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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie fettet man LW-Hülsen für die Mehrstationenpresse


Lichtgestalt
21. September 2011, 14:42
Hallo Freunde von Pulver und Blei,

hab bisher immer nur mit ner Einstationenpresse geladen und werde jetzt "upgraden". :rolleyes:

Nu frag ich mich aber, wie man die Hülsen vor dem Ladevorgang richtig fettet.

Sprühfett ist klar, ABER
wie schaff ich es, dass die Hülsen oberflächlich gefettet sind und gleichzeitig der Hülsenhals innen etwas Schmierung erhält, ohne das ich die Hülsen innen "einsaue" und auch das Zündloch trocken bleibt?

Iss mir total unklar wie das gehen soll!? :confused:

Kann mich da bitte Jemand erhellen?

Götterbote
21. September 2011, 14:55
Sprühfett ist klar,

Das Fettkissen geht aber auch.

ABER
wie schaff ich es, dass die Hülsen oberflächlich gefettet sind und gleichzeitig der Hülsenhals innen etwas Schmierung erhält, ohne das ich die Hülsen innen "einsaue" und auch das Zündloch trocken bleibt?

Für den Hülsenhals kommt dann m.E. nur ein Trockenschmiermittel in Frage, z.B. Graphitpulver. Dafür nimmst Du ein kleines Gefäß mit Schrot-, Keramik- oder Stahlkugeln und fügst diesem eine kleine Menge Graphitpulver hinzu und schüttelst das ganze ein wenig durch. Danach tauchst Du die Hülsen mit dem Hals in die Kugeln und kloppfst diese ganz leicht ab. Danach erst die Hülsen fetten, sonst saust Du die Hülsen komplett ein. Anschließend die Hülsen auf der Presse weiterverarbeiten.

Welche Langwaffenkaliber sollen es denn bei dir sein?

Gruß
Jens

gogomobue
21. September 2011, 22:49
http://www.forsterproducts.com/catalog.asp?prodid=700996&showprevnext=1

da brauchts kein fett

weder aussen noch innen

wozu vollkalibrieren?

gruss

stier420
21. September 2011, 23:40
Bei LW Matrizen wird es empfohlen mit z.B.: einem RCBS Hülsenfettkissen,ansonsten werden die Matrizen nicht alt.
Die KW MAtrizen sind so ausgelegt das man dort kein Fett braucht.

Götterbote
22. September 2011, 10:26
wozu vollkalibrieren?


Vielleicht geht es um LW-Patronen für Halbautomaten und/oder anderen Kalibern wo eine Teilkalibrierung nicht ausreicht.;)

gogomobue
22. September 2011, 10:56
http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=GAMrbRRiyF8
http://www.youtube.com/watch?v=I-OeBiN7qP4&NR=1

der sagts

grüsse

für halbautomaten
http://www.youtube.com/watch?v=V-Ej2lq_7BI

Lichtgestalt
22. September 2011, 14:48
Es geht um Dillon RL 550 B - Mehrstationenpresse und um das Kaliber .223 Rem. für einen Halbautomaten.

Vollkalibrieren ist ein MUSS!

gogomobue
22. September 2011, 15:58
Es geht um Dillon RL 550 B - Mehrstationenpresse und um das Kaliber .223 Rem. für einen Halbautomaten.

Vollkalibrieren ist ein MUSS!

ok ok im video sagt er womit die hülsen gefettet sind

gruss

Lichtgestalt
22. September 2011, 16:33
Womit ist weniger die Frage, als wie!?

Götterbote
22. September 2011, 17:52
Die Hülsen wird er auch nur von aussen eingefettet haben.

Lichtgestalt
24. September 2011, 10:08
Habe letztlich an Dillon selbst geschrieben.

Man soll einfach die Hülsen auf ein Tuch legen oder in einen Eimer Kippen.
Ein paar Spritzer des Sprühfetts drauf und entweder übers Tuch rollen oder im Eimer schütteln.

Anschließend möglichst senkrecht stehend (im Eimer oder einer Wanne richten sich die Meisten beim Schütteln selbst auf) kurz trocknen lassen.
Dann einfach auf die Progressivpresse damit und gut ist.

In amerikanischen Foren wird von den Usern meistens der "two-step-way" favorisiert.
Dort werden zuerst die Hülsen auf einer Einstationenpresse oder eben auf einer Progressivpresse an der 1. Station vorbereitet.

Hülsen tumblen.
Hülsen fetten (außen, innen mit Trockenschmiermittel)
Auf der Presse: Rekalibrieren und entzündern
Trimmen
Entgraten

Dann auf die Progressivpresse und ganz normal den Zyklus durchlaufen, also
Zündern
Aufweiten und Pulver verfüllen
Geschoss setzen
Crimpen

Götterbote
24. September 2011, 11:18
In amerikanischen Foren wird von den Usern meistens der "two-step-way" favorisiert.
Dort werden zuerst die Hülsen auf einer Einstationenpresse oder eben auf einer Progressivpresse an der 1. Station vorbereitet.



Nach dieser Methode würde ich es an deiner Stelle auch machen. Erstens bekommst Du keinen dicken Arm an deiner Dillon und zweitens gelangt auch kein Sprühfett in die Hülsen. Das Pulver mag dieses Zeug auch nicht sonderlich.

Die .30 Carbine lade ich als einzige LW-Patrone mit allen Arbeitsschritten in meiner Mehrstationenpresse. Die Hülsen fette ich nach dem Tumblen auf dem RCBS Fettkissen, aber nur die untere Hälfte der Hülse. So gelangt auch kein Fett rein.

Hast Du schon mal den Pulverdosierer deiner Dillon überprüft, ob er auch für die .223 genau genug ist? Die Teile haben bei LW-Pulvern oft eine große Toleranz, weil sie mit der Körnung des Pulvers Probleme haben.

Lichtgestalt
24. September 2011, 13:15
Nach dieser Methode würde ich es an deiner Stelle auch machen....

Hast Du schon mal den Pulverdosierer deiner Dillon überprüft, ob er auch für die .223 genau genug ist? Die Teile haben bei LW-Pulvern oft eine große Toleranz, weil sie mit der Körnung des Pulvers Probleme haben.

Nun, genau das wollte ich nicht.
Wofür kauf ich mir eine Progressivpresse, wenn ich dann damit wieder rumeiern muss?

Ich werde es erst mal "ohne" versuchen.

Zu dem Thema des Pulverauswurfs hab ich auch schon einiges gelesen und einige Modifikationen gesehen.
Step 1 wird hier sein, die Grundplatte (Trichter) des Pulverfüllers spiegelnd zu polieren.
Step 2 wäre dann eine Mikrometerschraube zum Einstellen.

We´ll see.


So lädt ein "Wiederladegott"
http://www.youtube.com/watch?v=42b3P8Zt4Fs&feature=related

Götterbote
24. September 2011, 13:23
Step 1 wird hier sein, die Grundplatte (Trichter) des Pulverfüllers spiegelnd zu polieren.

Lohnt sich m.E. nicht. Bastel dir lieber ein Pulverdach aus einem kleinen Plastiktrichter zurecht.

Step 2 wäre dann eine Mikrometerschraube zum Einstellen.

Die bringt es bei LW-Pulvern auch nicht wirklich. Mit der Mikrometerschraube habe ich auch schon experimentiert. Das ändert aber nunmal nichts daran, das sich LW-Pulver und volumenabhängige Pulverfüller nicht sonderlich mögen.


Gruß
Jens

Lichtgestalt
24. September 2011, 14:45
Hast Du mal ein Bild von Deinem Pulverdach?

Ein befreundeter Wiederlader hat ein originales Pulverdach in seinem RCBS-Pulververfüller.
Er sagt, dass es schade um das Geld sei.

Mich würde interessieren wie Deines aussieht.

Hier ist ein Link zum Tuning des Dillon-Pulververfüllers:

http://forums.1911forum.com/showthread.php?t=154783

Götterbote
24. September 2011, 15:03
Hast Du mal ein Bild von Deinem Pulverdach?

Nein. Ich kann aber die Tage mal ein Foto davon machen.

Er sagt, dass es schade um das Geld sei.

Mir war das Teil damals auch zu teuer. Es sollte damals, glaube ich, so um die 18 DM kosten. Ich habe ein Dreierset Einfülltrichter aus einem 1 DM-Laden (heute 1 Euro-Shop) genommen und den kleinsten Trichter umgearbeitet.
So ein Pulverdach ist echt nützlich. Es hält die Dosierung bei KW-Pulvern sehr konstant und hat den Vorteil, das man die Größe der Löcher selbst anpassen kann.


Gruß
Jens

Götterbote
25. September 2011, 15:40
Hier sind die Bilder.

Lichtgestalt
25. September 2011, 19:05
Und das ist alles und das funzt?

Ich dachte dies funktioniere über die Masse (verdichten des Pulvers) aber das kommt ja hierbei kaum infrage.

Wozu dienen die Einschnitte und wieviele sind es?
Warum hast Du den Stutzen nicht abgeschnitten, der stört doch bestimmt beim Schließen des Pulverfüllers?


Gruß,
L.

Götterbote
25. September 2011, 23:29
Und das ist alles und das funzt?

Ja, das ist alles und es funktioniert. Das originale Pulverdach von RCBS ist praktisch noch weniger. Es hat nur zwei Seiten und auf jeder Seite unten nur ein Loch.

Ich dachte dies funktioniere über die Masse (verdichten des Pulvers) aber das kommt ja hierbei kaum infrage.

Das Pulver wird ohne das Dach (Trichter) im unteren Teil, über der Dosierwalze, durch das Eigengewicht verdichtet. Das bedeutet, dass die Verdichtung des TLP's immer geringer wird, je mehr Pulverstand im Vorratsbehälter sinkt. Dadurch ensteht ja erst die Ungenauigkeit beim Dosieren. Wenn der Vorratsbehälter voll ist, wird bei jedem Dosiervorgang anfangs noch mehr Pulver in die Dosierwalze gepresst und es wird immer weniger Druck, je mehr Pulver entnommen wird. Das Pulverdach sorgt für einen Hohlraum unter dem Dach. Es wird nur soviel Pulver reingelassen, bis der Trichter über der Dosierwalze gefüllt ist. Auf diese Weise bleibt der Druck des Pulvers über der Öffnung der Walze nahezu konstant.

Wozu dienen die Einschnitte und wieviele sind es?

Die Einschnitte ermöglichen dem Pulver den Weg zum Trichter über der Dosierwalze. Ich habe drei Einschnitte in den Plastiktrichter gemacht, jeweils um 120 Grad versetzt. Die Größe der Löcher muss man durch Probieren selbst ermitteln. Das hängt von der Körnung des Pulvers ab.
Warum hast Du den Stutzen nicht abgeschnitten, der stört doch bestimmt beim Schließen des Pulverfüllers?

Der Stutzen stört garnicht, ganz im Gegenteil. Ich kann des Vorratsbehälter bis zur Spitze des Stutzens auffüllen. Wenn ich diesen Abschneide, muss ich das Loch ja irgendwie zukleben. Ist mir aber zuviel Arbeit.;):D

Gruß
Jens

Lichtgestalt
26. September 2011, 15:07
Ach so! :schock:

Jetzt kapier ich das erst, das Pulver kommt AUF den Trichter und nicht der Trichter auf das Pulver!

:happy:

Lichtgestalt
26. September 2011, 15:12
BTT:

Mein einer OSM (seit 40 Sposchü) meinte ich solle mir Carbide-Matrizen für meine LW zulegen.
Er habe die früher immer benutzt und habe nie gefettet.

Auf meine Frage, ob ihm denn nicht mal eine Hülse stecken geblieben sei, hat er gesagt das sei ihm nie passiert.


Mein einer OSM ist ein sehr netter und hilfsbereiter Kamerad.
Er ist auch ein mehr als guter Sposchü.
Nur beim Wiederladen bin ich mir nicht so sicher mit ihm.

Er hat früher mal wiedergeladen, tut dies aber schon länger nicht mehr.
Stimmt seine Aussage hier?

Götterbote
26. September 2011, 15:21
Jetzt kapier ich das erst, das Pulver kommt AUF den Trichter und nicht der Trichter auf das Pulver!


Beim Fotografieren habe ich das Pulver extra weggelassen, sonst kann man den Trichter im Uniflow auch nicht sehen.;)

Götterbote
26. September 2011, 15:27
Er hat früher mal wiedergeladen, tut dies aber schon länger nicht mehr.
Stimmt seine Aussage hier?

Gute Frage. Ich weiss, dass es solche speziellen Langwaffenmatrizen gibt, aber sie haben innen wohl auch keinen Carbid-Einsatz auf ganzer Länge. Deshalb lese ich in den Foren öfters davon, das Besitzer solcher Matrizen ihre Hülsen trotzdem Fetten. Ohne Fett ist es wohl auch mit diesen Matrizen so einfach. Der Innenaufweiter ist m.E. auch nicht aus Carbid. Deshalb sollte bei einigen Kalibern der Hülsenhals von innen auch noch zusätzlich geschmiert werden.

Ich muss mal nachschauen, für welche LW-Kaliber es solche Matrizen gibt. Vielleicht sind diese auch nur zylindrische LW-Hülsen, wie z.b. für die .30 Carbine. Ich bereue es heute noch, dass ich damals den einfachen .30 Carbine Matrizensatz genommen habe.

Lichtgestalt
26. September 2011, 18:34
Ich bereue es heute noch, dass ich damals den einfachen .30 Carbine Matrizensatz genommen habe.

Ist aber nichts was man nicht beheben könnte, oder?

Verkauf die Kalibriermatrize auf egon und gönn Dir ne HM.
Das Leben ist viel zu kurz...

Götterbote
26. September 2011, 23:07
Für den alten Matrizensatz kriegt man ja fast nichts mehr. Die Leute kaufen bei eGun eh nur den HM-Satz und der ist mir momentan zu teuer. Selbst die gebrauchten HM-Sätze gehen dort für fast den Neupreis weg.

Cptkinx
9. February 2016, 08:08
Hier sind die Bilder.

Ich weiss, der Thread ist schon was älter, aber wie schauts bei der Trichterlösung mit statischer Aufladung aus ??

Danke und Gruss

Götterbote
9. February 2016, 16:45
Hast eine PM ;)