich...

Sobald ich meine Waffe habe, werd ich es mal nach deiner Methode probieren und anschliessend mit meiner.
Mal gucken wie gross der Unterschied ist.

Besten Dank schonmal.

Lichtgestalt
2. November 2015, 19:48
Bei Deiner Methode besteht immer die Gefahr, dass das Geschoss entweder beim Rausziehen ebenfalls wieder etwas mit rausgeht, oder aber, im umgekehrten Fall, dass sie zu stark in die Züge und Felder gepresst wird.

Meine KW-Patronen setze ich immer 0,1mm+ zurück, also weniger als 0,2.

Funzt bisher in 9mm, 40SW und 45 ACP hervorragend.
Latürnich kann man auch weiter zurücksetzen.
Möglicherweise fördert es sogar die Präz, hier gilt der alte Wiederladerspruch:
Versuch macht kluch!